Watt-differenz zwischen Amp und Box

Vereinfacht gesagt:
Hängst du einen 100 W-Speaker an einen 100 W-Amp, zieht der Speaker 100 W Leistung.
Hängst du zwei 50 W-Speaker dran, ziehen sie auch 100 W, also jeder 50.
Hängst du zwei 1000 W-Speaker dran, ziehen die auch nur 100 W, also jeder 50, denn der Amp liefert ja nicht mehr.
Hängst du zwei 20 W-Speaker dran, ziehen die nur 40 W, denn mehr brauchen sie ja nicht.

Wenn du jetzt deinen 100 W-Amp volle Möhre aufreißt, sterben tendenziell die 20 W-Speaker zuerst und die 1000 W-Speaker zuletzt. Irgendwann dazwischen stirbt vielleicht auch der Amp.

Mit einem HPF schonst du den Amp, weil du normalerweise relativ viel Leistung für tiefe Frequenzen (so unter 30 Hz) verballerst, die du entweder gar nicht hörst, oder nur als störenden matschigen Mumpf wahrnimmst. Wenn du dort cuttest, hast du bei weniger benötigter Leistung vom Amp klarer definierte Tiefen. Also zwei Fliegen mit einer Klappe. Ich empfehle hierzu auch den Vong.

Fast richtig ;-)
Ein Transistoramp Liefert eine Leistung abhängig von der Impedanzdaher auch zeug wie 500 Watt@4OHM und 300 Watt@8OHM. Dein Vergleich stimmt also nur wenn alle Gesamtimpedanzen identisch sind.

falls es wen interessiert:
Speaker werden gewöhnlich Parallel an den Amp gehängt, wenn die Impedanz beider Speaker identisch ist, geht die Rechnung einfach, zwei 8OHM Speaker parallel ergeben 4 OHM.
bei Unterschiedlichen Impedanzen gilt diese Formel:
2 Speaker: Zges = (Z1*Z2):(Z1+Z2)
X Speaker: 1/Zges = 1/Z1 + 1/Z2 + 1/Z3 + ...


weiterhin der HPF:
Dem Amp ist die Frequenz wurst, der HPF Schützt den Speaker vor Überschreitung der Maximalen axialen Auslenkung (Xmax), wir im Englischen auch Overexcursion genannt, ist aber für den Anwender egal, Dauen hoch für die Vong-Filterung Empfehlung ;-)



Aber Back to Topic, @Dw77777 geht ja darum ein Setup zusammen zu stellen ohne was kaputt zu machen. Daher:
1. Wenn du bereits ein Setup hast und merkst, dass irgendwas nur bei höherem Pegel zerrt, dann ist dein Setup unterdimmensioniert, dagegen hilft oft auch eine bessere Aufstellung im Proberaum, Bassanlage immer ins Eck und wenn möglich leiser proben.
2. Wenn du dir unsicher bei der Zusammenstellung der Komponenten bist, dann frag im Geschäft oder im Forum (am besten beides) konkret nach, ob "Amp A" zu "Box B" passt.
3. falls du dir was neu Anschaffen möchtest nehme ein Set aus dem Fachhandel, bei Thomann und anderen Geschäften gibts Abgestimmte Sets wenn man sich nciht sicher ist wäre das meine Empfehlung
4. Wenn dir eine Basscombo Reicht, dann nehm die, da muss man gar nichts zusammenstellen ;)
 
Ihr habt natürlich recht, was die gleiche Impedanz angeht. Das hatte ich jetzt vorausgesetzt.

