SRV - Mit was anfangen

  • Ersteller cheeseX
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Jepp, so ist das ... nichts gegen einen "eigenen" Sound, eigenen Stil usw.,
letztendlich steckt der Teufel im Detail - da muß man auch schon mal Arbeit, Herzblut und vor allem Geduld mitbringen.
Hinterher mixt man dann von selber seinen eigenen Stil/ Sound aus allem Erlernten ... und auch da verändert man dauernd seine Möglichkeiten durch hinzugelerntes...
 
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Danke für die Bestätigung, Waffeleisen. Leute wie Du sind der Grund dafür, dass es gelegentlich auch einige gut gespielte Versionen von SRV-Songs gibt...
 
Denke Marry had a little lamb und scuttly buttin in etwas langsamer ist doch ein schöner einstieg, da sind alle grundlagen drin.
Das das nicht sofort auf full speed läuft ist klar. Aber darum sollte es erstmal garnicht gehen.

Hau rein.

btw, rude mood, rude mood ist A der hammer, und ich find immer klasse wenn du bei SRV sofort zur stelle bist ;-)
Aber ich muss schon sagen, ich lege keine wert darauf so zuklingen wie SRV, ich spiel das so wie ICH möchte *g*.
Ich bin grundsätzlicher gegner 100%tiger kopien. Nichts anderes hat er selber getan mit seinen Covers, er ist nah am Orginal, meiner
Meinung nach besser, aber es ist halt anders.

Lg
 
Ich finde es schön, dass dieser Thread wieder zum Leben erweckt wurde btw!

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Aber ich muss schon sagen, ich lege keine wert darauf so zuklingen wie SRV, ich spiel das so wie ICH möchte *g*.


Lg

Also ich würde großen Wert darauf legen so zu klingen wie SRV, aber leider........:ugly:
 
Darauf kommt es m. E. nicht an. Es ist ohnehin unmöglich, genau so zu klingen wie SRV oder wer auch immer. Aber eins kann ich Euch 100 Prozentig garantieren: jemand, der sich die Mühe macht, SRVs Stil so genau zu analysieren, dass er - mitsamt Phrasingdetails - ÄHNLICH klingt wie er, wird am Ende dieses langen und steinigen Weges seiner Strat so ziemlich jeden Ton entlocken können, den er im Kopf hat. Wenn dies nicht wahr ist, könnt ihr mir mit einer Axt den Kopf abhauen.
 
Darauf kommt es m. E. nicht an. Es ist ohnehin unmöglich, genau so zu klingen wie SRV oder wer auch immer. Aber eins kann ich Euch 100 Prozentig garantieren: jemand, der sich die Mühe macht, SRVs Stil so genau zu analysieren, dass er - mitsamt Phrasingdetails - ÄHNLICH klingt wie er, wird am Ende dieses langen und steinigen Weges seiner Strat so ziemlich jeden Ton entlocken können, den er im Kopf hat. Wenn dies nicht wahr ist, könnt ihr mir mit einer Axt den Kopf abhauen.

Das es unglaublich viel bringt so im Detail zuarbeiten sollte klar sein, nicht nur, aber vorallem auch bei SRV stücken.
Das stimmt.

Lg
 
So, ich habe mal versucht, Nägel mit Köpfen zu machen, und ich habe eine kleine Liste zusammengestellt, mit der man sich behutsam an den Stil von Stevie herantasten kann. Selbstverständlich ist dies nur mein persönlicher Vorschlag und keineswegs in Stein gemeißelt, aber ich denke trotzdem, dass man sich so als Gitarrist, dessen Fähigkeiten hinsichtlich aller Spieltechniken "ausgewogen" trainiert sind, ein wenig behutsam an den Stil von Stevie herantasten kann. Natürlich kann jeder, der seine eigenen Stärken und Schwächen kennt bzw. eine bestimmte Spieltechnik trainieren möchte, sich nach Bedarf das eine oder andere Stück heraussuchen.

