Strom auf dem Mikrofon

von Mic80, 22.02.04.

  1. Mic80

    Mic80 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.02.04   #1
    Hallo zusammen,

    vielleicht kann mir das mal jemand erklären:
    Als wir gestern mit unserer Band zwangsweise mal in einem anderen Proberaum geprobt haben, habe ich immer, sobald ich meine E-Gitarre umgehängt und das Mikrofon berührt habe, einen "gewischt gekriegt". Wenn ich nur gesungen habe, bzw. nur Gitarre gespielt habe, bestand das Problem nicht. Durchs gleichzeitige singen und spielen habe ich wohl einen Stromkreis geschlossen - warum auch immer, kann ich mir schon nicht logisch erklären.

    Als wir dann den Gitarrenverstärker über eine Steckdose im Flur, also vor dem Raum und damit wohl in einem anderen Stromkreis betrieben haben, war das Phänomen komplett weg und wir konnten normal proben.

    War der Stromkreis überlastet? Kann sowas sein? Was kann man machen, wenn dieser "Trick" nicht funktioniert? Vielleicht gibt es da ein paar Hausmittel?

    Vielen Dank für eure Ideen.
     
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  2. Fischi

    Fischi Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 22.02.04   #2
    ich könnt mir das nur durch statische aufladung erklären

    du "lädst" dich aurch deine armbewegungen beim klampfen auf und entlädst dich dann wieder über den metallkorb des mikros....anders kann ich mir das net erklären
     
  3. stefan64

    stefan64 HCA Tasten HCA

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    Erstellt: 22.02.04   #3
    Achtung, Finger weg und auf jeden Fall die Anlage checken, das kann gefährlich werden! Siehe diesen Thread

    ciao,
    Stefan
     
  4. Mithrandir

    Mithrandir Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.02.04   #4
    Ja, solche Themen gabs doch schon öfters.

    Ich sag nur:

    Lebensgefahr!!!!
     
  5. Johannes Hofmann

    Johannes Hofmann v.i.S.d.P. Administrator

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    Erstellt: 22.02.04   #5
    Das liegt an einem Erdungsproblem. Dazu könnte man hier Seiten schreiben... Ich versuch's mal kurz: Die VDE-Norm besagt, dass in Deutschland zugelassene Geräte keine lebensgefährlichen Spannungspotenziale an berührbaren Teilen haben dürfen. Als lebensgefährlich ist - so weit ich weiß - 65 Volt definiert. Das ist zulässig. Wer aber mal an einer 9 Volt Batterie geleckt hat, kann sich vorstellen, das 65 Volt fürchterlich schmecken.

    Lösung: Gesangsanlage UND Gitarrenamp an der gleichen Steckdose anschließen oder ggf. diche (4 quadratmillimeter) Masseverbindung zwischen den Geräten herstellen und dabei Brummschleifen beachten.
     
  6. Dan Kenobi

    Dan Kenobi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.02.04   #6
    Jetzt hab ich mal ein ähnliches Problem.
    Wenn ich bei mir zu Hause übe und mein Plek auf meinem DVD Player deponiere, krieg ich jedesmal eine gewischt wenn ich das Gerät berühre, während ich den Bass in der Hand halte. Halte ich ihn nicht in der Hand passiert auch nichts. Ist das normal oder habe ich auch ein Erdungsproblem?
    Das wäre wichtig, denn der DVD Player war schon mal kaputt, und sollte ich da 2m nach hinten fliegen rausch ich durchs Fenster oder gegen die Heizung. :(
     
  7. stefan64

    stefan64 HCA Tasten HCA

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    Erstellt: 22.02.04   #7
    Miss halt mal mit nem Voltmeter nach ob auf einem der beiden Spannung anliegt bzw. zwischen den beiden (riecht danach), dann weisst Du es.

    ciao,
    Stefan
     
  8. Johannes Hofmann

    Johannes Hofmann v.i.S.d.P. Administrator

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    Erstellt: 24.02.04   #8
    @immanuel cunt

    Vorsicht! Das klingt gefährlich. Wenn es eine harmlose (aber durchaus unangenehme) elektrostatische Aufladung wäre, dann müsste es genau umgekehrt sein Also: Ohne Bass -> bitsch, mit Bass keinen Stromschlag.

    Da du aber schreibst, dass es passiert, wenn du den Bass anfasst, solltest Ddu dem nachgehen. Es ist schon möglich, dass der CD-Player nicht geerdet ist und sich harmlos elektrisch aufläd. Wenn aber 220V auf dem Gehäuse liegen dann isses gefährlich.
     
