
Fingers Freddy
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Völlige Dunkelheit liegt im Stadion. Gerade sind die Lichter auf der Bühne ausgegangen, ein Signal dafür, dass die Show beginnt. Unter den 80.000 Zuschauern könnte man eine Stecknadel fallen hören. Da, plötzlich! Blauer Nebel steigt auf der Bühne auf und man hört ein erstes leises Verstärkerbrummen. Der Spot geht an, und aus einem Loch in der Bühne steigt IHR mit einer elektrifizierten, dreihälsigen Gitarre auf. Mit gesenktem Blick und zur Faust geballten erhobenen Hand steht ihr so erstmal eine Weile da, bis ihr schließlich euer erstes kleines Lick aus den Fingern perlen lasst. 80.000 Kehlen brüllen auf einmal euren Namen. Ihr steigert die Geschwindigkeit immer weiter, bis ihr schließlich mit verzerrter Fratze ein irres High-Speed-Lick shreddert, während grün-gelbe Laser um euch herumzucken und euch eine drehbare Plattform über die rasende Menge erhebt; hinter euch schießen zwei gigantische Flammenfontänen in die Höhe und rosa Stringtangas fliegen im Sekundentakt auf euch zu, und....
"AUFSTEHEN, ES IST SCHON ZEHN NACH SIEBEN!!!" Hä, wie, wo, was? Gerade
standed ihr doch noch im Stadion? Mutti, was machst du denn hier?!
Doch langsam kommt die Erkenntnis - FUCK IT!
Verdammt, wieder nur ein
Traum?? Oh grausame Welt!
Aber hey! Wer sagt, dass das ein Traum bleiben muss? Was Eddie kann,
könnt ihr doch mit eurem linken Fuß! Und was hindert euch bitteschön
daran, genauso bekannt wie dieser talentlose Anfänger zu werden?? Doch
halt! Gut spielen reicht nicht - auch das Posen dazu will gelernt sein!
Und vielleicht hilft euch ja dieser Workshop ein kleines bisschen
um in den oben beschriebenen siebten Poser-Himmel zu kommen. Viel Spass!
POSEN FÜR DUMMIES - PART II
Ok, Leute, genug Zeit hattet ihr ja jetzt, um euch die Grundlagen des
Posens draufzuschaffen. Nun will ich etwas mehr ins Detail gehen, denn
zum wirklich guten Posen braucht es schon noch etwas mehr als die
Techniken des ersten Teils - sie bilden nur eine unverzichtbare Grund-
lage des Ganzen. Der zweite Teil behandelt:
1.Posertechniken (Fortführung)
2.Posergitarren
3.Poser-Style
1.Posertechniken (Fortführung)
1.1. Interaktion mit den Mitmusikern
Nun gut, den Kontakt zum Publikum habt ihr, aber was wäre der Poser
ohne seine Backing-Band? Richtig, vielleicht könnte er noch halb-
wegs Eruption hinpfrimeln, aber dann ist Ruhe im Karton. Darum -
haltet eure Kollegen ruhig bei Laune. Erstens mal hat das den Vorteil,
dass sie denken, sie werden auch beachtet, und zweitens kommt das
letztendlich auch eurem Ego-Trip zugute. So könnt ihr zum Beispiel:
zen gesetzt.
(Liebe Drummer, Basser, Zweitgitarristen und Sänger: bitte nicht übel
nehmen... an dieser Stelle noch mal ein fetter ->
)
1.2. Headbangen für Fortgeschrittene
Gut, in der Zwischenzeit habt ihr euch also eine anständige Matte wach-
sen lassen (d.h. man erkennt nur noch an der Fluppe wo vorn und hinten
ist) und im Viervierteltakt könnt ihr jetzt also auch schon den Kopf
schütteln. Seeehr gut, aber zum richtigen Headbangen gehört noch mehr.