Ansonsten lief mein Post ja unter der Überschrift "vereinfacht gesagt", deshalb hatte ich mir die Formeln gespart. ;)
 
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Hi,
mir ist gar nicht aufgefallen dass ich ins Bassforum schreibe...ich bin eigentlich (hauptsächlich) Gitarrist und der Thread war einfach ein guter Platz für meine Frage:rofl:
Bei Gitarrenspeakern machen die unteren Frequenzen natürlich weniger wumms und somit geht alles eh nicht so schnell kaputt...
@Sebi Knetzgore was ist denn ein Phase-Inverter?
Und wozu soll so ein Filter gut sein?
Einfach mal als Fragen, mit den Begriffen kann ich leider nichts verbinden...
In Phase/Out of Phase sind mir aus Gitarren/Amps reichlich vertraut...der Rest eher weniger.
Die zweite Frage heißt nicht, dass ich deinen Post infrage stelle! Sondern da du dich auf dem Gebiet eher auskennst, frage ich einfach mal.
Gruß
David
 
...ich bin eigentlich (hauptsächlich) Gitarrist
Verbrennt ihn er ist eine Hexe :D

Ok, bei Gitarre ist der Ganze Krams in der Praxis deutlich unkritischer und einfacher würde ich sagen.
412er oder 212er Box mit mehr als 100 Watt Belastbarkeit, Verstärker mit 100 Watt, Setup steht.

So etwas wie Filter wirst du bei Gitarre vermutlich nicht benötigen, da sind andere Effekte erstmal wichtiger, ich habe am Helix für Gitarre als Grundsound nur Ampmodel, Impulse Respond und Tubescreamer, danach kommen so Späße wie Hall, Chorus, EQ, und dann gehts auch schon in den PC. Sowas wie HPF, LPF usw. würde ich mir als Gitarrist nur dann zulegen, wenn ich eh schon alles hab aber unbedingt nochmal was kaufen will.

der Phaseninverter invertiert das Signal.
Wenn du Signale Splittest, separat bearbeitest und wieder zusammenführst, dann kann es sein, dass sich die Signale beim Zusammenführen gegenseitig auslöschen. Das ist in etwa sowas wie "active Noise cancelling" bei modernen Kopfhörern.
da du das aber gerade nicht haben möchtest gibt es bei diversen Geräten einen Phase Inverter um das zu verhindern.

Grüße Sebi
 
Verbrennt ihn er ist eine Hexe

jehova ! .... werft den purschen zu poden ! *lach

zusatz ... durch effekt ketten kann das signal phasenverschoben sein und der fehler zum original ist dann kleiner , wenn man es 180 grad dreht . ..... deshalb sind bei einigen hifi boxen , zb , die mitteltöner " falschrum " angeschlossen , da ist der fehler dann kleiner , wie " richtig rum " .
 
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Verbrennt ihn er ist eine Hexe :D
Oja. Das Bassistische Königreich geht an die Front und knallt mit Atomraketen ab :bang::stars:
Hilfe, Mods...

„Hauptsächlich“ ja, weil ich im Musik-Differenzierungskurs regelmäßig an den Bass gezwungen und geslapped (gute Anspielung was...) werde :D sollte man eigentlich erwarten wenn man einer von 4 oder 5 Gitarristen ist...
Der blaue Schul-PB wird dann von mir mit aufgedrehter Verzerrung auf nem Transe-Amp für LedZep Gitarrenriffs und Funkige Slap Bass Lines missbraucht, und wenn es dann an die eigentliche Aufgabe geht (Ed Sheeran‘s „Perfect“ spielen), penne ich beim Zusammenspielen fast ein...
naja, fast ist hier nochmal heftig untertrieben ;)

Ich nutze nur einen einzelnen Speaker, ne 412er brauchste heutzutage nicht mehr, es sei denn, Angus Young kommt zum Tee und der Rig soll einen WummsEindruck machen. In Theorie könntest sogar mit einem Marshall Class 5 im Wembley Stadium giggen...bei heutiger PA...aber nicht vergessen! Only a Plexi is good enough!
Oder Mark i oder Bassman oder oder oder.

Mir ging es um einen 100W KH Supreme Combo, der ja einen einzelnen 100W Speaker besitzt. Ist aber von Werk aus, kann also nix falsch sein.

Also ein Phase Inverter nur zum Splitten?

