Sinn alternativer Tunings

von Nocturnus, 17.10.08.

Sponsored by
pedaltrain
  1. Nocturnus

    Nocturnus Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    02.10.08
    Zuletzt hier:
    19.11.14
    Beiträge:
    53
    Ort:
    Rheinhessen
    Kekse:
    203
    Erstellt: 17.10.08   #1
    Hallo!


    Ich als Anfänger hätte da mal eine Frage, deren Antwort den alten Hasen hier bestimmt auf der Hand liegt.

    Und zwar lese ich immer von Alternativen Tunings: Drop D, Drop C, Drop A#, Open E....etc...

    Mich würde mal der Sinn dahinter interessieren.
    Drop D hab ich (denke ich) kapiert. Damit lassen sich Powerchords einfacher greifen und bis auf die E-Saite ändert sich nix.
    Aber die anderen Drops... braucht man die nur, damit es noch tiefer klingt, oder gibt es da noch andere Hintergründe? Wäre man mit einer 7-Saitigen Gitarre dann nicht besser dran?

    Und dann die Open-Tunings. Ich hab schon gelesen, daß sich damit Griffe realisieren lassen, die sonst nur schwer möglich wären. Aber ist das Umdenken auf die andere Stimmung nicht komplizierter als der Vorteil den man evt. daraus zieht?

    Viele Grüsse,
    Stefan.
     
  2. bernt

    bernt Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    12.08.06
    Zuletzt hier:
    20.06.16
    Beiträge:
    485
    Kekse:
    242
    Erstellt: 17.10.08   #2
    @nocturnus: find ich ne interessante Fragestellung! Hab mich das auch schon oft gefragt und denke, dass das nach einer Eingewöhnungsphase ganz gut gehen muss. Aber die Frage, die mich interessiert, ist eher, ob bestimmte Open-Tunings verschiedene Griffe nur erleichtern, oder sind damit welche möglich die in konventioneller Stimmung GAR NICHT gehen?
     
  3. stam

    stam Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    30.01.05
    Zuletzt hier:
    24.09.20
    Beiträge:
    677
    Ort:
    Liederbach am Taunus
    Kekse:
    1.499
    Erstellt: 17.10.08   #3
    "Drop D hab ich (denke ich) kapiert. Damit lassen sich Powerchords einfacher greifen und bis auf die E-Saite ändert sich nix."

    Und du kannst einen tiefen D-Powerchord spielen.
    Der Sinn der unterschiedlichen Tunings liegt doch auf der Hand:

    Downtuning:

    Veränderung der Klanges, Weicher, Tiefer, ?böser?

    Open-Tuning:

    Ist bei spielen mit Bottleneck richtig gut, da automatisch ein schöner Akkord klingt.
    Ermöglicht einfachere Fingerstellungen für Griffe bei denen man sich sonst die Pfoten brechen würde.
    Hat natürlich den Nachteil das die Standart-Griffe nicht mehr passen und du deine Skalen und Tonleitern umdenken musst.


    "Wäre man mit einer 7-Saitigen Gitarre dann nicht besser dran?"

    Für gelgentliche Tiefspieler lohnt sichs vielleicht nicht, außerdem spielt sich eine 6-Saiter einfacher. Außerdem warum sollte ich mir eine 7-Saitige extra kaufen, obwohl ich das mit meiner 6-Saiter auch alles kann.

    Ich werd mir irgendwann auch eine 7ner zulegen, da umstimmen mit Floyd Rose eine Qual ist und ich mich gerne in dem unteren Ton-Bereichen rumtreibe. (Kling einfach anders, auch der Tone ändert sich. Bei mir wirds growliger)

    Gruß

    stam
     
  4. Thundersnook

    Thundersnook Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    18.06.07
    Zuletzt hier:
    24.09.20
    Beiträge:
    3.375
    Ort:
    Leipzig!
    Kekse:
    35.159
    Erstellt: 17.10.08   #4
    Fakt ist einfach, dass man durch viele Open-Tunings und andere Arten seiner Gitarre einen vollkommen anderen Klang geben kann.
    Irgendwann hat man einfach ein Gehör dafür, was auf der Gitarre geht und was nicht und wie das klingt. klar wenn man 1 Millionen mal a-Moll und E-Dur hört, hat man die drinn.

    Durch ein anderes Tuning ist es nun möglich auf der Gitarre völlig neue Sachen zu greifen. Dieser neue Griff mag dann zwar immer noch ein a-moll oder sonstiges sein, aber er klingt durch den neuen Aufbau vollkommen anders und meiner Meinung nach viel interessanter.

