Songtext von ChatGPT - Drinkin' whiskey

  • Ersteller Commander_Stone
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KI wird auch in diesem Bereich einen totalen Umbruch auslösen. Ähnlich wie Pferdekutsche -> Auto, CD -> Streaming oder YT -> TikTok. Das ist nicht mehr aufzuhalten. Gute Songtexter:innen werden ihre Nische ausfüllen, die anderen verschwinden. Genauso wie sich Musik auf Knopfdruck komponieren lässt wird das auch mit Texten passieren. Die dumpfe Masse der gewöhnlichen Endverbraucher wird es weder merken, noch wird es sie interessieren.

Einen Vorteil sehe ich aber trotzdem. Mensch hat gegenüber einer KI einen Willen zu überleben und wird schon deswegen aus der Not heraus kreativ neue Wege finden. Ohne diese Fähigkeit wären wir nicht da wo wir stehen, und ohne Not würden wir noch auf Bäumen leben (was für unsere Umwelt sicher nicht der schlechteste Zustand wäre:)).
 
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Siehst Du das in Bezug auf Gedichte auch so?
Wenn Du Lyric Fans findest, die fremdsprachige Gedicht toll finden, ohne sie zu verstehen, dann ja.
Aber die dürften selten sein.
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Sorry, das ist empirisch völliger Unsinn.
"When the music is over".
Texte sollen nicht gut klingen, sie müssen perfekt zur Musik passen, die Seele der Musik zum schweben bringen.
Meine These ist empirisch prüfbar.
Ich behaupte, dass etwa 90 % der Hörer von Rockmusik sich nicht für die Texte interessieren,sie auch weil meist englisch nicht verstehen.

Natürlich müssen Texte zur Musik passen, sonst klingst nicht gut :good_evil:

Beispiel Brown Sugar von den Stones.
Fand ich mit 13 toll. finde ich immer noch toll, nur ist mir heute klar,dass der Inhalt des Textes ekelig ist.
Mein Englisch war damals so, dass ich nur verstand, dass junge Mädchen süß sind, ob blond oder braun. Das reicht mir. Der Text klingt gut, aber wenn man den Inhalt versteht nicht mehr:evil:
 
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Mein Duden bietet mir zu „schlau“ an:

„schlau
abgefeimt, aufgeweckt, clever, diplomatisch, einfallsreich, findig, gescheit, geschickt, gewitzt, intelligent, klug, listig, pfiffig, raffiniert, scharfsinnig, smart, trickreich; (
österr.
): gefinkelt; (
geh.
): fintenreich; (
ugs.
): [aus]gefuchst, ausgepicht, gerieben, gerissen, gewieft, mitallen Wassern gewaschen, nicht aufden Kopf gefallen, schlitzohrig, tricky; (
österr.

ugs.
): gehaut; (abwertend): durchtrieben, geschäftstüchtig, verschlagen; (
ugs.
abwertend): ausgekocht; (salopp, häufig abwertend): ausgebufft; (
südd.
): knitz; (
landsch.
): anschlägig; (
landsch.
,
bes.

berlin.
): helle.“

Welche Information soll denn dein extrem vielfältiges „BEISPIEL„ bieten?

Wir sollten diesen Streit nicht weiter aufbauschen. Ich bitte eigentlich nur um kleine, anschauliche Beispiele, um allzu pauschale Diskussionen zu vermeiden.

Lg
 
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DAS ist aber etwas anderes, als ohne entsprechendes Beispiel generell über das Verhältnis von Text und Musik zu urteilen. Ich bitte einfach nur um Beispiele.

Kann ich persönlich nicht, außer vielleicht beim Gesamtwerk von Modern Talking. Die Songs machten auf mich schon in der 80ern den Eindruck, als wären sowohl Musik und Text von einem sehr rudimentären Automatismus geschaffen worden.

Für mich ist auch "She Loves You Yeah yeah yeah" oder "Da doo run run" eine perfekte Symbiose aus Song und Text, so schlicht die Worte auch sein mögen bzw gerade deswegen. Der Text von She Loves you wäre nicht anwendbar auf einen anderen Song, wie zB "Eleanor Rigby" oder "I am The Walrus". Und damit meine ich nicht die unterschiedliche Phrasierung oder das Tempo. Sondern eben auch inhaltlich nicht.

