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Gast254813
Guest
Hier meine Liste für die diatonischen Akkorde in Moll, mit ihren Skalen.
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Genau da entstehen die Missverständnisse: Es gibt eigentlich keine "harmonische Moll-Diatonik". Es gibt nur eine Diatonik, und das ist eine Tongruppe (Tonik), die aus bis zu 7 Tönen besteht, welche sich in Quintschichtung (reine Quinten) übereinander lagern lassen. Hier nachlesen, insbesondere die Beiträge von @CUDO II.Damits keine Missverständnisse gibt: mit Skala z.B. "harmonisch moll" meine ich die Skala, die sich mit den Tönen der harm. Moll Diatonik bilden lässt, nicht die harm. Moll Skala vom entsprechendnen Ton.

Nimmt er phrygisch auch dazu?Ich finde die Verwendung und Unterteilung von Nettles in natural, harmonic, melodic, dorian Minor Diatonic... eigentlich ganz gut
Mittlerweile verstehe ich z.B. unter C Dur Diatonik einfach die Menge aller C Dur Töne und aller Akkorde, die man damit bilden kann. Für mich ist Diatonik eigentlich gleichzusetzen mit Tonart, obwohl ich nicht weiss, wie eine Tonart genau definiert ist. Im Prinzip kannst Du ja so von jeder Tonleiter aus eine Diatonik bilden. Diatonik erinnert mich auch an einen Vektorraum, deshalb nenne ich es auch gerne Tonraum.Ich habe die ganze Zeit darüber gebrütet, was Du unter Diatonik verstehst,

Meistens bremst da nur der Kopf. Je mehr man das übt, desto schneller geht das Denken, und irgendwann wird es so selbstverständlich, daß man denkt, man denke gar nicht mehr.In C Dur in 7 verschiedenen Skalen zu spielen ist zwar analytisch korrekt, scheint mir aber ein recht umständlicher Denkansatz für die Praxis. Zumal ja die Idee einer Tonart genau die ist, dass man dieselbe Tonleiter benutzen kann.
Naja nur der Kopf, das sind eben recht viele Skalen.Meistens bremst da nur der Kopf. Je mehr man das übt, desto schneller geht das Denken, und irgendwann wird es so selbstverständlich, daß man denkt, man denke gar nicht mehr.
Ein C7-Akkord in der Tonart C-Dur ist eine Sekundärdominante, nämlich die Dominante der Subdominante F. Ein A7 in der Tonart C-Dur ist ebenfalls eine Sekundärdominante, nämlich die Dominante der Subdominantparallele Dm. Das Entscheidende ist, daß Du beim Spielen weißt und fühlst, daß/wie sich bei der Sekundärdominante C7 die Septime b (deutsch) zur Terz der Subdomianate a auflösen will (Gleitton), und die Terz der Sekundärdominante e in den Grundton f der Subdominante (Leitton). Das nennt man Strebewirkung. Beim A7 ist das cis der Leitton, der sich in den Grundton d der Subdominantparallele auflöst, und der Gleitton g, der sich in die Terz f der Subdominantparallele auflöst. Beim A7 spiele ich z.B. HM5 (≙ D harmonisch Moll), nicht Mixolydisch, denn habe ich noch das b (≙b9) im Tonvorrat, daß sich wunderbar in die Quinte a der Subdominantparallele auflöst.Wenn ich in C Dur bin und plötzlich kommt ein C7, dann sagt mir die CST: spiel C mixo. Im Prinzip kann ich auch einfach denken, ich bin jetzt in F Dur. Dasselbe mit E-7 --> A7 in C Dur: ich spiel einfach in D dur. Interessant scheint mir die CST zu sein bei Secondary dominants: hier wird ja eine neue Skala erstellt aus den Akkordtönen und der Diatonik.
Ist ein C7 ein C Dur Akkord? Ich sage halt nein, es ist ein F Dur akkord.
Hast Du ein Songbeispiel, bei dem das so vorkommtWenn das A7 einfach so auftaucht (z.B. A7 --> Cmaj) betrachtet man es nicht als Sekundärdominante sondern einfach als x beliebigen dominant 7 Akkord (= mixo).
Ein Ton anders: b/h. Geht beides. Ich mag halt diese b9. Die eine Tonleiter beruht auf melodisch Moll, die andere auf harmonisch Moll. Wenn man es geschickt macht, kann man sogar beide abwechseln.Und für das A7 hätte Nettles auch nicht HM5 empfohlen sondern mixo b13, wenn es als V7/II auftritt.
