Welche Tin Whistle nach der D Whistle ist sinnvoll?

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Tinnie22

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Welche Tin Whistle macht am meisten Sinn, als Nachfolger bzw Ergänzung zur D whistle?

Ich spiele nur in einem Ensemble und in Sessions . Würde gerne eine etwas tiefere nehmen, bei der noch kein pipers grip erforderlich ist. Schwanke zwischen Bb, A G oder gar F
 

Hi

Die machen alle Sinn.

Rein von den Tonarten her wäre für mich die erste Ergänzung zu low d und high d die high c, aber das ist in deinem Fall kein Kontrast. Die high C ist abgesehen von den seltenen Eb sessions auch die die man am wahrscheinlichsten doch noch mal bei einer Session benutzen kann neben der a und g alto, f alto ist quasi ganz sessionuntauglich, aber was soll es.

Hast du Gesang in deinem Ensemble? F und G passt gut zu tieferen Frauenstimmen, A und Bb zu mittleren Männerstimmen oder recht hohen Frauenstimmen. Die Gesangsmelodien von irischen Liedern tatsächlich in D zu spielen ist oftmals nur für relativ hohe Männerstimmen die beste Lage.
 
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  • #3
Vielen Dank, ich dachte G wäre ganz gut zu Gitarren? Bin irgendwie sehr unentschlossen, glaube, Session tauglich hat oberste Prio.

Trotzdem noch eine Frage: wenn ich eine A whistle habe, ist ja mein tiefster Ton ein GIS, richtig,? Spiele ich jetzt Noten die in D Dur stehen oder G Dur muss ich dich alles indenken von der Grifftbelle oder? Lese immer nein, aber wenn ich ein D lese und alle Finger die Löcher bedecken wie sonst auch erklingt doch ein GIS oder? Stehe auf dem Schlauch
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Ach sorry,bei A wäre tiefster Ton natürlich ein A
 

Hallo Tinnie22, willkommen im Musiker-Board! :hat:

Du kannst deine eigenen Beiträge auch nach der Veröffentlichung noch einige Stunden lang bearbeiten, also z.B. den Satz vom tiefsten Ton korrigieren.

Gruß Claus
 
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Vielen Dank, ich dachte G wäre ganz gut zu Gitarren?

G ist eine gute Gitarrentonart insofern man mit einigen üblichen Stimmungen dann relativ voll und tief ohne Capo spielen kann. Aber du spielst dann in einer anderen Lage als auf der D Whistle.

Bin irgendwie sehr unentschlossen, glaube, Session tauglich hat oberste Prio.

In dem Fall lieber eine low D suchen die von den Fingern her klappt, denn alles außer high D und low D ist für session Luxus und/oder suboptimal. Am brauchbarsten wie gesagt noch C und danach A. Aber da geht es um deutlich unter 10% der Tunes. Nämlich nur die die auf D nicht klappen weil sie zu tief sind oder mindestens ein F nötig ist oder häufige g# vorkommen.


Trotzdem noch eine Frage: wenn ich eine A whistle habe, ist ja mein tiefster Ton ein GIS, richtig,? Spiele ich jetzt Noten die in D Dur stehen oder G Dur muss ich dich alles indenken von der Grifftbelle oder?

Tin Whistle wird normalerweise (wenn überhaupt) transponierend notiert sofern es für einen Spieler ist. Es lohnt sich also nicht (wie bei der Blockflöte) Griffweisen umzulernen weil man eine Whistle in der anderen Tonart spielt, stattdessen tut man so als wäre es eine D Whistle und die Whistle transponiert dann automatisch in eine andere Tonlage als die da notiert ist, je nachdem welche Whistle es ist.

Lese immer nein, aber wenn ich ein D lese und alle Finger die Löcher bedecken wie sonst auch erklingt doch ein GIS oder? Stehe auf dem Schlauch
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Ach sorry,bei A wäre tiefster Ton natürlich ein A

Du kannst mit einer alto whistle irish tunes nicht in der gewöhnlichen Sessionlage spielen, denn die Whistles haben nicht den geeigneten Tonumfang selbst wenn sie die Tonart an sich können. Irish tunes liegen meist in einen Tonunfang von d4 bis b5 oder höchstens c#6 und jedes einzelne Stück braucht meist mehr als eine Dezime davon. Dies ist die Lage der D Whistle. Auf einer G Whistle oder A Whistle musst du die meisten Stücke "brechen" wenn du sie in der Originaltonart spielen willst. Also entweder hohe Parts tief spielen oder tiefe Parts hoch oktavieren. Ich halte davon sehr wenig.

Sinnvoll sind die Whistles in Bb, A, G und F wenn man das ganze Stück spielt als hätte man eine D Whistle und das ganze Umfeld transponiert mit. Das wird in einer Session nicht passieren, sondern im Duo, Trio oder in einer Band eben. Manche Sänger benötigen so etwas wie gesagt sogar.
 
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  • #6
Vielen herzlichen Dank, das war wirklich sehr aufschlussreich und hat mir mega weitergeholfen. Danke dir 👏
 
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  • #7
Kennt denn jemand von euch die TWZ Low whistles? Die sollen den geringsten Abstand für die Finger haben...
 
