StageBox auch für Stromversorgung

von mcbeth1307, 15.10.06.

  1. mcbeth1307

    mcbeth1307 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.10.06   #1
    Schon wieder ne blöde Frage von nem Unwissenden,aber besser fragen als was falsch machen.
    Wir wollen uns eine Stagebox anschaffen.
    Da sind wir auf die Idee gekommen, doch auch die Stromversorgung der div. Effektgeräte (9 V, 12 V, 24 V) über die Stagebox-Kabel zu machen (mit etwas Baselarbeit für Adapter und so sollte das doch kein Problem sein, oder).

    Und da haben wir gleich die nächste Idee gehabt.
    Z.B. Gitarre mit Effektgerät:
    Vom Effektgerät gehen ja eigentlich nur zwei Leitungen ans Mischpult: Signal und Masse
    Strom bekommt das Effektgerät auch aus zwei Leitungen: Strom und Masse
    Jetzt haben wir überlegt, wir könnten doch beides jeweils zusammenlegen und kämen so pro Instrument (Signal und Strom) eigentlich mit einem XLR-Kabel aus:
    1) Strom (natürlich nur Niedervoltig also keine 220 V
    2.) Signal
    3.) gemeinsame Masse

    Spricht da irgendwas dagegen ? (Bei Kondensatormikros geht ja auch die Phantomspannung durch das XLR)
     
  2. Puncher

    Puncher Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 17.10.06   #2
    Es gibt Stageboxes, die Hybrid sind, also verschiedene Kabeltypen in einem Multicore haben. Sommer Kabel macht glücklich: Stagebox Power-Mixer Hier mit Mikro, Schuko und Speakon. Strom und Signal auf ein XLR-Kabel fände ich dagegen etwas gefährlich; bin aber jetzt nicht so versiehrt in E-Technik, dass ich das beantworten kann.
     
  3. slaytalix

    slaytalix Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 25.10.06   #3
    Mit 1:1 Übertrager in der Box kann man auch 48 V Phantomspeisung übertragen. Gibt´s auch bei Sommer.

    Sonst die o. g. Powermixer Version
     
  4. honkymeyer

    honkymeyer Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.04.07   #4
    Also; die erste Idee ist prinzipiell gut. Zu bedenken gibt es dabei, dass das verwendete Multicore auch dafür ausgelegt sein muss (Aderquerschnitt und paarweise Abschirmung). Der Aderquerschnitt eines Multicorekabels ist für nahezu leistungslose Signalspannungen ausgelegt, die Effektgeräte nehmen aber Leistung auf. Außerdem werdet Ihr verschiedene Spannungen, womöglich sogar Gleich- und Wechselspannungen übertragen müssen. Damit es kein Übersprechen bzw. Rückwirkungen auf die Signalleitungen gibt, sollten die Leistung übertragenden Stromversorgungsleitungen separat geführt und auch paarweise geschirmt werden. Alles andere ergibt ein Brummen mit etwa 50Hz auf den Signalleitungen. Und die Steckverbinder sollten eindeutig unterschiedlich sein, damit Verwechslungen nicht zur Zerstörung der angeschlossenen Geräte bzw. Netzteile führen kann. Die Netzteile bei der Einspeisung sollten alle geregelt sein, damit unabhängig von der Belastung die Versorgungsspannung konstant ist. Das ist also insgesamt nicht ganz einfach zu realisieren und entspricht auch keinem Industriestandard. Wenn Ihr dann mal Fremdgeräte anschliessen wollt (von Freunden oder anderen Musikern bei einem Gig, geht das nicht ohne vorherige Konzentration oder ultimativem Kick, ob´s geht oder kaputt geht!! Ich würde es sein lassen.
    Von der zweiten Idee halte ich gar nichts, da Einstreuungen aus der Stromversorgungsleitung Euch den Musikgenuss vergraulen werden. Ihr habt dann jeden Schaltknacks der Versorgungsleitungen wunderbar mit verstärkt in Euren Amps. Die Phantomspeisung von Kondensatormikros funktioniert da doch noch etwas anders. Grundsätzlich solltet Ihr aber anstreben, alle Signalspannungen differentiell zu übertragen, also Plus (2,hot), Minus (1) (soweit man bei einer Wechselspannung davon sprechen kann) sowie den Schirm (3).
    Es tut mir ja leid, so negativ über Eure Ideen zu sprechen, aber einen Teil dieser Ideen habe ich auch schon mal zu realisieren versucht und bin gescheitert. Das möchte ich Euch nur ersparen.
    Grüsse aus Braunschweig
     
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