  9. 8ight

    8ight HCA Mikrofone HCA

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    Erstellt: 24.02.04   #9
    Kann es nicht auch sein, dass die saiten nicht geerdet sind?
    ich hatte es mal, dass jedesmal, wenn ich mit den härchen am unterarm an die saiten kam eine gewischt bekam. Als ich die bridge dann an masse angeschlossen habe, wars weg.
     
  10. McSonix

    McSonix Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.02.04   #10
    Schau doch mal nach, ob jemand bei irgendeinem Kabel die Erde mit Gaffa abgeklebt hat. Das machen manche Spezis noch relativ häufig, weil man so u.U. Brummen verhindern kann.
    Ist ne ziemlich heiße Sache, liebe Kinder, nicht zu Hause nachmachen :!:
     
  11. Dan Kenobi

    Dan Kenobi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.02.04   #11
    Abgeklebt ist bei mir nichts, alles noch werksmäßig. Vom Bass selbst krieg ich keine Schläge (er höchstens von mir, aber das ist was anderes). Ja, wenn der CD-Player jetzt nicht geerdet sein sollte, wie kann ich das beheben? Ich meine, das ist ja nicht irgendein Billigteil, man kann schon erwarten, dass die Teile geerdet sind.
    Kanns an meinen Bässen liegen? Ich spiele einen Peavey und einen Music Man - ist da irgendwas bekannt?

    Ich krieg Angst... :(
     
  12. Orgelmensch

    Orgelmensch Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.02.04   #12
    Laß das lieber von einem fachkundigen Elektromann prüfen.
    Elektrizität kann echt schlecht gelaunt sein :!:
     
  13. McSonix

    McSonix Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.02.04   #13
    Wenn Deine Schläge rein elektrostatischer Natur sind, dann ist das Ganze unbedenklich. Wir kennen das ja alle: Man schlurft mit Pantoffeln übern Teppich, fasst ans Geländer und zack!

    Aber das kann ich von hier natürlich nicht beurteilen...

    Wegen dem CD-Player: Wenn er nen Euro-Stecker hat (die flachen 2-poligen wie beim Rasierer) dann braucht man ihn nicht zu erden. Dan ist er intern so gebaut, dass das Gehäuse entweder nicht-leitend ist oder in keinem Fall mit stromführenden Kabeln in Verbindung kommen kann.

    Auf Erdung kommt es nur bei den Geräten mit Schuko-Stecker (der dicke mit der Erde an der "Kralle" in der Dose.
    Ich hab aber noch nie einen CD-Player mit Schuko gesehen.
     
  14. 00Schneider

    00Schneider HCA PA-Praxis und Drum-History HCA

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    Erstellt: 24.02.04   #14
    Das ist aber auch nicht so einfach zu sagen. 100 000 V sind nicht automatisch lebensgefährlich (ohne Strom, Versuch mit Aufladung wo einem die Haare zu Berge stehen - trotzdem nicht ohne Kenntnisse nachmachen, beim Loslassen kann's gefährlich werden!). Bei statischen Aufladungen (Teppichboden, Haarkamm) sind das durchaus mehrer (Hundert-) Tausend Volt, aber es fließt kein Strom.
    Es muss mindestes ein Strom von 30 mA fließen, die Voltzahl ist da nicht so entscheidend. Aber der Strom muss auch über ein lebenswichtiges Organ, vorzugsweiße das Herz, fließen.

    Ich will das alles nicht abschwächen, es kann schnell gefährlich werden.

    Don't try this at Home! :!:
     
  15. metalfish

    metalfish Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.06.04   #15
    Lösung ist vermutlich simpel:

    Die Erde des Basses (bzw des Bassamps, denn über den hängen die Saiten auf "Erde") und die Erde des Micros (bzw die Erde des Gesangsamps, denn dadran hängt das Gehäuse des Micros) haben unterschiedliches Potential. Die Differenz zwischen den beiden Massen fließt dann über dich ab.
    Daß da Unterschiede im Massepotential sind, kann zB durch verschiedene Erdungspunkte des Stromkreises, andere Leitungslänge, bestimmte im betreffenden Stromkreis eingesteckten geräte kommen. Vorrausgesetzt die Geräte wurden nicht manipuliert und keine Erde abgeklebt, ist das ungefährlich.
    Abhilfe schafft ein gemeinsamer Stromkreis der Geräte, manchmal das Drehen des Steckers eines der Geräte, oder man schaut mal ob bei einem oder beiden ein "Ground lift" an ist...
     
  16. Reinhard

    Reinhard Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.08.04   #16
    Das muss man von einem Fachmann checken lassen. Spannungspegelunterschiede kann man messen! Und ja, es wird gefährlich! :(
     
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