Test: Hartke GT 100c

von ~Slash~, 13.07.08.

  1. ~Slash~

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    Erstellt: 13.07.08   #1
    Hartke GT 100c
    Hallo,

    da ich mich im Besitz eines Hartke GT 100c befinde und hier noch nichts zu diesem zu lesen ist, gebe ich jetzt mal eine Übersicht zu ihm.

    Ich hab versucht, so objektiv wie möglich zu schreiben. Dieser Beitrag spiegelt jedoch meine persönliche und subjektive Meinung wieder und erhebt keine Ansprüche auf Vollständigkeit oder Richtigkeit. bei Bei Bedarf darf auch korrigiert und ergänzt werden!


    Eindruck und Verarbeitung:

    Ja, Hartke kann nicht nur Bassverstärker, sondern auch Gitarrenverstärker bauen, wie mit dem GT 100c bewiesen.
    Er kommt in einem Holzgehäuse mit schwarzem Tweedbezug und grauem Bespannstoff über den Lautsprechern daher.
    Qualitativ wirkt der Amp und seine Bauteile hochwertig, alles ist an seinem Platz, nichts wackelt, oder ist versucht abzufallen.
    Er wiegt ca. 29 kg, ist damit nicht sehr kompakt, aber das erwartet man auch nicht unbedingt von einem 100 Watt Gitarrenverstärker. Mit den beiden, an den Seiten eingelassenen Griffen, lässt er sich aber dennoch gut transportieren.


    Anschlüsse und Features:

    Der Amp ist ein 2-Kanal Amp Mit Hybrid-Schaltung.
    Befeuert wird der Verstärker von einer 12AX7 Röhre in der Vortstufe. Die Endstufe ist in Transistortechnik aufgebaut.
    Neben dem On/Off-Schalter verfügt der GT 100c über Regler für Volume, Crunch, Bass und Treble für den Cleankanal, welcher einen zusätzlichen Crunchregler (für crunchig Verzerrte Sounds) verfügt. Der Zerrkanal besitzt Regler für Gain, Volume, Bass, Middle und Treble. Der Reverregler ist für beide Kanäle zuständig. Er besitzt einen FX-Loop, Kopfhörerausgang (6,3 mm), Kanalwahlschalter und einen Input für den beigefügten Fußschalter. Der Fußschalter schaltet zwischen den Kanälen um und aktiviert zusätzlich im Cleankanal den Crunch.
    Die beiden 12“ (16 Ohm) Lautsprecher werden sizen im halb geöffneten Gehäuse.
    Eine Hallspierale sorgt für annehmbaren Reverb, im 100 Watt starken Amp.


    Sound und Klangverhalten:

    Der Amp ist sehr vielseitig. Von cleanen Sounds über bluesigen Crunch-, bis hin zu rockigen Distortion-Sounds ist alles möglich.
    Für Metall und noch häteren Sachen ist der Amp nicht zu empfehlen, mit einem entsprechenden Bodenpedal kann man ihm aber auch die härtere Gangart entlocken.
    Die Klangregelung im Cleankanal ist gut, gibt spielraum für viele Sounds, wobei der Charakter dennoch eher basslastig bleibt. Kommt der Crunch hinzu entlockt man dem Amp leicht angezerrte, bis hin zu röhrig, bluesigen Overdrive dem Amp, nur kriselt es im ersten Drittel des Crunchreglers etwas, weitr aufgedreht klingt er besser.
    Im verzerrten Kanal bekommt man die Möglichkeit den Sound durch die Toneregelung vielfältiger zu gestalten. Ger Zerrkanal hört da auf, wo der Crunchregler im Cleankanl aufhört. Die Verzerrung geht schon in den guten Distortion Bereich.
    Zu jedem Zeitpunkt sind genügend Gainreserven vorhanden, aber es wird niemals aufdringlich. Akkorde werden leider etwas matschig wieder gegeben.
    Der Reverb ist sehr dezent, voll aufgedreht wird es etwas luftiger, jedoch nie richtig durchdringend. Ein bisschen mehr Reverb wäre schon wünschenswert.
    Der Sound ist jedoch immer durchsetzungsfähig und warm, jedoch fehlt etwas Differenzierung für Akkorde im verzerrten Bereich, wo es auch leicht matschig wird. Der Clean-Sound ist für den Amp sehr gut und auch recht brilliant.

    Auf Wohnzimmerlautstärke klingt der GT 100c etwas dumpf. Darf er lauter zu Werk, klingt er viel besser, da dann auch die 12“ Speaker endlich werkeln dürfen.
    Mit seinen 100 Watt ist der Amp für die meisten Verwendungszwecke laut genug, nur zu leise darf es nicht werden, weil er sonst eben nicht kingt.


    Fazit:

    Ein solider und qualitativ hochwertiger Amp. Soundtechnisch verbringt er keine Wunder, ist aber durchaus erhaben und gut, sehr gut für seine Preisklasse.
    Seine Stärke ist seine Vielfältigkeit. Preis-Leistung stimmt bei ihm auf jeden Fall!
     
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