Tonika mit Quint im Bass

von wiesenforce, 12.06.10.

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  1. wiesenforce

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    Erstellt: 12.06.10   #1
    'Allo,
    Ich hab letztens gesagt bekommen, dass man bei einer harmonischen Funktionsanalyse bei einer "Tonika mit Quint im Bass" niemals nie T5 schreiben darf und stattdessen eine Dominante mit Quart und Sexte schreiben soll.

    Kann mir Jemand helfen und mir erklären wie sich das begründet?

    lieben GRuß
     
  2. Bassistenschwein

    Bassistenschwein Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 12.06.10   #2
    Meistens erscheint dieser Klang als Vorhalt zur Dominante. In C-Dur also G-C-E wobei sich C zum H und E zum D auflöst, also zu G-H-D = Dominante.
     
  3. wiesenforce

    wiesenforce Threadersteller Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 12.06.10   #3
    okeh alles klar danki ^^
     
  4. Jakob

    Jakob Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 21.06.10   #4
    Hi!

    Also Nie und Immer sind ziemilch blöde Begriffe, vorallem in zusammenhang mit der Funktionstheorie.
    Wie Bassistenschwein schon schrieb, wenn es als Vorhalt fungiert dann wirkt die Tonika mit Quint im Bass
    dominantisch und nicht wie eine Tonika.
    Allerdings ist das rein etwas, was sich aus dem funktionalen Zusammenhang ergibt.
    Einzelne Akkorde nur für sich betrachtet wiedersprechen schon dem Grundanliegen der Funktionstheorie.

    Lg Jakob
     
  5. Bassistenschwein

    Bassistenschwein Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 21.06.10   #5
    Stimmt! In der Stufentheorie wird dieser Klang ja auch als I-Quartsext (I64) bezeichnet. Zur Ergänzung: Prinzipiell kommen Quartsextakkorde gemäß einer Faustregel meist in drei Formen vor: Als Vorhalt, Orgelpunkt oder Durchgang.
     
  6. cvinos

    cvinos Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.06.10   #6
    Ich verstehe noch nicht so ganz, wie sich so ein Vorhalt in die Funktionsharmonik bzw. die Harmonielehre einbetten läßt. Grob gefragt: In dem hier genannten Beispiel folgt auf den Vorhalt kein Quintfall, oder doch irgendwie? Oder ist es nicht notwendig?
     
  7. Jakob

    Jakob Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 24.06.10   #7
    Du meinst, weil der vorhalt ja eigentlich aus dem Kantrapunkt kommt? Wobei ich nicht weis warum man umbeding einen Quintfall braucht..

    Der Vorhalt entsteht durch das dissonante intervall zwischen G und C. (Keine ahnung wer das eingeführt hat, das die Quart dissonant sein soll.. werd ich nie verstehn). Das löst sich allerdings auf die Terz auf (teilweise Konsonanz).
    Nun hast du eine klassischen grundständingen Dominant Akkord und gehst wieder auf die Tonika.
    Nun kannst du (eigentlich: musst du, wenn die Kadenz damit zu Ende sein soll) einen Quintfall einbaun.

    Lg Jakob