String-Through-Body = mehr Sustain?

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Hi,
habe gelesen, dass eine String-Through-Body-Konstruktion dem Bass mehr Sustain verleihen soll. Stimmt das oder wieder ein 'urban myth'? Ich mein, die Saiten schwingen doch eh nur bis zum Saitenraiter...

Gruß
 
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Oliver_ schrieb:
Ich mein, die Saiten schwingen doch eh nur bis zum Saitenraiter...

Das ist eben die Frage, bzw. bis wohin sich die überträgt. Dasselbe hätte man ja auch bei der Kopfplatte zu fragen, denn ab Sattel schwingt die natürlich auch nicht mehr.

Den Einwand hatten wir aber seitens einiger Physikbegeisterter ;) vor ca. 2 Jahren schonmal. Maximales Zugeständnis, der Druck auf die Saitenreiter sei ggf. höher. Ich hab' dann eingewandt, um das empirisch festzustellen, müßte man ein Monochord bauen, das aus entsprechenden 2 isolierten Teilen besteht.

In der Praxis ist es allerdings schon auffällig, daß sich Bässe mit vs. ohne Kopfplatten und durch den Korpus gelegten Saiten anders verhalten.
 
Darüber wurde hier, wie Heike schon sagte, schon wild diskutiert.
Ich persönlich glaube, dass da was dran sein könnte, aber ich vermag das in keinster Weise mit irgendwelchen Beweisen zu untermauern.
Aber Wunder darf man denke ich keine erwarten. Ich bezweifle mal, dass es ne echte Aufwertung wäre, wenn man aus seinem Bass ne String-Through-Body Konstruktion machen würde und sich dann dadurch einen riesengroßen Sustaingewinn verspricht.
Ich denke, dass es hier einmal mehr um Nuancen geht und man sowas vielleicht bei der Anschaffung eines Instrument berücksichtigen kann, beispielsweise, wenn man zwei vollkommen gleichwertige Instrumente zur Auswahl hat und man sich nicht so recht entscheiden kann.
Hat einer dieser Bässe dann eine solche String-Through Geschichte, dann könnte das möglicherweise der ausschlaggebende Punkt für mich sein, aber wie gesagt nur, wenn ich mich anhand anderer, wichtigerer Kriterien nicht eindeutig entscheiden könnte.
Übrigens gibt es ja auch Bässe, bei denen man die Saiten wahlweise klassisch in die Brücke einhängen kann oder sie durch den Korpus führen kann, eben je nach Gusto.
Vielleicht hat hier ja jemand so ein Exemplar und kann was dazu sagen, der direkte Vergleich wäre ja dann gegeben.
Also, jemand da mit so ner Allzweckbridge?
 
Ich hab so eine Bridge.. hab sie aber nie normal aufgezogen...

Ich denke das es ganz logisch ist das die Saiten einen Höheren anpressdruck auf dem Reiter haben durch diese Konstruktion, da der Knickwinkel einfach steiler ist, dadurch kommt man dann zu einem etwas besseren Sustain.... ist halt "Nice to have" ;)
 
kann sein, dass es einen unterschied macht. ich denke aber, dass andere konstruktionsmerkmale den sustain viel stärker beeinflussen: der hals und seine verbindung zum korpus, masse der brücke, kopfplatte, sattel, bodyholz und -größe, ja sogar die saiten.

mein preci hat eine string through body brücke. leider kann ich keinen direktvergleich zu "saiten in der brücke eingehängt" machen, da dem blechwinkel die entsprechenden bohrungen fehlen. jedenfalls hat mein bach jazzbass deutlich mehr sustain als der preci, obwohl beim bach die saiten nicht durch den body gefädelt werden (können).

allerdings ist ein endloser sustain für mich nicht unbedingt ein zeichen von hoher qualität. mein preci klingt saugut, obwohl der sustain eher mittelmäßig ist. der attack und der sound beim anschlag sowie der ton generell ist einfach göttlich. zudem spiele ich sowieso nie so lange töne. für achtel und sechzehntel brauche ich keinen sustain bis zum sankt nimmerleinstag ;) . und wenn doch, dann nehme ich halt den jazzbass.
 
Wenn eine Neck Through Konstruktion steifer ist als eine Bolt on Konstruktion und die Saite entsprechend beim Schwingen weniger schnell Energie verliert, wird das Sustain länger sein. Umgekehrt aber auch.

Ich hab den Eindruck, dass die Annahme Neck Throughs hätten ein längeres Sustain, sich eher aus der Erfahrung vieler Bassisten ableitet. Beispielsweise wenn man einen Fender mit 'nem entsprechend mit durchgängigem Hals konstruiertem Warwick oder 'nem Status vergleicht und seine Beobachtungen dann einfach verallgemeinert.

Ich denke nicht das es einen wirklich konstruktionsbedingten Unterschied gibt. Ich bin allerdings schon der Meinung, dass es in der Praxis sehr wohl einen Unterschied gibt. Ausnahmen bestätigen die Regel (Steinberger XM2 :) ).

Was im Einzelfall zutrifft kriegt man eh nur durch probieren 'raus.

Gruesse, Pablo
 
palmann schrieb:
Wenn eine Neck Through Konstruktion steifer ist als eine Bolt on Konstruktion und die Saite entsprechend beim Schwingen weniger schnell Energie verliert, wird das Sustain länger sein. Umgekehrt aber auch.

