Synthesizer-Schule von Grund auf

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Hallo,

es betrifft mich eigentlich nicht soo sehr, da ich schon länger Klavier spiele und dadurch mit der Tastatur vom Synthie gut zurecht komme.
Aber ich frage mich eins:
Gibt es ein Buch, eine Art Synthieschule, mit der man anfangen könnte, wenn man noch keine Ahnung von der Materie hat?
Die Stücke, die Phrasen, die ich auf dem Synthie spiele, sind meist ja schon sehr verschieden zu denen, die man zum Klavierspielen (v.a. Klassische Literatur) braucht.
Klar, kommt drauf an, was man sich unter dem Begriff "Synthie spielen" jetzt genau vorstellen kann. Ich denk da an Dorian Concept (http://www.youtube.com/watch?v=TB0wHB3khOg), der bestimmte Eigenheiten von Synthesizern nutzt und diese gezielt einsetzt (ja, vor allem die Eigenheiten bestimmter Synthesizer, aber das lässt sich vielleicht auch verallgemeinern und auf andere übertragen). Aber nicht nur experimentelle elektronische Musik, sondern auch andere Stile, z.B. Fusion:
http://www.youtube.com/watch?v=bN9Vaml0dZE#t=4m20s
oder hier Herbie Hancock: http://www.youtube.com/watch?v=uWKEwsw3K7s#t=1m43s

Da könnte man doch eigentlich super Schulen dafür machen? Mit Kapitel zu Tonleiterübungen, spezielle Phrasierungsübungen mit Pitchwheel und Mod, vllt auch ein bisschen Sounddesign, aber alles irgendwie zentraler. Ich habe so das Gefühl da ist noch eine Marktlücke. Meint ihr, sowas kommt an? Würde es Sinn machen?
 
Eigenschaft
 
Das Ding ist, ein Synth spielt sich nicht wie ein Klavier oder ein anderes akustisches Instrument. Erste Regel: Es gibt keine Regeln. Es gibt keine Tonleitern, keine Skalen, keine Etüden, kein nix. Alles geht und alles andere auch.

Eine Synthesizer-Schule würde folglich nicht anfangen mit dem ein- oder zweihändigen Spiel mit fix und fertigen Sounds auf Tastatur, Pitch Bender, Modwheel (ohnehin Kokolores, weil das nicht alle Synths haben - Roland hat den Stick, Alesis hat drei Wheels, etliche Analogsynths haben gar nix und so weiter). Es ginge überhaupt nicht darum, wie man vorhandene Sounds spielt. Es ginge darum, wie man die Sounds baut, die man dann spielt. Und das geht los mit der subtraktiven Synthese.
Wie verhalten sich die (wenigen) Wellenformen, die der Oszillator erzeugt? Was passiert, wenn man mehrere Oszillatoren hat und die gegeneinander verstimmt? In späteren Kapiteln kämen dann Modulationen der Oszillatoren untereinander - Ringmodulation, FM, Sync...
Tiefpaßfilter, Bandpaßfilter, Hochpaßfilter... Flankensteilheiten (12 vs. 24 dB/Oktave vs. exotischere Werte). Resonanz, Selbstoszillation. Keyfollow, ja oder nein, und wenn ja, wieviel?
Hüllkurven, ihre Parameter, verschiedene Bauformen. LFOs. Was passiert, wenn man sie (und welche Wellenform) wo einsetzt? Was, wenn man sie in den Audiobereich hochkurbelt?
Später kämen dann andere Syntheseformen. Additive Synthese (wir bauen uns einen Sound aus 16 oder 32 Sinusoszillatoren), FM (wir bauen uns einen aus 4 oder 6 Sinusoszillatoren, die sich aber gegenseitig modulieren), Wavetable, Sampling...

Die Frage ist also nicht, wie man in die Tasten greift wie Herbie Hancock, Rick Wakeman, Joe Zawinul oder Jordan Rudess. Die Frage ist eher, wie man einen Manfred-Mann-Lead baut, einen schmatzenden, pfeifenden Acid-Baß, Jupiter-Streicher, einen Oberheim-Jump-Polylead, eine Sync-Fräse, den Blade-Runner-Brass, den Jarre-Equinoxe-Baß, den Lucky-Man-Lead, Dubstep-Wobbles und so weiter.

Das händische Spiel sollte mehr oder minder von alleine kommen. Ist zwar schwierig für jemanden, der vorher nur Klavier kannte, oder jemanden, der vorher gar keine Tasteninstrumente gespielt hat (ist bei EDM häufig egal, wird von Sequencern gespielt, aber Sounds muß man schrauben können), aber im Gegensatz zur Klavierausbildung kann man da nicht nach Lehrbuch vorgehen, schon auch deshalb, weil es schlicht und ergreifend zuviele verschiedene Spielweisen gibt.