Den geringsten Abstand haben umgekehrt konische Low Whistles. Die sind aber schwerer zu bauen und Bernard Shaw lebt nicht mehr und seine Instrumente - von der Bauart her in der Clarke Tradition- haben einen Luftverbrauch der schon von sich aus mehr als 60% aller Flötenspieler überfordert plus sie sind auch recht tief angelegt was das noch mal schlimmer macht und auf über 80% anhebt- es gibt selten Leute die diese Flöten spielen, ich habe sie früher gespielt aber trotz damals noch richtig guter Lungen auch zu tief.

Die TWZ Instrumente kenne ich in der Lage nicht aber ich habe die höheren, die sind... ganz gut. Es sind aber zylindrische Tin Whistles mit traditioneller Lochanordnung. Insofern nicht absonderlich eng gespacte Löcher. Auch die Dixon Instrumente sind mindestens so eng wenn nicht enger, aber Achtung zweifelhafte Qualitätskontrolle.

Die Carbonys- da gibt es auch eine mit extra kurzen Griffen- kosten 600 Euro- das ist imho a bit absurd.

Howard Whistles sind sowieso nicht schwieriger zu greifen als andere low Whistles. Haben aber grade eine neue Low D mit komplett anderer, enger Fingerposition rausgebracht die dürfte um die 200 Euro liegen. Wie und wie gut das funktioniert weiß ich nicht, die traditionellen Howards sind mindestens *gut*.

Bist du überhaupt sicher ob du irgend ein Problem mit der Griffweite hast? Ich meine, meine Handspreizung grenzt an körperliche Behinderung und ich bin zwar ohne konzentrierte Übung ein Stück langsamer auf Low Whistles als auf hohen aber echt nicht viel langsamer, und Tendenzen in Richtung Pipers grip (das muss nicht ein voll ausgeprägter pipers grip sein) kommen manchmal ganz natürlich und unproblematisch von selber. Also um das nochmal zu betonen: Meine Hände sind nicht groß und unbeweglich an der Grenze zum pathologischen und ich habe damit null Problem bei quasi allen D Low Whistles.

Das Problem wird imho oft überzeichnet. Klar es gibt Leute die damit echt nicht leicht zurecht kommen aber das gilt eigentlich für alle großen Instrumente...

Probier es doch einfach mal mit irgendwas im 200 Euro Bereich, man gewöhnt sich dran. Und es eröffnet ganz andere Möglichkeiten verglichen mit der High D. Und wenn es nicht klappt na ja die Howard für kleine Hände wird wahrscheinlich kein kompletter Unsinn sein.
 
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  • #9
Wau hier lerne ich viel dazu. Vielen Dank. Ich habe Mal diesen Zollstocktest gemacht mit markierten "Löchern". Da habe ich schon mit dem linken Ringfinger Probleme ohne Krampf wirklich dahin zu kommen. Und obwohl ich zwar Klavier und Saxofon spiele, habe ich auch bei den Barree Griffen auf der Gitarre schnell Probleme, wenn man zu sehr preizen muss. Mir gefällt uf Dauer aber eine low whistle besser als das hohe Geschoss, daher lockt es mich. Ich schaue mir mal die Howards an . Vielen Dank
 
  • #10
Hast du den Test mit den Fingerkuppen gemacht?

Abgesehen von den Inseldudelsäcken benutzen nur wenige Leute einen echten Pipers Grip mit der gesamten Hand, das kann ganz andere Probleme bereiten. Aber die Hand ein bisschen reinschieben so dass man beim Ringfinger auf dem unteren Teil des ersten Glieds landet- oder wichtiger als dies: Krümmst du die Finger um mit dem empfindlichsten Teil vorne zu landen? Das ist bei Blockflöten z.B. üblich aber bei Whistles nicht, das geht in Richtung Piper's grip aber es geht einfach nur darum die Finger relativ grade zu halten.

Bei der Blockflöte verlierst du damit sofort an voller Kontrolle über das jeweils einzelne tiefste offene Tonloch für den jeweiligen Ton was unerwünscht ist. Bei Whistles ist das kein Fehler. Dafür kann man ohne Danebenhauen schnell Löcher öffnen irgendwo auf dem Instrument- wie gesagt bloß durch das Geradehalten der Finger, es ist dabei nicht notwendig das man auf dem zweiten Fingerglied schließt.
 
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  • #11
Nein, ich habe bewusst das erste oder zweite Fingerglied, nicht die Kuppe genommen
 
  • #12
Hm ok. Dann kann das Problem tatsächlich echt vorliegen.
 
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  • #13
So,habe mir die Howard im Internet mit div.Beiträgen angesehen ( top) und angehört🤔, da bin ich noch nicht wirklich überzeugt. Klingt nach Schwierigkeiten die Töne sauber zum Klingen zu bringen, weist selbst die Werbung auf Howards Seite durch die Blume drauf hin. Vielleicht spielt ja jemand eine low whistle von Howard hier?
 
  • #14
Ich habe eine Low D von Ian Lambe hier, falls Du in der nähe wohnen solltest und mal probieren willst....
Die Löcher sind zwar recht groß, aber Sie fühlt sich für mich ziemlich komfortabel an, aber ich vermute auch hier sind Mittel und Ringfinger der linken Hand nicht näher beieinander als bei den schon genannten
 
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