Uneinsichtiger Schlagzeuger. Wie bekomm ich den leiser?

von Peter Venkman, 29.02.08.

  1. Peter Venkman

    Peter Venkman Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.02.08   #1
    Schönen Guten Tag liebe Mitmusiker.

    Ich habe ein Problem bei dem nur ihr mir helfen könnt.
    Es bezieht sich hier nicht auf Equipmment sondern es geht mehr um die Philosophie des Drummens. Ich hoffe das hier ein paar Professionelere Schlagzeuger ihre Meinung dazu abgeben können.

    Es geht um folgendes Problem.

    Leider Gottes ist ja das Schlagzeug eines der beliebtesten Instrumente in einer Rock Band daher gibt es natürlich einen Output an vielen sehr sehr sehr sehr schlechten Schlagzeugern. (ihr kennt das ja) Ich will hier niemanden beleidigen aber es ist nun mal wie bei der Gitarre so das es viele Halbblinde gibt die Schlagzeug spielen wollen aber es nicht für nötig halten es mal richtig zu lernen.

    So mein Problem ist unser Schlagzeuger. Er hat Talent ohne Frage. er hat nur ein Problem. er hat nie richtig unterricht genommen. Daher steckt er, wie ich finde, zur zeit einfach in seinen Mustern fest. Nicht nur das er hat auch ein Dynamik problem er spielt viel viel viel zu laut. Bei Auftritten kommt die Stimme unseres Sängers einfach nicht gegen unseren Sound an. Das problem ich dreh den amp leiser---- aber wer dreht den Schlagzeuger leiser?

    Er hat auch ein Problem einfache Grooves zu spielen., Ich glaube das es daran liegt das er einfach keine Basis hat. Er sagt es macht ihm keinen Spass. Wir spielen Rock da haut man als Bassist nun mal die 8teln raus und das finde ich geil weil es halt passt. Aber er weigert sich einen einfachen soliden Groove zu spielen, was uns helfen würde auch die nummer weiterzubringen, dann kann er ja gerne ein paar fills klopfen.

    Ich hoffe ihr versteht mein Problem. Meine Frage wie kann man ihm das verdeutlichen? wie würdet ihr argumentieren? und ging es euch am anfang auch so? Was habt ihr dagegen getan`?

    Ich freue mich auf eure antworten.
     
  2. Axel S.

    Axel S. Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.02.08   #2
    Das Problem haben glaub viele Drummer!
    Da bin ich froh, dass wir einen haben, der auch die leisen Töne beherscht.

    Tja - was machen?
    E-Grrl, bist Du online? Du hast da doch Erfahrung?!!

    Neuen Drummer suchen !
     
  3. Ern

    Ern Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.02.08   #3
    Ich denke Unterricht wäre sehr wichtig. Wir haben bei unserem Bassisten das selbe Problem. Der hatte nie Unterricht und will den Bass immer viel lauter als es sich für einen Bass gehört. Ich denke beim Unterricht lernt man nämlich unter anderem auch, wie man sein Instrument am besten einsetzt. Und vielleicht kriegt man auch dadurch auch Spaß an einfachen Dingen. Mir macht das musizieren mit meiner Band riesig Spaß, obwohls mich eigentlich nicht wirklich fordert. Aber ich versuche dann halt die einfachen Sachen so zu spielen, dass sie so geil wie möglich klingen.
    Du kannst ja mal versuchen ihm das nahe zu legen. Da kann es dir natürlich gehen, wie uns mit unserem Bassisten, der darauf sagt: "Ich kanns doch, was soll ich da denn noch besser machen?"
     
  4. Matthias

    Matthias Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.02.08   #4
    Du hast natürlich grundsätzlich erstmal das Problem der Grundlautstärke eines Schlagzeugs. Es wird immer lauter sein als ein verstärktes Saiteninstrument, welches man auf minimale Lautstärke stellen kann. Wenn euer Sänger schon gegen diese, ich nenn sie mal Grundlautstärke, nicht ankommt müsstet ihr evtl über eine stärkere PA nachdenken.
    Mit seinem Groove Problem ist es nunmal schwer. Ich denke, dass Einzige was ihr als Band da machen könnt, ist ihm klar zu machen, dass er einfach mal songdienlicher spielen muss! Stichwort: Weniger ist manchmal mehr. Vielleicht denk er ja, dass die Zuhörer ihn als schlechten Drummer einschätzen nur weil er halt nicht 1000 Fills und Spielereien macht sondern "nur" durchgroovt. Wenn ihr ihm den Zahn ziehen könnt, wäre schonmal ein Grundstein für ein besseres Miteinander gelegt.
    Evtl. nehmt ihr mal bei der Probe oder so was auf und zeigt ihm genau die Stellen, die ihr als störend empfindet. Vielleicht sieht er es dann ein.
    Wenn das alles natürlich garnichts bringt und er sich überhaupt nicht überzeugen lässt, dann müsstet ihr als letzte Konsequenz evtl. wirklich über eine Neubesetzung nachdenken.

