Was ist der Ensoniq ASR 10?

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Anfängerkopf
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Hi,

ich würde gerne wissen, was der Ensoniq ASR 10 Ist und wozu man ihn benutzen kann, außer zum samplen.

Außerdem möchte ich wissen, welche Alternativen es gibt, ist das Akai Keyboard Akai MPK Mini auch zum samplen geeignet?

Ich möchte gerne eigene Beats herstellen und dazu gehört auch das samplen, oder?

Ich habe viele Fragen zu dem Thema.

Danke,

Anfängerkopf
 
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Hab's mal zu den Tasten geschoben, in der Annahme, dass hier jemand nähere Erklärungen abgeben kann.
 
Soviel ich weiß, war/ist Ensoniq ASR-10 ein Sample-basierter Synthesizer, der eben auch selbst sampeln kann. Solche Geräte werden auch als Sampler bezeichnet.

Aktuell gibt es viele Software-Lösungen, die Ähnliches können, aber nicht absolut das Gleiche in allen Details und im Klang.

In Hardware gibt's aktuell auch ein paar Geräte, wo sowas Ähnliches möglich ist inkl. selber Sampeln am Gerät.
Korg Kronos, Waldorf Quantum. Die Möglichkeiten und der Klang sind nicht exakt dieselben wie mit Ensoniq ASR-10,
es sind eben aktuelle Synthesizer, die mit Samples arbeiten können und sampeln können, aber auch Synthese-Möglichkeiten haben, die ganz ohne Samples auskommen.

Wenn man auf selber Sampeln am Gerät verzichtet, gäbe es noch mehr Kandidaten. Aber wieder nicht exakt wie Ensoniq ASR-10.
Kurzweil-Geräte kann man sich anschauen. Oder z.B. auch Roland-Geräte.

Synthesizer gibt es nicht wenige. Manche haben Samples drin, manche haben Synthese ohne Samples, oder eben beides.

Zum Einstieg würde ich empfehlen sich generell etwas einzulesen zu den Themen:

Was ist ein Synthesizer?
Was ist ein Sampler?

Zum Klang tragen auch nachgeschaltete Effekte bei, wie Reverb, Chorus usw. Je nach Gerät bzw. Software-Instrument klingen sie unterschiedlich. Man kann aber sowohl in der Hardware-Welt als auch in der Software-Welt dem Synthesizer bzw. Sampler andere Effekte nachschalten.
 
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Hintergrund der Frage ist vermutlich dass der ASR10 relativ häufig als Referenz im Bereich HipHop/Beats genannt wird.
Objektive Stärken des ASR sind die sehr gute Tastatur mit polyphonem Aftertouch und die interne Effekteinheit (später als DP/4 angebotenen), die das Re-Samplen mit Effekten erlaubt.
Für gut erhaltene Exemplare werden idR deutlich über 500€ aufgerufen, speziell wenn noch Erweiterungen enthalten sind 800€ keine Seltenheit.
Für einen 'Beat-Bauer' mit PC oder Tablet-Kenntnissen, dürfte die Einarbeitung eine echte Aufgabe sein ;)
 
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Es muss Anfang der 90er gewesen sein, wo ich einen Kumpel besucht hatte, der ein wenig mit Produzieren anfangen wollte. Der hatte sich für viel Geld ein ASR10 zugelegt. Das war damals wohl das Hammerteil. Damals hatte ich noch nicht viel mit Keyboards am Hut, fand das Teil aber schon recht beeindruckend, wobei mich die Bedienung völlig überfordert hätte. Heute ist das Gerät sicher nur noch was für Liebhaber, und wie schon @Telefunky schreibt, wohl nicht erste Wahl für jemanden, der in diese Materie einsteigen möchte. Da gibt es sicher bessere Empfehlungen.
 
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Für "eigene Beats herstellen" würde ich als erstes das Thema "Sequencer" anvisieren. Der Ensoniq ASR-10 hatte, soviel ich weiß, keinen eingebauten Sequencer. Wenn man sich das Thema "MPC" & Co. anschaut, so gibt's dort auch einen Sampler eingebaut.

Ich habe Musikmesse in Frankfurt seit dem Jahr 1995 besucht, und in diesen Jahren Mitte 90er wurde der Ensoniq ASR-10 noch ausgestellt. Da war ein Drum-Kit drauf geladen. Das konnte man per Tastatur spielen. Aber ... per MIDI kann man natürlich einen Sequencer anschließen.