Ich hab den Eindruck, dass die Annahme Neck Throughs hätten ein längeres Sustain, sich eher aus der Erfahrung vieler Bassisten ableitet. Beispielsweise wenn man einen Fender mit 'nem entsprechend mit durchgängigem Hals konstruiertem Warwick oder 'nem Status vergleicht und seine Beobachtungen dann einfach verallgemeinert.

Ich denke nicht das es einen wirklich konstruktionsbedingten Unterschied gibt. Ich bin allerdings schon der Meinung, dass es in der Praxis sehr wohl einen Unterschied gibt. Ausnahmen bestätigen die Regel (Steinberger XM2 :) ).

Was im Einzelfall zutrifft kriegt man eh nur durch probieren 'raus.

Gruesse, Pablo

Ich glaube du verwechselst da gerade was....;)

Es geht um String-Through-Body Konstruktionen nicht um Neck-Throughs.
 
The Dude schrieb:
Ich glaube du verwechselst da gerade was....;)

Es geht um String-Through-Body Konstruktionen nicht um Neck-Throughs.

Wer lesen kann ist klar im Vorteil! :eek: :rolleyes:

Der geneigte Leser möge es mir nachsehen...

Gruesse, Pablo .oO(Pablo, schreib an deinem Bericht weiter, anstatt hier im Forum zwar unbeschreiblich tiefsinnige aber leider völlig unpassende Beiträge zu schreiben. :screwy: )
 
Heike schrieb:
Das ist eben die Frage, bzw. bis wohin sich die überträgt. Dasselbe hätte man ja auch bei der Kopfplatte zu fragen, denn ab Sattel schwingt die natürlich auch nicht mehr.

Den Einwand hatten wir aber seitens einiger Physikbegeisterter ;) vor ca. 2 Jahren schonmal. Maximales Zugeständnis, der Druck auf die Saitenreiter sei ggf. höher. Ich hab' dann eingewandt, um das empirisch festzustellen, müßte man ein Monochord bauen, das aus entsprechenden 2 isolierten Teilen besteht.

In der Praxis ist es allerdings schon auffällig, daß sich Bässe mit vs. ohne Kopfplatten und durch den Korpus gelegten Saiten anders verhalten.

Ich kann von meiner Seite aus nur sagen, dass die Saite auch hinter dem Sattel noch schwingt. Ich kann das nicht beweisen, aber in der Praxis hab ich das festgestellt. Da meine A-Saite keinen Saitenniederhalter hat, muss ich die ziemlich genau aufwickeln, ansonsten schnarrt es an der Mechanik.
Also rein theoretisch ein Beweis, dass die Saite auch dort noch schwingt.

Nun ist der Druck mit dem die Saite auf dem Sattel liegt sicherlich geringer als der aner Bridge, aber ich würde doch stark vermuten, dass es dort zu einem ähnlichem "Phänomen" kommt.
 
yestergrey schrieb:
Also rein theoretisch ein Beweis, dass die Saite auch dort noch schwingt.

Die Frage ist, ob die Schwingung aus der Saite oder aus dem Holz kommt. Daher meine Forderung nach isoliertem Steg u/o Sattel in einem Experimentaufbau.

Ich habe einen Bass mit einer "Dreifuß"-Brücke, wie sie von Gibson bis heute teilweise verbaut wird, hinter der Saitenführungshülsen durch den Korpus gelegt sind. Natürlich liegt es auch an den extrem schweren Hölzern, daß das Teil ein Sustainmonster ist. Trotzdem habe ich diese Möglichkeit immer ausgenutzt.
 
Welcher Bass hat denn zum Beispiel eine String-through-konstruktion?
Ich hab noch nie einen mit gesehen.
Ich kenn das nur von Gitarren her ,weils fast jede hat.
 
Darkninja schrieb:
Welcher Bass hat denn zum Beispiel eine String-through-konstruktion?
Ich hab noch nie einen mit gesehen.

Mein Fender Jazz Bass hat das zum Beispiel. Nur um ein Beispiel zu nennen! Und ich nutze das auch immer, obwohl ich auch noch die möglichkeit hätte die Saiten normal durch die Bridge zu führen. Und ich hab ein riesen Sustain imho!
 
@derbruno
Wow danke ,ich wusste gar nicht das es das bei Bässe auch gibt.
D.h. jetzt weiß ichs schon :rolleyes:
 
Darkninja schrieb:
Wow danke ,ich wusste gar nicht das es das bei Bässe auch gibt.

Man lernt halt nie aus :D

Aber soweit ich weiß ist es auch nicht unbedingt sooo häufig! Den genauen Grund dafür kenn ich auch nicht. :confused: Naja, die Löcher auf der Korpusrückseite sind ja schon irgendwie gewöhnungsbedürftig, aber mich stören sie überhaupt nicht.
 
Mein ATK400 hat das auch, pruno :) Und hat auch gut Sustain (und das mit alten, kaputten Saiten vom Verkäufer noch)

Gruß
 
war bei den Pre-Ernie-Ball-Stingrays auch so ...

Hier ein foto von einem 78er-Modell (der mir leiderleider nicht gehört ...)

stingray4.jpg
 
Mein Ltd B404 hat das auch.. imho bei sehr vielen Bässen inzwischen so....:great:

Grund ist wirklich dieser hier:

Durch den steileren winkel in dem die Saiten hinter den reitern nach unten gezogen werden erreicht man einen größeren anpress druck auf den reiter und elleminiert so schwingungen hinter dem selbign.:great:
 
eine verknüpfung, die verknüpft ist mit einer art verknüpfter verknüpfung....:D
 

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