Martman
 
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Jein, ich stehe auch vor der Frage, wie man Synthesizer spielt. Dank youtube kann man ja zumindest den begabten Leuten wie jexus, musictrackjp, synthmania & co über die Schulter auf die Finger schauen. Trotzdem, Hintergrundwissen ist wichtig - man/ich will ja auch wissen, warum sie gerade so spielen, wie sie spielen.

So gibt es Sounds, die man idealerweise nur mit starker Pitchbend-Nutzung spielt (wie den Sync-Sound z. B.). Bei anderen muss man wissen, wie sie zu spielen sind - der Lucky-Man-Lead klingt, wenn man ihn nicht spielen kann, öde - ich weiß es aus eigener Erfahrung ;-) Kurzum: zu den gängigen Synthsounds (mit bekannten Namen) gehören oft auch bestimmte Spielweisen. Ich fände es schön, wenn man die irgendwo gesammelt vermittelt bekommt.

Ob das allerdings ne ausreichend große Marktlücke ist steht auf nen anderem Blatt.
 
Ich würde mich auch über Tipps zu z.B. Youtube-Tutorials, Webseiten etc. freuen, wenn es schon keine Lehrbücher gibt. Gerade der Einsatz von Pitch und Modulation machen da denke ich einen ziemlichen Unterschied zum Klavier aus, und die ungewichtete Tastatur wird man ja auch nicht exakt wie eine mit Hammermechanik spielen. Dass du schreibst dass es so viele verschiedene Spielweisen gibt, Martman, lässt mich neugierig werden welche das sind. Keyfollow kannte ich z.B. gar nicht, oder wie setze ich Portamento o.ä. optimal ein?
Die Funktionsweise der Sounds interessiert mich zwar schon sehr, aber wenn ich ein Preset finde das meinen Ansprüchen entspricht nehme ich das dankend an. Bzw. kann man mit einem MOX ja auch gar nicht so ohne weiteres eigene Sounds "vom ersten Oszillator" analog aufbauen (und hat außerdem noch wenig Speicherplätze...).
Na ja, ich schweife ab, also ich bin da jemand der schon vor allem Spaß am "händischen Spiel" haben will, Solos improvisieren und sowas, erstmal die Musik machen, zu den Sounds komm ich noch früh genug ;).
 
Du hast schon Recht Martman. Aber zu dem Erstellen von Sounds finde ich schon einiges an Büchern. Das sollte kein Problem darstellen.
Sicher gibt es sehr viele verschiedene Techniken, die von sehr vielen verschiedenen Künstlern genutzt werden. Aber wieso gibts von den Künstlern niemand, der seine Techniken genau vorstellt und noch Übungen o.ä. dazu gibt. Klar, das sollte irgendwann von alleine kommen. Das hört sich jetzt aber irgendwie danach an, wie wenn man einem Klavierschüler einfach rät, zum Einstieg sich ein paar einfache Etüden oder andere Stücke anzuhören und zu versuchen, die nachzuspielen. Klar, so funktionierts auch, aber doch viel langsamer, oder etwa nicht?

Ist es denn grundsätzlich vielleicht gar nicht möglich, da zielgerichtete Übungen zu liefern? Die gibts doch schon zu allen Themen, wenn du Walking Bass am Bass lernen willst, kaufst du dir einfach ein Buch, z.B. Garantiert Walking Bass lernen und du hasts drauf.. Klar, so einfach ists nicht. Aber es gibt viele Leute, denen solche Hilfestellungen einfach neue Perspektiven öffnen. Man muss nicht immer das Rad neu erfinden. Synthies sind jetzt auch nicht unbedingt erst gestern erfunden worden. Da gibts ja auch schon einiges an Literatur. Nur eben nichts, was einen (vllt dann speziell), aber zumindest zielgerichtet Hilfestellung gibt.

Oder stelle ich mir das zu leicht vor?

Danke jedenfalls schonmal für die Antworten.
 
Ich kann mich Martman nur anschließen. Er hat es sehr gut erklärt!

mojoh
 
Hm, sehe ich grade den Wald vor lauter Bäumen nicht? Ich verstehe schon, dass es im Bereich Synthesizer gängig ist, eben mit den Sounds anzufangen und dadurch mit auch die Technik zu erlernen.
Aber Martmans Antwort hat nur die Aussage, dass es so ist. Ich frage mich aber warum das so sein muss und ob es nicht auch anders geht. Konkret also eine Schule, die als erstes Kapitel ein bisschen was zu den Grundlagen von Synthies bringt (dass man z.B. einen speziellen Sound baut) und dann im nächsten Kapitel z.B. Licks oder Spieltechniken zeigt, die z.B. typisch sind für den Künstler, der den speziellen Sound einsetzt.

Das Argument, dass es so viele Spielweißen gibt, finde ich nicht stichhaltig. Bei den E-Gitarristen und Bassisten hat auch jeder Künstler an sich seine eigene Spielweiße. Aber es gibt Überschneidungen. Und es gibt Künstler, die Übungen und Stücke zusammenstellen, mit denen man als Einsteiger üben kann.
Wieso funktioniert das nicht bei Synthesizern?