Gruß
David
 
Bei der 412er oder 212er Box gehts nicht nur um die Lautstärke, sondern auch um den Sound. Ein speaker klingt ja nicht bei jeder Lautstärke gleich. Ich hab früher auch mal Gitarre in ner Band gespielt, hatte da auch ne 112er combo das hat gereicht, aber die 412er Box hat mir dann doch besser gefallen, und ich hab den Amp dann zum Topteil umgebaut.

weiterhin kann es bei kleinen Locations durchaus sein, dass die Bühnenmonitore schwach auf der Brust sind und die Amps als Monitoring benötigt.

wenn ein Herstelle ein Combo konzipiert, dann passt der Speaker. Du solltest natürlich trotzdem nicht alle Regler auf Anschlag drehen.

Solange du die Signalkette nicht splittest und zusammen führst benötigst du normalerweise keinen Phase inverter.
der Vong Filterung hat den Hintergrund, dass man zwei Ausgänge hat. Zwischen XLR out und dem normalen Ausgang hat man noch nen Schaltkreis, der kann eine Phasenverschiebung bewirken, daher der Inverter
 
Vereinfacht gesagt:
....
Hängst du zwei 20 W-Speaker dran, ziehen die nur 40 W, denn mehr brauchen sie ja nicht.

Da das noch nicht korrigiert wurde: Die Lautsprecher in dieser Situation sind passive Bauteile, ähnlich einem Widerstand. Hier fällt Leistung ab. Die Lautsprecher ziehen keine Leistung, sondern werden mit dieserr belastet, brennen also bei Überlast durch.

Nur Lautsprecher mit Leistungsanzapfungen (wie bei ELA Systemen) ziehen sich wirklich die benötigte Leistung, können also mit 20W einzeln an einem 500W System problemlos betrieben werden.
 
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Danke für die Ergänzung.
Das wollte ich oben mit reinschreiben Post #42, hatte das aber dann wohl versehentlich geslöscht.
Der Satz in meinem Post ist auch irgendwie nicht mehr das was man deutsche Sprache nennt und ich kanns leider auch nicht mehr editieren, sorry :D

Grüße
 
412 klingt natürlich fett. Aber es ist viel zu schleppen und für einen wie ich, der nur zu Hause spielt, und keine feste Band hat, ist eher ein Einzelspeaker von Vorteil.
Gesplittet wird das Signal nur durch nen FX Loop. Sonst nicht bei mir.
 
412 klingt natürlich fett. Aber es ist viel zu schleppen und für einen wie ich, der nur zu Hause spielt, und keine feste Band hat, ist eher ein Einzelspeaker von Vorteil.
Gesplittet wird das Signal nur durch nen FX Loop. Sonst nicht bei mir.

ja zu Hause ist ein 112er mehr als genug und im Proberaum reicht das normalerweise auch.

kannst du mal ne genaue info zu deinem Combo durchgeben?

soweit ich das weiß ist das eher selten, dass ein Gitarrenverstärker einen parallelen Loop hat, bei einem seriellen Loop wird in dem Sinne nicht gesplittet.
 
Sry, dann wahrscheinlich ein serieller, quasi ein #0815er Loop wie bei allen :D
Der Combo ist NOCH nicht meiner, ich wollte mich nur im Vorhinein mal erkundigen.
Wie gesagt, Kitty Hawk Supreme, Serie 1 ;)

Gruß
David
 
Ob die damals Manuale mitlieferten...da bin ich mir wirklich nicht sicher, die Amps wurden nicht wirklich in Serienproduktion hergestellt, bzw. der Betrieb war sehr klein etc.
Ich erkundige mich mal nach dem Loop. Ist natürlich interessant zu wissen ob er seriell oder parallel ist, wichtig ist aber dass er seinen Job ordentlich macht.
Seriell heißt, dass Signale ihre Richtung ändern, wie bei seriell verdrahteten Humbucker-Spulen, oder?
Lg
 
nachdem du nach wie vor nicht sagst was es für ein Verstärker ist:
Wie gesagt, Kitty Hawk Supreme, Serie 1 ;)
Merkst du nicht dass das ne Marke ist?!!!
Marke: Kitty Hawk Amplification
Modell: Supreme Standard
Serie: 1 (Mitt-80er)
Bitte genau lesen bevor du zur Leberwurst wirst - ich meine es vorher schonmal geschrieben zu haben!!!!!!!

