Umkehrungen des Dominantseptakkordes

von Marcello25, 15.02.16.

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  1. Marcello25

    Marcello25 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.02.16   #1
    Liebes Forum

    Ich übe momentan viel Gehörbildung. Intervalle, Akkorde(3 und 4-Klänge) höre ich nun schon ziemlich gut. Aber die Umkehrungen des Dominantseptakkordes(Dur7) höre ich nicht. Weiss jemand, auf was ich beim Hören achten muss? Gibt es irgend ein "Trick" (so wie bei den Intervallen mit den Liedanfängen)?

    Ich wäre sehr dankbar um Rat!

    Liebe Grüsse Marcell025
     
  2. hmmueller

    hmmueller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.02.16   #2
    Die etwas theoretischere Anwort ist: Du musst den Leitton relativ zum Melodieton oder rleativ zum Basston hören - aus dem Intervall ergibt sich die Lage.

    Praktischer und sinnvoller, weil's dann auch um Melodieführung geht: Du lernst zu hören, wie sich der Septakkord auflöst/auflösen würde (zu den Umkehrungen des Septakkords siehe Lehrklänge-Septakkord, zu den Lagen der Grundtonart Lehrklänge-Lage):
    * Septakkord: Löst nach unten zur Terzlage der Grundtonart auf = die Terz der Grundtonart ist Melodieton.
    * Quintsextakkord: Löst ohne Änderung des Melodietons zur Quintlage auf.
    * Terzquartakkord: Löst nach oben zur Oktavlage = zu einer Lage der Grundtonart, wo der Grundton Melodieton ist.
    * Sekundakkord: Löst nach unten zur Oktavlage; oder nach oben zur Terzlage auf.

    Diese "eh klaren Auflösungen" muss man sozusagen "mit/nach dem Septakkord hören" - dann ist auch klar, in welcher Lage der Septakkord davor war.

    H.M.
     
  3. Marcello25

    Marcello25 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.02.16   #3
    DANKE für deine Antwort, hmmueller.
    Ich höre wohin es auflöst, aber kann nicht sagen, ob es jetzt ti-do oder mi-fa, etc. ist... Wie kann man das bestimmen?
     
  4. hmmueller

    hmmueller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.02.16   #4
    Aus deiner Frage schließe ich (wenn ich richtig liege), dass du nicht "ganz" hörst, wohin es auflöst: Du sagst ja, dass du bei üblichen Dreiklängen die Umkehrungen hören kannst.
    Nun musst du bei einem Septakkord (in irgendeiner Lage) "hören" = dir deutlich vorstellen, in welchen Akkord er auflöst - nicht nur, zu welchem Ton die Melodiestimme hin auflöst (ich glaube, du hörst momentan nur das).

    Also z.B.: Wenn du "hörst" / "weißt", dass der Zielakkord in Terzlage ist (=der oberste Ton des "Auflöseakkords" ist die Terz der Tonart = mi) und die Auflösung von oben nach unten geht, dann muss ja der Melodieton vorher ein fa gewesen sein --> also war der Septakkord in der Grundlage.

    Oder: Wenn du hörst, dass der Zielakkord in der Oktavlage ist = der oberste ton dieses Auflöseakkords ist ein do, und außerdem die Auflösung von unten kommt, dann muss der vorherige Melodieton ein ti gewesen sein, also war der Septakkord in Terzquartlage.

    Das klingt jetzt alles viel schwieriger, als es ist - man muss "nur" die zwei Klänge in ihrer "Art" "hören" ... naja, vielleicht ist es nicht so leicht, aber so geht's jedenfalls. Irgendwann hörst du's ganz automatisch!

    H.M.
     
  5. CUDO II

    CUDO II Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.02.16   #5
    Der Begriff Umkehrung bezieht sich ja eigentlich auf die Stellung eines Akkordes und nicht auf die Lage.

    Wo liegt Dein Problem Marcello? Den tiefsten oder den höchsten Ton eines Voicings (Akkordes) zu hören?
     
  6. Marcello25

    Marcello25 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.02.16   #6
    Das ist richtig. Ich höre tatsächlich nur den Melodieton. Für mich persönlich ist es sehr schwer, die Lage der Auflösung herauszuhören. Es hört sich einfach bei jeder Umkehrung des Dur7 nach der selben Auflösung an...
    Meinst du damit so was?:
    upload_2016-2-17_21-26-41.png

    Nein, ich glaube diese höre ich. Mein Problem ist, mir die Auflösung vorzustellen, um so auf die Lage des Akkordes zu schliessen.

    Danke für eure Hilfe! Ich verstehe zwar noch nicht ganz alles, aber es hat mich weitergebracht! Schönen Abend!
     
  7. hmmueller

    hmmueller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.02.16   #7
    Ja, genau!!

    Deine Symbole unter den V-Akkorden liebe ich: Du hast Deine eigene "graphische Vorstellung" von den Tönen - gut so!

    Bei den Auflösungen würde ich ("würde man eigentlich") immer zu Dreiklängen hin auflösen, so wie Du's bei der letzten Auflösung gemacht hast.
    Aber so geht es auch, und wenn es Dir so hilft, ist es genau so ok. Es kommt dann halt bei der Aulösung des V56
    • nicht, wie ich geschrieben habe, "Löst ohne Änderung des Melodietons zur Quintlage auf." raus (das wäre dann do-mi-so)
    • sondern "Löst durch einen Terzfall zur Terzlage auf". Aber wenn Du diesen Terzfall hörst bzw. Dir vorstellst, ist das genau so ok!
    // Edit: Noch was: Diese Auflösungen haben für mich verschiedenen "Charakter" - ich beschreibe sie kurz mit Worten:
    • Die ersten beiden sind die "zurückhaltenden", "zurückgehenden". Man würde sie normalerweise mit einem Decrescendo spielen, d.h. der zweite Akkord ist leiser als der erste. Dabei ist die erste wegen der fallenden Sekund die "ganz ruhige", die zweite wegen der fallenden Terz die "ein wenig gespanntere" - bei dieser zweiten würde man das Decrescendo auch noch stärker machen.
    • Die dritte ist die "strahlende" - der "großartige Schluss einer Mozartmesse" - der ganze Chor "jubelt nach oben" - enormes Crescendo!
    • Die vierte ist die "positive" - geht auch in eine Oktavlage, aber eben fallend - ich stelle sie mir weder mit Crescendo noch mit Decrescendo vor, sondern "einfach weitergehend".
    Mir helfen solche "Aufführungsvorstellungen" - vielleicht Dir auch ...

    H.M.
     
  8. Marcello25

    Marcello25 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.02.16   #8
    Danke hmmueller für deine Beschreibung der Umkehrungen. Ich werde probieren, ob ich es ähnlich empfinde...

    Ich wünsche dir ein schönes Wochenende!
     
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