    Einige sagen auch, dass eine Gitarre mit offenen Tuning satter und voller klingt, fast wie eine 12-Saitige.
    Auch wenn das ein Placebo-Effekt sein, sollte: Ich finde das irgendwie auch :D

    Mein Beispiel hierfür wäre Led Zeppelin - The Rain Song. Der Meister Jimmy Page hat es durch ein offenes Tuning geschafft, seiner Gitarre einen Klang zu geben, wie ich es vorher noch nie in dieser Art gehört habe. Es klingt irgendwie herrlich anders! :great:
     
  5. Pleasure Seeker

    Pleasure Seeker Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    30.08.06
    Zuletzt hier:
    4.03.20
    Beiträge:
    1.966
    Ort:
    Rhein/Main
    Kekse:
    11.094
    Erstellt: 17.10.08   #5
    Der wohl wichtigste Punkt, ist ähnlich wie bei Millionen von minimalen Klangveränderungen/Effekten/Amps/Saiten/Gitarrentypen, man will den simplen Songstrukturen, den paar Akkorden die man in unzähligen Hits schon einmal genauso gehört hat die gewissen Note verleihen, bzw. durch anderes OT völlig anders klingen. Wie langweilig wäre die Stromgitarrenwelt wenn es nur das Standard Tuning, eine Mensur und keinerlei Verzerrung oder Effekte gäbe..
     
  6. Nocturnus

    Nocturnus Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    02.10.08
    Zuletzt hier:
    19.11.14
    Beiträge:
    53
    Ort:
    Rheinhessen
    Kekse:
    203
    Erstellt: 17.10.08   #6
    Danke schonmal für eure Antworten!

    Das hört sich ja schon interessant an.

    Und fällt euch das nicht schwer umzudenken, oder denkt ihr gar nicht um, sondern habt die gewissen Griffe im entsprechenden Tuning im Kopf oder bereits darin komponiert?
     
  7. foxytom

    foxytom Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

    Im Board seit:
    24.11.06
    Zuletzt hier:
    24.09.20
    Beiträge:
    11.589
    Ort:
    Oberfranken
    Kekse:
    117.905
    Erstellt: 17.10.08   #7
  8. Kelevelin

    Kelevelin Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    05.10.08
    Zuletzt hier:
    24.08.11
    Beiträge:
    69
    Kekse:
    151
    Erstellt: 17.10.08   #8
    ich finde es in erster linie einfach nur nervig wenn man mal was nachspielen will :D
    ich spiel z.b. viel von jose gonzalez nach und er allein hat schon sicherlich 4 verschiedene tunings. wer ihn kennt und versucht hat "teardrop" nachzuspielen, weiß was ich meine. Hab wegen des liedes meine G Saite auf nem festival 2 mal zerrissen -.-

    gruß
    Kev
     
  9. Thundersnook

    Thundersnook Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    18.06.07
    Zuletzt hier:
    24.09.20
    Beiträge:
    3.375
    Ort:
    Leipzig!
    Kekse:
    35.159
    Erstellt: 17.10.08   #9
    Das ist doch optimal! Das rechtfertigt den Kauf von mindestens 3 weiteren Gitarren! :rock: :D:D
     
  10. Kelevelin

    Kelevelin Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    05.10.08
    Zuletzt hier:
    24.08.11
    Beiträge:
    69
    Kekse:
    151
    Erstellt: 17.10.08   #10
    so kann man das ganze natürlich auch sehen :D
    ich überlege sogar nur wegen "wish you were here" von pink floyd eine 12saiter anzuschaffen... naja, wie war das nochmal mit GAS ?
    ;)
     
  11. Klobuerste91

    Klobuerste91 Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    24.06.07
    Zuletzt hier:
    12.07.20
    Beiträge:
    1.020
    Ort:
    Duisburg
    Kekse:
    1.544
    Erstellt: 17.10.08   #11
  12. Fungi

    Fungi Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    22.08.06
    Beiträge:
    317
    Kekse:
    10
    Erstellt: 17.10.08   #12
    Wie wohl schon gesagt wurde, es ist eben größtenteils Geschmacksache wegen Klangfarbe etc.

    Ich finde zB, dass eine Akustik einen Ganzton tiefer noch viel interessanter klingt als Normal. Und eine ceicht angecrunchte E-Gitarre auf C(normal oder Drop) mir das Gehör flattern lässt.

    Manche Leute streiten sich auch gerne darüber, dass Droptunings für greiffaule Menschen ist, oder eben nicht.
     
Die Seite wird geladen...

mapping