Als erste Erweiterung zum reinen Headbangen möchte ich das "Body-Banging"
anführen: Ihr nehmt einfach euren gesamten Oberkörper nach vorn und
hinten mit. Auch noch sehr interessant:
Auch eine verdammt coole Technik, die es unbedingt noch wert ist, er-
wähnt zu werden: nach dem Anschlag streckt ihr euren Arm aus, fetzt ihn
nach oben, bis er senkrecht steht und lasst ihn dann zum nächsten An-
schlag wieder heruntersausen. Schaut euch einfach Pete Townshend von
The Who an, der hat den DREH (HAHAHAHA, 10 Cent in die Sparwitzkasse)
raus. Der zeigt euch übrigens auch wie man gekonnt sein Equipment
schrottet.
1.4. Rauchen auf der Bühne (extra für Superhero)
Rauchen auf der Bühne kommt an und für sich schon extrem cool, wenn
euch eure Gesundheit wurscht ist. Aber der wahre Poser raucht keine
Zigaretten - nein, für ein anständiges Solo muss schon eine richtig
dicke Zigarre herhalten! Wie heisst der Spruch? An der Zigarre eines
Mannes...
So, das dürfte fürs erste genügen. Natürlich, es gibt noch tausender
anderer cooler Techniken, aber wie wärs, wenn ihr auch mal was ei-
genes erfindet? Nehmt die Sachen hier einfach als Anregung! Good Luck!
Hmmm, ich hab noch nichts davon gehört, aber hey, wittere ich da etwa
eine Marktlücke?? Damit könnt ich mal mein Geld verdienen!
2. Posergitarren
Das erste, woran man einen Poser erkennt, ist natürlich sein Phallus-
Ersatz, die Gitarre. Merke: bei Posergitarren ist der Sound Nebensache,
ihr fahrt eh nur die High-Gain-Schiene, das Aussehen ist das, was wirk-
lich zählt. Wie beim Posen an sich gilt: Alles ist erlaubt. Nur keine
langweiligen Gitarren. Wie ihr eure langweilige 50-Euro-Strat in eine
wahre Poser-Klampfe verwandelt, zeig ich euch unten. Hier mal ein paar
Beispiele für Gitarren, die wahren Posern gerecht werden.
2.1. Die Klassiker
Da wäre beispielsweise die Flying V von Gibson.
1958 wurde dieses hübsche Ding von Gibson auf den Markt gebracht, fand
sensationelle 5 Käufer in drei Jahren und wurde wieder eingestellt. Was
die Leute damals jedoch für Banausen waren, zeigt sich am sensationellen
Flying-V-Revival in den Achtzigern. AUf einmal war die Hübsche richtig
populär und Firmen wie Jackson entwickelten das Konzept sogar noch er-
folgreich weiter.
Gibson Flying V
Auch die Explorer ist hier nicht zu verachten. Anfangs von ähnlichem
Erfolg wie ihre Schwester, die Flying V, gekrönt, ist sie heute aus
der Poserszene nicht mehr wegzudenken.
Dachaus Shredder No.1, Konsti, hat hier übrigens eine sehr treffende Anleitung
zum Flying V-Spielen abgeliefert:
2.2. Das Zeitalter der Superstrats
Und nun wirds RICHTIG porno, wir sind in den Achtzigern, der Hochzeit
des Posertums angekommen - und damit im Zeitalter der Superstrats.
Diese bis zur Sinnlosigkeit modifizierten Strats waren wirklich das, was
man sich als Poser in seinen kühnsten Träumen wünschen kann. Vorreiter
ist hier Eddie Van Halen:
Da soetwas die ultimative Posergitarre ist, hier eine Anleitung wie man sich
so ein Ding selber baut. Ausgangsmodell ist eine billige Korea-Strat für
50 Euro. Bitte diese Anleitung todernst nehmen.
1. Zuerst mal Bestandsaufnahme. Es sieht düster aus. Ihr habt eine hässliche
Fernost-Strat vor euch liegen, in Anti-Poserigem Sunburst und drei Single-
coils. Bäh. Das Vibrato verstimmt sich schon beim Hinschauen.
