Warum sind AMP's so teuer?

von Fischii, 07.02.08.

  1. Fischii

    Fischii Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.02.08   #1
    Also mein Titel sagt ja schon alles ... Warum kosten die Gitarren-Amps alle so schweineviel Geld?
    Wenn ich guck bei "Gitarrenkauf für Anfänger" kosten selbst die Einsteigerdinger, wenn auch gute, teilweise schon 250€.
    Für das Geld bekommt man schon fast einen neuen Receiver mit 7 Endstufen, der dann 7x120W oder sowas hat und ein Gitarren-Amp in der Preisklasse nur 30W.
    Auch wenn man Lautsprecher und so dazu zählt find ich das immer noch etwas teuer...

    (Ich weiß, dass es nicht nur auf die Watt ankommt) ^^
     
  2. armyclonk

    armyclonk Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.02.08   #2
    ad1: weil entwicklungskosten. ein gitarrenamp muss speziellem sounddesign unterzogen werden.
    ad2: weil wir idioten bereit sind das geld zu zahlen.
     
  3. Flame-Blade

    Flame-Blade Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.02.08   #3

    Damit beantwortest du dir doch deine Frage selber...ein normaler Hifi-Verstärker und ein Gitarrenamp sind was anderes.

    Sicher gibt es überteuerten Müll wie zbs. ein Einsteigeramp einer sehr renommierten Amp-Schmiede die mit "Marsh..." anfängt aber für 100€ kriegt man schon sehr ordentlich klingende Sachen
     
  4. wishboneX

    wishboneX Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.02.08   #4
    Tja, u.a. dürfte das daran liegen, daß die eben nicht in so großen Stückzahlen verkauft werden wir Hifi-Heimkino-Kram und nicht billig in der Entwicklung sind. Ein weiterer Grund dürfte gerade der Lautsprecher sein, denn sowas "ordentlich" einzupassen ins Konzept und der Anschaffungspreis (bei Celestion etc.) haut mehr rein als eine Platine, die ein Roboter zusammenstückelt. Aber da gibt es sicher zig Faktoren.

    C.
     
  5. -Silence-

    -Silence- Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 07.02.08   #5
    Hallo,

    zählt man aber normal nicht dazu, weil es zwei verschiedene Anwendungsbereiche mit unterschiedlichen Geräten sind. Ein Apfel und eine Birne sind ja auch nicht gleich. Außerdem hat eine Gitarre ganz andere Frequenzen die eben von einem Verstärker wiedergegeben werden müssen und das kann eben eine HiFi-Anlage nicht. Die Leistung dürfte bei beiden Angelegenheit unterschiedlich ausgelegt sein. Wie schon erwähnt, sind sicher auch die Entwicklungskosten usw. dafür verantwortlich. Kenne mich da selber aber auch nicht aus. ;)

    Grüße

    Kay
     
  6. Eggi

    Eggi Inaktiv Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 07.02.08   #6
    Mal ganz von den Unterschieden zwischen "HiFi" und "Gitarrenamp" abgesehen.

    Ein Receiver für den Preis ist schließlich auch nicht das Mass aller Dinge. Das ist genauso Einsteigerklasse wie ein 250€ Gitarrenamp.

    Kaufst du dir 'nen Receiver für 1500€, ändert sich die Leistung auch nicht rapide. Dafür geht's qualitativ aber senkrecht nach oben. Ebenso bei der Verarbeitung.

    Ist bei Gitarrenamps auch nicht so viel anders.
     
  7. ratking

    ratking Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 07.02.08   #7
    Genau das isses ... Für 'nen guten High-End-Receiver kannst Du Summen hinlegen, da kannste deine Gitarrenanlage schon vom mystischen Amp-Guru mit goldenem Händchen samt mundgeblasenen Röhren in ein hangeschnitztes Custom-Gehäuse reinlöten lassen :D

    Ne, im Ernst, 0815-Transistor-Endstufenblöcke kosten im Einkauf fast nix. Fertig gemasterte Dosen-Musik blasen die dann schon irgendwie durch die Billig-Boxen - von Dynamik und Pegelfestigkei reden wir aber mal net, ebenso wenig wie von klanglicher Wärme und eventuell "röhrigem" Verhalten in Ton und Ansprache sowie einer Anpassung auf das für Gitarren typische Frequenz-Fenster. Das alles wird aber bei Gitarren-Amps durchaus schon in der Einsteiger-Klasse erwartet ...
    Soll nicht heißen, dass einige Amps net heillos überteuert wären oder die verwendeten Bauteile allesamt hochwertigst und teuer wären - aber etwas mehr, als 'n billigen Vollverstärker in Fernost zusammenzulöten, gehört halt schon noch dazu!