1. Stufe

- Cold Shot: Einer der Songs, die sich relativ leicht erschließen: etwa 90 Prozent der Noten sind in der 5. Position zu spielen (Grundtonart also A). Die größte Schwierigkeit ist hier der SRV-typische "faule" Shuffle, der sehr laid back, aber trotzdem präzise zu spielen ist. Mit dem Grundriff kann man sehr gut die Handhaltung mit dem Daumen über dem Hals und die "toten Noten", also die Rakes mit Aufwärtsschlag zwischen den gegriffenen Noten trainieren.
- Look at little Sister: auch ein moderater Shuffle, diesmal in SRVs Lieblingstonart E. Die einzige Schwierigkeit ist das extrem starke Vibrato auf der hohen E-Saite im Solo. Sehr gute Vorübung für Pride & Joy.
- Tell Me: Relativ schneller Shuffle in C. Das Solo enthält viele sehr typische (besser: "klassische") SRV-Licks und ist deshalb eine gute Einführung in sein Solospiel. Kleine Schwierigkeit noch: Akkorde mit Tremolo-Picking in zweiten Chorus des Solos.
- So Excited (Version von The Sky is Crying): der vierte Shuffle im Bunde. Etwas anspruchsvoller als Cold Shot, aber immer noch machbar. Sehr gut geeignet, um den Single-Note-Shuffle und generell straffes, präzises Rhythmusspiel zu üben. Andere Schwierigkeiten sind hier der oft abrupte und schnelle Wechsel zwischen Rhythmus- und Solospiel (ein SRV-Trademark) und das oft doch recht heftige Bending und Vibrato.

2. Stufe

- Pride & Joy: ganz oben auf der Wunschliste von vielen Gitarristen. Die Shuffle-Technik, die man bei Cold Shot gelernt hat, kommt einem hier ungemein zugute. Trotzdem etwas schwieriger als Cold Shot, da hier nicht nur Bassnoten und Rakes gespielt werden, sondern auch durchgeschlagene Akkorde auf den drei hohen Saiten. Die Soli sind nicht übermäßig schwer, enthalten aber durchaus ungewöhnliche Techniken, wie z. B. schnelle Sprünge zwischen dem 12. Bund und der offenen Position in E oder Double- und Triple-Stops. Bei letzteren sehr auf das Picking achten (Down- oder Upstrokes). Insgesamt aber ein dankbarer Song.
- Mary had a little lamb: ein oft gespielter, aber leider oft unterschätzter Song. Der Freddie King/Buddy Guy-mäßige Groove ist nicht einfach, auch muss flüssig zwischen durchgeschlagenen Akkorden und Single-Notes gewechselt werden. Das Solo ist relativ "aufgeräumt", es werden fast ausschließlich die Noten der Moll-Pentatonik verwendet. und Stevie verwendet kein kompliziertes Phrasing, dafür aber viele Bendings und Noten mit Vibrato. Dazu ein kleiner Lick mit Hybrid-Picking gleich am Anfang des Solos.
- Ain't gone 'n' give up on love: Der einfachste von SRVs langsamen Bluessongs. Sehr gut, um ultra-präzises Bending a la Albert King zu lernen, und klasse Vorübung für andere Slow Blues-Songs.
- The Sky is Crying: auch ein Slow Blues ohne viel gewirbel im Solo. Bending, bending, bending, allerdings diesmal eigentlich machbar, da in C und somit relativ weit oben auf dem Griffbrett zu spielen.

3. Stufe

- Lenny: eigentlich ein relativ "atypischer" SRV-Song, trotzdem mit das schönste, was er je geschrieben hat. Das Hauptthema ist sehr schwer zu spielen, da es verdrehte Akkorde und einen speziellen Rake (Note G# auf der H-Saite) enthält und darüber hinaus einen versierten Umgang mit den Tremolohebel erfordert. Das Solo ist nicht besonders kompliziert, allerdings ist das Tonmaterial durchaus anspruchsvoll und die Phrasierung nicht einfach. Wichtig ist es hier, sehr genau aus Timing und Dynamik zu achten. Der Song ist aber ein echtes Highlight in jedem Repertoire und eine gute Vorübung für Little Wing.
- Love Struck Baby: Sehr schnelles Tempo und schwer zu greifende Akkorde in den hohen Positionen des Griffbretts sind hier die größten Hürden. Allerdings sehr gut geeignet, um sich an das sehr hohe Tempo einiger SRV-Songs (Testify, etc.) heranzutasten.
- Wham: das einfachste - da kürzeste - der schnellen Instrumentals. Auch gute Vorübung für Testify und Rude Mood.
- Life Without You: eigentlich auch machbar: Sehr Hendrix-beeinflusste Rhythmusgitarre und extrem feelingbetontes, melodiöses Gitarrensolo mit sehr schönem klassischen "schweren" SRV-Vibrato. Erinnert sehr an "Bold as Love" von Jimi und ist ebenfalls eine gute Vorübung für Little Wing.

