tonleiter bezug zum akkord

von dr.walker, 12.10.07.

  1. dr.walker

    dr.walker Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.10.07   #1
    hi ich hab mal ne grundsätzliche frage

    Also wenn ich die Akkordfolge kenne kann ich mir daraus die Tonart und die zuverwendende skala ableiten. Wenn ein stück in amoll steht kann ich ja die amoll skala über alle akkorde der kadenz benutzen da diese ja aus den tönen der a moll tonleiter bestehen; richtig?
    ich muss nicht für jeden akkord die entsprechende tonleiter benutzen. Also beim akkord wechsel von amoll zu gdur muss ich nicht zur gdur skala wechseln, oder doch?
    Wenn das so Richtig ist wie ich das verstanden habe wie stelle ich denn einen bezug zum akkordwechsel her. wenn ich weiß in welcher tonart ein stück ist wäre es ja egal fürs solieren welche akkorde dann kommen.
    also wie machen ich einen akkordwechsel durch solieren deutlich. setze ich dann den grundton des akkords als ziel bzw. anfangston innerhalb der amoll tonleiter. oder wechsel ich die lage dorthin, wo der barre griff für den entsprechen akkord wäre und ergänze die töne des akkords um die der amoll tonleiter in dieser lage?
     
  2. Benno _8)

    Benno _8) Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.10.07   #2
    Wenn das Stück durchgängig in einer Tonart steht (diatonisch), kannst Du die gleiche Tonleiter beibehalten. Formell kann man jedem Akkord eine eigene Skala zuordnen, die dann aber nur ein Modus der gleichen Tonleiter ist und das gleiche Tonmaterial beinhaltet. (Am -> A äolisch, G -> G mixolydisch, beides Modes der C-Dur Leiter). Zu jedem Akkord passen die Töne aber unterschiedlich gut, es gibt jeweils Akkordtöne, Optionstöne (tensions) und dissonant klingende Töne (avoid notes).
     
  3. Rockabillybass

    Rockabillybass Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.10.07   #3
    Moin erstmal.
    Also Guggst du: G Dur. G a h C D e fis G
    Guggst du: a Moll. a h c d e f g a.
    Für Fragen immer wieder gern genommen.
    http://www.musicians-place.de/

    EC
     
  4. MaBa

    MaBa HCA Musiktheorie HCA

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    Erstellt: 12.10.07   #4
    Allerding mußt du aufpassen, ob wirklich alles diatonische Stufenakkorde sind. In moll ist die Dominante meistens ein Dur-Akkord bzw Dominant-Septakkord. Dann weicht ein Ton von der reinen Molltonleiter ab. Da mußt du dann deine Skale kurzzeitig anpassen.

    In der Regel brauchst du den Akkordwechsel nicht hervorzuheben. Du mußt nur beachten, daß sich Spannungs- und Entspannungstöne von Akkord zu Akkord unterscheiden. Deine Melodiebögen sollte entsprechend ausgerichtet sein. Meistens wirst du deine Phrasen auf einem Akkordton enden lassen.

    Gruß
     
  5. dr.walker

    dr.walker Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.10.07   #5
    danke für eure schnelle antworten .

    die töne dürfen also beutzt werden sie nehmen bei einem anderen akkord nur ein andere funktion ein . Das ist dann wohl mehr ne feeling sache welche licks sich geil anhören zu welchem akkord.
     
  6. Schrax

    Schrax Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.10.07   #6
    naja- es sind halt zwei herangehensweisen die beiden in der Praxis angewendet werden.
    1) Möglichkeit: Stück ist in A- und du spielst über das ganze Stück A- Skala. Das nennt sich "Key Center"... Kann passieren, dass dann auch mal ein flascher Ton dabei ist, vielen ist aber das schnelle Umrechnen zu schwierig bzw. haben ein gutes Feeling und können so "intuitiv" die richtigen Töne fühlen...
    2) Möglichkeit: Du wechselst bei jedem Akkord- das ist Anfangs recht schwierig, da du schnell und viel rechnen musst- es ist aber machbar, dass du mehr oder weniger (+/- 1-2 Bünde) in der gleichen Lage auch in der Tonart springst (jetzt mal auf Gitarre bezogen- andere Instrumente weiß ich das nicht)

    Anfangs wird man sicher die 1. Möglichkeit anwenden- wenn man schon erfahrener ist wird die 2. immer interessanter ;)
     
  7. dr.walker

    dr.walker Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.10.07   #7
    gut ich denke das beim improviesieren eher die erste methode verwendet wird und son "falscher ton" nich umbedingt schlimm ist. kann ja auch was haben.
    und methode 2 eher wenn man n solo zu nem stück schreibt. wobei ich denke, dass, beide methoden halt einfach viel mit erfahrung zu tun haben.
    ma n beispiel: beim solo von iron maidens fear of the dark hab ich sehr stark den eindruck das die lage bzw. skala entsprechend zum akkord gewählt wird.
     
