Wie lerne ich die Bluesrockspielweise ala Hendrix, SRV etc.

von SpeedKing, 22.10.06.

  1. SpeedKing

    SpeedKing Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.10.06   #1
    Hi Leute,

    ich versuche schon seit einiger Zeit sachen wie Hendrix, SRV oder andere Bluesrocker zu spielen, komme aber nicht mit der Spielweise klar, bzw. weiß ich nicht wie ich diese Spielweise lernen könnte. Ich meine vor allem die Kombi aus Akkorden und Singlenotes und das entwickeln von Melodoen über Akkordfolgen ala Little Wing.

    Kan mir jemand helfen und sagen wie ich so eine Spielweise lernen könnte? Ich hab immer den Eindruck, dass diese Leute lockerer spielen. Es sieht immer so aus als ob sie eine "schlampige" Handhaltung hätten (z.B. Daumen schaut irgendwie immer hinterm Griffbret raus und greift Teilweise die Tiefen Saiten). Trotzdem klingt alles immer sehr sauber und exakt.
    Muss man da ne eigenständige Spieltechnik lernen oder kann mn sowas auch mit normaler "lehrbuch"-standard spielwiese hinkriegen. Ich bin etwas ratlos.

    Ich steh halt total auf solche Sachen und würde sie super gerne spielen können.

    Spiele jetzt seit ca. 3 1/2 Jahren.


    SuFu hat mir nicht geholfen. Nehme auch Unterricht aber mein Git lehrer hat ne andere Spielweise und bringt mir sowas halt nicht bei, was nicht weiter schlimm ist, aber ich will sowas zusätzlich können.

    Bitte helft mir wenn ihr könnt.

    Grüße SpeedKing
     
  2. Hans_3

    Hans_3 High Competence Award HCA

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    Erstellt: 22.10.06   #2
    Das "Lockere" kommt von der jahrelangen Spielroutine. Die Hand bewegt sich wie von selbst, die Bewegungen fließen...

    Man spricht ja z.B. auch davon, dass jemand "flüssig englisch spricht" - das passiert dann, wenn man sich über Vokabeln, Satzbau und Aussprache keine Gedanken mehr machen muss. Da steckt dann immer Training und Routine plus wenigstens ein Minimum an Begabung dahinter.

    Bei Sportlern, Tänzern, Artisten etc. ist das ebenfalls so. Jahrelang intensiv gemacht wird das irgendwann zur Natur des jeweiligen Menschen.

    Aufs INstrument umgesetzt heißt das: Man muss spüren, wie der nächste, übernächste Ton klingt, bevor man ihn spielt. Und man sollte nicht stur an irgendwelchen Lagen am Griffbrett kleben. Gerade SRV, JH und andere arbeiten z.B. viel mit kleinen Slides, Bendings und Vibratos, die nicht nur fließend und beweglich aussehen, sondern auch so klingen.

    Versuch z.B. mal hier Fluss und Lockerheit reinzubringen

    8s10s8--------------------------------
    8s10s8--------------------------8-~
    ---------7s9s7p5-7b9r7-5-------7-~
    ---------------------------7/----6-~
    ---------------------------------X----
    ---------------------------------6----

    Fett = Anschlag
    s slide
    p pull off
    b bend
    r release bend
    / stop
    ~ Fingervibrato

    Du siehst, hier sind viel kleine Bewegungen in der linken Hand. Die sind schnell aber nicht hektisch auszuführen. Es erklingen 13 Töne (bzw. Doubles und 1 Akk.) mit nur 6 Anschlägen. Achte drauf, wie sparsam die rechte Hand agiert, während die linke sich um verschiedene Töne kümmert und diese je nach Ausführung von Slides, Pulls, Bendings klanglich gestaltet.
     
  3. geka

    geka Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.10.06   #3
    Hi,
    eigentlich kann ich mit meinem kurzen Spielerleben gar nicht mitreden, aber natürlich habe ich auch schon in entsprechenden Tabs rumgewildert (und erstmal zurückgelegt).

    Ich glaube, bei der Erarbeitung muß man sich anfangs gedanklich erst mal an die Hauptakkorde halten, sehen, welche Verkürzung da gespielt wird usw.
    Dann sehen, mit welchen Zwischennoten man von einem Akkord zum nächsten kommt.
    Zum Schluß, weil die Jungs ihre Finger ja wohl generell nicht stillhalten können ;-) die Verzierungen einarbeiten.
    Naja, so würde ich jedenfalls rangehen, wenn ich schon besser spielen könnte.
    Vielleicht hilft Dir mein Denkansatz ein bißchen weiter.

