Was kostet ein Ton und/oder Lichtman/frau

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Hmm, als gelernter Maschinenbau Ingenieur würde ich den Satz
"Eine gute Fachkraft kann auch auf einer schlechten Maschine arbeiten."
so nicht gelten lassen. eine gute Fachkraft würde es ablehnen mit einer schlechten Maschine zu arbeiten, da diese viel mehr Gefahren birgt als eine gute. Sei es für Leib und Leben oder schlicht nur, weil man damit keine ordentliche Arbeit erledigen kann.
Genau so ist es mit Komponenten für Musik machen oder diese zu verstärken. Gib einem 1. Klasse Gitarristen eine räudige Billigstklampfe die sich schon beim hinschauen verzieht und er sucht das weite. Warum soll ein Tontechniker, der etwas auf sich hält, mit billigsten Hamsterkäfigen versuchen noch etwas akzeptables zu produzieren. Das wird nicht funktionieren und dann heisst es "Jetzt habe ich einen Vollprofi geholt und trotzdem klinkt es gleich shice wie ohne ihn". Mit schlechtem Materieal kann man nur verlieren, egal ob ein Tischler, Dreher, Gitarrist oder Tontechniker. Schlechtes Zeug ist einfach nur eines, schlecht.
Außerdem gehst du da von einem Digitalpult mit Fadern aus, was ist aber mit den Tablettpulten oder gar analoge Gerätschaften?
Ich denke dass die Geschichte mit den Tabletmischern eher eine Generationsfrage wird. Die alten Herren, die mit analogem Zeug in den Job gefunden haben und sich jetzt mal so mehr recht als schlecht and die digitalen Nachfolger gewöhnt haben, (Ok, vielleicht etwas übertrieben ausgedrückt), dienen fehlt jetzt mal das taktile Gefühl bei den Tablets. Auch müssen die Programmierer wohl noch die einen oder anderen Inspektionszyklen durchmachen um die Oberflächen der Apps intuitiver und leichter bedienbar zu machen.
Spätestens bei den Analogen sollte man wissen, wann man welche Frequenz beschneidet oder anhebt, denn da gibt es meist (wenn überhaupt) nur eine parametrisch Klangregelung.
DAS sollte man immer wissen, bei digitalen Pulten mehr als bei den analogen. Je mehr Parameter man zur Gestaltung des Klangs hat, desto mehr hat man um es zu verschlimmern. eigentlich finde ich ein Setup mit weniger Möglichkeiten für den Anfang besser als eines das sehr viele Möglichkeiten zur Fehlbedienung zulässt. Aber das hast du ja an sich auch schon erkannt:
Genau in dieser Vielfalt der Einstellmöglichkeiten kann man schnell nen Fehler machen nach den man danach sehr lange sucht.
 
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Alttöpfer
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Als Amateur habe ich zwar sehr selten auch mal ein X32 unter den Griffeln, mische aber ansonsten mehrmals pro Monat voll analog, auf Equipment, das die Profis inzwischen abgelegt haben. Dazu gehört natürlich nicht nur Faderschieben, sondern der richtige Aufbau der kompletten Anlage, denn das ist letztlich, was dann für einen vernünftigen Sound sorgt. Digitalkonsolen von A&H, Soundcraft und Yamaha kenne ich nur vom Sehen aus der Ferne. Die sind halt als "Hobby" noch etwas zu teuer. Und "nur Faderschieben" am X32 kann deshalb bei mir auch kein guter und routinierter Job sein.

Mag sein, dass das bei Dir so ist, aber ich glaube X32 ist inzwischen auch oder gerade im Amateurbereich verbreiteter als noch funktionierende analoge Bandpulte mit mehr als 16 Kanälen und Sideracks.
Die Tabletbedienung der Mischpulte ist eher unübersichtlich un benötigt meiner Erfahrung nach deutlich mehr Zeit zum einarbeiten. Ich muss aber auch sagen , das bei den UI Teilen von Soundcraft die Tabletlösung ziemlich gut gelungen ist, gerade für Einsteiger. Ist zumindest meine Meinung.
Die Tablet-Lösung, die ich am gelungensten finde, ist Mixing Station und die lernst Du nur einmal für viele verschiedene Pulte z.B. auch für Dein X32 und schwierig ist daran aus meiner Sicht nichts. Wenn man das jeweilige Pult kennt, ist es sogar so, dass die Kombination aus beiden mehr kann als jedes einzelne.
Ich kenne inzwischen etliche Musiker, die ihr X32 aus dem FF bedienen können, denen fehlen eher manchmal 'mixing basics‘. ;)

EDIT
gerade den Beitrag von mfk0815 gelesen… ganz meine Meinung, besser hätt‘ ich‘s nicht sagen können, bis auf:
Ich bin zwar alt, kann aber auf nem Tablet mischen. Manchmal halte ich das aber für nicht sinnvoll. :)
 
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Frans13
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Das vielleicht grundlegende beim Versuch einen Faderschubbser zu finden ist, daß er/sie/es das Verständnis der Band teilt, was guter/schlechter Sound ist. Das ganze Technikzeug ist zwar vielfältig, aber den technischen Aspekt kann man noch am ehesten lernen. Sound-Verständnis und Urteilsvermögen, das dauert.
Zur finanziellen Situation ist viel gesagt worden - fassen wir zusammen daß unter den meisten Bedingungen keiner davon satt wird. Erst wenn die Futtertröger viel größer werden.
Und zur Situation der Veranstaltungen hierzulande: es ist so viel zerstört worden an Infrastruktur, bereitstehendem Personal, Veranstaltern/etc. daß in diesen Kreisen kaum mehr wer übrig ist, der/die das nicht wirklich, wirklich und vor allem trotzdem machen will. Ich habe in den letzten 1,5 Jahren zigtausende an Euros verloren - nicht nur mit fixen Kosten, entgangenen Einnahmen usw. daß es betriebswirtschaftlich das Gegenteil von sinnvoll ist - möchte aber trotzdem weitermachen, auch wenn gerade wieder von oben der next Level an Verhinderungsmaßnahmen anrollt. Gagenforderungen sind da die Frage unter welchem Stundenlohn das Schiff zu sinken beginnt.

Also seid mal lieb zueinander und realisiert, daß ihr - auch mit unterschiedlichen Ansichten oder Prioritäten - mehr gemeinsamt habt, eben weil ihr Konzerte genießen wollt. Und als Kommentar zum mischen mit Tablets: als alter Sack stört mich nicht die Technik, sondern nur Aspekte der Technik die den Job behindern. Wenn sich z.B. das Tablet aufhängt mitten in der Show. Oder die Veranstalter mit Tablets Licht steuern und das Netzwerk so einrichten, daß nicht nur dieses Teil dranhängt, sondern auf einmal alle Handys im Saal. Das ist so ein bißchen der Unterschied zwischen "modern" und "unzuverlässig" - neu ist nicht besser und alt ist nicht besser. Nur eine zuverlässige Lösung (egal alt/neu) ist besser.
 
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AchimK
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Es muss also nicht der Profi sein, der 95% der Mischpulte auf dem Markt fast Blind bedienen kann, sondern einfach jemand der einen Soundcheck (ohne Stress) durchführen kann und live aufpasst das der Sound noch passt. Mehr muss es nicht sein.
Ja, mehr muß es nicht sein... :unsure:
ABER, er muß auch Eure Musik kennen, sowohl die Stücke, wie sie klingen sollen, als auch das Repertoire was ihr so spielt UND diese Musik mögen !:juhuu: sonst gibts nämlich das: :stars:
 
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