4. Stufe

Texas Flood: eines der wichtigsten Ziele für viele SRV-Fans. Die Bendings, die man schon bei The Sky is Crying und Ain't gone 'n' give up on love geübt hat, sind hier etwas schwieriger, nicht zuletzt deshalb, weil sie relativ weit unten (6., 7. und 8. bund) gespielt werden und deshalb sehr viel Kraft erfordern. Auch hat das Solo sehr viele schnelle Licks mit kompliziertem Timing und oft verworrener Phrasierung.
Testify: Ein echter Alptraum. Extrem schnell, dazu mit dem SRV-typischen Raking in Hauptthema, komplizierten Hendrix-Akkorden mit Daumen um den Hals und vielen schnellen Licks, wobei auch hier oft zwischen offener und zwölfter Lage hin- und hergesprungen werden muss. Eine echte Herausfolderung!
Scuttle Buttin': Die wichtigsten Ausgaben sind es hier, das Hauptthema auf die amtliche Geschwindigkeit zu bringen und es richtig zu phrasieren. Das Solo ist hingegen nicht mehr so schwer.

5. Stufe

- Rude Mood: eigentlich der Gipfel von Stevies können. Der Song bietet Möglichkeit, fast alle Techniken zu perfektionieren, die man mit den früheren Songs gelernt hat: mordsschneller Shuffle/Boogie, Schnelle läufe über praktisch das ganze Griffbrett, ungewöhnliche Akkorde, Hybrid-Picking, Doublestops, Dynamiken.
- Little Wing: m. E. der schwerste aller SRV-Songs. Einfach ausprobieren...:)
 
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Noch etwas zur Ergänzung: ich habe manchmal das Gefühl, dass ein Gitarrist, der behauptet, nicht gerne so klingen zu wollen wie SRV, in etwa so ist, wie eine Frau, die von sich behauptet, dass sie nicht gerne aussehen würde wie Charlize Theron...

SCNR...
 
Noch etwas zur Ergänzung: ich habe manchmal das Gefühl, dass ein Gitarrist, der behauptet, nicht gerne so klingen zu wollen wie SRV, in etwa so ist, wie eine Frau, die von sich behauptet, dass sie nicht gerne aussehen würde wie Charlize Theron...

SCNR...

SRV in allen Ehren, aber das finde ich schon ein wenig sehr weit hergeholt. Es geht letztendlich immer noch um völlig subjektive Geschmäcker, und die sind nunmal verschieden...
 
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Mal kurz wieder weg vom subjektiven Geschmack: vielen Dank für deine Bemühungen und die ganze Schreibarbeit ;-)

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Ich hab ne kleine Youtube-Lesson aufgenommen (auf Deutsch, versteht sich), die sich mit einer Besonderheit von Stevies Spiel beschäftigt - vielleicht bringt's ja einem von euch was!

 
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Cool! Weiter so!
 

As you wish, my Friend! Habe auf die schnelle auch mal ein kleines Video gemacht, in dem ich versucht habe, einige Slow Blues-Sachen zu spielen. Leider wieder nur mit der Kamera von meinem Laptop. Muss mir wohl vernünftiges Equipment zum Aufnehmen zulegen. Ist also nur etwas ganz schnell zusammengeworfenes...

http://www.youtube.com/watch?v=7dRWednNb_8

Edit: das Video müsste nun erreichbar sein!

Mark
 
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