Suche Buch zum komponieren von Melodien

von BLA_BLA_BLA, 27.04.08.

  1. BLA_BLA_BLA

    BLA_BLA_BLA Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.04.08   #1
    Hallo,

    Wie der Titel schon sagt: Ich bin auf der Suche nach einem guten Buch für Anfänger zum komponieren von Melodien. Also nicht Harmonielehre, denn da mach ich schon eins mit meinem Gesangslehrer.

    Kann mir jemand bitte eine Empfehlung geben?
     
  2. PVaults

    PVaults Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 02.05.08   #2
    Da gibt es nichts (ich habe viele, viele Bücher...) - zumindest für Anfänger.

    Zum Wesen der Melodik schreibt Paul Hindemith was, aber das kann man nur mit sehr, sehr viel Erfahrung verstehen. Diether de la Motte hat da auch was, aber auch wieder nix für Anfänger.

    Ich schrieb mal was zu den "Schlußwirkung von Intervallen bzw. Tönen" (oder so), das ist ein essentielles Wissen.

    Sonst würde ich dir raten, dich mit dem Thema Kontrapunkt zu beschäftigen, das bringt recht viel für das Verstehen von Melodie, Harmonik und Rhythmik.

    Sonst sieht´s echt düster aus.
     
  3. steve69

    steve69 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.05.08   #3
    Hmm Komponieren von guten eingängigen Melodien ist sehr sehr schwer.

    Wenn es sich um Hooklines handelt, die Du in Deine zukünftigen Welthits packen willst, dann lerne von den Meistern. (ich meinte da nicht unbedingt Klassik^^)

    Angefangen mit alten Volksweisen wie Schlafliedern oder Hänschenklein.
    Das kennt jeder. Jedem ist es in den Schädel eingebrannt...

    Pop Musik kann ich Stock Aitken Waterman empfehlen oder Phil Collins.
    Schau da einfach mal auf den Index der beliebtesten Songs aller Zeiten und versuche die zu analysieren.....
    Und wenn Du nicht weiterkommst, dann schau in die Bücher.

    Vielleicht bist Du auch total anders gestrickt als ich, aber bei mir funktioniert das nur in der Reihenfolge. (nicht das ich schon Welthits gestrickt hätte^^)
    Ich geh immer erst über die Emotions Schiene und lasse es einfach fließen.
    Manchmal kommt was raus, was akzeptabel ist.
    Und wenn ich dann irgendwie hänge, dann hole ich mir Anregungen akustischer Art. Sollte das dann nicht helfen, schau ich in Bücher oder ins Internet.



    Gruß Stefan
     
  4. BLA_BLA_BLA

    BLA_BLA_BLA Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.05.08   #4
    @steve69: Ne mir geht es nicht darum Hits zu schreiben, ich will mich auch nicht auf einen Stil festlegen.

    @PVaults: Es gibts nichts für Anfänger? Womit hast du dann angefangen?
     
  5. PVaults

    PVaults Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 04.05.08   #5
    Mit Musiktheorie im Allgemeinen, später bis in´s Detail. Weil da aber eigentlich gar nicht auf die Melodie an sich eingegangen wird, habe ich mich mit dem drögen Kontrapunkt beschäftigt, der ist die Grundlage, um alles weitere zu verstehen. Besorge dir dafür ein paar alte Bücher über ein Antiquariat (z.B. Salomon Jaddason).

    Was du machen solltest, ist die Schlußwirkung von Intervallen zu lernen, wie ich oben schon schrieb (Bin zu faul, in meinen Postings zu suchen, da schrieb ich was zu...). Diese Schlußwirkung ist ein natürliches "Schwerkraftgesetz", und wenn du diese Intervalle mal spielst, wirst du feststellen, daß die Gesetze unglaublich gut funktionieren.