Also das Thema "Sequencer" wäre ein weiteres, in das man sich als Anfänger einlesen sollte (inkl. grafischer Darstellungen, Videos bei YouTube usw.), wenn man "eigene Beats herstellen" möchte.
 
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Doch, der ASR-10 hatte einen Sequencer und konnte (mit der SCSI Erweiterung) den sogar ohne Zeitbegrenzung auf HD aufnehmen (bis die Platte voll war) ;)
Vermutlich auch ein Grund für den oben erwähnten populären Einsatz.

Ich könnte mir den ASR-10 tatsächlich noch (bei mir) im Einsatz vorstellen, weil ich einen Powermac mit OS-9 habe, auf dem auch Bias Peak läuft.
Das kann direkt vom Bildschirm Samples überspielen, bzw vom Sampler laden und bearbeiten.
(Peak ist imho einer der besten und komfortabelsten Audio-Editoren, für den ASR-10 muss es angeblich die Version 2.5 sein)
Anyway, mir wäre er momentan zu teuer... aber ich mache genau das demnächst mit dem ollen EMU ESI-32, SCSI Karte ist unterwegs (scnr) :D
 
Doch, der ASR-10 hatte einen Sequencer [...]
Hm... Dann weiß ich auch nicht, warum ich anderer Meinung war ... ;)
Ich hatte TS-10 und TS-12 als Workstations mit Sampling und Sequencer in Erinnerung ...
Wie gut ist der Sequencer im ASR-10 programmierbar / editierbar? ...
 
Wie gut ist der Sequencer im ASR-10 programmierbar / editierbar? ...
Ich habe keine Ahnung... aber für die Zeit vor Y2K sicher sehr brauchbar und durch Effekt- und Recording features quasi einzigartig. Man hätte damit einen Track 'in the box' produzieren können.
Der Lernaufwand ist aber um einiges höher als bei jeder aktuellen DAW.
Wie oben off topic erwähnt könnte man das mit Software Unterstützung vereinfachen, aber dann kann man auf dem Powermac auch gleich Pro Tools benutzen und braucht den Sampler überhaupt nicht.
Der wäre eher etwas für den live Einsatz, was hier nicht auf dem Plan steht.
Ich habe einen ASR-10 vor gut 15 Jahren mal beim lokalen Händler kurz angespielt und war ähnlich beeindruckt wie @dr_rollo ...
 
Tja, ob man sich heutzutage so eine Technik noch antun möchte ...
Klanglich kann das ja gut sein, aber ansonsten ...
Antiker Sequencer, antike Speichermedien (evtl. umrüstbar a la SCSI-to-Flash?) ...
Ich würde da über Alternativen nachdenken ...

Vielleicht eine Mischung aus Software und Hardware ...
Z.B. einen Software-Sequencer, aber z.B. mit der Möglichkeit per Hardware-Controller Steps für Beat- (Drum-Groove-) Programming zu setzen ...
Klangerzeugung und Effekte per Hardware-Regler und -Taster zu steuern, wäre auch cool.

Ich selber bin im Jahr 2012 zurück in Richtung echter Hardware gegangen, also Klangerzeugung und Effekte mit Hardware. Hauptsächlich wegen der Haptik. Aber auch, um nicht komplett an einen perfekt funktionierenden Computer mit Low-Latency etc. angewiesen zu sein.

MIDI-Sequencing, vor allem Editierung ist in einem Software-Sequencer sehr komfortabel und übersichtlich, allerdings, seitdem ich im Jahr 2015 einen KORG Electribe Sampler gekauft habe, finde ich einen solchen Step-Sequencer für Beat-Programming, also für Drum-Grooves, sehr inspirierend. Ich kann da auch die Spuren fein gegeneinander verschieben, Swing/Shuffle machen usw.
Problematisch beim Konzept wird's, wenn man weitere MIDI-Spuren hinzufügen möchte, wo die grobe Step-Rasterung eines Step-Sequencers nicht mehr ausreicht. Mal abgesehen davon, dass die Möglichkeiten der Klangerzeugung und Effektierung eines solchen Geräts sehr limitiert sind.
Und so mache ich es dann so, dass ich meine am Electribe Sampler programmierten Beats/Grooves per MIDI in Cubase überspiele. MIDI-Export gibt's leider nicht, sodass ich es in Echtzeit überspielen muss. Ich rede jetzt von MIDI. Und dann wird per Cubase bessere Klangerzeugung angesteuert. Und an die bessere Klangerzeugung sind bessere Effekte angeschlossen.
Eigentlich umständlich. Kein Total Recall.