Die Frage ist also nicht, wie man in die Tasten greift wie Herbie Hancock, Rick Wakeman, Joe Zawinul oder Jordan Rudess. Die Frage ist eher, wie man einen Manfred-Mann-Lead baut, einen schmatzenden, pfeifenden Acid-Baß, Jupiter-Streicher, einen Oberheim-Jump-Polylead, eine Sync-Fräse, den Blade-Runner-Brass, den Jarre-Equinoxe-Baß, den Lucky-Man-Lead, Dubstep-Wobbles und so weiter.

Ja, aber diese Frage stelle ich eben grade, und vielleicht macht es ja keinen Sinn diese Frage zu stellen, aber dann würde ich gerne aufgeklärt werden. Du schreibst nur, dass eine Schule mit Soundbauen anfangen würde. Wieso würde sie das? Macht es denn wirklich keinen Sinn?

Das Ding ist, ein Synth spielt sich nicht wie ein Klavier oder ein anderes akustisches Instrument.
Eben. Und deswegen würde es doch Sinn machen, wenn es Schulen gäbe, die zeigen, wie sich ein Synth spielt. Ich kann auch als Autodidakt Klavier lernen und in der Anfangszeit von Jazz haben viele Stars wohl auch nur nachgespielt, was sie gehört haben, ohne Schulen. Das ist aber kein Gegenargument dafür, dass es jetzt keine Jazzschulen geben kann, in der man sich das theoretische Wissen aneignen kann, wie die großen Jazzer spielen.
 
Kleine Ergänzung:
Das Ding ist, ein Synth spielt sich nicht wie ein Klavier oder ein anderes akustisches Instrument. Erste Regel: Es gibt keine Regeln. Es gibt keine Tonleitern, keine Skalen, keine Etüden, kein nix. Alles geht und alles andere auch.
Da möchte ich noch einmal widersprechen, auch "Synthmusik" bewegt sich doch größtenteils noch im "konventionellen" tonalen Raum, wenn man mal das Theremin als "Synthinstrument", bei dem es schwierig ist die Töne genau zu treffen außen vor lässt, oder? Gerade die Dance-Musik, die zurzeit auch in den Charts ziemlich vorherrschend ist lebt ja oft von sehr einfachen Harmonien, was zur Folge hat dass eben nicht alles erlaubt ist. Sachen wie Jean-Michel Jarre, der sich ja kaum irgendwo einordnen lässt, sind da was anderes, aber auch hier macht es das ja gerade spannend.

Das Argument dass es viele verschiedene Spielweisen gibt die sich stark vom Klavier unterscheiden finde ich jetzt auch nicht so überzeugend, sinnvoll wäre es gewesen wenn du gesagt hättest "wer Klavier kann kann auch Synth, da braucht man eigentlich nicht mehr außer das Soundbasteln".
Aber was solls, was es nicht gibt gibts dann wohl nicht. Ich werd das ganze demnächst mal bei meinem Klavierlehrer ansprechen und für die Technik fleißig Tonleitern üben. Was ich mir höchstens noch vorstellen kann ist dass (ausgehend von den Gemeinsamkeiten bei der Tastatur) Übungen für Hammondorgel was bringen können, wobei soviel gibt es da auch nicht.
 
Ich verstehe schon, dass es im Bereich Synthesizer gängig ist, eben mit den Sounds anzufangen und dadurch mit auch die Technik zu erlernen.[…] Ich frage mich aber warum das so sein muss und ob es nicht auch anders geht.
Der Schlüssel dazu ist, dass sich je nach Aufbau des Sounds auch die Spielweise anpassen muss.
Eine perkussiver Patch ohne Attack, mit kurzem Decay, keinem Sustain und kaum Release spielt sich ganz anders als ein fetter Portamento-Lead-Sound mit Unmengen an Hall und Delay, dieser wiederum spielt sich anders als ein Sync-Sound, bei dem durch Hüllkurve und Pitchbend-Controller der Sync-Effekt beeinflusst wird, dieser wiederum spielt sich ganz anders als eine sanft wabernde Fläche mit langem Attack und Release, diese wiederum spielt sich ganz anders als ein 80er Jahre Supersaw-Poly-Patch, dieser wiederum spielt sich ganz anders als ein Funk-Synthbass, dieser wiederum spielt sich ganz anders als irgendein Meerrauschen/Helikopter/Raketenstart-Effektsound, dieser wiederum spielt sich ganz anders als…

