Streichquartett im Freien abnehmen

von Joe Herb, 20.03.16.

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  1. Joe Herb

    Joe Herb Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.03.16   #1
    Guten Morgen,

    anlässlich einer Eröffnung soll ein Streichquartett spielen. Der Hausherr rechnet mit rund zweihundert Gästen. Vor und nach den Reden des Bürgermeisters und Landrats soll diese Quartett im Freien spielen. Maximal drei Stücke. Der Hausherr ist der Meinung, dass es Verstärkung nur für die Reden braucht. Ich habe da meine Zweifel. Aber wie nimmt man ein Streichquartett am unproblematischsten ab? Ich habe vier SM 58. aber das kann ich mir mit Mikroständer jetzt auch nicht gut vorstellen ... Hat jemand von Euch eine Idee?

    Beste Grüße und herzlichen Dank
    Herb
     
  2. puehringery

    puehringery Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.03.16   #2
    Hallo!

    Also mit SM58 gar nicht ;)
    Ich würde bei einem Quartett mal grundsätzlich mit Einzelabnahme arbeiten. Entweder 4 Kleinmembranen (z.B AKG 391, Rhode NT5, oder ähnliche) Im Freien unbedingt mit Windschutz. Das mit Mikrostativen ist jetzt optisch nicht unbedingt der Burner, aber es geht natürlich. Darauf achten, dass die Musiker genug "Bogenfreiheit" haben und gut ist. Das Stativ bei zb. Geige, Bratsche hinter dem Musiker aufzustellen und für Cello, Kontrabass kleine Stative nehmen. Dann ist´s relativ unauffällig.
    Gerade bei Streichen bieten sich aber auch Clipmikrofone an. z.B DPA 4099 (teuer) oder die Hausmarke vom T (T-Bone Ovid) mit entsprechender Halterung.

    Zur Grundsätzlichen Frage ob Abnahme oder nicht: Ich würde die abnehmen.
     
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  3. Joe Herb

    Joe Herb Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.03.16   #3
    Vielen Dank für die Ausführung. Ich werde meinem Freund sagen, dass er es ohne Abnahme bleiben lassen kann, weil ihn und sein Quartett sowieso niemand hört. Außer sie nehmen Geld für Mikros in die Hand.
     
  4. omnimusicus

    omnimusicus Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.03.16   #4
    Ich kann mir schon vorstellen, daß es ohne Abnahme ausreicht.
    Natürlich kenne ich die speziellen räumlichen Verhältnisse für diesen Fall nicht, aber in vielen Fällen sind Streicher allein schon ausreichend. Es geht ja auch nicht um eine Konzertdarbietung.

    Ich habe eine Zeitlang (auch) Straßenmusik gemacht, da war ich immer wieder überrascht, wie gut sich akustische Instrumente durchsetzen können.
    Und nach meiner Erfahrung macht man bei Streichquartett mit Elektronik eher was kaputt als daß es besser wird.
    (und das sage ich als Teilzeitmischer ... ;))
    Vom Aufwand und unvorteilhafter Optik mal ganz abgesehen.

    meine Erfahrungen halt ...

    der Omnimusicus
     
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  5. Harry

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    Erstellt: 21.03.16   #5
    Würd ich so kategorisch nicht sagen.
    Er hat ja 4 Stück davon und es handelt sich nur um ein Quartett - dh. pro Instrument ein SM58 als Einzelabnahme. Das funktioniert. Selbstverständlich nicht so feinauflösend wie mit einem Kleinmembraner - aber warum soll das nicht gehen?
    Ich sehe es mal so, dass es sich um keine Konzertveranstaltung handelt sondern das Streichquartett ist nur schmückendes Beiwerk und da lässt sich das mit 4x SM58 ganz vortrefflich über die Runden bringen.
    @Joe Herb : Also ich würds machen ohne lang drüber nachzudenken.
     
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  6. mHs

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    Erstellt: 21.03.16   #6
    Ich würde von der Verwendung von SM58 für Streicher ganz klar abraten.

    In der Testphase um für @cello und bass 's Cello eine Lösung zu finden, die angenehm klingend eine einigermaßen sorglose Verstärkung sicher stellt, haben wir auch diverse Mikros getestet.

    Selbst mit Kleimmembrankondensatormikros waren unsere größten Probleme jegliche Bewegungen des Imstrents relativ zum Mikro. Und so ein SM58 ist in der Hinsicht noch wesentlich weniger gutmütig und ab einer gewissen Distanz kommt da einfach nicht mehr viel.
    Aber dafür ist es ja auch nicht entwickelt worden ;)

    Und üblicherweise bewegen sich Geiger auch nicht wirklich weniger, als Cellisten während des Spielens, eher im Gegenteil.
     
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