Stand-by bei Röhrenamp

von roppatz, 11.10.06.

  1. roppatz

    roppatz Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.10.06   #1
    N'abend zusammen!
    Könnt ihr mir sagen was man bei einem Röhrenamp mit dem Stand-by Schalter macht? Der Peavy Classic 30 hat beispielsweise keinen. Was ist der Nachteil daran?


    Danke euch, Gruß!
    roppatz
     
  2. Uli

    Uli Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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  3. roppatz

    roppatz Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.10.06   #3
    Gut! Dank dir!
     
  4. kurt-hendrix

    kurt-hendrix Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.10.06   #4
    und was lernt man aus dieser linksammlung?

    nichts...
    es gibt 2-3 verschiedene meinungen
    und ein paar mixen diese miteinander und fertig is das chaos :D
     
  5. Bierschinken

    Bierschinken Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 11.10.06   #5
    Okay, ultimatives statement zum Stand-By und anschalten;

    Der Stand-By schaltet die Anodenspannung der Röhren (oft nur Endstufenröhren). Die Endstufenröhren sollten ihre Kathoden vorheizen bevor sie betrieben werden, da dann Elektronen leichter emittieren (Glühelektrischer Effekt - Edison Effekt, für die Physiker ;) ) deshalb schaltet man den Amp via Powerswitch ein. Hier wird die Röhre beheitzt. Nach gut 30 sek. kann man dann den Stand-By umlegen und los rocken.

    Beim Ausschalten ist es ziemlich egal ob du den Stand-By zuerst umlegst oder aber direkt den Saft abdrehst. Es ist oft nur ratsam den Stand-By umzulegen um ein evt. lautes Knacken zu vermeiden, welches die Speaker beschädigen könnte.
     
  6. Uli

    Uli Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 11.10.06   #6
    In der Frage des Threadstellers ging es nur darum, wofür der Schalter ist, nicht um die Frage der Sinnhaftigkeit. Ganau das wird erklart! Fur dich aber aus meinem ersten Link noch mal explizit zitiert:

    Die Heizung sorgt dafür, daß die Katode ihre Betriebstemperatur erreicht, so daß sie im erforderlichen Maße Elektronen emittieren kann. Bei angelegter Anodenspannung werden diese Elektronen mehr (hohe Spannung) oder weniger (niedrige Spannung) stark von der Anode angezogen. Bei fehlender Anodenspannung bleiben sie größtenteils in der Nähe der Katode und vermindern die Emission weiterer Elektronen, denn gleiche Ladungen stoßen sich ab. Dies hat den vorteilhaften Effekt, daß die unerwünschte Emission von Katodenmaterial ebenfalls stark zurückgeht, sich also der Verschleiß der Katode reduziert. In nicht allzulangen Betriebspausen ist es daher sinnvoll, die Anodenspannung abzuschalten, die Heizung jedoch weiterlaufen zu lassen, wofür oft ein Stand-By-Schalter vorhanden ist. Ein Aus- und Wiedereinschalten der Heizung hätte zur Folge, daß im Augenblick des Einschaltens der Heizstrom sehr hoch ist, so daß die Heizwendel durchbrennen kann. Sie kennen diesen Effekt sicher von Glühlampen: Sie brennen selten im Betrieb durch sondern meistens beim Einschalten.

    Auch der zweite Teil der Frage des Threadstellers wird in der zitierten Abhandlung thematisiert. Also wo ist dein Problem?
     
  7. OneStone

    OneStone HCA Röhrenamps HCA

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    Erstellt: 11.10.06   #7
    Falsch, es geht beim Vorheizen schlicht darum, dass man keine Inselbildung auf der Kathode hat, da sich durch diese Emissionsflecken eben dann viele Elektrönchen drängeln und dadurch die Kathode an der Stelle ausbrennen kann.

    Öhm...wenn ein Amp das macht, dann würde ich den schlicht als Fehlkonstruktion bezeichnen :-)

    Dafür geht die Kathode beim Nur-Heizen aber genauso kaputt (Zwischenschichtbildung). Die Heizungen brennen bei Röhren sehr selten durch, ich habe das noch nicht erlebt. Auch ohne Einschaltstrombegrenzung ist das Durchbrennen der Heizung eher selten. Ich kann bei meinem Boneshaker auch sehen, dass die Röhren selbst nach 10min immer noch wärmer sind als sie vor dem ersten Einschalten waren...
     
  8. Uli

    Uli Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 11.10.06   #8
    Klar, ich kann jetzt gerne fur jeden einzelnen user, der zu faul ist, den ganzen Artikel zu lesen, jedes Stückchen meines Links einzeln zitieren:

    Allerdings entsteht, wenn man Röhren mit einer Katode, die mit einem Erdalkalioxid beschichtet ist (das ist bei allen modernen Röhren der Fall), sehr lange ohne Anodenspannung betreibt (d.h. kein Strom fließt), eine sogenannte Zwischenschicht, die die Emission der Katode verringert. Dieser Effekt tritt aber nur dann auf, wenn die Anodenspannung bei eingeschalteter Heizung sehr, sehr lange abgeschaltet ist. Für z.B. eine Übungspause von vielleicht 2 Stunden lohnt es sich nicht, sich darüber den Kopf zu zerbrechen; in diesem Fall ist es auf jeden Fall sinnvoll, die Heizung eingeschaltet zu lassen und die Anodenspannung abzuschalten.
     
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