Das kann man ja alles in sehr guter Qualität auch mit Software machen. Aber: Die Haptik? Welche Controller zwecks Verbesserung der Haptik? Welche Computer-Hardware? Welches Audiointerface?

Seit 1998 habe ich immer mehr meine DAW genutzt und immer wieder mal optimiert, bis 2012 der Zeitpunkt gekommen ist, wo ich etwas anderes haben wollte ... Mehr Hardware ...

Meine AKAI-Sampler S3000XL und S2000 habe ich noch in den Jahren 2008-2009 verkauft. Die waren während der Einsatz-Jahre per SCSI gefuttert worden.
2012 habe ich eine MPC5000 gekauft. Der Sequencer hat sich als buggy herausgestellt. Aber auch ansonsten wenig komfortabel beim Editing usw.
Die MPC5000 als Klangerzeuger ist aber ok. Zwar etwas limitiert in den Möglichkeiten, aber ok. Der Klang ist gut. Die kann mir sonstige Sampler ersetzen. Mit Limitierungen kann ich leben. Es gibt auch VA-Synthese, die aber sehr DSP-hungrig ist.
Eingebaute Effekte sind nicht gut. Daher habe ich an meine MPC5000 externe Effekte angeschlossen. In der Überlegung war der Einsatz einer DSP-Plattform wie Creamware Pulsar ... Es sind dann aber einfach drei Stück Lexicon MX400 geworden, die direkt an die MPC5000 angeschlossen sind. ;)
Ensoniq-Effekte hin oder her ... Ich brauche mehrere Effekt-Instanzen gleichzeitig. Resampling ist für mich eine Workflow-Bremse. :tongue: Mit drei Stück Lexicon MX400 habe ich dann 6 Effekt-Instanzen in guter Qualität. Das ist zwar immer noch nicht viel, aber manche Effekte wie EQ's, Kompressoren können auf der MPC5000 berechnet werden. ;)

Etwas allgemein zusammengefasst:

Klangerzeugung und Effekte in sehr guter Qualität kann man in Software haben.
Vorteil: Total Recall.
Voraussetzungen: Gute Computer-Hardware, saubere Installation, ein gutes Audiointerface.
Nachteil (individuell): Haptik, wenn ohne spezielle Controller gearbeitet wird.
Spezielle Controller sind evtl. an bestimmte Software-Lösungen gebunden und irgendwann obsolet.
Universelle Controller sind evtl. nicht so gut an bestimmte Software-Lösungen anzubinden.
 
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Hi Leute,

entschuldigt die sehr verspätete Antwort auf Eure vielen Beiträge....

Ich habe mir vorgenommen, die drei Punkte sequencer, sampler und synthesizer mittels Büchereiausweis zu recherchieren.

I'll be back ....

Thanks a lot !
 
Sofern es keine wissenschaftliche Arbeit mit "echten" Literaturquellen werden soll, könnte man auch "erstmal" online ein wenig recherchieren. Z.B. entsprechende Wikipedia-Artikel lesen, oder andere Internet-Seiten, welche die entsprechenden Themen behandeln.

Die "Geräte"-Kette einer Musikproduktion könnte in etwa so aussehen ...

[MIDI-Tastatur ->] (MIDI-)Sequencer -> (MIDI-)Klangerzeuger (Sampler / Synthesizer) / evtl. Audiospuren mit Vocals etc. -> Mixing mit Effekten (Inserts, Sends, Gruppen) -> (Pre-)Mastering (Effekte für die Stereosumme)

... wobei "Geräte" real (Hardware – analog / digital) oder virtuell (Software – digital) sein können, und Mixing mit Effekten evtl. schon mit dem Klangerzeuger möglich ist, oder in einer DAW-Software erfolgen kann, dann auch gern inkl. (Pre-)Mastering, wobei manche, insb. neuere Hardware-Klangerzeuger Mastering-Effekte (für die Stereosumme) mit dabei haben. Generell gibt es nur ganz wenige Hardware-Klangerzeuger, die üppig mit Effekt-Instanzen inkl. flexiblem Routing ausgestattet sind. Eine DAW ist hier fast kompromisslos, wenn man auf rein analoge Klang-Bearbeitung verzichten kann/möchte.