    Im Gegensatz dazu steht ja der Melodieschritt, also Halb- bzw. Ganztonschritte, die die Melodie tragen. Und immer, wenn du einen Unterbruch brauchst, kommt wieder die Schlußwirkung zum Tragen... ;)

    Dann wäre noch wichtig, das melodische Grundgerüst erkennen bzw. konstruieren zu können. Erkennen lernst du, indem du Melodien dir ganz genau anschaust und überlegst, welche Töne die Kerntöne einer Melodie sind. Dann erkennst du, welche Töne weiterleiten und welche Umspielungen sind. Dazu muß man aber relativ fit sein, was Harmonielehre angeht, sonst erkennt man das nicht oder kann gewisse Dinge nicht richtig einordnen.

    Ganz, ganz wichtig ist der rhythmische Aufbau einer Melodie.
    So habe ich ein Buch, das sich mit einer "bäuerlichen" Melodieführung befaßt . Bei den Beispielen darin kann man erkennen, daß jede Gegend gewisse Rhythmusmuster in den Melodien aufweist - das kannst du 1:1 auf jeden beliebigen Musikstil übertragen und ihn so stilgerecht kopieren.

    Das Beste an dieser Vorgehensweise ist aber, daß die Ergebnisse saugut klingen und gar nicht konstruiert erscheinen, wie man zuerst glauben mag. Und irgendwann hast du gewisse Grundlagen dermaßen verinnerlicht, daß du automatisch zentrale Muster übernimmst, aber das dauert seine Zeit.

    Konstruieren kann aber auch richtig Spaß machen, weil man sich seine Kreativität erarbeiten kann, auch nicht schlecht, finde ich...
     
  6. steve69

    steve69 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.05.08   #6
    Das habe ich auch so nicht geschrieben.
    Genausowenig hab ich geschrieben, dass Du was kopieren sollst.
    Aber Du kannst von den Dingen/Leuten lernen. Mir hat es jedenfalls eins ums andere Mal geholfen.
     
  7. PVaults

    PVaults Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 05.05.08   #7
    Hier, noch was zum Thema Melodie - und das von einem Meister geschrieben und von einem Meister gesungen, fand ich gerade und war ganz weg:

    http://youtube.com/watch?v=6qcbHlBHp2c

    So schreibt man eine Melodie. Schau sie dir mal ganz genau an, wenn du dich erholt hast...
    Wann die Melodie springt, wann sie steigt, wann sie fällt, wann sie stoppt.
    Hammermäßig, das ist sicher kein Bohlen...

    Viel Freude damit!

    PS: OT. Gino Vannelli kennen ja sicher Einige hier, besonders seine Aufnahmen aus den 70ern sind ja legendär. Daß er ein dermaßen guter Tenor geworden ist, hätte ich nicht für möglich gehalten, er ist aber sensationell geworden!

    Aber wer mich richtig geschockt hat, ist dieser Rok Golob.

    Ich habe mir mal seine Site angeschaut, ich denke, das wird der BERNSTEIN des 21. Jahrhunderts.
    Nur mit dem Unterschied, daß der Golok sämtliche Instrumente selbst spielen kann. Abgesehen davon, daß er ein ausgezeichneter Handwerker ist, ist er ein unvergleichlicher Komponist, weil er alle Sparten weit, weit überdurchschnittlich beherrscht.

    Eigentlich wundert es mich, daß hierzulande die gesamte Musikwelt diesen Mann verpaßt hat!
    Kein einziger deutscher Google-Eintrag - und das im Land der Dichter und Denker!!!

    Wo waren da die Klassiker (es Orfft), wo die Jazzer (Latin...), wo die Musikliebhaber (gibt´s die überhaupt noch...)?!?

    Freunde! Wir haben alle gepennt, aber so dermaßen! Ich könnte mich so in den Hintern treten und mir die Ohren bis nach Moskau ziehen, daß ich so jemanden bisher verpaßt habe...

    Ich bin nur noch platt, sagenhaft, ich weiß nicht mehr, was ich sagen soll.

    (Ist zwar Off-Topic, der geneigte Mod soll aber nur mal reinhören, dann weiß er, was ich meine. Normalerweise gehört dieser Musiker ganz vorne auf dem Board vorgestellt, wenn´s ein Musiker-Board sein soll...)
     
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