User-Thread ► Precision Bässe

über die Produkte von Fender Japan informiert die englische Website von Fender Japan recht ordentlich
http://www.fenderjapan.co.jp/products.html

Danke! Diese Seite habe ich schon ausgiebig studiert :D Ich habe gelesen das Ishibashi vor ein paar Jahren die Fender Japan Modelle nicht mehr nach Europa exportieren durfte. ist da was dran bzw. ist dies immernoch so? Dann käme wohl nur ein Gebrauchtkauf in Frage.


Ishibashi ist ein zuverlässiger Händler, habe bereits zwei Bässe dort gekauft, allerdings lokal, darunter einen PB aus 2007 sowie einen 1951 PB RI.

Dann interessieren mich sehr deine Erfahrungen mit den beiden Japan Precis! :) Sind sie klanglich und von der Verarbeitung mit einer Serie die in Deutschland erhältlich ist vergleichbar?
 
Hallo Blizzard,

die Website von Ishibashi sagt in der Tat aus:


-No export model from Fender Japan, Takamine, and Ibanez Japanis available from us.


Ob dies nun für bestimmte Exportmodelle gilt oder für das gesamte Programm, kann ich nicht bewerten, da werde ich bei Gelegenheit mal nachfragen. Auch gibt es irgendwo den Hinweis, daß man keine neuen Gibsons exportieren darf
.


Hier meine persönlichen Anmerkungen zu meinen FenderJapan Bässen:


Mit meinem 2007 (CIJ) Preci PB62 von Fender Japan bin ich zufrieden. Es ist wohl eher ein Einsteigermodell, dafür spricht auch der Listenpreis von 70.000Yen, rund 500Euro, der Strassenpreis liegt noch deutlich tiefer. Dreiteiliger Korpus aus Linde (das ist das einzige - subjektiv empfundene - Manko, da ich immer in Richtung Esche/Erle "erzogen" wurde), aber alles solide verarbeitet, nur die Bünde habe ich an der Fingerseite noch etwa sabrichten lassen, war mir persönlich zu rauh, eine Sache von wenigen Minuten. Der Hals war gerade, die Saitenlage habe ich mir auf niedriger angepasst, die Bundreinheit war okay, allerdings habe ich die originalen Roundwounds gleich runtergeworfen und durch Daddario Chrome Flats 45-100 ersetzt. Die schwarzeLackierung ist dünn und fehlerfrei aufgetragen, die Holzmaserung ist gerade so wahrnehmbar, der seidenmatte Ahornhals ist gut griffig, das Palisandergriffbrett ist als slab und nicht nur als Furnier aufgesetzt. Ein dunkler skunk stripe verdeckt die Fräsung des Truss Rods. Die Tuner sind stabil, dieBrücke besteht aus dem bekannten Blechwinkel, welcher solide verschraubt ist. DieStimmung bleibt stabil, dead spots gibt es keine. Eine Fender Gigbag gab es mit dazu. Der Sound ist typisch PB, jeder Bass klingt dennoch individuell etwas anders. Unplugged ist er etwas leise, ob dies vom Lindenkorpus kommt, kann ich nicht beurteilen


Der 1951 Preci Reissue OPB-BLD (Listenpreis war 130.000Yen, ca 950Euro, allerdings ist die Produktion ausgelaufen) ist wertiger gefertig, das spürt man schon an dem hochglanzlackierten massiven Ahornhals,der sich wunderbar bespielen läßt. Die Vintage Tuner spannen im klassischen Uhrzeigersinn, allerdings waren alle vier suboptimal montiert, da man für die vorbildgerechten Überstände innen an der Tunerplatte keine Aufnahmebohrung im Holz der Kopfplatte angebracht hatte, sondern einfach nur brutal festschraubte,so daß sich die Tunerplatten leicht bogen. Das konnte rasch korrigiert werden, aber es war von Fender Japan sehr unprofessionell ab Werk, eigentlich schade.

Über den "butterscotch blonde" Farbton mag man streiten, die Lackierung ist sehr transparent, man sieht schön die Maserung des einteiligen Esche-Korpus fast bläulich durchschimmern. Dass sich der brettähnliche Korpus nicht dem Bauch anpasst setze ich als bekannt voraus. Auch hier habe ich die Saiten durch DaddarioChrome Flats 45-100 ersetzt, die wegen der string through Montage gerade noch lang genug sind. Gutes sustain durch string through! Saitenlage habe ich nach unten korrigiert, die Bundreinheit stößt bei den 2+2 Saitenböckchen an physikalischeGrenzen.


Die Ausfräsungen im Korpus sind sauber ausgeführt, ebenso die Kanäle für die Kabel, Abschirmungen gibt es vorbildgerecht nicht. Der Klang ist "Fender - klassisch", dennoch habe ich den PU durch einen Seymour Duncan SCPB-3 ersetzt, das gibt deutlich mehr Druck mit etwas mehr Mitten und Höhen. Habe auch die typischen Covers über Brücke und PU montiert, beim PU Cover muss man etwas am Pickguard mit der Feile korrigieren, bis sich die Kanten schön anschmiegen. Fingerrest gibt es nicht, das kann man aber selber anfertigen.