Bei manchem Sound tippt man die Tasten nur kurz an, bei einem anderen lässt man sie länger gedrückt, bis die Hüllkurvenmodulation fertig ist, bei einem wiederum anderen lässt man einen Akkord über Latch, übertriebenen Release oder Sustainpedal weiterklingen, während man an den Knöpfen dreht, um den Klang zu beeinflussen, bei einem wiederum anderen soliert man unter Einsatz von Pitchbend und Modwheel, bei einem wiederum anderen spielt man vielleicht mit der Hand immer den selben Akkord, während die andere Hand den Filter-Cutoff verändert, bei einem wiederum anderen Sound muss man auf die Anschlagsstärke achten, weil davon abhängig verschiedene Parameter moduliert werden, ein wiederum anderer Patch lässt sich vielleicht wie eine Entertainer-Keyboard spielen (linke Hand Akkorde, rechte Hand Melodie), ein wiederum anderer eher wie ein klassisches Klavier, ein wiederum anderer eher wie eine Orgel, ein wiederum anderer…

Richtig lustig wird es dann, wenn der Synth auch noch multitimbral ist, also mehrere Klangfarben gleichzeitig kann, sei es nun übereinander geschichtet oder auf verschiedene Teile der Tastatur (oder gar Anschlagstärke) verteilt.

Nun lassen sich diese Beispiele nicht unbedingt in eine endliche Zahl von Kategorien unterteilen, sondern können teilweise nahtlos ineinander übergehen. Vereinfacht gesagt gibt es nahezu unendliche Soundmöglichkeiten, die allerdings auch nahezu unendliche Möglichkeiten der Spielweise ergeben. Das Synthesizer-"Spielen" beginnt schon bei der Programmierung, denn ohne die kommt man selbst mit bester Spieltechnik nicht zu dem Sound, den man haben will. Das unterscheidet den Synth auch von dem Großteil der anderen Instrumente (Piano, E-Piano, Streichinstrumente, Blasinstrumente, akustische Gitarren etc.), bei denen die Möglichkeit, die Klangfarbe des Instruments unmittelbar und grundlegend zu verändern, kaum bis gar nicht vorhanden ist. Bei solchen Instrumenten macht eine Schule durchaus Sinn, da Spielweise und technisches Können in den meisten Fällen wesentlich mehr Einfluss auf den charakteristischen Sound eines einzelnen Spielers haben als die Einstellung des Instruments, das er spielt. Daher kann man als Schüler auch eher nach solchen Musikern klingen, selbst wenn man nicht deren Equipment hat.

Bei Synthesizern ist das jedoch nicht gegeben, Soundprogrammierung und Spieltechnik sind mindestens gleichwertig. Oft ist es sogar so, dass einige Sounds mehr Beachtung finden als das, was eigentlich gespielt wird. Wenn man dann zwar die richtige Spieltechnik hat, die Patches aber nicht so (oder zumindest sehr ähnlich) klingen wie beim Vorbild, dann bringt selbst die beste Schule nichts, man kommt einfach nicht ran.
Was dabei noch erschwerend dazu kommt: jeder Synthesizer bedient sich etwas anders, klingt etwas anders und hat etwas andere Funktionen. Eine Anleitung, wie man einen Sound 1:1 nachbaut, kann für ein Modell genau richtig sein, bei einem anderen daneben klingen und mit einem dritten nicht einmal umsetzbar sein. Und daraus folgt auch, dass eine Schule bei drei unterschiedlichen Schülern mit drei unterschiedlichen Geräten auch drei unterschiedliche Spielweisen lehren könnte…was aber nicht ganz der Zweck einer Instrumentenschule wäre.
 
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Bei Synthesizern ist das jedoch nicht gegeben, Soundprogrammierung und Spieltechnik sind mindestens gleichwertig. Oft ist es sogar so, dass einige Sounds mehr Beachtung finden als das, was eigentlich gespielt wird. Wenn man dann zwar die richtige Spieltechnik hat, die Patches aber nicht so (oder zumindest sehr ähnlich) klingen wie beim Vorbild, dann bringt selbst die beste Schule nichts, man kommt einfach nicht ran.
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Eigentlich ist die Aussage richtig, andererseits haben bereits halbwegs moderne Synths bereits umfangreiche Presetsammlungen mit den üblichen klassischen Sounds, die nur darauf warten gespielt werden zu können. Und falls da was fehlt: zum Soundschrauben gibt's Unmassen an Tutorials, vereinzelt sogar für die FM-Synthese. Wer also die Spieltechnik beherrscht, findet seine Infos.

Nur anders rum, wenn ich Soundschrauben kann oder bereits fertige Sounds vorliegen habe und NICHT die Spieltechnik beherrsche sitze ich auf dem Trockenen. Ich kann dann z. B. Klavier oder Keyboard lernen. Mit etwas Glück auch Orgel. Aber Synthesizer? Nada...

@synthos: Mark Vail klingt schon mal vielversprechend. Aber zum Spielen selbst scheint da auch nur seeeehr wenig drin zu sein. Dafür aber viele netten Anekdoten und Hintergrundgeschichten...
 
