String thru Bohrlöcher nicht in Reihe - Fehler oder anderer Grund?

von Nuki, 19.09.20.

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  1. Nuki

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    Erstellt: 19.09.20   #1
    Hallo,

    Mangels Wissens stelle ich hier mal die die Frage:

    am Beispiel einer Ibanez RG421MSP sieht man das die Bohrungen auf den meisten Produktbildern in einer Reihe sind, doch es gibt auch welche bei denen ist die Bohrung der tiefen E Saite etwas versetzt.

    Ist das nun ein Produktionsfehler, also so gesehen B Ware, oder gab es da ein "Update" weil bemerkt wurde das es sich positiver auf den Klang auswirkt?

    Danke schon mal für die Erklärung(en).

    Viele Grüße
    Sretni


    Edit: danke für die eindeutigere Themenbezeichnung
     

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  2. ChP

    ChP Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.09.20   #2
    Wenn die Bohrung nach hinten versetzt ist, hat man bei der Intonation in diese Richtung folglich mehr Spielraum für doe Saitenreiter.
    Bei vielen Les Paul Gitarren hat man stattdessen z.B. eine schräge TOM-Bridge.
    Meine Ibanez hab ich auf DropC gestimmt mit entsprechend dicken Saiten und bei Bohrungen in Reihe wären die Saitenreiter auf Anschlag, wenn es überhaupt ausreichen würde.
    Wenn man sich die Grundplatte der Ibanez-Gibraltar-Bridge ansieht, sieht man da auch, dass da die Option für beide Varianten vorhanden ist. Es ist also in keinem Fall ein Produktionsfehler.
     
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  3. Nuki

    Nuki Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.09.20   #3
    Danke ChP das leuchtet mir ein, und ich habe es von dieser Seite aus überhaupt nicht betrachtet. Aber das erklärt nicht warum es bei dem gleichen Modell mal in Reihe ist und warum nicht.
     
  4. Markusaldrich

    Markusaldrich Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.09.20   #4
    Das weiß wohl auch nur Ibanez :D
     
  5. benny barony

    benny barony Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.09.20   #5
    Mir nicht. :D Durch die versetzte Bohrung ändert sich die Saitenlänge zwischen Bridge und Aufhängung, nicht zwischen Bridge und Sattel. Wäre die Intonation die Begründung hierfür würde bei TOM/STP Konstruktionen das Tailpiece schräg eingesetzt, nicht die Bridge.
     
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  6. Hauself Zwo

    Hauself Zwo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.09.20   #6
    Ein laienhafter Erklärungsansatz:
    Durch das versetzte String-Through-Loch ist der Winkel, in dem die E-Saite auf das Bridge-Böckchen trifft, etwas flacher. Anders ausgedrückt: Die Saite wird an diesem Punkt etwas weniger geknickt.

    Sieht man die Ibanez RG421MSP von vorn, geht's da ziemlich scharf um die Ecke, da könnten ein paar Winkelgrade weniger schon was bringen.

    Wie komme ich drauf? Ich habe einen (Custom-) Fünfsaiter-Bass gesehen, da war's genauso. Die Erklärung des Bassbauers war hier, dass die dicke H-Saite (130) dann weniger geknickt wird und "besser hält / klingt".
    Vielleicht ist da was dran? :gruebel:
     
  7. ChP

    ChP Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.09.20   #7
    @benny barony
    Wenn die Tom schräg ist, kannst du den Saitenreiter der tiefen E-Saite weiter nach hinten stellen als den der hohen E-Saite. Logisch.
    Und das Gleiche ist durch die versetzte Bohrung bei dem Ibanez Modell möglich
     

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  8. benny barony

    benny barony Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.09.20   #8
    Das die (im Body verschwindende) Saite dem Reiter in die Quere kommen könnte sehe ich. Aber auf deinem Bild sieht man auch, dass die Bohrung der A-Saite ebenfalls etwas anders positioniert ist. Beim Eingangsbeispiel tanzt nur die E-Saite aus der Reihe. Um ausreichend Platz für die Intonationseinstellung zu haben hätte man einfach alle Löcher etas nach hinten versetzen (in einer Reihe) oder dem typischen "2x3 Treppchen" der Saitenreiter folgen können. Sei es "nur" aus optischen Gründen oder um einen möglichst identischen Winkel/Anpressdruck auf die Reiter zu erreichen.
    Dieser einzelne "Ausreißer" erscheint mir nicht beabsichtigt. Außerdem bliebe noch dieser Punkt:
    Da stellt sich auch die Frage ob es vielleicht nur ein oder eine handvoll ungenau gebohrter Exemplare ist, deren Foto leider bei mehreren Anbietern/Händlern gelandet ist oder ob tatsächlich an der Produktion etwas geändert wurde.
     