    Gruß, Matthias
     
  5. Haensi

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    Erstellt: 29.02.08   #5
    Ihr müsst ihn halt verklickern, dass es ohne eine gewisse Basis nicht geht. Die Grundrhytmiken des Rock und Pop sollte man schon drauf haben, wenn man bandmässig unterwegs sein will. Als Gitarrist sollte man ja schließlich auch einige Akkorde und Melodien spielen können. Alles andere hat keinen Sinn und es kommt nur Lärm raus.
    Es wäre schon gut, wenn er sich einen Lehrer suchen würde, das ist nie verkehrt. Es gibt aber auch klasse Lehrvideos und -bücher, die sollte er sich mal reinziehen und am besten mit Metronom bzw. Drummaschine üben. Wenn er das nicht will, ist eh über eine weitere Zusammenarbeit nachzudenken.

    Das mit der Lautstärke müsst ihr ihn klarmachen und notfalls die Stöcke wegnehmen und durch dünnere (= leisere) ersetzen. Ein gutes Mittel ist auch, wenn ihr im Proberaum augenblicklich aufhört zu spielen, wenn er lauter wird und du und der Gitarrist dies konsequent durchzieht. Irgendwann wir es ihn nerven immer alleine zu spielen und dann kapiert er hoffentlich, dass er was ändern muss.
    Wenn es aber kein Einsehen gibt, ist es wohl besser sich von ihm zu trennen. Eine gewisse "Schonfrist" solltet ihr ihn schon geben.

    Matthias hat auch Recht: viele Drummer meinen sie müssten Wunder wie ausgefallen spielen, mit Fills und Wirbel und was weiss ich noch alles. Dies macht sich aber nur dann gut, wenn man dies 100%ig beherrscht ansonsten wird es nur ein Soundbrei und bringt den Rest der Band völlig aus dem Konzept. Ein einfaches "BumTschakBummbummTschak" durchgspielt ist oft viel besser und ist für manche Songs völlig ausreichend.
     
  6. Drummer Ziesi

    Drummer Ziesi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.02.08   #6
    Dynamisch Schlagzeug spielen ist - ohne Frage - eine der schwersten Disziplinen. Es sollte allerdings auch kein Problem sein sich selbiges anzueignen. Alleine ohne eine (von vielen) richtige Technik wirds aber verdammt schwer und verdammt lange dauern. Wenn euer Drummer mal 1-2 Jährchen in Unterricht investiert, würde sich das sicher auszahlen. Aber wenn er eben so bockig ist, wirds schwierig ihn dazu zu bringen.

    Nun, was tun ist die Frage. Man könnte ihn beispielsweise für 1-2 Songs einfach mal austauschen, mit einem Drummer der ebenso laut spielt und ihn ins Publikum stellen, dass er selbst erlebt wie unpassend sein lautes Spiel eigentlich wirklich ist, dass er für das Problem sensibilisiert wird unds vlt dann doch selbst einsieht und was dagegen unternimmt. Im Extremfall mit raufwurf drohen... Denn es ist keine Eigenschaft des Schlagzeugs, und schon gar nicht des Drummers, automatisch laut zu sein.

    Gruß, Ziesi.

    Edit: Groove, die Königsdisziplin kann man auch mit 2 Jahren unterricht nicht einfach so erlernen, man muss viel, viel Zeit und Geduld investieren um ein Gefühl für den Rhythmus zu bekommen. Unterricht kann einem dabei helfen, aber nicht gänzlich beibringen. Da muss es bei jedem selbst "klick" machen (oder wies bei uns in Bayern heißt: schnackeln).
     
  7. Ahead Freak

    Ahead Freak Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.02.08   #7
    ganz richtig!
    hab neulich auch wieder festgestellt, dass einige drummer denken Schlagzeug = Laut.
    Solche Leute haben meiner meinung nach noch nicht die "Philosophie" des Schlagzeugs, der da heißt groove, verstanden.

    sollte euer drummer das nicht einsehen sollen/wollen, würde ich ihm wirklich mit dem rauswurf konfrontieren. So ein verhalten (von ihm) finde ich unreif...

    Trommeln wurden nicht erfunden um anderen Leuten die Trommelfelle (was für ein Wortspiel) zu zerstören.
     
