Taubheit

von jatzemann, 21.08.06.

  1. jatzemann

    jatzemann Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.08.06   #1
    hi liebe leute,

    habe dieses theman schon in einem anderen thread eroeffnet, aber keine reaktion bekommen. vielleicht klappt's hier ja>

    mir brennt schon seit langer zeit ein problem unter den fingern. ich selbst bin seit meiner geburt auf dem linken ohr taub und habe mir immer wieder die frage gestellt, inwiefern mich das beeinträchtigt und ob es wohl noch andere musiker gibt die das ähnliche problem haben. ich selbst bin jazz-& salsa-pianist.

    in einem buch (sehr interessant: das wohltemperierte gehirn...autor fällt mir gerade nicht mehr ein) habe ich mal gelesen, dass das linke ohr mit der rechten gehirnhälfte verbunden ist welche vornehmlich für melodische und harmonische rezeption zuständig ist und andersrum. passend habe ich auch vor lesen des artikels immer wieder festgestellt, das ich wesentlich mehr probleme habe, melodik zu hören und melodien im kopf zu behalten geschweige denn zu singen, weil mir immer eine klare vorstellung von dem zu kommenden ton fehlt. als z.b. lange und komplexe breaks. und irgendjemand sagte mal, das phil collins auch auf dem linken ohr taub ist... und der ist ja von natur aus schlagzeuger, o.k. nun auch sänger.

    mich würden jegliche infos dazu interessieren. habt ihr auch bekannte, die auf einem ohr taub sind oder vielleicht ihr selber?
    danke schon mal!
     
  2. lucjesuistonpere

    lucjesuistonpere Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.08.06   #2
    Hi! Das tut mir natürlich leid, daß du Probleme mit dem Ohr hast, aber ich habe Respekt davor, daß du es nichts desto trotz als professioneller Jazz-Pianist sehr weit gebracht hast.

    Die Fragestellung finde ich interessant, vielleicht ist hier ein Neurologe, Psychologe oder ähnliches unter uns, der dazu ein paar Worte beitragen kann.

    Möglicherweise verhält es sich ähnlich wie mit einem Blinden, der ein sehr gutes Gehör hat. Wenn manche Sinne nicht funktionieren, dann spezialisiert man sich eben. Vielleicht hast du, wenn dein "melodisches Ohr" taub ist, dein "rhythmisches Ohr" um so feiner und schärfer geschult. Aber dazu müßte ich dich mal spielen gehört haben, um mir darüber ein Urteil zu erlauben. ;)
     
  3. DschoKeys

    DschoKeys Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.08.06   #3
    Jourdain, Robert (1998): Das wohltemperierte Gehirn. Wie Musik im Kopf entsteht und wirkt. Heidelberg: Spektrum Akademischer Verlag.
    ISBN 3-8274-1122-X

    Grüße, :)

    Johannes
     
  4. NovemberRain

    NovemberRain Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.08.06   #4
    Hallo!
    Hab ein ähnliches Problem.
    Bin zwar Gitarrist, aber egal ...

    Gott sei dank bin ich nicht taub, habe jedoch auf beiden Ohren einen enormen Hörverlust (habe Hörhilfen). Also beinträchtigt bin ich nicht wirklich (zumindest nicht beim Spielen usw.).

    Manchmal bin ich vielleicht etwas depressiv und traurig darüber. Darum kann ich nur allen Musikern empfehlen (vor allem denen, die mit lauten, verstärkten Instrumenten spielen): einen GEHÖRSCHUTZ zu tragen.

    Es gibt sehr viele Akustiker, die euch einen speziell für euren Gehörgang angepassten Gehörschutz anfertigen. Qualität: für Einsteiger bis zu PROs ...
    Kostet auch nicht die Welt: zwischen 80 und 120 Euro.

    Also bitte: DENKT AN EUER GEHÖR!
     
  5. jatzemann

    jatzemann Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.08.06   #5
    danke fuer die bisherigen antworten, aber was mich eigentlich eher interessiert, sind erfahrungen, die bestaetigen bzw. widerlegen, ob es was mit dem melodischen/rhythmischen verhaeltnis der beiden gehirnhaelften auf sich hat. z.b. gibt es "links-ohr-taube" mit dem absoluten gehoer oder sind die meisten eher rhythmisch orientiert und/oder spielen schlaginstrumente?
     
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