Jetzt mal ohne Quote:

Wenn ich lese, daß jemand "Synthesizer spielen" lernen will, und zwar umfassend, oder daß jemand umfassende Literatur zum Synthesizerspiel lernen will, dann gehe ich immer zunächst mal davon aus, daß er nicht einfach nur lernen will, wie man die Presets eines Romplers spielt, sondern daß es darum geht, elektronische Musik auf elektronischen Musikinstrumenten in allen Facetten kennenzulernen. Denn Rompler anknipsen, Streicher- oder Saxophon- oder "Synth"-Sound anwählen, das ist meines Erachtens nicht wirklich Synthesizerspielen – und wenn, dann nur ein ganz ganz klitzeklitzekleiner Teil davon, noch dazu ein für Synthesizer an sich unbedeutender, den man höchstens als Alleinunterhalter (und die spielen meist keine Synthesizer) oder Bandmucker braucht.

Und das ist ein so gewaltig großes Feld mit derartig vielen Facetten, derartig vielen Gebieten, die dann auch noch ineinander übergehen, daß man das gar nicht irgendwie in einem oder zwei Büchern unterbringen kann. Und dann ist es vielfach auch noch sinnlos, weil viele dieser Spielweisen nur auf einem ganz bestimmten Gerät oder einigen wenigen Geräten geht.