  9. Nuki

    Nuki Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.09.20   #9
    Diese 2x3 Treppchen kenne ich, auch das bei Modellen jede Bohrung versetzt ist - aber das ist dann Serie.
    Ich bin nur verwundert das es bei diesem Modell (vieleicht gibt es auch andere, aber das weiß ich nicht) nun mal so, und mal so ist.
    Hab es auch schon in beiden Varianten bei erschiedenen YouTubevideos gesehen, aber dazu hat keiner was gesagt - vielleicht haben sie es selbst noch nicht bemerkt das es auch anders sein kann. Wobei es kaum Videos zu diesem Modell bzw. dieser Ausführung gibt (auch wenn es vielleicht nicht beabsichtigt ist).
     
  10. Nuki

    Nuki Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.09.20   #10
    Habe tatsächlich eine Mail an Meinl geschrieben, leider keine Antwort darauf bekommen.

    In der Zwischenzeit habe ich mein bestelltes Exemplar bekommen, und es ist eines mit dem versetzten Bohrloch. Die Produktbilder auf der Seite sind natürlich die von Ibanez gestellten, und ohne Versatz.

    Da war ich so frei und habe bei Meinl angerufen, der sehr nette Mitarbeiter konnte mir darauf leider auch keine Antwort sagen und war auch der Überzeugung das da keine Unterschiede in der Produktion sind, da auch keine Angaben in der Produktionshistorie sind.

    Da sie sehr gut zu spielen ist, die Verarbeitung nichts zu wünschen übrig lässt und auch richtig gut klingt, und auch noch echt super leicht ist - werde ich sie wohl behalten.
    Lt Seriennummer ist sie scheinbar vom Juni 2020, da denke ich einfach mal das es da wohl doch eine Verbesserung gab. Die Produktbilder sind schließlich alle älter.

    VG
     

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  11. thorwin

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    Erstellt: 23.09.20   #11
    Täuscht das, oder sind die alle nicht ganz in einer Reihe? Das sieht ganz leicht "gebogen" aus mit einer deutlichen Abweichung der tiefen E-Saite.

    Aber wenn sie, wie du sagst, top zu spielen ist, gut klingt und auch noch das Gewicht passt, ist ja alles gut :prost:

    Viel Spaß damit.
     
  12. Nuki

    Nuki Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.09.20   #12
    Hatte jetzt gerade noch einen Rückruf vom Freunlichen MA der Fa Meinl, und die Erklärung ging ziemlich in diese Richtung.
    Kann das nicht alles so genau wiedergeben, aber der Inhalt ist wegen Downtuning und dickeren Saiten ist der Versatzt der Bohrung/en für die tiefe/tiefen Saiten von Vorteil.

    VG
    Und danke euch für eure Überlegungen zu diesem Thema.
    --- Beiträge zusammengefasst, 23.09.20, Datum Originalbeitrag: 23.09.20 ---
    Danke dir, das Gewicht (habe sie eben gewogen) liegt bei 3,35 KG.
     
  13. DerAnderl

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    Erstellt: 23.09.20   #13
    Viel Spaß und Freude mit dem neuen Schätzchen! :great:
     
  14. Nuki

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    Erstellt: 23.09.20   #14
    @ thorwin das täuscht, bis auf die tiefe E ist alles in Reihe.
    Sorry hatte vergessen darauf zu antworten.

    @ DerAnderl - vielen Dank :)
     
  15. thorwin

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    Erstellt: 23.09.20   #15
    :great:
     
  16. ChP

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    Erstellt: 23.09.20   #16
    @Nuki
    Kannst du noch ein Bild von der Bridge machen?
     
  17. Nuki

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    Erstellt: 24.09.20   #17
    Klaro, bitte schön...
     

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  18. Nuki

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    Erstellt: 24.09.20   #18
    Falls es noch jemanden interessiert, heute bekam ich auch eine Antwort auf meine Mail an Meinl:

    danke für Ihre Anfrage. Zu Beginn 2020 haben wir bei den RG421 Modellen mit fester Brücke die Bridge auf das neuere Modell F106 umgestellt. Leider wurden die Produktbilder noch mit der alten Version gemacht, da hier stets ein wenig Vorlauf erforderlich ist. Die versetzte tiefe E-Saite ist jedoch eine Verbesserung, da sie den Anpressdruck erhöht.

    [​IMG]

    Ich hoffe das beantwortet Ihre Frage. Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Freude mit Ihren Ibanez Gitarren!
     

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