Hm, leider kann ich mich momentan nicht näher damit beschäftigen, da ich praktisch schon auf dem Weg zum Flughafen bin, sieht aber recht interessant aus.
Mir persönlich ist eigentlich als aktive Variante nur der 500/1B (Boost)
aus den frühen 70ern und der 500/1M (Mix) auch aus der gleichen Zeit bekannt
Als sich der Violinbass nicht mehr so ganz von selbst verkaufte und der Sound dann gar nicht mehr zur aktuellen Musik passen wollte, versuchte Höfner noch ein paar 'Operationen am toten Patienten', die heute einen gewissen Sammlerwert haben, weil die Stückzahlen sehr überschaubar blieben. Beide Varianten (die es auch im Edelbass 5000/1 gab) waren aktiv, erkennbar an einer rückwärtigen Batteriekammer.
Auf deinen Bildern sieht es aus, als habe der Headstock kein Logo, was zwar ungewöhnlich ist, aber durchaus noch kein Beweis, daß es kein echter Höfner ist. Das fehlende Dot im vorletzten Bund ist auch durchaus bei den 70er Bässen nicht ungewöhnlich, siehe hier:
Lediglich die Kontrollplatte habe ich bewußt so noch nicht gesehen. Ich muß allerdings auch gestehen, daß ich mich mit der Ära nach 1970 nicht sehr intensiv auseinandergesetzt habe. Das schwarze Material und auch die verwendeten Potiknöpfe scheinen ja bei deinem Exemplar identisch mit der B- und M-Version zu sein, insofern weist es auch auf Höfner hin. Ein Hinweis könnten die Mechaniken sein, die fast ausschließlich von Höfner selbst verbaut wurden, da solltest du mal nachsehen.
Wer weiß, vielleicht hast du einen Prototyp oder einen aus einer Kleinserie aufgetan, dann wäre es ein echtes Sammlerschätzchen und die 500 Mäuse bestimmt wert. Ob er es musikalisch bringt kann ich nicht sagen, aber ich glaube, es geht dir ja ohnehin mehr um den Namen

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