Klar, es gibt Grundlagen, aber bitte, dafür braucht man kein Lehrbuch. Beispiele:
  • Wie spiele ich Flächen?
  • Wie spiele ich kurze, perkussive Sounds?
  • Wie spiele ich monophone Leadsounds?
  • Wie spiele ich kurz und polyphon?
  • Wie spiele ich polyphone Leadakkorde mit nicht nennenswertem Amp-Release?
Aber viele Spielweisen – und damit meine ich tausende – sind abhängig a) vom Kontext, b) vom Feeling (wer das nicht hat, soll weiter Chopin spielen) und c) vom Equipment. Was auf einem Synth vorgemacht wurde, kann mitnichten auch nur auf der Hälfte aller Synths nachgemacht werden. Und da gäbe es noch viel, viel, viel mehr Beispiele. Was jetzt folgt, ist nur ein verschwindend kleiner Ausschnitt.
  • Ein spielerisches Element, das man beispielsweise bei Jarre findet (neuerdings ARP 2600P Lead in Variation 2, schon lange der Analogsopran vom EMS Synthi AKS), ist: Rechte Hand spielt monophonen Sound (Attack und Release der Verstärkerhüllkurve sind kurz), linke Hand dreht das Tiefpaßfilter von Null auf und wieder zu. Allerdings spielen sich die beiden Beispiele auch wieder leicht unterschiedlich, weil sich die Sounds ganz anders anfühlen. Und wenn man einen Synth hat, wo man keinen Cutoffregler zum Anpacken hat, der außerdem hier und jetzt den kompletten Regelbereich des Filters durchfahren kann, hat man ein Problem.
  • Überhaupt Jarre. Man hätte sich als Pianist, der Synthesizer lernen will, mal von 2008 bis 2011 in die sechste Reihe eines Jarre-Konzerts setzen sollen. Das wäre sehr lehrreich gewesen – darüber, daß Lehrmaterial zum Spielen eines Synthesizer analog zu Lehrmaterial zum Klavierspiel kompletter Humbug ist.
  • Pizzicato. Klar könnte man zeigen, wie realistische Orchester-Pizzicato-Sounds auf einem Keyboard zu tun hat. Das hat aber nichts damit zu tun, mit "Pizzagogo" von einem Roland D-50 Orinoco Flow von Enya zu spielen. Oder mit einem modifizierten (das muß man auch noch machen) "RealPizz" vom Roland JD-990 (oder diversen JV/XP-Modellen) Insomnia von Faithless, das ist nämlich wieder anders.
  • Piano. Und zwar vom Synthesizer. Das berühmt-berüchtigte akustische Piano von der Korg M1 kann man (von der leichten Synthesizertastatur abgesehen) wie ein echtes Klavier spielen, aber wirklich zu Hause ist es im Eurodance- und House-Bereich, und da spielt man es wieder anders, nämlich einhändig Akkorde anschlagend, die aber knackscharf und ohne Dynamik.
  • Piano vom Synthesizer zum zweiten, FM-Edition: Die Tänzerin von Edo Zanki (und Ulla Meinecke) auf einem Yamaha GS1 und eine x-beliebige Whitney-Houston-Ballade auf der labbrigen Tastatur eines Yamaha DX7 unterscheiden sich nicht nur vom Spiel auf einem Steinway oder einem Rhodes, sondern auch voneinander. Wieder fühlen sich die Sounds sehr unterschiedlich an, stehen in einem unterschiedlichen Kontext und werden auf unterschiedlicher Hardware gespielt.
  • Flächen sind nicht gleich Flächen. Ein Solina String Ensemble, das immer schön einen kontinuierlichen elektronischen Streichersound produziert (solange man keinen Phaser dazwischen schaltet), spielt sich anders als eine Korg Wavestation, die über etliche Sekunden hinweg lange Wavesequenzen durchfährt. Auch das ist wieder ein Fall, wo man "den Sound fühlen" können muß.
  • Manfred Mann's Earth Band: Die Synthesizersoli von Davy's On The Road Again (und ich meine die Albumversion) und Don't Kill It Carol (und ich meine wieder die Albumversion) sind in ihrer Form nicht nur jeweils einzigartig, also als Lehrmaterial komplett ungeeignet, sofern man nicht genau diese Songs spielen will, sondern auch noch equipmentgebunden, also nicht auf jedem elektronischen Tasteninstrument so umzusetzen – auch schon deshalb, weil, wenn man sie so spielen will wie Manfred man, es sich auch so anhören sollte wie bei Manfred Mann.
  • EDM (elektronische Tanzmusik, also Trance, Techno, House, Drum & Bass usw.) spielt man zu 98% überhaupt nicht händisch auf Klaviaturen. Man läßt spielen – von Sequencern. Ja, häufig tatsächlich mehreren. Man selbst schraubt dabei nur an den Sounds herum und startet, stoppt, mutet oder unmutet Sequenzen. Da hat man dann im Club oder im Studio mitnichten ein oder zwei große Keyboard vor sich stehen, sondern einen Tapeziertisch mit einem Laptop, einem Audiointerface, einem Kompaktmixer und einer Unzahl "kleiner Spielzeuge". Paradebeispiel ist Acid House, wo man im Grunde nichts groß anderes zu tun hat, als bei der TB-303, die minutenlang immer dieselbe eintaktige Baßsequenz spielt, an Cutoff, Resonanz und Filterhüllkurve rumzudrehen, auf daß das Ding blubbert, schmatzt und quietscht. Oder man baut mal eine Sequenz um an der TB-303 oder an der daneben liegenden TR-808 oder TR-909...
  • Irgendwo dazwischen ist die Art und Weise, wie diese Baßfigur von Jean Michel Jarres Equinoxe 5 bis 7 gespielt wurde. Das ist ja vor noch nicht so langer Zeit rausgekommen – nicht nur, wie der Sound überhaupt aufgebaut ist, sondern wie diese markante Sequenz gespielt wurde, nämlich teilweise wirklich von einem Sequencer, teilweise per Hand. Und Equinoxe 7 braucht dann wieder eine Hand am Cutoff. Vom Sequenzenumschalten in Equinoxe 5 und 7 ganz zu schweigen.
  • Toto, Africa, Synth Brass. Wenn man's richtig wie Steve Porcaro lernen will, braucht man einen Synth mit polyphonem Aftertouch, um für jeden Ton eines Dreiklangs unabhängig von den anderen per Aftertouch die Filter aufzudrehen. Viel Spaß beim Finden. Dito bei bestimmten Vangelis-Sachen. Und auch das ist wieder eine Spielweise für sich.
  • Überhaupt "Synth Brass". Außer Africa gibt's ja auch noch Lido Shuffle von Boz Scaggs, Jump von Van Halen, Shine On You Crazy Diamond von Pink Floyd, Oxygène 4 von Jean Michel Jarre, Chariots Of Fire von Vangelis...
  • Lucky Man von ELP erscheint zunächst mal wie ein Paradebeispiel für Legatospiel eines monophonen Synthesizersounds und wie ein Lehrbuchbeispiel für Portamento. Ja, aber Keith Emerson hat da natürlich noch ganz andere Schweinereien gemacht: Er hat das Portamento schneller und langsamer gedreht (Dein Synth hat keinen Portamento-Regler? Tja, Pech gehabt.), und dann war da noch das Ende – Crossfade der Oszillatoren auf einen zweiten Signalweg mit hüllkurvengesteuertem Tiefpaßfilter und Hall, Resonanz auf (geht auch praktisch nur auf Modularsynthesizern).
  • Dann gibt's wieder ganz eigene Spielweisen für paraphone Synthesizer. Mehrere. Viele. Weil die auch wieder anders funktionieren und anders gespielt werden wollen.
  • Jordan Rudess könnte alleine ein ganzes Buch füllen.
  • A propos Rudess, Haken Continuum. Oder Eowave Persephone. Alleine auf den Dingern gibt es etliche mögliche Spielweisen. Und fragt nicht nach dem Seaboard.
  • Auch auf jeder Keytar spielt es sich anders, weil die Controller anders sind – abgesehen davon, daß es unendlich viel gibt, was man auf einer Keytar spielen könnte. Ein Roland AX-1 spielt sich anders als ein Lync LN-1, ein Korg RK-100, ein Korg RK-100S, ein Lag LeKey, ein Yamaha SHS-10, ein Alesis Vortex oder das Lag Insecte von Jean Michel Jarre. Ribbon, Ribbon mit Modbar, drei Ribbons, zwei Wheels, ein Wheel, als Ganzes kippbarer Hals... In einem Lehrbuch müßte jedes Gerät für jede soundbezogene Spielweise gesondert behandelt werden.
  • Setz mal einen des freien Spiels nicht mächtigen studierten Konzertpianisten, der unbedingt nach Lehrbuch vorgehen muß, an eine Yamaha GX-1. Zweieinhalb Manuale, Baßpedal, Bandmanual, der Sound verändert sich wie beim Klavier je nach Anschlagstärke, der Sound verändert sich je nach Druck auf den Anschlag (Aftertouch), der Sound verändert sich durch seitliches Bewegen der Taste (Horizontal Touch). Selbst auf dem Ding liegen Welten zwischen Village Ghetto Land von Stevie Wonder, All My Love von Led Zeppelin, Fanfare For The Common Man von ELP, The Day Before You Came von ABBA und allem, was George Fleury für das Ding arrangiert hat.
  • Viele Spielweisen entstehen ja auch spontan dadurch, daß jemand einen Sound entdeckt – und sei es ein Preset – und einfach mal damit spielt. Da kann man nicht im Handbuch des Synth nachschlagen, wie denn jetzt der-und-der Sound gespielt werden muß.
  • Was für einen Sound gilt, gilt für mehrere Sounds noch viel mehr. Etwa als Layers. Oder über die Tastatur verteilt. Wenn es Regeln gibt, die in einem Buch festzuhalten sind, dann gibt's da auch wieder eigene. Es gibt aber keine festen Regeln.
  • Der Synthmann gehört ja auch zu den wenigen Musikern, die innerhalb eines Songs derart viele Instrumente spielen können. Solche Fälle gibt's ja auch noch: nicht nur zwei Synths übereinander, sondern drei Synths übereinander, Synths über Eck, Synths über Eck und übereinander oder riesige Keyboardburgen mit 10, 15, 20 Synthesizern, zwischen denen herumgesprungen wird – innerhalb eines Songs.
Um noch einmal zu Jarre zurückzukommen: Wer noch nie gesehen hat, wie Synthesizer gespielt werden – richtige klassische Analogsynthesizer, keine Presethupen –, und wer das unbedingt mal sehen will in vielen Facetten, dem sei Oxygène – Live in your living room ans Herz gelegt. Vier Musiker an Dutzenden Maschinen in vier großen Burgen.