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Lieber @antipasti, wir begegnen uns ja sehr häufig im Schüttelreim-Faden. Sehr viele dieser Schüttelreime könnten mE wirkungsvoll und vor allem klangvoll als Chorus oder Bridge fungieren.

Aber wir wissen vermutlich beide, wie schwierig es ist, eine schöne Klangwolke zugleich in ein „schönes“ Wetter zu verzaubern.;) Um gleich noch eine Wendung zu strapazieren: Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer! Ein Songtext braucht nicht nur guten Klang, sondern möglichst auch eine geschickte Dramaturgie.

Um wieder zum Thema zurück zu kehren: Auch die AI empfiehlt Schüttelreime für Texte, räumt aber ein, dass sie dafür noch keinen komplexen Algorithmus anbieten kann…zumal schon der Begriff in den USA, Frankreich und Deutschland unterschiedlich definiert ist…. Und sehr schwierig erscheint es mir, zum Schüttelreim zugleich einen witzigen Kontext zu liefern. Da dürfte das menschliche Gehirn momentan noch genügend Vorsprung haben.
 
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Schöpfungshöhe gibt es juristisch gesehen nicht, wenn ich das richtig verstehe.

Es kommt nicht auf ein bestimmtes künstlerisches Niveau an.
https://www.spiegel.de/kultur/gesel...dieter-bohlen-ist-ein-kuenstler-a-516903.html

Dieses Urteil kommt allen Künstlern zumindest monetär zu Gute, da RTL Abgaben an die Künstlersozialkasse nachzahlen musste.
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70 Jahre nach dem Tod eines Textdichters gehen die Rechte über zB auf den, der ein Gedicht desjenigen vertont.

So könnte es auch bei einem Text eines Bots sein.
?
 
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70 Jahre nach dem Tod eines Textdichters gehen die Rechte über zB auf den, der ein Gedicht desjenigen vertont.
Naja, ob das auf den Text zutrifft, wage ich absolut zu bestreiten. Der Text wäre dann frei von Urheberrechtem.

Die Schöpfungshöhe kann mE ebenfalls nicht abgeschafft worden sein! Es bedarf ja einiger Beweise, wenn man gegen ein Plagiat klagen will. Nach meinen persönlichen Erfahrungen ist es allerdings sehr spannend, wie die Gerichte bzw. die jeweilgeb Experten die notwendige Schöpfungshöhe begründen.
 
Das wirft die Frage auf, ob Text denn nurmehr ein "Füllsel" ist
Um die Frage beantworten zu können, müssten aber die digital erzeugten Texte mit denen von Muttersprachlern verglichen werden - sonst haben wir Äpfel und (faule?) Birnen.
 
Die Schöpfungshöhe kann mE ebenfalls nicht abgeschafft worden sein! Es bedarf ja einiger Beweise, wenn man gegen ein Plagiat klagen will. Nach meinen persönlichen Erfahrungen ist es allerdings sehr spannend, wie die Gerichte bzw. die jeweilgeb Experten die notwendige Schöpfungshöhe begründen.

Und nicht nur die Schöpfungshöhe, man denke nur an "Still got the Blues".

Wer die Geschichte nicht kennt: Der Richter entschied zugunsten einer völlig unbekannten Band, die einklagte, das Lied früher geschrieben zu haben und beklaut worden zu sein, mit dem Argument, das Lied sei in Deutschland mal im Radio gespielt worden und Gary Moore sei mal in Deutschland gewesen.

Damals gab es das Werk "Nordrach" von Jud's Gallery nirgendwo zu hören, mittlerweile auf YouTube. Und es zeigt: Wenn da nicht noch was kommt (ich hab nur vier Minuten davon gehört, es ist zu schrecklich) geht es nur um das Gitarrensolo, das bei Gary Moore anders rhythmisiert ist. Und es handelt sich um eine sehr kurze musikalische Floskel, die wahrscheinlich schon Tausende Mal komponiert wurde.
 