Der 1951 PB RI ist ein tolles Liebhaberinstrument, würde ich mir immer wieder kaufen, der 2007 PB62 eher ein solides und bewährtes Arbeitspferd in seiner Preisklasse, aber kein Top-Instrument. Dennoch spiele ich beide gerne, am liebsten jedoch aber meinen uralten J-Bass (1963, US) wegen des dünnen schmalen Halses und der Klangvielfalt. Ob nun Fender Japan besser/schlechter gegenüber USA, Mexico etc. ist, darüber wurde schon viel geschrieben, da halte ich mich raus.

Gruß,

Andreas
 
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Bei Fender Japan steht vom günstigsten Instrument auf Squier Level bis zum teuren Fender auf der Kopfplatte.
Das macht die Instrumente nicht schlecht aber man läuft Gefahr, weil die günstigsten als Gebraucht Instrumente oft überteuert angeboten werden.
Da muss man eben aufpassen.

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Haben die Squier aka Japan Fender auch die Seriennummer hinten am Hals über der Tasche?
 
Hallo Andreas,

die Website von Ishibashi sagt in der Tat aus:

-No export model from Fender Japan, Takamine, and Ibanez Japanis available from us.

Ich denke das wird sich tatsächlich auf alle Fender Japan Modelle beziehen. Dann bleibt sogesehen ja nur der Gebrauchtkauft übrig!

Hier meine persönlichen Anmerkungen zu meinen FenderJapan Bässen:

Vielen Dank das du dir die Mühe gemacht hast es so ausführlich zu beschreiben! :great: Das ist ja fast schon ein ganzes Review zum PB-62.

Mit meinem 2007 (CIJ) Preci PB62 von Fender Japan bin ich zufrieden. Es ist wohl eher ein Einsteigermodell, dafür spricht auch der Listenpreis von 70.000Yen, rund 500Euro, der Strassenpreis liegt noch deutlich tiefer.

Dann würde für mich nur der PB-62-US oder der PB-70 in Frage kommen, da ich eine Alternative zu meinem Linde Preci haben möchte die Qualitativ noch etwas drüber ist. Was mich jedoch wundert: Die Esche/Erle US Modelle sind nur geringfügig teurer mit 86.000 und 90.000 Yen.
Wenn ich einen bestellen würde, wäre ich überhaupt nicht sicher was mich da letztendlich erwartet!

]Der 1951 PB RI ist ein tolles Liebhaberinstrument, würde ich mir immer wieder kaufen, der 2007 PB62 eher ein solides und bewährtes Arbeitspferd in seiner Preisklasse, aber kein Top-Instrument.

Ist dein PB RI 51 denn sogesehen einer aus der "US-Japan-Serie" ? Ich frage mich ob diese PB US Modelle den Mexiko Standart Modelle die es hier gibt qualitativ entsprechen ... vom Preis sind sie jedenfalls ähnlich!

Ob nun Fender Japan besser/schlechter gegenüber USA, Mexico etc. ist, darüber wurde schon viel geschrieben, da halte ich mich raus.
]

Ich glaube das ist nur schwierig insgesamt diskutierbar, da die Japan Modelle die hier Umlauf sind nicht den Standard Serien in Japan entsprechen sondern vereinzelte Bässe wie der Geddy Lee Jazz Bass.


Bei Fender Japan steht vom günstigsten Instrument auf Squier Level bis zum teuren Fender auf der Kopfplatte.
Das macht die Instrumente nicht schlecht aber man läuft Gefahr, weil die günstigsten als Gebraucht Instrumente oft überteuert angeboten werden.
Da muss man eben aufpassen.

Ich kann kaum einordnen was man von den einzelnen Modellen halten soll ... da bleibt glaube ich nur try & error falls man mal einen sieht :(
 
bei meinem Japan Preci (57RI, Serie P) Ende 90er ist der Hals deutlich fetter als bei den Mexico Modellen aus der Zeit
in der Breite sind es nur 1,5mm - aber beim Durchmesser hat man fühlbar mehr in der Hand
ob das heute noch gilt oder ob es (damals) auf den 57er beschränkt war, weiss ich allerdings nicht...

cheers, Tom
 
Damn - nach längerer Abstinenz (und obwohl ich mit WW 'vette & Dean Sledgehammer sehr zufrieden bin) hab' ich seit kurzem wieder extrem Bock, mir 'nen Preci zuzulegen ;) Vielleicht nutze ich den freien Freitag für 'ne Tour durch die Läden in der Gegend … Irgend 'nen Tip, was man aktuell (bei tendenziell etwas moderner ausgelegten Precis bis so ca. 1k€ Klasse) angespielt haben sollte?
 