    Angelika
     
  4. SpeedKing

    SpeedKing Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.10.06   #4
    Danke erstmal für die Tipps, mit anderen Sachen hab ich weniger Probleme aber da wusste/weiß ich einfach nicht wie ich rangehen werde.
    Ich werde eure Vorschläge mal ausprobieren.

    Thanx
     
  5. SpeedKing

    SpeedKing Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.10.06   #5
    Hab den Lick mal eben probiert, is gar nicht so schwer. Aber kannste mir mal sagen was das letze fürn Akkord ist? Den kenn ich noch nicht. Gibts noch mehr solche Akkorde die für Blues geeignet sind außer die 7er und 9er und diesen SRV Akkord (glaub 7 mit 9 odwer so ähnlich)?
     
  6. Flower King

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    Erstellt: 22.10.06   #6
  7. Hormic

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    Erstellt: 22.10.06   #7
    entscheidend sind aber natürlich die eigenheiten und vorlieben der gitarristen, die sich mit der zeit herauskristallisieren und die man dann schon ganz automatisch und unterbewusst einsetzt.
    ich würde mal sagen, dass ist es dann was jeden einzelnen musiker ausmacht und deswegen ist es schwerer little wing originalgetreu nachzuspielen, als irgendwelche 16tel triolen wo es nur um die technik aber nicht um das feeling geht.

    für mich würde sich das beispiel von hans zB: natürlich anfühlen wenn ich es so spielen würde (ich hoffe es ist kein problem wenn ich dein beispiel weiterverwende) :

    8h10 8--------------------------------
    8h10 8--------------------------7-~
    ---------7h9p7s5-7b9r7-5-------7-~
    ---------------------------7/----7-~
    ---------------------------------X----
    ---------------------------------7----
     
  8. Tornado

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    Erstellt: 22.10.06   #8
    Was immens hilft, ist wenn du in 16tel denkst und das auch "fühlst", versuch dich mal mit ein paar Funk-Übungen, wenn du willst kans du dich ja bei mir melden dan kan ich dir 1 oder 2 geben.

    Vor allem Jimi und SRV dachten auch immer in 16tel, das machte auch ihre Speilweise aus, wen du ein Lied in 16tel spielst klingt es ganz anders (fliessender z.B.) als wen du es in 8tel spielst.

    Mit der Zeit wirst du dann enorme Fortschritte in Sachen Rhytmus feststellen.
     
  9. Hans_3

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    Erstellt: 23.10.06   #9
    ... gut, war auch eigentlich nicht das Thema, aber, weil Du nachgefragt hast..

    An Deiner FRage erkennst Du ja selbst, wo Du noch zulegen musst.;) Sieh Dir das Teil mal genau an, das solltest Du eigenständig rausbekommen können. (hab's jetzt mal auf A runtergeschoben). Als "Stütze" kannst Du erstmal einen A-Dur-Barre nehmen und dann ableiten

    5-Grundton-------------------------------------
    5-Quinte------7--gr. Sexte--(6 bzw. 13)---------
    6-gr. Terz-----6--gr. Terz-----------------------
    7-Grundton----5--kl. Septime (7)----------------
    7-Quinte------x--------------------------------
    5-Grundton----5--Grundton-----------------------

    Ergebnis: Dur-Akkord mit den Erweiterungen 7 und 6(13)

    Schreibweise wäre: A7/13

    Wenn dann noch die NOne dazu käme (H)


    7--None------------
    7--------------
    6--------------
    5----------------
    ---------------
    5---------------


    ... käme ein A13 heraus, der die Erweiterungen 7,9,13 enthält.


    So viel zur theoretischen Seite der Medaille. Die sollte man so gut kennen, dass man sie anschließend locker beiseite stellen kann. Entscheidend ist auf Dauer, dass man hört und empfindet wie dieser und jener Griff klingt. Und dass man diese Empfindung in sein Spiel einbauen möchte, ohne lang zu überlegen, wie man da greifen muss.

    Und damit wären wir dann doch noch beim Ausgangpunkt Deiner Frage angelangt. Die von Dir erwähnten Spieler haben sich mit ständigem Spielen und Erweitern von Hören und Empfindung ein "Vokabular" aufgebaut, auf das sie "locker" mit hoher Fingerfertigkeit zurück"greifen". Also: So viel spielen wie möglich und so viel Neues einbauen und ins Bäuchle bekommen wie möglich. Dann klappt's auch irgendwann mit der Lockerheit.
     
  10. SpeedKing

    SpeedKing Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.10.06   #10
    Danke Leute,

    ihr habt mir evht n gutes Stück weiter geholfen. Ich werde mal sehn was ich daraus machen kann.

    Thanx
     
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