Innerhalb von 35 Jahren kann ein Manual verloren gehen. Wenn man sich mit dem Schaltplan auseinandersetzt, wird einem vieles klar. Mit Grundkenntnissen in Elektronik, die ich ja habe, kommt man da auch so weiter!
--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
PS...wichtig ist gründlich Antesten - und dann schauen ob man den Amp überhaupt kauft, was erwartest du denn, bei einem 1955er Tweed Deluxe ein Manual anzutreffen, wenn du einen kaufen würdest?!!!
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für alle bassisten, die noch nie "Kitty Hawk" gehört haben...
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bla bla. Ein weiterer Grund warum googlen hilft!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!


Und jetzt sagter nixmehr...
 
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Hi,
mit hoher Wahrscheinlichkeit ist der Effektweg seriell; zumal bei einem Gitarrenamp und wenn nicht ausdrücklich dransteht, dass er parallel ist.
Bei parallelen Wegen ist dann auch meist ein Mixregler anzutreffen.
Testen, ob er parallel oder seriell ist kann man, indem man ein Klinkenkabel in den Returneingang einsteckt (Achtung wegen Gefahr lauter/schädlicher Störgeräusche nicht das andere Ende an der Klinke berühren!!!!).
Kommt dann kein Signal mehr durch, ist der Effektweg seriell. (Erklärung: beim Einstecken eines Kabels in den Return wird der interne Signalfluss unterbrochen, wenn intern kein dazu paralleler Weg existiert.)

Gruß Ulrich
 
Das war mir bewusst. Send und Return eines seriellen Loops müssen mit einem Klinkenkabel oder Pedalboard Patchkabel miteinander verbunden sein. Wenn er stattdessen parallel ist, wird der Weg am Loop vorbei blockiert und das Signal läuft durch die Schleife.
Hinten gibt es noch einen Presence-Regler, aber kein Mix.
 
Merkst du nicht dass das ne Marke ist?!!!
Marke: Kitty Hawk Amplification
Modell: Supreme Standard
Serie: 1 (Mitt-80er)
Bitte genau lesen bevor du zur Leberwurst wirst - ich meine es vorher schonmal geschrieben zu haben!!!!!!!

Hab ich voll übersehen, mein Fehler, sorry. :engel:

ich habe über Google ein Schematic gefunden:
https://elektrotanya.com/kittyhawk_supreme_sch.pdf/download.html#dl

Ob da alles Richtig ist weiß ich nicht, das mit der "Line in/out Buchse" am Poweramp check ich nicht ganz, entweder soll das ein geschalteter Y-Insert sein, oder es ist ein Poweramp-In mit Schaltkontakt, der den Preamp bei eingesteckten Stecker trennt.
wenn es ein Y-Insert wäre könnte man den als Seriellen Effektloop nutzen.

Der eigentliche Loop ist aber parallel.


Das war mir bewusst. Send und Return eines seriellen Loops müssen mit einem Klinkenkabel oder Pedalboard Patchkabel miteinander verbunden sein. Wenn er stattdessen parallel ist, wird der Weg am Loop vorbei blockiert und das Signal läuft durch die Schleife.
Hinten gibt es noch einen Presence-Regler, aber kein Mix.

Ein Serieller Loop hat normalerweise Buchsen mit Schaltkontakt. d.H. wenn kein Kabel gesteckt ist wird in und out innerhalb des Amps gebrückt und somit ist kein Kabel nötig. (kann natürlich bei ganz alten Amps anders sein, das weiß ich nicht)
 

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