Typische Sound?

von Fridolin K., 02.12.06.

  1. Fridolin K.

    Fridolin K. Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.12.06   #1
    Als ich neulich bei einem Fernsbeitrag so ein melodisches Gitarrengejaule hörte und mir überlegt wer da der Verursacher sein könnte war ich mir recht schnell klar dass es nur Jimi Hendrix sein kann. Wie ich dann schließlich nach Stöbern in youtube das entsprechende Lied fand war es auch tatsächlich von ihm. Nun frag ich mich ob es bei den großen Klassiker auch sowas wie den typischen Bach- oder Beethoven-Sound gibt. Dass man ein Lied allein am charakteristischen Klang zu ordnen kann ohne dass man konkret weiß von wem es ist.
    Wenn ja, wie äußert sich das?
     
  2. MichiSi

    MichiSi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.12.06   #2
    Natürlich gibt es einen Beethoven- oder Bach- oder Mozart-"Sound". Die Stücke klingen charakteristisch für den jeweiligen Komponisten, die Sache ist hier aber doch deutlich anders, als z.B. bei Hendrix und Santana.
    Der Grund ist einfach: Zum einen hat ein akustisches Instrument natürlich keinen Klangregler, außerdem wird natürlich auf heutigen Aufnahmen weder von Bach, Beethoven noch sonstwem dirigiert, arrangiert, geschweige denn gespielt.
    Der typische Klang bei den Klassikern ergibt sich also eher durch die typischen Muster oder typische Art, wie Spannungs- oder Melodiebögen gespannt werden. Nicht durch die typische Art des Fingervibratos, wie bei einzelnen Musikern. ;)
     
  3. Günter Sch.

    Günter Sch. HCA Piano/Klassik HCA

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    Erstellt: 02.12.06   #3
    Ergänzend:
    wir müssen vielleicht unterscheiden zwischen "sound" (einem modernen begriff) und "stil", und da gibt es erkennbare unterschiede. Ein "zeitstil" verbindet gleichzeitig lebende komponisten, ihr "personalstil" unterscheidet sie. Haydn und Mozart sind manchmal schwer zu unterscheiden, aber wenn ich eine wohlklingende, eher nichtssagende 19.Jh.- orchestermusik höre, tippe ich auf eine sinfonie von Dvorak und habe meistens recht, außer der 9. natürlich, die ist außerordentlich.
    Jede epoche verwendet ein für sie typisches instrumentarium, woran sie auch zu erkennen ist, niemand komponierte im 19.Jh. mehr für cembalo oder viola da gamba, und in der ganzen barock-zeit hört man nicht eine einzige klarinette. Das saxophon wurde vor seiner erfindung auch nicht verwendet :) .
     
  4. Böhmorgler

    Böhmorgler Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 04.12.06   #4
    Es gibt so viele Komponisten, daß es m.E. nicht möglich ist ein unbekanntes Stück einem Komponisten zuzuordnen - das wäre dann eher ein Glückstreffer.
    Klar, wenn man was hört, hat man meist schon einen oder ggf. mehrere "Verdächtige".

    Ich habe HIER mal was recht Nettes. Es ist nur ein kleiner Schnipsel, genauer der Anfang (knapp 3 min) eines rund 30 minütigen Stückes.

    Da könnte man jetzt "heiteres Komponistenraten" mit veranstalten. -- Aber den wir kaum einer kennen.
     
  5. kleinershredder

    kleinershredder Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.12.06   #5
    Ich denke JS Bach kann man immer erkennen.
    Bei Beethoven wird es schon schwerer, denn nach ihm kamen viele, die ähnliche Kriterien erfüllen wie er. Vielleicht kann man Palestrina noch erkennen. Aber dazu kenne ich zu wenig der Musik, als dass ich sagen könnte ja, dass nicht jemand anderes einen ähnlichen stil hat.
     
  6. metallissimus

    metallissimus Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 21.12.06   #6
    Auflösen bitte! :D
    Also ich tippe mal Osteuropa nach 1850. Da du sagst, dass den kaum einer kennen wird, trau ich mich nich konkreter zu werden...
     
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