2. Raus mit den Drecks-Singlecoils! Da müssen zwei FETTE Humbucker rein, am
besten noch in Schwarz/weiss und mit der höchsten Ausgangsleistung die ihr
finden könnt. Clean ist eh nur für Pussys.
3. Was? Drei Pickup-Einstellungen? PÄH! Ein Wahrer Poser verschaltet seine
Gitte als gäbs kein morgen mehr. Beide Humbucker müssen natürlich gesplittet
werden, und zwar so, dass ihr die Stegspule des HalsPU's mit der Halsspule
des StegPU's verschalten könnt. Neben 150 weiteren Einstellungen. Ob das gut
klingt? Egal, das muss cool aussehen. Darum auch unbedingtt noch 10 weitere
weitere Push/Pull-Potis und Switches einbauen, wenn nötig, auch ohne Funktion.
4. Natürlich haut ihr noch das obligatorische Floyd-Rose-Tremolo drauf. Ohne
geht mal gar nicht.
5. Und zum Schluss schaut ihr noch in Muttis Kleiderkiste, sucht euch den ge-
schmacklosesten Stoff raus und nehmt in als Muster für eure Lackierung.
Und voila, eure Superstrat ist fertig. Vielleicht sieht sie ja so aus?
2.3. Gitarren für die ganz Harten
Eine Superstrat ist euch noch zu wenig? Ihr wollts richtig krachen lassen?!
Gut, aber sagt nicht, ich hätte euch nicht gewarnt! Für die richtig derben Poser
unter euch ist zum Beispiel so etwas zu empfehlen:
Hier gilt: wer Rückenschmerzen hat, kanns vergessen!
Auch sehr nett, besonders für Leute, die mit links UND rechts spielen können
Mit diesen Gitarren solltet ihr das Posen schon ganz gut hinkriegen.
Doch genug damit. Kommen wir zu Punkt 3.
3.Poser-Style
Nun gut, ihr habt die Techniken, ihr habt die Gitte. Yeah, Baby, let's rock! denkt
ihr euch jetzt und könnt es gar nicht mehr erwarten, endlich die Bühne zu erobern.
Kurz vorm Auftritt zieht ihr euch noch schnell um, Rollkragenpulli und Hosenträger,
das erste was ihr halt im Kleiderschrank findet. Dazu noch die alte Hornbrille, damit
ihr euch auf eurer Gitarre noch halbwegs zurechtfindet und die Sandalen, die sind so
bequem.
HAAAAAAALT!!!! Mein Gott, merkt ihr denn nicht, dass ihr zum Anti-Posertum abdriftet?! Ein wahrer Poser MUSS sich auch wie einer anziehen. Ich bin im ersten Teil schon darauf eingegangen, doch das Thema ist nun doch zu wichtig. Folgende Kleidungsstücke und Stilmerkmale sind für den Poser unverzichtbar:
Und damit sind wir auch schon wieder am Ende unserer kleinen Reise durchs Poser-Land. Ich hoffe, ihr nehmt meine Ratschläge zu Herzen, denn neue Poser braucht das Land! Und jetzt geht da raus, spielt Gitarre und zeigt der Welt WER DIE VERDAMMT NOCHMAL DICKSTEN EIER HAT!!!
LET'S ROCK!!!
Euer
Boogie Man
PS: Diesen Workshop ebenfalls bitte TODERNST nehmen.
"AUFSTEHEN, ES IST SCHON ZEHN NACH SIEBEN!!!" Hä, wie, wo, was? Gerade
standed ihr doch noch im Stadion? Mutti, was machst du denn hier?!
Doch langsam kommt die Erkenntnis - FUCK IT!
Traum?? Oh grausame Welt!
Aber hey! Wer sagt, dass das ein Traum bleiben muss? Was Eddie kann,
könnt ihr doch mit eurem linken Fuß! Und was hindert euch bitteschön
daran, genauso bekannt wie dieser talentlose Anfänger zu werden?? Doch
halt! Gut spielen reicht nicht - auch das Posen dazu will gelernt sein!