Für Vocals selber aufnehmen braucht man natürlich noch ein Mikrofon etc.
 
Hi Michael, danke für die Erklärung der Gerätekette. Was ist eigentlich der Unterschied zwischen analog und digital? Also dass bei einer DAW alles digital abläuft ist klar, und dass gesamplete Plattensounds auf einem analogen Signal beruhen, auch. Ein MIDI-Keyboard ist auch ein analoges Signal oder? Aber was ist dann ein Hardware-Synthesizer, analog oder digital?
 
Auch auf die Gefahr hin, dass die Diskussion vom ursprünglichen Thema "Was ist der Ensoniq ASR10?" abdriftet (vielleicht müssen wir den Titel abändern, wenn wir wissen, in welche Richtung die Diskussion geht) ...
Für mich ist der Unterschied zwischen analog und digital beim Recorden folgendermaßen, auch wenn die Grenzen da ziemlich unscharf sind:
  • analog ist, wenn ich Audiosignale aufzeichne, egal ob über Mikro oder über den analogen Ausgang eines Keyboards oder eines beliebig anderen Instruments mit eigener Klangerzeugung
  • Digital ist, wenn ich Mididaten verarbeite, und für die Sounds virtuelle Sounderzeuger nutze.
Natürlich ist jede weitere Verarbeitung meistens digital, vor allem wenn ich VST Plugins nehme. Unscharf wird es, wenn ich für die Mididaten externe Sounderzeuger verwende oder externe Effekte, weil schwer reproduzierbar, aber im grunde analog, weil ich die digitale Klangkette unterbreche, indem ich doch wieder analoge Signale verwende. Eine weitere Unschärfe habe ich auch bei die Bearbeitung der analogen Signale. Sie sind zwar analog, aber nur im Ursprung, und wenn ich VST Plugins als Effekte hinzugebe, ist das (abgesehen von der Grundaufnahme) jederzeit reproduzierbar und veränderbar.
Auch unscharf ist seit modeller Technologie eine Methode, wie man Gitarrensignale einspielt. Gerade bei E-Gitarre, wo der Sound stark durch den Amp, Boxen und die einegsetzten Effekte geformt wird, nutzt man heute eine Technik, deren Name mir gerade nicht einfällt (re-recording?), man spielt mit der E-Gitarre direkt in's Audiointerface, und simuliert den Sound am Rechner. Das ist nicht wirklich analoges Recording wie früher, wo der Sound über Mikro abgenommen und recorded wird, sondern im Prinzip vergleichbar wie Mididaten vom Keyboard, die erst am Rechner mit dem passenden Sound und Effekten versehen wird.
 
Ein Midi-Keyboard ist zunächst ein Gerät mit einer Klaviatur von unterschiedlichem Umfang, das erst einmal mindestens ein digitales Signal (MIDI=Musical Instrument Digital Interface) über USB oder die sog. MIDI-Schnitstelle (5-poliges DIN-Kabel) ausgibt. Manche MIDI-Keyboards haben auch beide Schnittstellen. Mit diesem Signal können beispielsweise Informationen über Töne (Tonhöhe, Lautstärke u.v.m.) übertragen werden, nicht aber die Töne selber.
Hat das Keyboard zusätlich noch eine Tonerzeugung eingebaut, werden auch Audio-Signale erzeugt, die in der Regel analog (z.B. über Klinkenausgang) oder digital (z.B. über sog. S/PDIF. TOSlink oder eben auch USB) oder ggf. über eingebaute Lautsprecher ausgegeben werden.

Ein Hardware-Synthesizer ist ein Gerät, das erst einmal Töne erzeugt und diese Tonerzeugung kann sowohl analog als auch digital sein.
Ein Hardware-Synthesizer kann (muss aber nicht) eine Tastatur haben und hat in der Regel - wenn er irgendwann in den letzten 35 Jahren gebaut wurde - auch eine MIDI-Schnittstelle, so dass er dann gleichzeitig auch ein MIDI-Keyboard ist.

