Welche Frequenz hat die E-Saiter der Gitarre ?

von Ralfi1975, 12.05.08.

  1. Ralfi1975

    Ralfi1975 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.05.08   #1
    Hallo

    Daich meine Klampe öfter an den PC anschliessewürde ich diese dann dort auch gleich stimmen wollen, falls das möglich ist.

    Das A hat ja 440Hz, eine Oktave drinter sinds noch 220 Hz

    Aber was hat das E, A, D....usw

    Entweder würde ich mir Testtöne generieren wollen, oder mit einem Programmdie Stimmung der Gitarre prüfen.


    Habt ihr da nen Tip für mich ?


    Ich habe zwar ein Stimmgerät (Arion Stage Tuner, ist schon atwas älter) aber das ist mit anderen Effekten fest verbaut und das möcht ich nicht immer ins wohnzimmer "schleifen"


    Danke !
     
  2. cvinos

    cvinos Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.05.08   #2
    Du kannst das ausrechnen. In dem heute in der "westlichen" Musik meist verwendeten Tonsystem, dem "equal temperament" (siehe auch Wikipedia) , gilt:

    f_t2 = f_t1 * (12. Wurzel aus 2)

    Wobei f_t1 = Frequenz eines Tons
    und f_t2 = Frequenz des Halbtons über t1.

    Oder allgemeiner:

    f_t1 = f_tn * (12. Wurzel aus 2)^n

    Wobei f_t1 = Frequenz eines Tons
    und f_tn = Frequenz eines Tons n Halbtöne über t1.

    Für die Oktave, 12 Halbtöne, kürzt sich dann die 12. Wurzel
    mit dem ^12 ("hoch 12"), so dass die 2 als Multiplikator stehen bleibt.


    Zu beachten ist, dass man ein mechanisch aufgebautes Instrument selten
    perfekt stimmen/intonieren kann, so dass es jederzeit (geringe) Abweichungen geben kann.
    Bei einem Klavier stimmt man sogar absichtlich nicht annähernd perfekt, da
    das Instrument dann insgesamt oft zu kalt wirken würde.
     
  3. Thundersnook

    Thundersnook Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.05.08   #3
    Hallo Ralfi!

    habe diese Werte gefunden:

    E: 330 Hz
    A: 440 Hz
    D1: 587 Hz
    G1: 784 Hz
    H1: 988 Hz
    E2: 1318 Hz

    Die dazwischen liegenden Töne lassen sich folgendermassen berechen:

    Prime *1/1
    Sekunde *9/8
    Terz *5/4
    Quarte *4/3
    Quinte *3/2
    Sexte *5/3
    Septime *15/8
    Oktave *2

    Allerdings stimmt diese Vorgehensweise nicht genau bei hohen bzw tiefen Tönen ... Dafür verwendest Du am besten folgende Formel:

    [​IMG]

    x ist hierbei die Anzahl der Halbtöne von A aus gesehen ;)

    E: Ok, da war wohl cvinos schneller^^
     
  4. Vincent-Vega

    Vincent-Vega Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.05.08   #4
    A 440
    B 466
    H 499
    C523
    Cis 554
    D 587
    Dis 622
    E 659
    F 698
    Fis 739
    G 784
    Gis 830
    A`880
    etc
     
  5. Thundersnook

    Thundersnook Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.05.08   #5
    Kleine Frage am Rande: ist das dann das, was man als "wohltemperiertes" Klavier kennt? sorry fuer OT
     
  6. rusher

    rusher Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.05.08   #6
    naja was heißt man stimmt beim Klavier nicht perfekt? was ist die perfekte stimmung, die gibts nicht ? du kannst perfekt vielleicht in einer tonart stimmen aber nicht insgesamt perfekt. Wohltemperiertes Klavier bedeutet, dass alle Halbtonschritte gleich groß sind. Somit ist jeder Ton etwas verstimmt, was sich aber in Grenzen hält und woran unser Ohr gewohnt ist. Würde man bestimmte Intervalle zu 100% richtig stimmen, dann hätten andere Intervalle davon einen Nachteil und würden eben noch mehr verstimmt sein, deswegen verstimmt man alle und wählt sozusagen das kleinste Übel.
    Korrigiert mich, falls ich irre.
     
  7. Ralfi1975

    Ralfi1975 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.05.08   #7
    Hallo.

    Dankefür eure antworten.

    Habe im netz das gefunden:
    http://www.drohm.de/tuned/

    Die A-Saite hat an der Gitarre somit 110 Hz,die E Saite 82.4 Hz

    Wenn man auf die Buchstaben Klickt wird unten der Wert angezeigt.

    Probierts mal aus,ich echt nicht schlecht....

    Jetzt muss ich nur noch die Töne mit einer Softwareausgeben, und dann kann ich ggf. mit einigen mp3s die Klampfe einfach stimmen.....
     
  8. cvinos

    cvinos Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.05.08   #8
    Hey rusher, schon klar, ich meinte perfekt hier bezogen auf das hypothetische Ziel, die mathematisch sehr genau berechenbaren Frequenzen bei equal temperament möglichst genau einzustellen.

    Und wohltemperiert (Englisch: "well tempered") bedeutet eben nicht, dass die Abstände zwischen den Halbtönen genau gleich sind. Das ist gerade das zuvor besprochene und heutzutage oft zugrundegelegte equal temperament, zu deutsch "gleichmäßig temperiert". Equal temperament ist ein Kompromiss in Bezug auf die natürlichen Intervalle und die Modulation. Ein Kompromiss, durch den alle Intervalle im Instrument nicht mehr natürlichen Intervallen aus der Obertonreihe entsprechen, aber dafür auch nirgends arge "Wolfsintervalle" in der Stimmung stecken und es sich in einem Stück Musik ohne großen Bruch zwischen mehreren Tonarten hin und her modulieren läßt (bezogen auf die klassische Harmonielehre). well temperament gab es bereits früher als equal temperament.

    http://en.wikipedia.org/wiki/Well_temperament

    http://en.wikipedia.org/wiki/Equal_temperament

    "Das Wohltemperierte Klavier" ist ein Werk von Bach,
    von dem der Begriff well temperament abgeleitet ist: http://de.wikipedia.org/wiki/Wohltemperiertes_Klavier
     
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