Was ich am Metal am meisten schätze?
Einfach gesagt, die Musik, bei mir ist das Death, Thrash, Grindcore, Doom und ein klein wenig Blackmetal, wirklich sehr wenig. Das ist, bis auf Black Metal, einfach ein musikalischer Ausdruck, der stilistisch jede Menge Power hat, aggressiv ist, und vor allem aber auch Spaß macht, es selbst zu spielen. Ob die Instrumente dabei sehr technisch gespielt werden oder nicht, ist mir egal, es geht mir um den musikalischen Ausdruck und hängt bei mir NUR VON JEWEILIGEN DER BAND ab. Folglich kann es auch simpel gespielt sein und trotzdem Atmosphäre und Power haben. Als Beispiel: Ulcerate, Nile, Misery Index, Asphyx, Decapitated, Suffocation, Psycroptic, Grave, Hypocrisy, Evoken, AHab, Disembowelment, Neurosis und Crowbar, alles großartige Bands aus meiner subjektiven Sicht, mit jeder Menge Wucht UND Atmosphäre, aber spielerisch komplett unterschiedlich. Darum fällt es mir schwer in Worte zu fassen, was ich an Metal mag, ohne zu pauschalisieren oder hier nicht alles mit einzelbeispielen zu plakatieren.
Was ich an Metal nicht mag?
Die oftmals idiotischen Metaller mit ihren dogmatischen Einstellungen, die zwischen trve sein und Elitarismus pendeln, immer noch denken, Metal sei eine Underground-Subkultur, immer so gerne die musikalische Exzellenz als heiligen Gral der Musik in den Vordergrund rücken und dabei keine Ahnung haben, wie simpel Metal in 90% der Fälle doch ist.
Solcherlei Kommentare gab es in diesem Thread auch schon. Vergleicht mal die relativ kleine Besetzung einer Metalband, mit meist 5 Leuten, zu Orchestern, Big Bands oder solcherlei personell und instrumentell höher besetzten Musikstile. Da erscheint die 5 Metaller schon recht trivial miteinander zu integrieren. Und nur, weil (meiner Beobachtung nach) der Trend im Metal zur technischem Spiel geht (plus für jede noch so schlechte neue Band ein eigenes Genre zu erfinden), heißt es noch lange nicht, dass es eine komplexere Musikrichtung als andere ist.
Und man muss im Metal sein Instrument technisch besonders beherrschen? Ich lach mich kaputt, wer das glaubt, kann ja mal mit einer erfahrenen Blues- oder Jazz Kombo jammen, in einer Bigband mal mitspielen. Viel Spaß! Ich will nicht sagen, dass diese Stile schwieriger zu spielen sind, aber es gibt unterschiedliche Aspekte, die man als Beherrschung eines Instruments werten kann. Beispiel Dragonforce, typisch Metal mit Höher-schneller-weiter-Gitarristen, die abartig schnell und technisch versiert sind, aber den musikalischen Ausdruck eines Toastbrotes haben, verglichen mit Gitarristen wie Clapton, Vaughan, BB King oder Hendrix. Darum höre ich auch sehr gerne Blues, Jazz und Funk.
Was ich damit sagen will: Ein Instrument zu beherrschen heißt nicht nur, es technisch sauber und schnell spielen zu können, was im Metal aber leider allzuoft als Selbstzweck so getan wird, es geht aber m Ausdruck.
Im generellen ist Metal auch eine lächerlich intolerante Subkultur, die gerne mal auf anderen rumhackt, z.B. auf Hip Hop oder Techno, wie hier im Thread bereits zu lesen war. Albern kann ich dazu nur sagen, genauso wird im Metal Bereich gerne mal auf anderen Metal-Genres rumgehackt, wie auch hier: Power Metal Kastraten/eierlose Sänger oder Death als undefinierbares Geknüppel. Wie schön im Metal doch immer am eigenen oft viel zu geringen Maßstab Musik gemessen wird, ohne mal über den Tellerrand hinaus zu schauen.
Das ergibt für mich unterm Strich: Metal dreht sich primär um Elitarismus, sei es aus spieltechnischer Sicht oder sonstigen Aspekten, hauptsache die eigene Metalsparte wird künstlich besser-geredet, als andere. So ein Scheiß, das zeigt mir wieder einmal, dass viele Metaller einen musikalischen Horizont von gerade mal einem m² haben.
Aber unterhaltsam ist es schon irgendwie
PS.: Wer mich jetzt als Studentenmetaller bezeichnen will (stimmt sogar), bitte nur zu, ich steh zu meiner Bildung und brauche mich nicht gemäß Metal-Verordnung § xyz dumm aufführen, rumschreien und weiß einen gewählten Ausdruck zu schätzen.