Der Ensoniq ASR10 - wenn er denn immer noch aktuell ist - ist eine Sampling-Workstation, also ein Gerät, mit dem man analoge Klänge digitalisieren, bearbeiten und zu kompletten mehrspurigen Aufnahmen zusammenstellen kann. Wenn das das gerät deiner Träume ist, solltest Du nicht vergessen, dass der ASR10 mal eben schlappe 30 Jahre alt ist, das bedeutet, dass neben möglichem mechanischem Verschleiß (Tastatur, Diskettenlaufwerk) auch die Elektronik nicht mehr ganz taufrisch ist und der Bedienungskomfort über ein für heutige Verhältnisse winziges Display auch nur sehr gering ist.
 
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Gut beschrieben, speziell im letzten Absatz.
Auch preislich dürfte ein gut funktionierender ASR-10 inzwischen nur noch jenseits von gut und böse zu erstehen sein. In letzter Zeit werden zunehmend 4-stellige Beträge aufgerufen.

Alternativen für‘s Beat Bauen:
Standalone dürfte eine 2nd hand MPC One (um 500€) kaum zu schlagen sein, beim T momentan (zufällig gesehen) 666€ :eek:

Das Gerät selbst hat „nur“ Stereo Ein/Ausgang, kann aber mit der zugehörigen Software an Mac oder PC auch echte Einzelspuren mit ggf externer Verarbeitung und Einbindung von VST Klangerzeugern und Effekten.
Dh man hat ein autarkes mobiles Gerät, das man aber im Studio auch als Steuerung der Software einsetzen kann.
Imho hat Akai das recht gut gelöst, auch wenn ich persönlich die aktuelle MPC Software für leicht überladen halte - da sind inzwischen auch reine Audio-Tracks zu den ursprünglich taktbasierten Sequenzen hinzu gekommen.
Andererseits lässt sich damit eine komplette Produktion auf dem mobilen Teil umsetzen.

Mein persönliches highlight war die Erkenntnis, dass ein altes (das silberne) MPC Studio mit Mac OSX 10.6 läuft, auf der DVD ist die Software 1.2 Essential 1.2 enthalten.
(wichtig, weil nicht mehr herunter zu laden, Akai hat extrem aufgeräumt...)
Die ist an einer „echten“ klassischen MPC sehr, sehr nah dran... wenn man alles neue, wie zB Audio Plugins, Tonerzeuger, etc ignoriert und nur mit dem Display des MPC Studio arbeitet. Der Rechner Bildschirm wird praktisch nur zur Texteingabe gebraucht, ist aber zum Bearbeiten manchmal ausgesprochen nützlich bzw komfortabel.

Warum das total veraltete OSX 10.6 ?
Mehr braucht es für die MPC Steuerung nicht, es war vermutlich das stabilste OSX ever, braucht nur einen Bruchteil der Resourcen aktueller Versionen, läuft auch auf Macs vor 2012, dh billige Hardware.
Quasi-Nachteil: Audio Plugins kann man getrost vergessen, die sind üblicherweise weder 10.6 kompatibel, noch reicht die Rechenpower der alten Hardware.

Ich habe das MPC Studio in der Art etwa ein halbes Jahr mit einem Mac Mini von 2012 betrieben und zum Vergleich auf einem zweiten Mini auch mit aktueller Software.
Die 10.6er Version hat mich so überzeugt, dass ich eine MPC4000 gekauft habe.
(eine 2000XL oder 2500 hätten es auch getan, aber die 4000 passt etwas besser zum Rest meines Systems)
Für Gebrauchtpreise um 150€ ist das MPC Studio imho ein top Gerät... wenn die Pads ok sind und die Software auf DVD dabei ist.
Der mitgelieferte Factory Content von ca 3GB ist ausgesprochen respektabel.
 
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Was ist eigentlich der Unterschied zwischen analog und digital?
Hier geht es um die Art der Klangerzeugung, Bearbeitung und Speicherung von Audiosignalen.
Beispiele für analoge Technik: MiniMoog-Synthesizer, analoger Compressor, analoges Tonbandgerät.
Digitale Technik erzeugt, bearbeitet und speichert Audiosignale auf digitale Art, in Form von 1 und 0.
Beispiele für digitale Technik: NordLead-Synthesizer, digitaler Compressor, digitaler Audiorecorder.