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Naja, ob das auf den Text zutrifft, wage ich absolut zu bestreiten. Der Text wäre dann frei von Urheberrechtem.
Die VG Wort-Ausschüttungen für den Text gehen dann auf den über, der den Text vertont hat, so, als ob er auch der Textdichter wäre. (Wohlgemerkt, wenn orig. Textdichter 70 Jahre tot ist).

Die Schöpfungshöhe spielt im Zusammenhang mit Plagiaten eine Rolle, aber nicht hier.

Der Chatbot ist keine natürliche Person, also gehen die Textrechte an den über, der den Text verwendet bzw in dem Fall vom Chatbot angefordert hat.

Texte sind wirklich oft nur Füller und sollen gut klingen, die von Oasis äußerten sich zB, sie hätten oft nur Phrasen aneinandergereiht, Nik Kershaw sagte das über the riddle (Zeitgründe, Deadline).

Schöpfungshöhe gering, aber nur im Plagiatsfall entscheidend.

Letztens gab es wieder eine lustige Begründung wegen eines Drumbeats.

Die Richterin sagte, der Beat sei viel zu unoriginell, als dass er schützenswert sein könnte.

Ach, und ein Richter sagte auch: "Nur, weil man mal eine Idee hat, macht einen das nicht zum Urheber." (Die Modern Talking Falsettsänger wollten Beteiligung statt Studioaufwandpauschale. Drei nahmen einen Vergleich an (hohe Einmalzahlung als Nachvergütung), der 4. ging leer aus weil er sich nicht auf den Vergleich einließ und hörte die richterliche Begründung wie oben beschrieben.)



Die Rechtsprechung geht tendenziell stärker Richtung Erlaubnis von Zitaten, Stichwort kollektives Gedächtnis in der Musik, insbesondere seit Hiphop eine stärkere Rolle als Rock/Pop spielt (Verkaufszahlen, streaming, Radio).


Achtung, reine Meinungsäußerung ohne rechtliche Gewähr, da wir eh nicht juristisch beraten dürfen.
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PS, ich war mal auf nem Poetryslam, da sollte man raten, welche Texte von der KI kamen.

Eine schöne poetische Formulierung der KI war dabei: " 'Es ist ein Geheimnis', sagte die Zeit." :)
 
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Die VG Wort-Ausschüttungen für den Text gehen dann auf den über, der den Text vertont hat, so, als ob er auch der Textdichter wäre

Wir reden hier über Songtexte. Als GEMA-Mitglied melde ich meinen Song an. Da Goethe schon längst nicht mehr lebt, bekomme ich jeweils die gesamte Tantiemen für mein Lied. Egal, wo und wie der Song gespielt wird. Die gleiche Summe würde ich auch erhalten, wenn nur die Musik gespielt würde. Draus folgt: Als Komponist muss ich mit keinem Texter teilen. Ich könnte Goethes Text verwursten, soviel ich möchte. Ich verletzte höchsten moralisch-ethische Grenzen, aber keine urheberrechtlichen Kriterien.

ABER ich habe keine Urheberrechte auf Goethes Text. Der ist nun für jedermann „gemeinfrei„ geworden! Vorteil: ungeteilte Tantiemen. Nachteil: geringe Aktualität bzw. Relevanz.
 
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Wir reden hier über Songtexte. Als GEMA-Mitglied melde ich meinen Song an. Da Goethe schon längst nicht mehr lebt, bekomme ich jeweils die gesamte Tantiemen für mein Lied. Egal, wo und wie der Song gespielt wird. Die gleiche Summe würde ich auch erhalten, wenn nur die Musik gespielt würde. Draus folgt: Als Komponist muss ich mit keinem Texter teilen. Ich könnte Goethes Text verwursten, soviel ich möchte. Ich verletzte höchsten moralisch-ethische Grenzen, aber keine urheberrechtlichen Kriterien.

ABER ich habe keine Urheberrechte auf Goethes Text. Der ist nun für jedermann „gemeinfrei„ geworden!
Relevant ist doch, dass man für den Text Ausschüttung bekommt, als ob man ihn geschrieben hätte. Das wollte ich ausdrücken und auch dafür heranziehen, dass das dann auch für einen Chatbottext gilt.

VG Wort, nicht GEMA.
 