  8. Peter Venkman

    Peter Venkman Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.02.08   #8
    Ja ihr habt recht. Es gibt so stellen da spielen wir ein Stück und unser Gitarrist und ich schauen uns an und wissen das ist es. Das Schlagzeug macht " nur" bumtschaka bum. Aber es groovt und fährt es ist nur geil. Du schaust unserem Schlagzeuger ins gesicht und was ist... er langweilt sich. Oder wir spielen was was scheiße klingt aber er hat irgendein fill und findet es geil. Wir brechen ab unser Gitarrist und ich wissen es war scheiße. was kommt von ihm. Das war aber schon geil oder.....

    Das ist auch ein Problem er hört nur sich. Und ein Spruch von ihm war der wirklich beste. Wir wollten Zugabe ein Lied von den Queens of the Stone Age spielen. nur welches?. Weiß nicht mehr wie das hieß was er wollte. aber er wollte es mit der begründung... Da kann ich zeigen was ich kann ...... toller spruch oder. Das geile ist so besonders ist das Schlagzeug da auch nicht.

    Seine lieblingsbands. QOTSA, Pearl, Incubus.

    Komisch alles Bands die meiner meinung nach keine Solo monster am Schlagzeug haben sondern echte Groover. Schade das er den unterschied nicht versteht.
     
  9. SkaRnickel

    SkaRnickel Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.02.08   #9
    Da sehe ich das Problem des "ich will was kompliziertes spielen" viel stärker als das Lautstärkenproblem. Ihr könnt ihn ja mal mit 20 Minuten Gitarrensoli konfrontieren, mal sehen was er dann sagt :D

    Das ganze ist sogar einigermaßen ernst gemeint. Grade in der Gitarristenecke kenne ich dieses Problem der "Griffbrettwichser", die Sport mit dem Instrument verwechseln. Habt ihr eigentlich schonmal ernsthaft mit ihm darüber geredet, in vernünftigem Tonfall die Problematik erklärt?
     
  10. metaljuenger

    metaljuenger Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 29.02.08   #10
    Hmmm, der verwechselt da echt einiges... Das SChlagzeug is ja ein Begleitinstrument und kein Solo-Instrument, klar, dass auch ein Drummer mal eine Solo-Einlage spielt (bestes Beispiel: Chimaira - No Reason to live am Ende, das ist ein kurzes Solo, vll. 10, 15 sek, aber der Hammer), aber das solte sich in grenzen halten. Und mit Fills etc. muss man, solange man sie nicht gut beherrscht und sie vor allen NICHT ins Lied passen, sparsam umgehen.
    Wie schon gesagt, manchmal ist weniger mehr!
     
  11. the flix

    the flix Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 29.02.08   #11
    Ich sehe das Problem nicht als Schlagzeuger-spezifisch, sondern eher in der allgemeinen Herangehensweise. Wenn er ein anderes Instruemnt spielen würde, wäre es wohl ähnlich.

    Euer Drummer scheint nicht ganz zu verstehen, dass es euch darum geht, gemeinsam Musik zu machen. Er will anscheinend viel mehr sich selbst in den Mittelpunkt stellen.

    Da kann wohl nur ein klärendes Gespräch helfen. Macht eurem Standpunkt klar, dass es um die Musik geht und nicht um den einzelnen. Und schließt auch einen Bandausschluss nicht aus, auch wenn das für euch bedeuten könnte, erst mal ohen Drummer dazustehen. Denn so scheint mir bei euch kein produktiven Arbeiten möglich.

    Ein Lehrer wäre wirklich eine gute Idee, wenn ihm mal jemand anderes, den er auch als kompetent ansieht, sagt, was er ändern sollte.
     
  12. Haensi

    Haensi Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 29.02.08   #12
    Ja das ist der springende Punkt: gemeinsam Musik machen. Das will euer Drummer wohl nicht kapieren und sich profilieren. Nur hat er sich dafür aber das ungeigneste Musikinstrument auserkoren. Da das Schlagzeug ja eine Rhythmusinstrument ist, ist es ja wohl eher als Begleitinstrument gedacht.
    Wenn er sich überhaupt nicht einfügen will und sich nur in den Mittelpunkt stellen will, dann droht mit Rauswurf. Er kann sich ja als Solokünstler versuchen:rolleyes::rolleyes:
     