Ein MIDI-Keyboard ist auch ein analoges Signal oder?
MIDI an sich ist ein digitales Format; D steht hier für Digital.
1 und 0 kann man zwar auf "analoge" Weise übertragen, vgl. z.B. analoge Modems. Es handelt sich trotzdem um "digitale" Technik. So auch z.B. eine Audio-CD. Das Ding kann man zwar anfassen, mit Laser abtasten, Audiosignale sind aber dadrauf "digital" gespeichert, als Kombination von ganz vielen 1 und 0, die physikalisch entsprechend umgesetzt sind. Anders bei analogem Tonband. Auf ein Tonband kann man aber auch digitale Informationen speichern. Siehe z.B. digitale Computerspiele auf analogen Audiokassetten gespeichert. ;) Auch digitale Sequencer-Daten hat man z.B. früher so gespeichert.
 
Wenn es denn so grundsätzlich werden soll:
ausnahmslos alle digitalen Informationen („Daten“) werden analog übertragen und gespeichert. Es liegt immer ein physikalischer Prozess (Magnetismus, Licht, Strom, Spannung...) zugrunde.

Digital ist nichts weiter als die Bezeichnung für eine Methodik, die mit 2 Zuständen (aka binär) arbeitet. Die Ziffern 0 und 1 werden stellvertretend für diese zwei Zustände benutzt.
An und Aus, Plus und Minus, Schwarz und Weiss könnte man auch nehmen... wäre aber schwieriger abzubilden oder zu drucken... :D
 
Außerdem haben digitale Klangerzeuger und Computer natürlich auch analoge Komponenten. Sprich, Klangerzeuger und Computer bestehen nicht ausschließlich aus digitalen Prozessoren, sondern es gibt auch Wandler usw.
Und es gibt z.B. analoge Synthesizer, wo Klangerzeugung zwar analog ist, die Sounds aber digital gespeichert werden, damit sie eben gespeichert werden können (digital gespeichert bedeutet eben diskret in Form von diskreten Zahlen). Oder wo z.B. Hüllkurven digital berechnet werden usw. Im Allgemeinen gibt es also auch Mischformen, einschließlich digitaler Sampler mit analogen Filtern usw.
Der Klang, der z.B. aus einem digitalen Sampler rauskommt, muss früher oder später D/A-gewandelt und somit analog werden, damit wir ihn hören können. Eine Tabelle lauter Einsen und Nullen kann unser Gehirn nicht in Klang umsetzen. Aber ein Computer bzw. Computer-ähnliches Gerät wie Hardware-Sampler etc. mit einem D/A-Wandler dadrin oder dahinter. ;)
 
Und um auf die Ausgangsfrage zurückzukommen: Um eigene Beats zu bauen, musst Du nicht zwingend samplen, es erhöht aber natürlich die Menge der Dir zur Verfügung stehenden Sounds enorm, wenn Du auch auf selbst erstellte Samples zugreifen kannst.
Da Du ja im Gebiet Synthesizer/Sampler noch ziemlich am Anfang zu stehen scheinst, würde ich Dir empfehlen, Dich zunächst einmal bei passender PC-Software umzuschauen, z.B. so etwas wie "Music Maker", dazu ein preiswertes MIDI-Keyboard. Das ist zugegebenermaßen ein ganzes Stück weit weg von "professionell", ist aber ein guter Einstieg und erschlägt Dich auch nicht durch viel zu viele Funktionen.
Wenn Du feststellst, dass Du damit klar kommst und in die professionelle Richtung gehen möchstest, kannst/musst Du dann allerdings mehr Geld in die Hand nehmen, um eine entsprechende Ausstattung anzuschaffen - von professioneller Aufnahmesoftware über ein hochwertiges Mikrofon bis hin zu entsprechenden Lautsprechern (und noch etliches mehr), um das, was Du produzierst, auch vernünftig abhören zu können.

Der ASR wäre aus meiner Sicht in Deiner Situation die falsche Anschaffung - zum einen werden dafür, wie @Telefunky richtig schrieb, mittlerweile ziemliche Mondpreise aufgerufen, zum anderen ist die Bedienung für einen Neueinsteiger meiner Meinung nach viel zu kompliziert, um damit nach halbwegs kurzer Einarbeitungszeit vernünftige Ergebnisse zu produzieren - und es wäre doch schade, wenn Du die Lust an der Sache verlierst, nur weil Dir die Technik Steine in den Weg legt...
 
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