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Damn - nach längerer Abstinenz (und obwohl ich mit WW 'vette & Dean Sledgehammer sehr zufrieden bin) hab' ich seit kurzem wieder extrem Bock, mir 'nen Preci zuzulegen ;) Vielleicht nutze ich den freien Freitag für 'ne Tour durch die Läden in der Gegend … Irgend 'nen Tip, was man aktuell (bei tendenziell etwas moderner ausgelegten Precis bis so ca. 1k€ Klasse) angespielt haben sollte?

Das schreit nach unserem Wochenende in FFM!
Was meinst du unter moderner?
Fettere Brücke? Aktiv? PJ? Sandberg-Hipster?
 
Nix aktiv, nix Sandberg, nönö - so weit würd' ich nie gehen :p Heißt eher: gerne Pfundiges Preci-Halsprofil, aber kein 50s Prügel … Und PU gerne etwas heißer gewickelt - wobei man da immer noch 'nen Quarter Pound nachrüsten kann ggf. ;)

EDIT: Momentan hab' ich der Anspielen-und-Vergleichen-Liste natürlich den aktuellen Standard, aber auch den American Special und nicht zuletzt (dank schon sehr guter Erfahrungen) den Squier Matt Freeman … Fehlt da einer, den man unbedingt mal angecheckt haben sollte?
 
Auf jeden Fall den AmSp, wobei sich der mit seinem abgeflachten D-Profil für einen Preci ungewohnt schlank anfasst.
Ich mag das ungewöhnliche Hals-Shaping sehr, zwingt mich unterbewusst dazu, den Daumen da zu lassen, wo er hingehört...
#9292
303317d1381267765-user-thread-precision-baesse-wimg_0212.jpg

#9281
Anhang anzeigen 349007

Und natürlich gehört unbedingt der Nate Mendel Signature auf deine Liste.
Hab' ihn letzten Herbst auf Dienstreise im Musicstore angetestet, ganz großartiges Teil!
Fender Nate Mendel P Bass


Mein aktueller Traum (leider oberhalb der 1k€-Klasse):
Hatte ihn im März blöderweise bei session in FRA in die Hand genommen...
Fender American Deluxe Precision Bass MN schwarz


Hier im Münchner Umland sind deine Kandidaten aber auch nicht so leicht anspielbereit vorzufinden.
Bei H.-Lindberg war ich zwar länger nicht mehr, JMusic hat einige Mex. u. American Standards (teilweise Modelljahre 2011-2013), bei Manhattan hab' ich vor ein paar Monaten den Matt Freeman gesehen. Der Am. Special ist mir hier in der Gegend noch nie begegnet. Falls Hieber den nicht hat, steht aber meiner gern mal zum Antesten zur Verfügung (Nähe Flughafen), oder ich bring' ihn mal zu einem MB-Stammtisch mit...
 
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Nate Mendel auf jeden Fall antesten!
 
Ok, Danke schon mal - der Nate Mendel klingt in der Tat auch sehr interessant! Und in Kürze bin ich auch - u.a. mit Burn-E :) - beim Basser-Treff in Frankfurt, da kann ich sicher auch den einen oder anderen Preci, der in München nicht zu finden ist, anspielen.
 
Also Cold Prep und ich können den nicht empfehlen :D
 
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Doch der is schon gut wenn man denn mit dem Griffbrettradius
klarkommt :)
 
... und wenn man die Badass runterschmeisst und den Quarterpounder ersetzt :D
 
Dazu am besten einen anderen Korpus und Hals ;)
 
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Ich muss auch unbedingt mal ausführlich und nur Fender Precis antesten gehen, um zu sehen ob einer von den aktuellen Modellen mit meiner 80er-Jahre Japanpreci-Kopie mithalten kann. :D
Spiele im Moment eigentlich nur diesen und bin gerade sehr zufrieden, auch wenn kein Fender draufsteht, was mich aber nicht stört.
Hätte nie gedacht, dass ich mal sage, dass ich zurzeit am liebsten Preci spiele, aber irgendwie hat der im Moment was, was mich gefangen hält... :gruebel:
 
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Hab' noch einen echten Preis-Leistungs-Knaller vergessen:
Kein Scherz, der passt soundmäßig genau ins Raster: durch OPMN und Ahornbody sehr offener Ton und der SD-designed PU ist auch nen kleinen Tacken heißer gewickelt als Fenderstandard.
Bernstein-Optik ist halt nicht jedermanns...
 
Ach, ich find' die Optik eigtl. sehr schick! Ich glaube, der stand neulich mal bei Hieber-Lindberg rum … Mal kucken :)
 
Der Mendel is genial wenn man die Wölbung mag.
Finde der klingt trotz QP relativ cool und nicht überzüchtet.
Der Waters hat halt die extreme Breite.
Ne Mischung aus Waters un Mendel wärs für mich.
Naja. ........bin mit dem SX sehr zufrieden........kein GAS derzeit
 

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