  13. metaljuenger

    metaljuenger Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 29.02.08   #13
    Ja, den Bandrausschmiss kann man ja mal androhen und dann weiterschauen... Vll kapiert er dann worum es geht. Man muss ihn ja nicht gleich rauswerfen, aber zumindest mal ernsthaft androhen... Er darf ja auch seine Soli mit einbringen, kann auch mal technischere Sachen reinbringen (solange er sie beherrscht), aber eben nicht nur, das gehört eben beim Drummen dazu, sich anzupassen und songdienlich (bzw. banddienlich) zu spielen
     
  14. trommelfrosch

    trommelfrosch Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.03.08   #14
    erstens: mein aufrichtiges beileid :D

    zweitens: ich denke nicht dass die probleme eures drummers nur durch unterricht zu lösen sind ... denn offensichtlich sieht er keinen bedarf, an seiner einstellung bzw. seinem spiel etwas zu ändern ... ihn zum unterricht überreden zu wollen und/oder mit rausschmiss zu drohen verletzt wahrscheinlich sein ego und scheint mir wenig erfolgversprechend

    ich wünsche euch, dass ihr einen gemeinsamen ausweg aus dem drummerdilemma findet ... eventuell helfen ja auch ein paar gezielte feedbacks von dritten (publikum, andere musiker) um einen (um)denkprozess in gang zu bringen...

    ansonsten bleibt nur der rat von Axel S. ...

    grüssle
     
  15. Hein

    Hein Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.03.08   #15
    Legt ihm doch mal 'ne CD mit Musik die er mag ein und fordert ihn auf, dazu zu spielen.
    Das sollte er aber allein tun; nicht, dass er sich durch Eure Anwesenheit gehemmt fühlt.
    Als ich das zum ersten Mal gemacht habe, musste ich feststellen, dass meine Grenzen sehr eng gesteckt waren.
    Ich musste feststellen, dass ich selbst bei "einfachen" aber recht schnellen Stücken schon überfordert war, nur den Grundbeat dauerhaft sauber mitzuspielen! Das war viel schwieriger, als Fill an Fill zu reihen! Dadurch hab' ich gemerkt, dass das Spielen von Fills bei mir oft nur dazu diente, mich vom Groove "auszuruhen"!

    War 'n Aha-Erlebnis für mich!
    Vielleicht auch für ihn?
     
  16. wudu

    wudu Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.03.08   #16
    Also bei mir war das vor langer Zeit auch so, dass ich viel zu viel gespielt hab. Das kam zum Teil daher dass ich zuviel krasse Musik gehört hab bei der das schlagzeug einfach nicht nur gegrooved hat.
    Nachdem sich dann mein Musikgeschmack geändert hat, hat sich auch meine Einstellung zum Drumming geändert. Jene Musik die mich dazu bewegte war mit ?uestlove Thompson am Schlagzeug, der ist halt echt wie ein Drumcomputer und groovt wie die Hölle und wenn man sich dann mal so ne Platte reinlegt und dazu spielt bekommt man echt n sau gutes Gefühl für weniger ist manchmal mehr.
    Kleiner Tip noch am Rande: Vielleicht würd es sich auch mal lohnen ihn an ein Schlagzeug mit nur Snare Bass und Hihat und maximal noch 1 Becken zu setzen. Dann kann er schön grooven und langeweilig ist ihm dann auch nicht, da er überlegen muss wie er seine Fills spielen soll :D

    Grüße Jonas
     
  17. Haensi

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    Erstellt: 01.03.08   #17
    Die Idee mit dem Minimalschlagzeug ist auch gut. Denn oft denken vor allem Neulinge: wenn ich schon so viele Toms und Becken habe, muss ich sie auch spielen. Sie spielen dann irgendwas, ob es passt oder nicht.
    @ edward gain
    Ihr müsst ihn halt echt verklickern, dass er einfacher spielen soll.
    Dazu fällt mir folgendes ein.
    Vor Jahren hatten wir einen Ersatzdrummer gesucht, da ich zeitlich etwas kurz angebunden war und wir noch einige Gigs zugesagt hatten, die wir spielen sollten.
    Da hat sich einer vorgestellt, der konnte super Fills spielen und klasse Soli (viel besser als ich). Aber er schaffte es nicht ein einfachen Bluesrhythmus/Shuffle zu spielen, er hatte extreme Temposchwankungen und einfach kein Feel. Obwohl er technisch echt gut war, haben wir ihn nicht genommen, da er keinen Song richtig durchspielen konnte.
    Ihr müsst den Drummer beibringen, dass er songdienlich spielen soll.
     
