Studieren an der SAE ???

von Elliott Lawn, 05.12.07.

  1. Elliott Lawn

    Elliott Lawn Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.12.07   #1
    Hallo,
    Ich interessiere mich sehr für Audio-Recording und da ich kein Abitur habe und auch nicht studieren möchte (zu theoretisch) , bin ich auf die SAE (in Hamburg) aufmerksam geworden.

    Da ich in vielen Foren schon schlechte aber gleichzeitig veraltete (2003) Beiträge gefunden habe suche ich nach aktuellen Erfahrungsberichten mit dieser Schule.

    Info: Ich würde das Audio Engineer Degree Programm durchführen wollen!
    (Diploma+Bachelor/3 Jahre/17.100€)


    Vielen Dank im Vorraus !:great:
     
  2. Tapio Bearking

    Tapio Bearking Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.12.07   #2
    Wenn es sich anbietet, mach doch mal einen Schnupperkurs bzw ein Schnupperpraktikum bei der SAE.
    Da kannst du dir deine eigene Meinung bilden...
     
  3. Elliott Lawn

    Elliott Lawn Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.12.07   #3
    Ich war beim "Tag der offenen Tür" !
    Das kommt mir auch alles ganz toll vor, wie es dort dargestellt wird.
    Doch mit den Erfahrungen die ein Student dort selbst gemacht hat ist man glaub ich besser bedient.

    Die Frage ist für mich, ob dieses Studium das Geld wert ist.

    Ob die Kenntnisse im Bachelor-Kurs einem wirklich in sofern hilft, dass man daraufhin in die Selbstständigkeit aufbrechen könnte.
     
  4. züborch

    züborch Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.12.07   #4
    ich kann nur davon abraten. ich habe in meiner ausbildung zum film und videoeditor zusammen mit mediengestaltern für bild und ton in der berufsschule gesessen, ausserdem waren bei uns auch die veranstaltungstechniker. und immer wenn das thema SAE aufkam, waren einige begeistert, weil sie dachten sie kriegen da die superschmucke ausbildung, aber ich weiß aus erster hand von einem personalmenschen von neumann und müller, das ALLE leute von der SAE, die bei ihm vorstellig und die bei einstellungsgesprächen/probetagen da waren, absolut ungenügend, halbwissend und sehr praxisfremd ausgebildet werden. nicht einstellbar, seiner meinung nach. er meinte ausserdem, das vor ein paar jahren sogar ein ganzer jahrgang durch die abschlussprüfung gefallen ist, welche nicht privat von der SAE durchgeführt wird, sondern von der entsprechenden staatlichen berufsinnung.
    und was ich so auf den messe ständen von denen gesehen habe, machte einen etwas "hier lernt ihr am neuesten equipment" - schwerpunkt.

    dazu kann ich berichten, dass es wohl zu viele studenten gibt, die schule/bestimmte räumlichkeiten dort 24h zugänglich sind, man sich da in einen stundenplan eintragen muss und daher evtl. auch nur zu unsäglichen zeiten dort an die geräte kann. horrorvorstellung.
    ich arbeite gleich um die ecke und bin da häufiger, da justmusic/amptown im gleichen bunker sitzen, und da stehen sie sich vor der tür zu jeder tageszeit beim rauchen die füße platt.
    ich würde definitv eine betriebliche ausbildung vorziehen, denn alle theorie und fachlehrer, die dort einen vollzeitjob haben können echte praxis in der ausbildung nicht ersetzten.
     
  5. Elliott Lawn

    Elliott Lawn Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.12.07   #5
    Ich glaube, dass die hohen Durchfallquoten und die schlechten Kritiken in den Foren größtenteils von den unmotivierten Studenten kommen, welche das Geld wahrscheinlich von Papa bekommen.

    Gibt es eine Berufsausbildung welche speziell auf den Bereicht Ton und Recording zielt?

    Denn, da ich das Ziel der Selbstständigkeit anstrebe (Tonstudio), möchte ich nicht Zeit dafür verschwenden zu 60 % andere Dinge zu lernen.
    Veranstaltungstechniker zum Beispiel hat meines Erachtens auch viel mit Bühnenaufbauen, Lichttechnik . . . zutun.
     