Ich vermute aber, es gibt da bei den Texten eine Kleinigkeit, die auch bei Musik gilt (war zumindest vor 45 Jahren so):

Entweder bei Livemusik oder den Tronträgern (ich erinnere mich nicht genau) kriegt man für die verwendeten gemeinfreien Teile nur 50 % der Tantiemen (möglicherweise nach Anteil am Werk – bei meinem Referenzbeispiel hatte ich 25 % Bach angegeben).
 
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Danke für die Ergänzung, Burkhard.
 
Also für mich sieht das so aus: wenn ich ein komplettes Lied schreibe, bekomme ich komplett die Tantiemen laut GEMA-Verteilungsplan.

Wenn mir jemand den Text schreibt, muss ich mit ihm die Tantiemenverteilung aushandeln. Ob ich meinen Song instrumental oder als Lied vortrage, spielt für die Tantiemen-Verteilung keine Rolle.

Es sei denn, ich melde das Instrumental-Werk gesondert an. Und hier wird es tricky und u.U. gemein und ggf. ein Fall für Anwälte! Und damit ein Fall, der mMn über unseren Faden hinaus führt .

Wie die KI künftig Tantiemen verlangen kann, ist meines Erachtens noch nicht geklärt. Ich bin mir sicher, dass zu diesem Thema schwierigste Verhandlungen notwendig werden.
 
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Mein Punkt war: Ja, ich habe verstanden, das Urheberrecht geht nicht auf denjenigen über.

Er bekommt aber die Ausschüttung so, als habe er den Text geschrieben, wenn der Originaltexter seit 70plus x Jahren tot ist.

Und diese Art der Ausschüttung gilt es nun auf den Fall mit dem Bot anzuwenden. Der Bot wird behandelt, als wäre er seit 70plusx Jahren tot.
 
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Der Chatbot ist keine natürliche Person, also gehen die Textrechte an den über, der den Text verwendet bzw in dem Fall vom Chatbot angefordert hat.
Das halte ich für falsch.
Das Produkt des Chatbot gehört dem Besitzer des Chatbots und er kann darüber nach Ermessen verfügen. Näheres ist in den AGB geregelt.
Die Tatsache, dass die Unterhaltung mit dem Chatbot derzeit kostenlos ist, heißt nicht, dass deren Produkte frei verfügbar sind.

Und diese Tatsache hat erst mal nichts damit zu tun, wofür man die Produkte verwenden möchte. Und das heißt auch, dass die Frage, ob es sich nun um Werke handelt, die einer gewissen Schöpfungshöhe bedürfen, daran nichts ändert, weil es sich in jedem Fall um ein Produkt des Chatbot handelt.

Wenn Du am Automaten einen Glückskeks kaufst oder bei einem Chinesen einen geschenkt bekommst, heißt das, dass Du den Glückskeks-Spruch lesen und den Keks essen darfst. Das heißt aber nicht, dass der Glückskeksspruch damit zu Deinem geistigen Eigentum wird oder Du ihn als deinen ausgeben oder frei verwenden darfst.

x-Riff
 
Ah, okay :)

Na, das wollten wir ja wissen.
 
Ich vermute, dass die Ausgangssituation komplizierter ist. Ich habe probeweise mehrere Text-Ansätze mit der AI entwickelt d.h. ich habe Vorgaben gemacht und das Programm hat reagiert und zwar durchaus recht kreativ. Über diese Experimente gibt es natürlich jeweils einen Chat-Verlauf, so dass mühelos nachgewiesen werden könnte, wer was kreierte, falls ich diese Experimente veröffentlichen würde. Was ich höchsten als Dokumentation tun würde, aber nicht plane!

Also gut, ich schreibe meine Texte nach wie vor allein. Mir droht also keine urheberrechtliche Mitbeteiligung, Aber bei vielen anderen Nutzer wird die Hoffnung groß sein, sich von den Bots die Texte schreiben zu lassen, ohne den Besitzern eine Beteiligung gewähren zu wollen

Meine Erfahrung mit amerikanischen Gesellschaften ist allerdings so, dass diese sich diesen Zustand keinesfalls auf Dauer gefallen lassen werden. Da bin ich mir absolut sicher!

Weiter will ich momentan nicht mehr mutmaßen!
 
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