  18. Leberfläkel

    Leberfläkel Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.03.08   #18
    @edward gain:
    in welchem Verhältnis steht Ihr denn zu Eurem Drummer? Freund, Verwandter, irgendwie Gefunden? Denn so schade es ist: Manchmal muss man sich trennen. Offensichtlich ist er nicht nur uneinsichtig, sondern auch ein bisschen verbohrt (und von sich wiederum überzeugt), was auch mit Überzeugungsarbeit von Eurer Seite aus wenig veränderbar scheint. Für mich stellt es sich so dar:
    Haben: nicht viel, außer dass er Krach macht
    Soll: Kostet Zeit, Nerven, macht das Proben ineffizient (von der Effektivität mal zu schweigen) und kann wahrscheinlich auch in naher Zukunft Eure Erwartungen nicht erfüllen. Meine Entscheidung/mein Votum in Eurem Fall an meiner Stelle wäre mal ohne ihn zu beratschlagen wies aussieht und ggf. sich nach einem neuen Drummer umzusehen - es gibt zu viele gute...
     
  19. Peter Venkman

    Peter Venkman Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.03.08   #19
    HI leute danke für eure vielen Konstroltiven Vorschläge.

    So zu unserem Drummer. Er ist Gründungsmitlglied und spielt mit unserem Gitarristen schon lange zusammen. Er ist ein guter Freund. Das problem bei ihm ist er ist sehr kreativ und hat gute ideen. Daher wäre ein rausschmiss wirklich ein großer Verlust.

    Gestern hatten wir einen Auftritt und haben uns mal unterhalten vorallem über sein Schlagzeug spiel. Er hat selbst zugegeben das er gerade in einer Phase ist wo er halt zeigen will was er kann und sich dann zurücknimmt. Ich kenne das hatte ich diese Phase anfangs auch. Aber das war als ich 1,5 jahre bass spielte und zwar immer schon mit lehrern und die Phase war daher in gut 6 monaten gegessen. er spielt 5 jahre schlagzeug und macht jetzt erst diese Phase durch. was für mich ein schönes bsp dafür ist wie lange eine entwicklung ohne förderer dauert.

    Das Problem ist leider wegen Feedback. Er bekommt zu viel positives. Jeder sagt nur wie toll er ist (klar die leute wissen halt alle nicht was einen wirklich guten Drummer ausmacht). Während mir das zwar auch leute sagen denk ich mir, nett aber schwachsinn. weil ich weiß wo meine schwächen sind und an denen werde ich noch lange arbeiten müssen. Er glaube ich ist sich seiner schwächen nicht bewusst oder will sie nicht wahrhaben.

    Noch ein Problem ist das er seh5 viel zeit mit seinen "SOLO" projekten verbringt. er hat in den 2 jahren in den ich ihn kenne so schnell gelernt Gitarre zu spielen für seine Projekte. aber das drummen war nicht so auffällig in der Steigerung. Wenn der die Zeit fürs Drummen genutzt hätte dann wäre er vielleicht sogar der beste in der Band. Aber zur zeit ist er weit hinter uns anderen. Und das sollte beim schlagzeuger wirklich nicht sein.

    Ich sehe das Problem da das er sich mit seinem Part in der Rythmus Gruppe einfach nicht abfinden kann. Ich wollte das schon immer mal ansprechen und ihn vor die wahl stellen lernen oder gehen! Weil es geht darum wenn man Ziele hat muss man dafür arbeiten. Einfach nur davon reden un schwämen ist zu wenig um sich in der Szene gehör zu verschaffen.

    MFG
    Ps.: weiß leider nicht mehr wer den vorschlag mit dem zur Cd spielen gebracht hat, aber die idee ist gut das probieren wir mal aus.

    Die idee mit dem Minimal schlagzeug hatte wir auch schon, ich sags euch das ziehen wir jetzt durch! Er hat bitte 2 Floortomms. Wofür? Ich konnte mich an eine Band erinnern die ich mal gesehen hatte. Die hieß I am X irgendso ein elektro prog zeug. eigenltich nicht mein ding. Aber der schlagzeug hatte nur Bass Snare bin mir nicht mal sicher ob überhaupt eine Tom HiHat und ein ride becken. Und der hatte die geilsten Beats. Der hatte es echt drauf. Das hat genau zur musik gepasst.
     
  20. metaljuenger

    metaljuenger Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 01.03.08   #20
    Ja, is ja klar, weil je weniger SChnick-Schnack da dran ist am Set, desto weniger kommst in Versuchung, irgendwelche Läufe über die Toms, Fills, etc. zu probieren und bist quasi gezwungen aus dem wenigen was du hast, das beste zu machen...
    Und das kommt dann dabei raus:great:

    Ach ja, und es heißt BASS;), nur so mal als Anmerkung, aber dir sei das verziehen!:D
     
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