Und vielleicht hilft euch ja dieser Workshop ein kleines bisschen
um in den oben beschriebenen siebten Poser-Himmel zu kommen. Viel Spass!
POSEN FÜR DUMMIES - PART II
Ok, Leute, genug Zeit hattet ihr ja jetzt, um euch die Grundlagen des
Posens draufzuschaffen. Nun will ich etwas mehr ins Detail gehen, denn
zum wirklich guten Posen braucht es schon noch etwas mehr als die
Techniken des ersten Teils - sie bilden nur eine unverzichtbare Grund-
lage des Ganzen. Der zweite Teil behandelt:
1.Posertechniken (Fortführung)
2.Posergitarren
3.Poser-Style
1.Posertechniken (Fortführung)
1.1. Interaktion mit den Mitmusikern
Nun gut, den Kontakt zum Publikum habt ihr, aber was wäre der Poser
ohne seine Backing-Band? Richtig, vielleicht könnte er noch halb-
wegs Eruption hinpfrimeln, aber dann ist Ruhe im Karton. Darum -
haltet eure Kollegen ruhig bei Laune. Erstens mal hat das den Vorteil,
dass sie denken, sie werden auch beachtet, und zweitens kommt das
letztendlich auch eurem Ego-Trip zugute. So könnt ihr zum Beispiel:
- mit dem Basser oder dem zweiten Gitarristen ein Gitarrenhals-Duell
machen, indem ihr die Saiten der Instrumente in einem fürchterlichen
"Fight" aneinanderreibt, was interessante Klänge zur Folge hat, aber
auch nicht ganz ungefährlich ist: eure Saiten und sogar Hälse könn-
ten ernsthaft Schaden nehmen, vor allem bei Hälsen mit Binding, da
sprech ich aus Erfahrung! Aber no risk, no fun! (danke an Xyphelmuetz) - dem Sänger ab und zu mit dem Gitarrenhals zwischen die Beine gehen
und eindeutige Bewegungen machen - EUCH beim Solo mit dem Bass/Gitarrenhals zwischen die Beine gehen
lassen und eindeutige Bewegungen machen lassen - Die Mitmusiker bei eurem Solo niederknien lassen (bei Nichtbeachtung
folgt Rauswurf nach dem Gig)
zen gesetzt.
(Liebe Drummer, Basser, Zweitgitarristen und Sänger: bitte nicht übel
nehmen... an dieser Stelle noch mal ein fetter ->
1.2. Headbangen für Fortgeschrittene
Gut, in der Zwischenzeit habt ihr euch also eine anständige Matte wach-
sen lassen (d.h. man erkennt nur noch an der Fluppe wo vorn und hinten
ist) und im Viervierteltakt könnt ihr jetzt also auch schon den Kopf
schütteln. Seeehr gut, aber zum richtigen Headbangen gehört noch mehr.
Als erste Erweiterung zum reinen Headbangen möchte ich das "Body-Banging"
anführen: Ihr nehmt einfach euren gesamten Oberkörper nach vorn und
hinten mit. Auch noch sehr interessant:
- seitliches Bangen, einfach statt von oben nach unten von rechts nach
links bangen. Vorsicht mit den Haaren. - der "Rotor", ihr lasst eure Köpfe im Takt kreisen, was jedoch nicht
nur eine Menge Übung erfordert, sondern auch noch zu extremen Kopf-
schmerzen und Schwindelgefühl führt. Aber es sieht auf jeden Fall
cool aus.
Auch eine verdammt coole Technik, die es unbedingt noch wert ist, er-
wähnt zu werden: nach dem Anschlag streckt ihr euren Arm aus, fetzt ihn
nach oben, bis er senkrecht steht und lasst ihn dann zum nächsten An-
schlag wieder heruntersausen. Schaut euch einfach Pete Townshend von
The Who an, der hat den DREH (HAHAHAHA, 10 Cent in die Sparwitzkasse)
raus. Der zeigt euch übrigens auch wie man gekonnt sein Equipment
schrottet.
