Nochmal zur Sache zurück: Was heißt das eigentlich, dass du Einsteiger beim Thema "VSTs auf der Bühne" bist? Heißt das, du erhoffst dir weniger Schlepp-Faktor mit Masterkeyboard und Laptop? Und willst die Phase das Ausprobierens zuhause im Musikzimmer gleich überspringen? Bzw. was hat das mit dem Fantom-0 zu tun, in dessen Zusammenhang du ursprünglich gefragt hast?
Das würde ich meinerseits in diesem Leben vermutlich nicht mehr machen - da müsste der Druck schon sehr groß sein.
Ich habe bisher wenig mit VSTis herumgespielt - die Fantasie fehlt mir jedenfalls, was in deinem Grundlagen-Video enthalten sein müsste: die Konfiguration des PC; das Audio-Interface; die Software (VST-Host) inkl. Gruppierung der Sounds (für schnelleres Umschalten) und Routing; die Zuordnung der Controller auf die Regler in der Software wären sicherlich vier wesentliche Stationen. Dass man dazu auch zumindest in den Grundlagen von MIDI zuhause ist, wäre vermutlich vorauszusetzen. Für alle diese Teile sehe ich nicht, wie man da ein (zeitlich akzeptables) Anfänger-Video machen soll - ich würde erwarten, dass man am besten nur in einem der Bereiche Anfänger ist, und dann braucht man dort eben etwas Schulung.
Ansonsten würde ich mal den Wikipedia-Artikel zu "Virtual Studio Technology" lesen - das hilft vielleicht ein bisschen. Der Begriff VST wird jedenfalls in verschiedenen Bedeutungen verwendet:
1. VST ist eine Programmierschnittstelle für Audio-Plugins, ursprünglich für die Digital Audio Workstation (DAW) Cubase von der Firma
Steinberg programmiert; aber auch andere DAWs sowie weitere Programme (v.a. VST-Hosts, also Programme, die eher im Live-Kontext dazu gemacht sind, solche Plugins laufen zu lassen) können so eine Schnittstelle haben, weil der Standard freigegeben wurde;
2. mit einem VST im engeren Sinne ist ein Audio-Effekt-Plugin für diese VST-Schnittstelle gemeint - also z.B. ein Hall, ein EQ etc. Das steht im Unterschied zu einem VSTi, mit dem ein Software-Instrument in Form eines Plugins für dieselbe Schnittstelle gemeint ist;
3. sehr oft wird mit VST unsauber aber genau so ein Software-Instrumenten-Plugin gemeint, also genau genommen ein VSTi. Das hat in der Regel eine Tonerzeugung (physikalische Modellierung oder mit Samplen) sowie "Stellschrauben" zum Anpassen des Klangs - die muss man dann entweder im Computer mit der Maus bedienen oder über MIDI bzw. ein anderes Format von einem Controller aus fernsteuern. Die Töne werden eigentlich immer von einer Klaviatur aus angesteuert - ebenfalls mit MIDI.
Kaufst du ein Software-Instrument zur Verwendung auf dem Computer oder dem Tablet, ist das nicht immer ein VST - es gibt auch andere verbreitete Formate für solche Plugins (z.B. AU für Mac). Außerdem haben viele dieser Instrumente einen Stand-Alone-Modus, d.h. lassen sich mithilfe eines mitgelieferten Programms auch ohne DAW oder VST-Host auf einem Computer starten. Anstelle von VSTs gibt es auch häufig Software-Instrumente, die in einem Sampler wie Native Instruments Komplete (im NKS-Format) laufen, aber nicht als VST verfügbar sind. Das macht die Sache gelegentlich lästig.
Es hat mal ein paar Versuche gegeben, VST-Hosts in Form von Hardware zu bauen (in einem bühnentauglichen Gehäuse, ohne PC, aber quasi selbst ein angepasster PC nur für diesen Zweck); ich weiß aber nicht, ob es so etwas noch gibt - war nicht sehr erfolgreich.