Nur mal so als Beispiel, was in Sachen Synthesizerspiel so alles geht – und wie weit das von dem entfernt ist, was man sich als Pianist so vorstellt.

Dazu kommt am Ende noch was: Nicht alle Keyboarder spielen gleich, nicht mal dieselben Figuren in denselben Stücken in denselben grundlegenden Versionen. Niemand hier baut beispielsweise für über 30 Jahre alte Songs solch überbordende Erzmagier-Setups auf wie ich. 99% der Keyboarder hier halten mich für komplett wahnsinnig.

Nicht jeder covert auch gleich, weil nicht jeder dieselben Prioritäten beim Covern setzt. Typ 1 macht sein Ding mit Piano, Rhodes, Hammond und Minimoog. Typ 2 spielt das Allerwesentlichste auf einem Rompler mit zwei Händen in maximal zwei Tastaturzonen. Typ 3 betreibt einen größeren Aufwand, nutzt Zuspielungen, ist aber der Ansicht, daß eine moderne Workstation absolut jeden Synthesizersound, den es je gab, hinreichend originalgetreu nachbilden kann. Typ 4 bin ich, den findet man auch in gewissen Fanforen – dessen höchstes Ziel ist die perfekte Replica, bei der das Wort "hinreichend" nicht vorkommt, sondern die dem Original bis ins kleinste Detail so nah wie technisch irgend möglich kommt.


Martman
 
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Hmm, geht doch, da lassen sich doch schon einige Ansätze für Spielweisen herausziehen, auch wenn sie in viel Geschwafel über die Songs versteckt sind, danke dafür.

Ich würde dich nicht als wahnsinnig bezeichnen (jedem das Seine), aber muss denn diese andauernde Selbstdarstellung sein("wer kein Feeling hat soll Chopin spielen? ") Ich bin mir sicher ein erfahrener Pianist, sei es ein klassischer Konzertpianist, Jazzer oder sonstwas hätte locker einen ähnlichen Aufsatz hinbekommen darüber warum man unmöglich mit einem Lehrbuch Klavier lernen kann, nur aus der Realität wissen wir alle dass das Schwachsinn ist. Ein Lehrer ist natürlich stets besser als ein Lehrbuch, aber ein Lehrbuch könnte einem mit passenden Übungen/Stücken/sonstwas schonmal gute Ansätze geben.
 
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Martmann, wenn man als Synthesizerspieler soweit ist, dass man sich ernsthaft darüber Gedanken machen kann, dass ein polyphoner Aftertouch für die Wiedergabe eines bestimmten Sounds absolut notwendig ist (und der dann beim Spielen tatsächlich den gewünschten Unterschied bringt), dann befindet man sich schon auf dem Level, wo man an Grundlagen keine Gedanken mehr verschwendet. Und vermutlich auch die Anfängerprobleme nicht so recht versteht - rückblickend erscheint manches banal.

