Sound-Library für Symphonic Metal gesucht

Mattipatti

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Hallo in die Runde, ich habe zu dem Thema nichts gefunden, deshalb mein Frage: was benutzt ihr als Keyboarder für Libraries für Symphonic Metal? Ich spiele seit einiger Zeit in einer Metalband mit folgendem Equipment: Yamaha MODX6+ und Nektar Impact LX88+, Macbook M4 mit MainStage. Ich nutze die hauseigene MainStage-Library, habe die Arturia Analog Lab und noch ein paar andere Sachen wie z.B. Kontakt. Ich habe für Kontakt 8 ein paar Soundpakete installiert, aber ich finde dort nicht die passenden Sounds. Ich brauche auf jeden Fall Chöre und Streicher, da gibt es so viele verschiedene Pakete. Bevor ich mich tot kaufe, wollte ich fragen, ob es da amtliche Pakete gibt, die auf jeden Fall passen. Oder gibt es außer Kontakt noch andere interessante Libraries, da man ja nicht weiß, wie es mit NI weitergeht nach der Insolvenz. Ich mache in erster Linie Cover, d.h., ich versuche so gut wie möglich die meisten Sounds zu rekonstruieren, vieles läßt sich ja auch nicht original spielen, weil man da vier Hände bräuchte (oder backing tracks), aber das steht auf einem anderen Blatt. Ich bin ambintionierter Amateur mit eingeschränktem Budget, 1000de Euronen will ich nicht investieren. Bei den Chören fehlen mir vor allem die Staccatos und vielleicht schon vorgefertigte Chöre, sodaß man nicht umständlich alle Einzelstimmen zusammensuchen muß. Beispiel: Runaway von Tommy Johansson. Für Anregungen und Tipps wäre ich euch dankbar.
 

Hast du dich für preiswerte Chöre und Streicher mal bei 8DIO umgesehen, oder bei Soundpaint (falls du Kontakt vermeiden möchtest)?

Die Chöre und Streicher von 8DIO sind m.E. ordentlich bis gut, zumindest solange man sie nur als Nebeninstrumente einsetzen möchte.
 
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Hast du dich für preiswerte Chöre und Streicher mal bei 8DIO umgesehen, oder bei Soundpaint (falls du Kontakt vermeiden möchtest)?

Die Chöre und Streicher von 8DIO sind m.E. ordentlich bis gut, zumindest solange man sie nur als Nebeninstrumente einsetzen möchte.
Danke, werde ich mal machen.
Was wäre denn so dein geplantes Budget?


Möchtest du hier ausschließlich Strings und Choirs, oder auch "fette" Gesamtorchester?
Also, ich habe ja jetzt schon so einiges ausgegeben, aber ich scheue davor, 499,- Euro auszugeben für eine Library, von der ich nur 4 Sounds brauchen könnte. Ich würde da schon ein bißchen was investieren, wenn es die Library wert wäre. Natürlich suche ich schon speziell Sounds, die ich einzeln für mich konfigurieren kann, sodaß ich flexibel bin, aber natürlich bin ich auch für Komplettlösungen wie Gesamtorchester dankbar. Wie ich schon schrieb, kann man nicht alles verwirklichen, was die Originalbands so auffahren (mit meinen Möglichkeiten), es soll sich nur nicht zu dünn anhören, was man dann so bastelt.
 
ich scheue davor, 499,- Euro auszugeben für eine Library, von der ich nur 4 Sounds brauchen könnte
Das ist verständlich und sinnvoll...

Vielleicht dann in Richtung folgender (recht günstiger!) Einzel-Libraries - @Jan S. hat mit diesen Libs vielleicht sogar Erfahrung?
Spitfire hat immer ganz gute Walkthrough-Videos, bei welchen die Features übersichtlich dargestellt werden. Diese sind direkt auf den verlinkten Seiten zu finden 😊
 
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… Vielleicht dann in Richtung folgender (recht günstiger!) Einzel-Libraries - @Jan S. hat mit diesen Libs vielleicht sogar Erfahrung? …
Hat er. 🙂 Die „Originals“ von Spitfire Audio sind preiswert und m.E. qualitativ gut, wenn man allein die Basis-Sounds ohne Zusätze braucht - also ohne viele Mikrofone, Artikulationen etc.

Wenn es, wie hier, lediglich darum geht, einen Metal-Sound mit Streichern, Chor etc. anzureichern, dann sind die Originals durchaus einen Blick wert. Im schlimmsten Fall hat man 30,- Euro ausgegeben.
 
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  • #7
Der Lacrimosa Pro Choir ist schonmal eine Überlegung wert, wenn es günstiger geht, nix dagegen. Ich schaue mir mal den spitfireaudio-Choir und Konsorten an.
Danke für die Tipps, ich hatte gar nicht so schnell damit gerechnet. 😛😛 Es ist ja nunmal so, daß ich als Keyboarder gegen zwei Gitarren antreten und meine Nische finden muß, da können Effekte sowieso nur sehr homöopathisch eingesetzt werden. Was auch noch ein Thema ist, ich möchte natürlich so wenig wie möglich Speicherfresser durch aufwändige Soundgestaltung, auch wenn ich einen M4 Prozessor habe. Wenn also die Sounds optimal programmiert sind und nicht soviel Speicher fressen, wäre auch ein Kaufaspekt.
 
