Steirische Harmonika von Franz Untersinger aus Duisburg

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JackR
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Habe hier eine steirische Harmonika von ca 1900 (+/- 10 Jahre).
Der Hersteller ist ein Franz Untersinger aus Duisburg (s. Plakette auf Foto).
Kann mir irgendjemand etwas über dieses Musikinstrument, insbesondere dessen Erbauer erzählen? Konnte bis jetzt nichts über Untersinger herausfinden und bin ziemlich ratlos.
Vielen Dank im Voraus.

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Hast du schon bei den Untersingers in Duisburg gefragt?
 
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Besonders die Intarsien, die Diskantabdeckung und Metallzierleiste darunter aber auch sonst sehr ähnlich meiner Dreireihigen aus Bochum Hochheide.
Ist ja auch nicht weit voneinander entfernt.
 
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Hast du schon bei den Untersingers in Duisburg gefragt?
Habe bis jetzt nur einen Untersinger in Duisburg gefunden und versuche nochmal sie zu kontaktieren. Mache mir da aber keine großen Hoffnungen, weil die Firma von Franz Untersinger wohl schon vorm zweiten Weltkrieg nicht mehr existiert hat.

Besonders die Intarsien, die Diskantabdeckung und Metallzierleiste darunter aber auch sonst sehr ähnlich meiner Dreireihigen aus Bochum Hochheide.
Ist ja auch nicht weit voneinander entfernt.
Nun bin ich irgendwie neugierig geworden. Habe deine Harmonika übrigens schon in einem anderen Thread gesehen und du hast recht: Da sind einige (starke) Ähnlichkeiten. Sehr schönes Instrument übrigens. Kannst du mir vielleicht näheres darüber erzählen? (Baujahr, Hersteller, ...)
 
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Hab mich geirrt. Meine ist auch aus Duisburg.
Stempel unter einer Helikonplatte:
Anton Grebien
Harmonika Erz.
Homberg ( Hochheide )
Rosenstr. 88

Ich habe über den auch nichts gefunden das G aber für ein O gelesen.
Mit drei Brillen übereinander ist es eher ein G
 
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Meine ist auch aus Duisburg.
Das ist wirklich interessant! Beide Harmonikas sehen sich ähnlich und dessen Erbauer kommen beide aus Duisburg. Waren zumindest dort ansässig. Würde mich nicht wundern, wenn Grebien und Untersinger in irgendeinem Zusammenhang miteinander stehen.
 
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Der eine könnte die Werkstatt des anderen übernommen haben oder so ähnlich.
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diatoner
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Außer dem Kantenschutz am Diskantgehäuse (nichts spezielles, wurde z.B. auch für Schmuckschatullen verwendet) sehe ich kein einziges Identisches Teil. Wäre mal interessant wie es innen aussieht. Ich sehe eigentlich nur daß beide ausehen wie die meisten "Steirischen" zu der Zeit.
 
dallamè
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Diese winzigen Holzmosaikstücke sind mir so an anderen Harmonikas noch nicht aufgefallen.
Die Standorte liegen fußläufig nur 2100 Meter auseinander.
 
diatoner
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Intarsienmacher waren zu der Zeit noch allgegenwärtig und es gab große Auswahl, bzw. konnte man eigene Entwürfe in Auftrag geben. Ich vermute der eine oder andere Instrumentenbauer hat sie auch selbst gefertigt. Das ist in der handwerklichen Fertigung von Gitarren auch heute noch Ehrensache. Hier ein Beispiel: Ich denke einige Harmonikabauer machen es auch heute noch, zB. dieser:
http://www.harmonikakoblizek.cz/de/...a/g1-modell-nr-2-21-2-reihig-ahorn-intarsien/
 
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Das mit den Intarsien könnte so sein. Ich finde es trotzdem noch seltsam, dass es ausgerechnet in Duisburg und Umgebung zwei Harmonikabauer gab, die steirische Varianten hergestellt haben. Das ist schon ein sehr großer Zufall. Und überhaupt vermutet man die doch eher in Österreich oder Süddeutschland. So weiß ich es auch vom deutschen Harmonikamuseum in Trossingen. Selbst die haben sich darüber gewundert, dass der Untersinger ausgerechnet in Duisburg vertreten war.
 
diatoner
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Wie der dorthingekommen ist kann wohl, wennn überhaupt, nur die Nachkommenschaft oder eventuelle verwandte am Herkunftsort klären.
Viel Spaß beim forschen!
Nachrtrag: Der Name hört sich für mich nach Elsaß-Lothringen an, von da kommt schnell mal Rheinabwärts.
 
