das klassiche fullstack besteht aus 2 boxen und einem topteil. prinzipiell müssen mindestens 4 hinter dem gitarristen aufgereit sein. diese sind natürlich nicht angeschaltet, der sound würde einen ja ermorden, der eigentliche sound kommt von einem handlicheren amp, der irgendwo hinter der bühne steht. nichtsdestotrotz müssen die lämpchen der amps glühen, und sie müssen verkabelt sein, damit es wenigstens den anschein macht, ihr würdet sie nutzen. das klassiche fullstack sieht man bei sehr vielen bands und ist poser-industriestandard. doch manchen reicht das nicht aus...
1.2 das "erweiterte" fullstack
das erweiterte fullstack besteht aus 2 boxen und 2 topteilen. rein technisch spielerisch gesehen hat das nun wirklich überhaupt keinen sinn, da ein topteil alleine durchaus genügt. jedoch dient diese anordnung dazu, den zumindest ein bisschen ampmässig begabten glauben zu machen, man sei so laut, dass jede box ihr eigenes topteil benötige.
1.3 Das "ultrastack"
das ultrastack besteht aus 3 boxen, wobei allerdings hier oft auf ein topteil verzichtet wird. der optische effekt ist hier natürlich immens, da nun der gitarrist vor einer (im wahrsten sinne des wortes) wand aus boxen steht, die ihn größenmässig überragen.
das nonplusultra sind hier allerdings die
1.3.1 ultraplus-stacks,
die aus 3 boxen und 1-3 topteilen bestehen. sowas habe ich noch nie gesehen und es ist vermutlich das größte an poseramphaftigkeit, was die menschheit je an amps gesehen hätte...
1.4 die boxenwand
bei der boxenwand wird einfach akkurat jeder zentimeter der bühnenrückseite mit boxen vollgestapelt. diese müssen bis an die decke reichen und sollten in einer enheitlichen farbe/modell sein. der optische effekt ist immens, allerdings wird hier sehr schnell die nicht vorhandene funktionalität klar.
gut zu sehen hier:
http://www.youtube.com/watch?v=Z_8dAN5gx6M
2. einbezug der amps in den liveinsatz
2.1 als stütze
da das schlagzeug immer erhöht auf einem podest steht, bietet es sich doch an, den zwischenraum zwischen boden und podestoberkante mit boxen zu bepflastern. sieht cool aus und erspart einem unsinnige podestdekoration.
2.2 begehbar
es gibt doch nicht geileres, als zum beginn eines gigs bei den ersten gehämmerten akkorden mit einem unglaublichen sprung von der backline zu glänzen.
dazu bieten sich der van halen-sprung (ein bein hinten eingeknickt, das andere nach vorne ausgestreckt) oder der david-lee-roth-sprung (beine beim sprung soweit wie möglich spreizen) an.
2.3 zerstörbar
für die fans der eher destruktiven gangar gibt es nichts geileres, als die backline am ende des gigs fachgerecht mit gitarre oder sonstwas zu zerkloppen. der gute townshend machte es in der 60ern vor, unzählige folgten. natürlich gibt es auch hier mehrere varianten:
2.3.1 simples raufkloppen
dabei wird, wie der name schon vermuten lässt, schlicht mit irgendwas auf den amp eingedroschen, bis dieser vollends in seine einzelteile zerlegt ist.
2.3.2 abbrennen
mit etwas pyrotechnik und viel gut brennbarem material innerhalb den (ohnehin abgeschalteten udn speakerlosen) amps, lässt sich die komplette backline mit einem einzigen wohlplatzierten funken in ein extrem geil aussehendes aber auch extrem gefährliches flammenmeer verwandeln...
2.3.3 explodieren lassen
mit etwas mehr pyrotechnik und passendem sprengstoff kann man die amps, woortwörtlich, in die luft spregnen. sieht geil aus, kann aber zu gesundheitsschädigungen führen...der besonders gewiefte techniker legt den zeitpunkt der explosion genau mit dem zeitpunkt des schlagens mit der gitarre in dem amp überein, was natürlich enomen eindruck macht.
und nun werde ich noch ein paar interpreten auflisten, die man wohl am ehesten mit poseramps in verbindung bringt:
-Yngwie Malmsteen
-Pete Townshend
-Manowar
-Van Halen
-David Lee Roth
-Accept
-Michael Angelo Batio
und eigentlich sogut wie alle 80er haarspray-bands, da dort ne monsterbackline pflicht war...
in diesem sinne, fröhliches posen und mehr fullstacks braucht die welt!