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  • #8
Spitfireaudio Choir müßte sogar schon reichen.
 
Vielleicht schaust du hier ja mal wieder rein und berichtest, @Mattipatti, welcher Choir es nun geworden ist und wie du ihn findest? 😉

Ich befasse mich derzeit auch wieder vertieft mit Choir-Libriaries und finde es nach wie vor interessant, welche Unterschiede es insbesondere in den Details gibt.
 
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  • #10
Es ist der Spitfire Choir geworden (siehe Post 5) und auch die Strings habe ich mir gekauft, für den Preis ein Schnapper. Da wir hauptsächlich covern, kann ich durch STEM-Aufteilung in Logic Pro ungefähr herausfinden, wie sich die Sounds standalone anhören und versuchen, die nachzubilden. Wenn ich durch STEM-Aufteilung die Sounds komplett so extrahieren kann, daß ich sie als Sample nutzen kann, mache ich das lieber, als stundenlang nach passenden Sounds zu suchen.
 
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  • #11
Ich befasse mich derzeit auch wieder vertieft mit Choir-Libriaries und finde es nach wie vor interessant, welche Unterschiede es insbesondere in den Details gibt.
Für mich ist es eher erdrückend, wieviele Unterschiede es gibt. Das ist in meinen Augen eher für Leute von Vorteil, die zu Hause rechnerbasiert Filmmusik komponieren. Ich hingegen suche eigentlich nach fertigen nutzbaren Lösungen, quasi Presets, die ich mit vielleicht noch ein wenig editieren sofort nutzen kann. Da ich nur cover und in keiner Tributeband bin, habe ich auch in der Soundgestaltung gewisse Freiheiten und muss/will mich nur bei wirklich wichtigen Sounds mit Wiedererkennungswert an das Original halten. Ich halte es z.B. für völlig übertrieben, als ambitionierter Amateur extra eine Library für einen bestimmten Sound zu kaufen, nur weil ich für einen Song Legato-Strings brauche.
Ich mache ja noch in einer anderen Band Coverrock, da finden sich auf Anhieb 90% der Sounds in meinen Hardwarekeyboards, bei Symphonic Metal sind die Sounds oft viel komplexer, und da ich alles live spiele, muss ich viel nachdenken und planen, was ich spiele und was ich weglassen kann und es trotzdem noch gut klingt. Ich habe zwar ein M4 MacBook, daß nicht so schnell in die Knie geht, aber ich möchte alles so einfach wie möglich halten.
 
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  • #12
Für mich ist es eher erdrückend, wieviele Unterschiede es gibt. Das ist in meinen Augen eher für Leute von Vorteil, die zu Hause rechnerbasiert Filmmusik komponieren. Ich hingegen suche eigentlich nach fertigen nutzbaren Lösungen, quasi Presets, die ich mit vielleicht noch ein wenig editieren sofort nutzen kann. …
Das stimmt sicherlich: Man sollte sich vor dem Kauf optimal informieren, andernfalls kann es passieren, dass die Library zu den eigenen Bedürfnissen überhaupt nicht passt. Leider hängt das manchmal auch tatsächlich an Details, die sich vor dem Kauf kaum ergründen lassen.

Auch wenn ich ziemlich genau das mache (bzw. versuche), was du oben beschreibst - nämlich auf dem Computer „Filmmusik“ (oder „epische“ Musik) zu komponieren und einzuspielen, geht es mir trotzdem ähnlich wie dir: Ich möchte möglichst nicht allzu zuviel Zeit in das Erlernen und die Bedienung der jeweiligen Library investieren, sondern bevorzuge schnell und gut spielbare Libraries. Nicht zwingend vollständig „out of the box“, aber ich möchte eben auch nicht jeden Ton „programmieren“ müssen.

Aktuelles (Negativ-) Beispiel ist der recht neue Choir „Requiem Nova“ von Soundpaint: Wenn dort der Choir ein gesungenes Wort über mehrere Töne hinweg halten soll, dann muss man das über Keyswitches und Offsets (!) gestalten. Andernfalls triggert jede Taste (unerwünscht) das Wort neu. Solche „Programmierungen“ sind mir definitiv zu umständlich - weshalb ich diesen Choir wohl allenfalls für ein paar „Ah’s“ oder „Oh’s“ verwenden werde - wofür ich ihn aber nicht brauche, weil das freilich auch andere Choirs schon locker können.

Nur als vorsorgliche Erwähnung, du möchtest ja eigentlich keine „speziellen“ Libraries kaufen: Falls für Symphonic Metal ein richtig kräftiger Choir benötigt wird, dann wäre „Oceania II“ von Performance Samples einen Blick wert. Der klingt wirklich beeindruckend und funktioniert „out of the box“.

Ozeania II

Allerdings hat er einen demgemäß engen Anwendungsbereich: Er kann nur ohrenbetäubend laut. 😉
 
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