Unterricht geben einem 10 Jährigem

von ginod, 06.02.07.

  1. ginod

    ginod Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 06.02.07   #1
    Also ich habe mich entschlossen Unterricht zu geben und nun habe ich auch schon meinen ersten Schülter. Es sit ein 10 jähriger Junge . Er hat noch ziemlich kleine Hände etc. und deshalb habe ich empfohlen, er sollte sich zunächst eine kleine Gitarre kaufen. Als oeine Kindergitarre. Ich hoffe das diese entscheidung richtig war, aber ich denke auf einer großen Gitarre wird er es zu schwer haben richtig Akkorde etc. zu greifen. Er möchte Durch den Monsum von Tokio Hotel lernen. Ich habe gedacht, es müsste frü einen Anfänger eigentlich machbar sein, mit diesem lied anzufangen. Vers besteht aus 2 Akkorden und Refrain glaube ich 3 oder 4. Müsste ja eigentlich kein Problem sein sich daran als Anfänger zu üben. Da dies mein erster Schüler ist, wollte ich mir ein paar Tipps einholen. Wie würdet ihr den Unterricht gestalten ? Ich denke er würde spaß daran ahben erstmal seine lieblingslieder so spielen zu können und dadurch wollte ich ihm die Grundlagen beibringen. Also offene Akkorde, Wechselschlag. Ein bisschen Picking der einzelnen Saiten (erstmal nur mit Plek ) . Dann Barree , Powerchords etc. dann ein bisschen Improvisation . Zumindest fande ich Improvisation als Anfänger am interessantesten.

    Würde mich um Vorschläge freuen und um Tipps

    GRuß
     
  2. Skkain

    Skkain Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.02.07   #2
    Also ich würde ihm erstmal ein bisschen zeigen, wie man überhaupt Töne erzeugt also richtig mit dem Plek picken etc...
    Dann würde ich ihm erst mal den Griff A zeigen, ist der einfachste, dann vielleicht noch E und du kannst ihm einen einfachen 4/4 Takt geben und er soll mal ein bisschen die Griffe abwechseln um ihm ein bisschen Gefühl für die Gitarre zu geben.
    Dann würde ich mit ihm auf das angestrebte Ziel zu arbeiten


    Grüße Alex
     
  3. ginod

    ginod Threadersteller Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 06.02.07   #3
    ich finde es halt sehr wichtig das er die Motivation behält. Das er schnell erfolge sieht und auch sieht das er mit etwas übung schon schnell seine ersten Ziele erreichen kann.
    Vielen Dank für den Vorschlag, werde ich mir zur Herzen nehmen
     
  4. Skkain

    Skkain Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.02.07   #4
    Ja das ist leider das Problem, hatte ich damals auch die Motivation....
    Hab nach 2 Jahren Lagerfeuer "geschrubbel" die Gitarre weggelegt und pause gmeacht und dann nach 2 Jahren selber wieder angefangen macht einfach mehr Spaß weil ich das spielen kann was ich will.

    Aber ich denke trotzdem, dass er erst einmal einfache Akkorde wechseln können sollte bevor er gleich einfängt irgendwas zu spielen, weil ja immerhin der Wechsel von Akkorden und dann gleichzeitig im Takt zu bleiben recht cshwer ist (ging zumindest mir so)!
    Also ich würde es so machen, möglicherweise kannst du ja auch mit Akkorden anfangen die in dem Stück vorkommen und immer betonen das er das später in dem Lied braucht?!
     
  5. kammschott

    kammschott Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.02.07   #5
    soweit ich mich erinnere hab ich die ersten 3 monate nur damit zugebracht, die grundakkorde greifen zu können und dazu einen schrammel schrammel anschlag. also wird es mit liedern spielen wohl schwierig. aber die meinungen gehen ja auch auseinander, ob man nun mit akkorden oder mit single notes anfängt. eine melodie auf einer seite (oder auch 2) ist bestimmt schneller gemacht als mit akkorden.
     
  6. think.funny

    think.funny Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.02.07   #6
    Hi,
    zur passenden Gitarrengröße sei gesagt, dass es sich wahrscheinlich um eine halbe Größe handelt. Es gibt nicht nur die KinderGitarre, sondern von viertel halb und dreiviertel bzw 7/8 eine Staffelung.
    Dein Schüler sollte den Arm nicht zu weit ausstrecken müssen um als Anfänger einigermaßen entspannt um den Hals herumgreifen zu können.

    Am Besten, Du begleitest ihn in ein gut beratendes Fachgeschäft und ihr probiert mal aus.

    Was Du mit ihm am Anfang alles durchziehen kannst, hängt ganz individuell von seiner Kostitution ab. Es gibt Kinder, die greifen problemlos offene Akkorde, andere aber muss man durch Melodiespiel erst einmal langsam dorthinführen.
     
  7. muemmel_0811

    muemmel_0811 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.02.07   #7
    Hi,

    hab bei meinem Gitarrenlehrer mitbekommen, dass er seinen jüngeren Schülern zu Beginn erst mal beibringt, wie man einzelne Töne spielt. Das ganze verbindet er dann direkt mit der "Notenlehre", also wie lange klingt eine Viertel-Note usw..
    Ich denke, dass der Ansatz gar nicht so verkehrt ist - ich wär froh gewesen, wenn ich so Gitarre spielen gelernt hätte. Klar, das ist am Anfang sicherlich nicht der absolute Motivationsschub (und wohl schon gar nicht, wenn der Schüler schon ein best. Stück im Auge hat), aber langfristig gesehen, wohl die bessere Variante - es vermittelt die absolut notwendigen Grundlagen sehr spielerisch und ist gleichzeitig aber auch noch nicht zu überfordernd.