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Die Intarsien oder Mosaike von Untersinger und Grebin aus Duisburg sind von der Art des Ausgangsbildes einer slowenischen Harmonika von Wil Riker in - eure Handzuginstrumente fotografisch in Szene gesetzt-.
Da könnte natürlich auch ein Intarsienmacher mit beteiligt gewesen sein als Dritter sollten Grebin und Untersinger gleichzeitig gefertigt haben oder sonst als Zweiter.
Da habe ich handschriftlich noch einen weiteren Namen unter einer anderen Helikonplatte. Glaube Huizka oder so ähnlich. Werde nochmal öffnen.
Das man seinen Namen hinterließ auch unsichtbar im Sinne von fest verbaut war nicht unüblich für Handwerker.
 
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Wie der dorthingekommen ist kann wohl, wennn überhaupt, nur die Nachkommenschaft oder eventuelle verwandte am Herkunftsort klären.
Viel Spaß beim forschen!
Ich befürchte das wird wohl ein Mysterium bleiben und der Rest sind Theorien. Habe bis jetzt nur ein Untersinger aktuell in Duisburg ausfindig machen können. Werde es trotzdem da nochmal versuchen. Vielen Dank.
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Da könnte natürlich auch ein Intarsienmacher mit beteiligt gewesen sein als Dritter sollten Grebin und Untersinger gleichzeitig gefertigt haben oder sonst als Zweiter.
Also ich denke schon, dass die Beiden in Verbindung zueinander standen kann kein Zufall gewesen sein. Warum sollte Duisburg ausgerechnet eine Hochburg der steirischen Harmonikabauer gewesen sein? Und natürlich muss so ein Instrumentenbauer nicht alles komplett alleine gefertigt haben. Da waren vielleicht immer noch andere Handwerker/Firmen involviert. So wie heute auch. Da arbeitet ein Schreiner ne alte Truhe auf und um den dazugehörigen Schliessmechanismus kümmert sich dann ein bekannter Schlosser.

Da habe ich handschriftlich noch einen weiteren Namen unter einer anderen Helikonplatte. Glaube Huizka oder so ähnlich. Werde nochmal öffnen.
Das man seinen Namen hinterließ auch unsichtbar im Sinne von fest verbaut war nicht unüblich für Handwerker.
Das wird so sein, oder Handwerker die etwas an dem Instrument aufgearbeitet haben (restauriert/repariert/umgebaut) hinterlassen auch oft irgendwo ihren Namen.
Natürlich muss man da auch folgendes beachten: So ein Instrumentenbauer macht vielleicht nur die "Endmontage". Er bezieht u. U. die fertigen Teile noch von woanders her. Da könnte wiederum der Name von jemanden draufstehen, der nur dieses eine Teil angefertigt hat.
 
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Der zweite Name ist gelesen Michael Hladin oder Hlaolin.
Handschriftlich nicht ganz eindeutig ob d oder ol.
 
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Die Intarsien sind jetzt nicht sooo exotisch. Interessant finde ich den obersten Bassknopf (X-Bass), der meiner Meinung nach nicht im die Zeit um 1900 passt, sondern eine moderne Errungenschaft ist - wurde er evtl. nachgerüstet?
 
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Laut Experte hat diese Harmonika oben zwei zusätzliche Bassknöpfe, die nach Kundenwunsch belegt werden können. Scheint also eine individuelle Eigenschaft zu sein.
 
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Schon klar, aber der einzelne Knopf oben ist AFAIK eher eine Errungenschaft der letzten 20 Jahre…
 
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Mag sein, dass es bei einigen Instrumenten der Fall ist. Diese Harmonika ist aber schon seit über 50 Jahren in der Familie und es wurde noch nie was nachgerüstet. Ich denke schon, dass es tatsächlich eine art Sonderwunsch oder besondere Idee beim Bau war. Vielleicht ist diese neuzeitliche Errungenschaft sogar auf so eine Besonderheit zurückzuführen.
Ein Beispiel: Ich habe ein altes Röhrenradio der Firma Graetz von 1957/58. Das Ding hat einen sogenannten Schallkompressor für Raumklang. In Neudeutsch "3D-Sound". Tatsächlich habe ich vor ca 2-3 Jahren in einer Reklame gesehen, dass die Firma Bose so ein ähnliches System in eine Kompaktanlage integriert hat. Die taten so, als wäre dies das Allerneueste...
 
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