    Dazu kommt meiner Meinung noch, dass im HiFi- und Home-Cinema-Bereich scheint's schrottiger Klang mit der Brillianz eines Pappkartons gerne in Kauf genommen wird, solange der Receiver billig iss, darf er auch beschissen klingen ... Gitarristen hören dagegen schon bei Einsteiger-Practice-Amps die Vollröhren-Flöhe husten :D
     
  8. -=Mantas=-

    -=Mantas=- Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.02.08   #8
    ich denk das ist nicht nur bei Amps,sondern überall so.
    Wieso kosten Autos nicht die Hälfte?
    Wieso kosten manche Zahnbürsten 3€?
    Wieso ist generall alles so teuer?
    Meine Antwort wäre,weil die die die Produkte herausgeben (und das sind bei Zahnbürsten nicht nur 5 Leute) schließlich auch Geld brauchen.
    Bei Verstärkern ist das genaudas selbe:bevor ein Produkt aufn Markt kommt,sind davor vll 2 Jahre die es zur Entwicklung gibt,dann die Material und Lohnkosten und jetzt teil das mal auf eine ganze Marshall-Facotory mit Tausenden Mitarbeitern auf.Merkste was?;):D
     
  9. Cadfael

    Cadfael HCA Bass Hintergrundwissen HCA HFU

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    Erstellt: 07.02.08   #9
    Nie waren Einsteiger Gitarren und Einsteiger Amps so billig wie heutzutage! :eek:

    Hallöli,

    ich habe vor 30 Jahren mit dem Musikmachen angefangen.
    Gitarren die heutzutage zwischen 150 und 250 Euro kosten, hätten damals ca. 300 bis 500 Euro gekostet (umgerechnet auf die Kaufkraft). Es gab damals wesentlich mehr Schrott als heutzutage!
    Bei Verstärkern sah es genauso schlimm aus - und 50 Watt Transistoramps kosteten auch Mitte der 80er noch jede Menge Kohle. Über den Sound der meisten Transistoramps schweigen wir lieber! Multieffektgeräte gab es noch nicht und für ein Digital-Delay musste man Mitte der 80er soviel bezahlen, wie heutzutage für ein BOSS ME-50 ...

    Eine Fender Stratocaster war so teuer, dass nur Profis (und gut gebuchte Tanzmusiker) sich eine leisten konnten.

    Theoretisch kann man sich heutzutage mit einem Durchschnitts-Monatslohn (liegt meines Wissens bei über 1500 Euro) eine feine Gitarrenanlage kaufen; nichts weltbewegendes, aber etwas solides.
    Vor 20 oder gar 30 Jahren musste man für vergleichbares Equipment zwei, drei und viermal solange arbeiten!

    Ich weiß, dass 250 Euro für junge Leute sehr viel Geld sein kann!
    Aber es war trotzdem nie besser als jetzt.
    Motzen dürft ihr trotzdem ... ;)

    Gruß
    Andreas
     
  10. [E]vil

    [E]vil Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.02.08   #10
    rofl is der satz geil :D
    aber du hast recht, high end hifi equipment kann unglaublich teuer sein. ich kenn die preise nich, aber ich hab mal im fernsehen n bericht gesehen, wo einer alleine 20000 euro für ne endstufe bezahlt hat. natürlich is das kein einsteigergerät aber wer sich ernsthaft mit hifi befasst, wird sich definitiv keine 100 euro billig anlage von aldi zulegen und genau so isses bei gitarristen auch. billigen kram gibts bei uns auch, spielzeugamps für 50 euro gibts bei ebay. aber wer sich ernsthaft damit befassen will, muss eben etwas tiefer in die tasche greifen.

    oder anderes beispiel:
    warum kostet beim bäcker n brot 2 euro und bei aldi nur 1,50? da is das sogar schon geschnitten. wer qualität will...
     
  11. Lautenquäler

    Lautenquäler Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.02.08   #11
    Nuja der Verstärker ist der vermutlich wichtigste Teil des Musikinstrumentes E-Gitarre....

    ...und wir haben 70 Klampfen zu Hause und spielen alle über ein und die selbe 15 Watt Transe zu 30 Euro....

