eigentlich wurde hier ja schon fast alles wichtige beschrieben, aber will mal aus meiner Erfahrung plaudern.
ich spiele bereits seit 30! Jahren Gitarre und der Weg überhaupt war sehr holperig. Fing damit an, dass ich in jungen Jahren meine erste A Klampfe bekam und erst mal nix wusste

Ein Freund konnte einige Songs spielen und wurde mein erster Git.-Lehrer...leider... da ich Linkshänder bin, neigte ich natürlich dazu, die Gitarre "verkehrt" herum zu halten. Das fand mein Freund nicht so optimal, da er meint, mir dann nichts zeigen zu können.

Also drehte ich die Gitarre für mich "falsch" rum und fing an zu üben.
House of the Rising Sun war mein erster Song, den ich auch nach wenigen Wochen korrekt mit den Singlenote Anschlägen spielen konnte. Danach lernte ich so einige Lagerfeuerlieder von den Stones, Beatles, Cat Stevens, Bob Dylan und son zeugs. Nach einem Jahr kam dann die erste E Gitarre an den Start, zu der Zeit für heutige Verhältnisse Vintagekram von Fender und ein Framus Kofferamp.
Dann ging es los, alle die mit mir angefangen haben wurden immer besser, nur ich nicht. Dafür habe ich wie besessen geübt und nix als Frust erlebt, ...wollte nicht so wie ich es gerne gehabt hätte, die rechts links koordination war irgendwie immer komisch. So habe ich mich dann ewig weitergequält um einigermassen was hinzubekommen. Solis gingen mir gar nicht leicht ab, obwohl ich die Linien alle gut auswendig konnte.
So gingen die Jahre ins Land und irgendwann habe ich aus dieser Not einfach eine Tugend gemacht, sprich einen eigenen Stil entwickelt. Meine Greifhand hat mehr power als die rechte, also immer schön viel Legato und Hammer ons, Pulls und Bendings spielen. Heute merke ich da keinen Nachteil mehr, denke aber, wenn ich am Anfang einen richtigen Gitarrenlehrer gehabt hätte, wäre ich als Linkshandgitarrist viel schneller fortgeschritten.
warum ich das geschrieben habe?
Nur um mal aufzuzeigen, dass jeder Weg Gitarre oder andere Instrumente zu erlernen richtig ist! Der autodidaktische ist zugegeben eher suboptimal aber kann auch zu beachtlichen Resultaten führen. Konsequenz ist da alles und glaubt mir, ich hatte es als Linkshänder nicht leicht "falsch" rum zu lernen. Die Zeit hat mir in die Hände gespielt
gruss