Ansonsten bin ich mit Yocker - mit den gleichen Argumenten könnte man Literatur zum Klavierspielen für unmöglich erklären. Und ohne Feeling lieber Chopin spielen? :bad:
 
Ich finde Martman hat schon ziemlich recht. Es gibt sehr viel mehr Möglichkeiten als beim Klavier und anderen "klassischen" Instrumenten.
Also man sieht, dass man Synthesizer einfach gar nicht mit Klavieren vergleichen kann.
Trotzdem: Ich habe solche Schulen eigentlich nie als etwas empfunden, was einem Lösungen auf alle Probleme gibt und man nur reinschauen braucht und eine Lösung für genau das Problem hat, vor das man gerade gestellt wurde.
Ich denke eher, dass der Sinn so eines Buches sein könnte, dass man Anstöße griegt, wie man sich in die Denkweiße hereinarbeiten kann, die man fürs Synthspiel braucht. Klar, du hast schön gezeigt wie unglaublich verschieden die Techniken aussehen mögen. Aber wenn man jetzt 7 - 8 der (natürlich subjektiv) charakteristischten nimmt, und sie genau belichtet und analysiert, wieso der Künstler was macht, dann würde das sicher sehr vielen Leuten helfen, da sie überhaupt erstmal verstehen, wie die Profis da rangehen.

Ein Buch oder eine Reihe, durch die man sich arbeitet und sich dann als genialer Synthschrauber ausgeben kann, wird es nicht geben. Das ist aber auch gar nicht, was ich will. Ausprobieren und sehr sehr viel Zeit verbringen muss man immer, wenn man etwas genau verstehen will. Aber ein Buch kann Anstöße geben. Und in der Beziehung braucht man ja nicht immer das Rad neu erfinden.
 
Die Beispiele fand ich trotzdem extrem. Wenn ich Klavierspielen lernen will, geht's mir doch auch nicht darum, das Spiel eines bestimmten Starpianisten zu imitieren. Und ähnliches sehe ich beim Synthesizer spielen - das Leben ist zu kurz um perfekte Imitate als Ziel zu haben. Martman hat ja die zentralen Fragen erkannt:
Klar, es gibt Grundlagen, aber bitte, dafür braucht man kein Lehrbuch. Beispiele:

Wie spiele ich Flächen?
Wie spiele ich kurze, perkussive Sounds?
Wie spiele ich monophone Leadsounds?
Wie spiele ich kurz und polyphon?
Wie spiele ich polyphone Leadakkorde mit nicht nennenswertem Amp-Release?
Die Brot-und-Butter-Antworten darauf reichen. Auch wenn es einzelne Virtuosen anders handhaben und noch viel Finesse reinstecken - aber als Anfänger hat man die nicht unbedingt im Fokus (höchstens als Fernziel irgendwo am Horizont). Da ist man zufrieden, wenn man seinem selbstgebauten Basssound in einem wohlklingenden Stück untergebracht hat. Oder rausgefunden hat, worin die Magie des blöd klingenden SyncLead-Sounds liegt ;) Das erweitert einem auch den Horizont für spätere Soundbasteleien...
 
Die Brot-und-Butter-Antworten darauf reichen. Auch wenn es einzelne Virtuosen anders handhaben und noch viel Finesse reinstecken - aber als Anfänger hat man die nicht unbedingt im Fokus (höchstens als Fernziel irgendwo am Horizont). Da ist man zufrieden, wenn man seinem selbstgebauten Basssound in einem wohlklingenden Stück untergebracht hat. Oder rausgefunden hat, worin die Magie des blöd klingenden SyncLead-Sounds liegt ;) Das erweitert einem auch den Horizont für spätere Soundbasteleien...

Martman liegt schon richtig. Als Anfänger ist man bestimmt noch zufrieden wenn man etwas passendes findet, aber man stößt schnell an seine Grenze. Vor allem weiß man manchmal nicht, ob es am Sound oder der Spielweise liegt, dass ein Sound nicht so richtig klingt.

Auf manchen Seiten gibt es Videos und Berichte wie man einen bestimmten Sound baut. Auch wenn man genau den dort verwendeten Synth braucht, hilft es doch ungemein. Auf der anderen Seite gibt es hier im Forum einige richtig gute Synthbastler, vll. kann man ja ein Thread aufmachen, wo es Anleitungen zu bestimmten Sounds gibt. :)
 
Eingestaubt wie fast alle berühmten Synthesizer-Sounds :evil: Wenn der eigene Synth nicht zu beschränkt ist und das Tutorial gut gemacht ist, kann man vieles aus den Tutorials übertragen.

Mein Fazit: Sound und Spielweise wird zwar als gleich wichtig angesehen, allerdings kriegen wir hier nicht den Bogen zu den Spielweisen. Letztendlich landen wir hier immer wieder beim vertrauten Soundschrauben... (mit freundlichen Grüßen an das Murmeltier ;) )
 

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