  8. Schrax

    Schrax Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.10.07   #8
    Sorry, da hast du einfach nicht recht.
    Diese Methode wird vorallem von unerfahrenen bis medium-erfahrenen Gitarristen (oder generell Musikern) gewählt- Sobald man sich zB eingehender mit Jazz beschäftigt wirst du sehr viele Leute finden die nur mehr Methode 2 anwenden, weil man dadurch viel besser der Klangfarbe der Akkorde folgen kann-
    Wenn du über einen dominant 7 Akkord (V Stufe) (in diesem Beispiel) eine alterierte Skala spielst, wird sich das besser anhören, als wenn du weiterhin Moll drüber spielst ;)
    Bzw. wenn wir in Dur sind, statt einer alterierten eine Mixolydische wirds besser sein als einfach Dur drüber ;)
     
  9. Rockabillybass

    Rockabillybass Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.10.07   #9
    Einspruch !
    Deiner Argumentation folgend würden dann Musiker wie BB King, SRV
    u.v.a. als unerfahrene Musiker gelten, weil sie in Ihrem Solospiel sich im Pentatonischen bereich bewegen.
    In der Musik gibt es kein "Verboten" so lange es gut klingt.
    EC
     
  10. Benno _8)

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    Erstellt: 17.10.07   #10
    Im Blues ist ja die Unabhängigkeit der Skala von Akkordwechseln und die daraus resultierende Reibung charakteristisch, ein pentatonischer Ansatz der Altmeister entspricht also durchaus der reinen Lehre.

    Solange man den diatonischen Bereich nicht verläßt, ist ein Wechsel der Skala (z.B. C-ionisch nach G-mixolydisch) auf den ersten Blick ja auch zunächst ein rein formeller Akt. Das Notenmaterial bleibt gleich, die Kunst besteht darin, daß der Skalenwechsel hörbar wird und Dissonanzen vermieden werden, was mitunter intuitiv besser gelingt als mit grauer Theorie.
     
  11. Guendola

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    Erstellt: 17.10.07   #11
    Prinzipiell ist es völlig richtig, daß man zu jedem Akkord einer Tonart in der entsprechenden Tonleiter die richtigen Töne findet.

    Es gibt allerdings zwei Dinge zu beachten:

    Blues, Rock und viele andere Musikrichtungen benutzen eine Mischung aus entweder Dur oder Moll und der Bluestonleiter. Die zusätzlichen Töne der Bluestonleiter muß man natürlich mit Bedacht einsetzen aber sie gehen halt auch. Wenn man daraus aber weitere Akkorde bildet, wird es gefährlich - siehe zweites Ding.

    Man kann sich aus einer Tonart hinausbewegen, indem man von einem Akkord, der in zwei verschiedenen Tonarten zu hause ist, in die nächste überwechselt. Dann muß man sich natürlich an die neue Tonart halten und vielleicht auch darüber nachdenken, wie man gelegentlich wieder zurück kommt.

    Näheres dazu unter http://www.lehrklaenge.de/index.html
    Grundlagen, die jeder Musiker kennen sollte - finde ich.
     
  12. dr.walker

    dr.walker Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.10.07   #12
    ja ich hab da auch aus meiner sicht gesprochen ich mach das beim improviesiren so bzw wollte ja erfahren ob das so richtig is kann gut sein, dass die jazzmusiker das anders machen und da mehr gedanken dahinter stecken. denk halt einfach nur, dass man ja beim spielen nich so viel gleichzeitig rechnen und überlegen kann. jazzmusiker machens aber doch so indem se ne akkordfolge bzw irgendein schema ansagen und dann sacht sich der jazzer ich nehm jetzt die skala aber wärend dem spielen denkt doch keiner in der zeit von der 4 und und der 1 bei 200 bpm jetzt mach ich das so und so und führt quasi mit sich selber diese diskussion die wir hier haben. die gedanken machen se sich doch auch bevors richtig losgeht. beim schreiben hat man ja mehr zeit sich gedanken zu machen wobei man ja auch einfach n bisschen rumprobieren kann und das was passt behält man.
     
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