    Dabei ist es gar nicht teuer zumindest nicht gemessen an dem was manche Verstärker bieten, es ist doch fast nur noch der Low Budget Bereich der meist gar nichts taugt, hätte es die Einstiegsverstärker von heute vor 20 Jahren gegeben (die ganz billigen Low Budget gabs auch damals schon, waren aber auch schlecht, hielten nur 14 Tage) ich hätte gleich freudestrahlend zwei gekauft um meinen umgerechnet 200 Euro teuren Modulation Delay Stereo spielen zu können.
    Gruß
    Hartmut
     
  12. Moshpit

    Moshpit Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.02.08   #12
    Das kann ich nur unterschreiben. Vor 20 Jahren habe ich für meine Einsteiger Ausrüstung, also Gitarre und Amp, ungefähr 800 oder 900 DM hingelegt und das war nix Tolles. Transistor Amp mit Müll-Sound und eine Aria-Strat. Der Verzerrer hat noch mal rund 100 DM gekostet. Das waren dann insgesamt über eineinhalb Monatslöhne von meinem Azubi-Gehalt. Für 550 Euro kriege ich heute erheblich besseres Zeug, ach was soviel Geld braucht man gar nicht. Einen Microcube gibt es gebraucht für 60 Euro und für 250 gibt es schon ordentliche Gitarren. Ich denke mehr als 300 Euro kriegt ein Azubi heutzutage schon, oder? Das Zeug ist heute unendlich billig und gut im Vergleich.
     
  13. hoss

    hoss HCA Gibson, Fender, vintage HCA

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    Erstellt: 07.02.08   #13
    Und dabei waren die 1977 grad' nicht so gut.
     
  14. Micha303

    Micha303 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.02.08   #14
    Ich hatte 1989 für 600 DM Eine schrott Gitarre mit einem Schrott Transen Würfel bekommen.
    Von der Kaufkraft her wie heute 500€ oder mehr.
    Früher gabs kein Ebay, ich wäre als Jungendlicher wohl der glücklichste Mensch gewesen einen Valvestate zu besitzen.
    Ein Kollege hatte den bekommen, 1992 war das und ich dachte was für ein Sound :)
     
  15. Gast90210

    Gast90210 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.02.08   #15
    Nur wusste das damals noch keiner, da es noch nicht die entsprechenden Magazine und selbsternannten Vintage Gurus gab die die Trends bestimmen.

    Ich denke auch, was ich so von bekannten etc. höre scheint es im Vergleich und von der Qualität gerade im günstigen Sektor um einiges besser zu sein.
     
  16. Emdy

    Emdy Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.02.08   #16
     
  17. [E]vil

    [E]vil Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.02.08   #17
    computer haben keine ohren und nicht alle amps sind modeler.
     
  18. Gast90210

    Gast90210 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.02.08   #18
    Und gerade die Entwicklung von Microcontrollern is auch nicht geschenkt wenn man das Argument nochmal aufgreifen will, mein Mitbewohner studiert das, echt krass was da Gelder fließen.
     
  19. FBR

    FBR Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.02.08   #19
    Hallo,

    wenn ich mir die Preise der Verstärker anschaue dann verstehe ich die Preise "subjektiv" auch nicht.

    Aber auf einige Dinge möchte ich hinweisen.

    Einige von euch sagen früher war alles teuerer, ja stimmt aber warum.... Heute werden viele sachen in Fernost hergestellt (günstige Arbeitskräfte, niedrige Lohnnebenkosten) dadurch sinken die Preise. Die Qualität muss hierdurch nicht drunter leiden. Im Gegenteil, sie kann auch steigen.

    Außerdem wird alles im Fließbandverfahren hergestellt, hier zählt nur noch eins "Stückzahl" Je nach Hersteller auch wieder die Qualität des Produktes.

    Entwicklung... hier bin ich sehr skeptisch in wie weit bei Gitarren und Verstärker geforscht wird. Was gab es den (in Bezug der heutigen Gitarren\Amps und deren in den 70er) an neuerungen?! Ein Verstärker verzerrt immer noch wie damals, der Haal füntz wie damals wir haben keine neuerungen bei den Pickups usw. Hier entstehen also definitiv kaum Kosten für ein Unternehmen. Falls ich mich hier irren sollte belehrt mich eines besseren :rolleyes:

    Wäre doch mal interessant wenn hier jemand ein wenig Ahnung über Elektrotechnik hat und uns mit einer Liste aufzeigt was die Einzelteile eines Amps (vielleicht eines in der 300 € Klasse), anhand einer Auflistung, kostet. So würde man vielleicht verstehen wie der Preis entsteht.
    Dieser kann nämlich nur a) bei den Kosten der Einzelteile oder b) Lohnkosten entsehen.

    PS: Gibt es nicht irgendwo eine Bauanleitung zum herstellen eines Röhrenamps? Falls ja wo :)
     
  20. hoss

    hoss HCA Gibson, Fender, vintage HCA

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    Erstellt: 17.02.08   #20
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