1.4. Rauchen auf der Bühne (extra für Superhero)
Rauchen auf der Bühne kommt an und für sich schon extrem cool, wenn
euch eure Gesundheit wurscht ist. Aber der wahre Poser raucht keine
Zigaretten - nein, für ein anständiges Solo muss schon eine richtig
dicke Zigarre herhalten! Wie heisst der Spruch? An der Zigarre eines
Mannes...
So, das dürfte fürs erste genügen. Natürlich, es gibt noch tausender
anderer cooler Techniken, aber wie wärs, wenn ihr auch mal was ei-
genes erfindet? Nehmt die Sachen hier einfach als Anregung! Good Luck!
Gibts für posen auf profesionellen Unterricht
Hmmm, ich hab noch nichts davon gehört, aber hey, wittere ich da etwa
eine Marktlücke?? Damit könnt ich mal mein Geld verdienen!
2. Posergitarren
Das erste, woran man einen Poser erkennt, ist natürlich sein Phallus-
Ersatz, die Gitarre. Merke: bei Posergitarren ist der Sound Nebensache,
ihr fahrt eh nur die High-Gain-Schiene, das Aussehen ist das, was wirk-
lich zählt. Wie beim Posen an sich gilt: Alles ist erlaubt. Nur keine
langweiligen Gitarren. Wie ihr eure langweilige 50-Euro-Strat in eine
wahre Poser-Klampfe verwandelt, zeig ich euch unten. Hier mal ein paar
Beispiele für Gitarren, die wahren Posern gerecht werden.
2.1. Die Klassiker
Da wäre beispielsweise die Flying V von Gibson.
1958 wurde dieses hübsche Ding von Gibson auf den Markt gebracht, fand
sensationelle 5 Käufer in drei Jahren und wurde wieder eingestellt. Was
die Leute damals jedoch für Banausen waren, zeigt sich am sensationellen
Flying-V-Revival in den Achtzigern. AUf einmal war die Hübsche richtig
populär und Firmen wie Jackson entwickelten das Konzept sogar noch er-
folgreich weiter.

Gibson Flying V
Auch die Explorer ist hier nicht zu verachten. Anfangs von ähnlichem
Erfolg wie ihre Schwester, die Flying V, gekrönt, ist sie heute aus
der Poserszene nicht mehr wegzudenken.

Dachaus Shredder No.1, Konsti, hat hier übrigens eine sehr treffende Anleitung
zum Flying V-Spielen abgeliefert:
Dem ist nichts mehr hinzuzufügenso isses doch klar, dass die flying v doch extra dafür da ist sie sich beim
"auf-einem-bein-knien" auf das noch auf der sohle stehende bein zu setzen und
senkrecht zu spielen (scheisse erklärt, aber f*** it *g*)

2.2. Das Zeitalter der Superstrats
Und nun wirds RICHTIG porno, wir sind in den Achtzigern, der Hochzeit
des Posertums angekommen - und damit im Zeitalter der Superstrats.
Diese bis zur Sinnlosigkeit modifizierten Strats waren wirklich das, was
man sich als Poser in seinen kühnsten Träumen wünschen kann. Vorreiter
ist hier Eddie Van Halen:

Da soetwas die ultimative Posergitarre ist, hier eine Anleitung wie man sich
so ein Ding selber baut. Ausgangsmodell ist eine billige Korea-Strat für
50 Euro. Bitte diese Anleitung todernst nehmen.
1. Zuerst mal Bestandsaufnahme. Es sieht düster aus. Ihr habt eine hässliche
Fernost-Strat vor euch liegen, in Anti-Poserigem Sunburst und drei Single-
coils. Bäh. Das Vibrato verstimmt sich schon beim Hinschauen.
2. Raus mit den Drecks-Singlecoils! Da müssen zwei FETTE Humbucker rein, am
besten noch in Schwarz/weiss und mit der höchsten Ausgangsleistung die ihr
finden könnt. Clean ist eh nur für Pussys.