  6. züborch

    züborch Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.12.07   #6
    da wären ersteinmal:
    -tonmeister
    -bild/ton-assistent
    -tontechniker
    -mediengestalter für bild und ton...

    ich sag mal, es gibt viele möglichkeiten ans ziel zu kommen, der klassische weg über ein studium ist sicherlich nicht mehr zwingend erforderlich, der Begriff Tonmeister ist auch nicht geschützt und das Arbeiten ist in den letzten Jahren unglaublich viel einfachher geworden und die private Fortbildungsmöglichkeiten, die man mit kleinem, erschwinglichem Equipment machen kann, stehen in keinem Vergleich zu früher. Nur die Praxis, das Abgucken und lernen von den wirklichen Pro's, das "Mit Kollegen Probleme finden und lösen" , das wirst du nicht alleine im stillen Kämmerlein lernen, und im Endeffekt sind das die Erfahrungen, auf die du zurückgreifst, wenn du gut bist.

    Du wirst nie an einem Punkt ankommen, an dem Du absolut fertig bist. Die Tonmeister, mit denen ich häufig beruflich zu tun habe, sind ständig auf Fortbildungen und lernen alle paar Jahre, ihr grundlegendes Handwerkszeug auf komplett anderen Werkzeugen umsetzen zu können, da die Technik sich ständig überholt.
    Das bedeutet leider auch, das du gar nicht genug Erfahrung sammeln kannst. Wenn du n aufgeschlossener Typ bist, wird dir nicht als überflüssig vorkommen, alles, was du in dem Bereich an Erfahrung sammelst, wird dir am Ende bei einer Mischung nützen.
    Man kann gar nicht genug nach links und rechts gucken, auf Konzerten oder Präsentationen oder Filmen unter Realbedingungen die eigene Mischung hören, und und und.... (Sobald du davon ausgehst, dass alles was du machst, gut ist, weils Dir gefällt, hörst du auf gut zu sein.)
    Mal ganz abgesehen von den HiWi-Arbeiten, die man am Anfang machen muss, um zu sehen, wie's ganz unten läuft, um die Hierarchie zu kennen, und sei's der Kaffee den man bringt, wobei man merkt, wie der Hase läuft, wann man die Fresse hält, welche Fehler man als Vorteil verkauft, wie die Pofis mit Kunden in einer Mischung umgehen, usw. das ganze Peoples-Business ist nämlich ein beträchtliches Kapital in dem Bereich!
    Die kreative Arbeit ist am Ende immer nur ein kleiner Teil, auch wenn du SuperDuper-Tonmeister bist.
    Der Großteil an kreativer Arbeit findet beim Regisseur, beim Komponisten, beim Producer, beim Creative Driector, bei deinen Kunden statt. Du kanalisierst deren Wünsche und Vorstellungen und leistest deinen Beitrag...

    Eine Selbstständigkeit mit einem eigenen Studio bedeutet aber auch, dass du am Ende kaum am Pult sitzt, sondern hauptsächlich Aquise-, Buchhaltung-, Personal-, Organisation-Arbeiten machen und Anschaffungs-, Kosten-, Preislisten-, Kooperations-Entscheidungen treffen musst.
    Um ein eigenes Studio zu haben, brauchste kein Tonmeister zu sein, ganz im Gegenteil. Die meisten Studiobesitzer sind Kaufmänner und nie Tonmeister o.ä. gewesen.

    Ich arbeite als Postproduction Supervisor in einer der führenden deutschen Werbefilm-Produktionen und kann dir echt nur abraten von der SAE, die sind ihr geld nicht wert.
    Und allein der Bachelor wird dich nicht für die Selbstständigkeit vorbereiten. Such dir n gescheites Studio in Hamburg:

    Hahn-Nitzsche
    nhb
    Studio Funk
    Tonhaus

    mach da n Praktikum, streng dich an, mach da überstunden, versuche, den Praktikumsplatz in eine Ausbildung oder gleichwertige Assistenz-Anstellung umzuwandeln, indem du erstmal als Prakti n guten Job machst, und mehr arbeitest als man dir an Aufgaben gibt. Löcher die Leute zur richtigen Zeit mit Fragen, zeig das du n richtigen Job willst.
    Zeig nicht, das du ja eigentlich bald schon dein eigenes Studio aufmachst ;), die sorte Anfänger kennen die sicher zu genüge.

    Dann siehst du auch, was das fürn weiter Weg ist.... nicht unmöglich, aber wesentlich schwieriger als du meinst, glaub ich...
     
  7. EDE-WOLF

    EDE-WOLF HCA Bass/PA/Boxenbau HCA

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    Erstellt: 05.12.07   #7

    Als abgeschlossener SAE Student unterschreibe ich das vollkommen!

    Ich selbst habe den Audiokurs absolviert....
    inklusive bachelor....

    ein ausführlicheres statement von mir dazu gibts in der plauderecke im subforum "recording"
     
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