    Wie wär's denn, wenn Du Dir die Mühe machst, und die Gesangs-Melodie von dem gewünschten Song raushörst, sie auf eine Saite legst und dann damit anfängst, dem kleinen das Gitarrespielen näher zu bringen.
    Ich kann mir nämlich auch ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass der Bub besonders viel Freude haben wird, wenn er den Song erstmal nur mit einfachen Schlagrhythmen begleiten muss und es dann einfach gar nicht so klingt, wie das Original.

    Versuch einfach mal mit dem kleinen Mann zu reden und ihm zu erklären, dass der gewünschte Song einfach noch zu schwer für ihn ist, Du Dich aber bemühen willst, ihm alles notwendige beizubringen, so dass er ihn "bald" spielen kann, aber, dass das eben auch etwas dauert.
     
  8. Mich0r

    Mich0r Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.02.07   #8
    Threadtitel machen einen sinnvollerem
     
  9. Predex

    Predex Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.02.07   #9
    Tokio Hotel ist doch gut. Von 10 Jährigen für 10 Jährige...

    Aber jetzt mal ehrlich. Schlecht find ich die Idee nicht wenn man am Anfang das spielt was man selbst gerne hört. Das gibt nen unglaublichen Motivationsschub. Aber danach dann unbedingt mit Basics anfangen, weil an denen kommt er nicht vorbei.
     
  10. Dark Seven

    Dark Seven Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.02.07   #10
    Hi!

    Ich habe auch zwei 10jährige Schülerinnen.

    Ich habe mit denen so angefangen, dass ich ihnen erst ein paar Akkorde gezeigt habe. Inzwischen beherrschen die beiden auch schon einige.
    Weitergemacht habe ich damit, dass sie bestimmte Akkordfolgen (aber immer wieder neue) spielen sollten, teilweise auch mit verschiedenen Rhythmen.
    Vor ein paar Wochen haben wir mit dem ersten Lied, "Lady In Black", angefangen.

    Ich mache es immer noch so, dass ich sie zu Anfang der Stunde die bekannten Akkorde durchspielen lasse und diese dann bei Bedarf korrigiere.
    Dann gehe ich mit ihnen eine Problemliste durch, also wenn es Probleme gibt, werden die aufgeschrieben und nächstes Mal wiederholt.
    Anschließend kommen dann aktuelle Themen, erst Basics (zupfen, Rhythmen usw) und dann das Lied.


    Allerdings ist in dem Alter mit viel Geduld zu unterrichten, weil sie einfach noch nicht so schnell sind. Das ist jedenfalls meine Erfahrung.
     
  11. Brigde

    Brigde Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.02.07   #11
    Hi ginod!

    Das ist natürlich ein weites Feld. Hier mal ein Paar grundlegende Sachen, die mir wichtig erscheinen...(darin erschöpft es sich natürlich nicht)
    - Grundsätzlich solltest Du für dich klären, wie Du didaktisch und methodisch vorgehen willst, sprich: was willst Du wie vermitteln (Unterrichtsinhalt, Methode, Medien)?
    - Wichtig scheint mir auch zu sein, dass die Kleinen motiviert lernen und zwar von sich aus (!) - nicht weil es Mutti (oder sonst wer) will.
    - Mit einer guten Mischung aus konsequentem Fordern in der Sache und Lockerheit im Umgang hab ich gute Erfahrungen gemacht.
    - Auch wenn es immer mehr Kinder gibt, die Probleme beim Lernen haben oder verhaltensauffällig sind: Kinder wollen - sofern die Bedingungen kindgerecht sind - lernen und Herausforderungen meistern! Deshalb kann auch eine Tonleiter eine herausfordernde Übung für die Kiddies sein...
    - Loben ist gut, ermutigen besser.
    - Eine Anmerkung zu zwei Deiner Details: Barrè-Griffe erscheinen mir auch auf längere Sicht für das Alter noch zu früh, ebenso die Improvisation (die ja erhebliche Anforderungen an das musikalische Können stellt)

    Das sind so meine Erfahrungen...

    Wie auch immer: Viel Erfolg und Freude bei Unterrichten!

    BRIGDE
     
  12. Guybrush

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    Erstellt: 07.02.07   #12
    Halt ihm doch vor jedem Unterrichtsbeginn ein Stück Schokolade hin und versprich ihm, das wenn er seine Sache gut macht, er die Schokolade bekommt. :D
     
  13. Skkain

    Skkain Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.02.07   #13
    Und irgendwann merkt das Kind, dass er sich die Schokolade auch selber kaufen kann... und dann?:D


    Grüße Alex
     
  14. Guybrush

    Guybrush Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.02.07   #14
    Ach was weiß ich.....dann machsten halt Alkoholabhängig :D
    Zumindest den wird er sich die nächste Zeit mal nicht kaufen können wenn er 10 Jahre alt ist.
     
  15. -Sl4vE-

    -Sl4vE- Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.02.07   #15
    ohhhh doch!!!! :eek:
    hier in deutschland leider ohne weiteres möglich ;)
     
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