Nur wenn es in der Folge C7 --> Hmaj7 vorkommt, das habe ich nicht gemeint. Deswegen habe ich oben in Klammern auch geschrieben "gewisse Akkordfolgen ausgenommen". Das einzige was ich halt in der CST mitbekommen habe, dass es Akkordfolgen wie SubV7, II-V, Sub/V7 speziell betrachtet. Wenn aber kein solcher Kontext auftritt, nimmt es einfach die Skala von der Tonart in der der Akkord beheimatet ist. Das lässt sich natürlich auch nicht immer genau sagen wo das ist, ist mir schon klar. Es ist ja keine Kritik an der CST.C7 kann die Dominante im F-Dur-Raum sein, aber auch vieles andere, zB eine Substitution von F#7 in H-Dur
Nein, das müsste ich schon selbst komponieren. Mir geht's ja mal in erster Linie drum die Idee dahinter zu verstehen.Hast Du ein Songbeispiel, bei dem das so vorkommt
OK, gut zu wissen kann man einfach mal ein bisschen pröbeln. Ich gehe jetzt mal davon aus, Du hast Dir über die Jahre einige solcher Sachen zurechtgelegt, wenn sowas kommt, weisst Du einfach was Du gerne machst...Ein Ton anders: b/h. Geht beides.
Dorisch ist nicht nur als technische Umkehrung der Tonleitern auf der zweiten Stufe gedacht, sondern auch mit der Möglichkeit als eigenständiges tonales Zentrum.Zumal ja die Idee einer Tonart genau die ist, dass man dieselbe Tonleiter benutzen kann.
Die Vieldeutigkeit wird in den von dir nachgefragten Tabellen nachgewiesen und es liegt am Musiker (Komponist, Arrangeur, solierender Interpret) oder der Melodie, welche Tensions und Alterations z.B. bei einer Dominante sinnvoll sind.Im Prinzip versucht die CST halt genau zu beschreiben, welche Skala man über einem Akkord spielt.
Es geört zur Definition von Sekundärdominante, dass sie eben nicht zur Tonart gehören, sondern sich in einen Akkrod der Tonart auflösen.Dass das Sekundärdominanten ist mir schon klar. Trotzdem sind die Akkorde halt nicht in der Tonart C.
Mir fällt gerade kein sinnvolles Beispiel ein, in dem ein C-Tonika-Akkord einem A7-Dominantakkord folgt. Komponieren kann man natürlich alles, aber man schreibt ja nicht beliebige Akkorde hintereinander, sondern welche, die irgendwie zusammenhängen.Nein, das müsste ich schon selbst komponieren. Mir geht's ja mal in erster Linie drum die Idee dahinter zu verstehen.
Das nehme ich Dir nicht ab, denn sonst würdest Du hier nicht Fragen. Außerdem macht es keinen Sinn, daß jeder Mensch, der gerne Fahrradfahren will, erstmal selbst das Rad erfinden muß.aber ich bin kein Mensch, der gerne Wissen von anderen anhäuft.
Es heißt halt Akkord-Skalen-Theorie und nicht nur Skalen-Theorie. Deshalb muß man die Skalen immer im Zusammenhang mit der Funktion des Akkordes im Stück betrachten. Die Skala isoliert anzuschauen reicht nicht. Man muß immer wissen, welche der Skalentöne Akkordtöne sind und wohin sie sich im Folgeakkord auflösen. Wenn man Akkorde ohne funktionalen Zusammenhang aneinanderreiht, dann ist man wahrscheinlich eher beim modalen Jazz angelangt, aber dann greift die Akkord-Skalentheorie nur noch bedingt.Im Prinzip gibt sie mir Skalenvorschläge für eine Handvoll von Akkordfolgen (V7, subV7, II-V,...).
Ich muss mich eher zwingen Wissen von anderen zu übernehmen, ich pröble lieber gerne selbst etwas rum. Das ist zwar sehr unvernünftig macht mir aber viel mehr Spass. Ist halt sehr ineffizient.Das nehme ich Dir nicht ab, denn sonst würdest Du hier nicht Fragen. Außerdem macht es keinen Sinn, daß jeder Mensch, der gerne Fahrradfahren will, erstmal selbst das Rad erfinden muß.
Davon rate ich Dir dringend ab, denn genau so mache ich es, und dann würdest Du ungewollt mein Wissen übernehmen ...Also über E-7(b5) --> A7(b9) würde ich D harmonisch Moll und über C-7 wahrscheinlich dorisch versuchen.
Davon rate ich Dir dringend ab, denn genau so mache ich es, und dann würdest Du ungewollt mein Wissen übernehmen ...
Wobei beim Em7(b5) durchaus auch ein c anstelle des cis auftauchen könnte, und das cis erst beim A7(b9)
Dann macht man II-V gar nicht unbedingt immer gewollt mit derselben Tonleiter über beide Akkorden, sondern zuerst D natürlich Moll und dann harmonisch. Ich denke langsam krieg ein bisschen eine Vorstellung. II-7 --> V7(b9) war eben auch in Nettles, deshalb hab ich es "gewusst". Ich selbst hätte wohl irgendwas getippt mit dorisch (b5) --> mixo (b9) --> dorisch. Wär dann wohl etwas wilder ausgefallen als einfach D harm. Moll über beide. Wenn ich aber in meiner Zaubertabelle nachschaue sind halt die Akkorde II-7(b5) und V7 beide unter harm Moll, deshalb hätte ich es vielleicht auch gesehen. Immer zuerst schauen ob die Akkorde eine gemeinsame Tonart haben...Dann macht man II-V gar nicht unbedingt immer gewollt mit derselben Tonleiter über beide Akkorden, sondern zuerst D natürlich Moll und dann harmonisch.