3. Was? Drei Pickup-Einstellungen? PÄH! Ein Wahrer Poser verschaltet seine
Gitte als gäbs kein morgen mehr. Beide Humbucker müssen natürlich gesplittet
werden, und zwar so, dass ihr die Stegspule des HalsPU's mit der Halsspule
des StegPU's verschalten könnt. Neben 150 weiteren Einstellungen. Ob das gut
klingt? Egal, das muss cool aussehen. Darum auch unbedingtt noch 10 weitere
weitere Push/Pull-Potis und Switches einbauen, wenn nötig, auch ohne Funktion.
4. Natürlich haut ihr noch das obligatorische Floyd-Rose-Tremolo drauf. Ohne
geht mal gar nicht.
5. Und zum Schluss schaut ihr noch in Muttis Kleiderkiste, sucht euch den ge-
schmacklosesten Stoff raus und nehmt in als Muster für eure Lackierung.
Und voila, eure Superstrat ist fertig. Vielleicht sieht sie ja so aus?

2.3. Gitarren für die ganz Harten
Eine Superstrat ist euch noch zu wenig? Ihr wollts richtig krachen lassen?!
Gut, aber sagt nicht, ich hätte euch nicht gewarnt! Für die richtig derben Poser
unter euch ist zum Beispiel so etwas zu empfehlen:

Hier gilt: wer Rückenschmerzen hat, kanns vergessen!

Auch sehr nett, besonders für Leute, die mit links UND rechts spielen können
Mit diesen Gitarren solltet ihr das Posen schon ganz gut hinkriegen.
Doch genug damit. Kommen wir zu Punkt 3.
3.Poser-Style
Nun gut, ihr habt die Techniken, ihr habt die Gitte. Yeah, Baby, let's rock! denkt
ihr euch jetzt und könnt es gar nicht mehr erwarten, endlich die Bühne zu erobern.
Kurz vorm Auftritt zieht ihr euch noch schnell um, Rollkragenpulli und Hosenträger,
das erste was ihr halt im Kleiderschrank findet. Dazu noch die alte Hornbrille, damit
ihr euch auf eurer Gitarre noch halbwegs zurechtfindet und die Sandalen, die sind so
bequem.
HAAAAAAALT!!!! Mein Gott, merkt ihr denn nicht, dass ihr zum Anti-Posertum abdriftet?! Ein wahrer Poser MUSS sich auch wie einer anziehen. Ich bin im ersten Teil schon darauf eingegangen, doch das Thema ist nun doch zu wichtig. Folgende Kleidungsstücke und Stilmerkmale sind für den Poser unverzichtbar:
- Enge Hosen! Wer mit Baggys kommt, hat schon mal verloren. Denn: aas ist die Grundidee des Posens? Richtig, zu sagen: ICH HAB DIE DICKSTEN EIER! Also zeigt das auch bei euren Hosen, verdammt!
- Oberkörper: Entweder zerfetztes Hemd, Lederzeugs, oder oben ohne! Natürlich in allen drei Fällen noch dicke Ketten und Schmuck dazu.
- Schuhe: Hauptsache geschlossen, aus Leder und schwarz! Am besten sind natürlich Stiefel.
- Frisur: Matte! Matte! Matte! Wie schon gesagt, nur noch an der Kippe darf man sehen, wo vorn und hinten ist!
Und damit sind wir auch schon wieder am Ende unserer kleinen Reise durchs Poser-Land. Ich hoffe, ihr nehmt meine Ratschläge zu Herzen, denn neue Poser braucht das Land! Und jetzt geht da raus, spielt Gitarre und zeigt der Welt WER DIE VERDAMMT NOCHMAL DICKSTEN EIER HAT!!!
LET'S ROCK!!!
Euer
Boogie Man
PS: Diesen Workshop ebenfalls bitte TODERNST nehmen.
- Eigenschaft