Welcher Amp passt zu Rhodes Piano MK1 am besten

  • Ersteller Tastenmensch1
  • Erstellt am
Tastenmensch1
Tastenmensch1
Registrierter Benutzer
Zuletzt hier
19.08.16
Registriert
07.09.06
Beiträge
71
Kekse
0
Hallo wollte mal fragen welcher Amp soundmässig am besten zu einem Fender Rhodes MkI passt.
Vielleicht kann mir ja ein erfahrener Rhodes Spieler unter Euch ein paar Tipps geben....
Vielen Dank im Voraus
 
Eigenschaft
 
Ob ich erfahren bin, weiß ich nicht, aber ich fang mal an mit Amps, die mir gefallen haben:
- Fender HotRod Deluxe - schöner Cleansound mit Federhall, fürs Rhodes eine sehr passende Zerre, fürs Wurlitzer übrigens eine Bombe, allerdings kein "Cleanmonster", also brüllend laut und unverzerrt geht nicht. Eventuell auch mal die beiden Deville-Modelle antesten, die müssten mehr Reserven haben.
- Roland JazzChorus 120 - eine komplett andere Baustelle als der Fender, fast schon HiFi-artig mit richtig gutem Chorus und nebenher ein "Cleanmonster", das einen unglaublichen Lärm macht.
- ElectroVoice TL806, auch bekannt als die klassische MesaBoogie-1x12" oder bei TubeTown zu kaufen. Mit passendem Antrieb auch eine schöne Sache, allerdings bin ich da noch auf der Suche.
- Mit einer guten aktiven DI oder einem Line6 POD bekommt man auch schöne Klänge hin.
 
Ich kenne noch zusätzlich folgende Amps:

- Fender Twin Reverb: hab ich einen, ist ein Cleanmonster und definitiv nix für empfindliche Ohren. Meiner hat 135 Watt (Vollröhre) und klingt erst ab 'halboffen' so richtig satt, was schon sehr nah an der Sag-Mal-Bist-Du-Eigentlich-Bescheuert-Lautstärke ist.

- Fender Blues DeVille 410: ein 1x10" Vollröhren Amp, etwas dreckiger als der Twin und lange nicht so laut. Macht auch eine tolle Figur.

- Roland JazzChorus 160: haut auch 4x10" Lautsprecher, ist sonst aber identisch mit dem JC-120. Schneller im Attack (für funkigere Sounds) und etwas bassiger, wegen der grösseren schwingenden Oberfläche.

- Orange AD-30 mit Orange 2x12": sehr eigener Sound, dreckig und 'britisch'. Klingt sehr speziell und ist eher für rockigere Sachen geeignet, macht aber auch unheimlich Spass.

- Taste und Technik TRamp: wenn's leise sein soll. Momentan mein Favourite weil leicht, klein, stereo panning und ein super musikalischer EQ, der halt auf Rhodes abgestimmt ist.

Grüsse vom HammondToby
 
Grossen Dank an Andi 85 und Hammond Toby
:)
 
Da fallen mir doch eben noch Hörbeispiele ein für den Fender Blues DeVille 410: auf der Hompage meiner Band Soulyla gibt's zwei Songs, die mein Rhodes MK II enthalten, nämlich 'Lass los' und 'Wegen Dir'. Beide mit dem selben Amp aber unterschiedlich EQt (also am Amp, nachträglich wurde fast nix geschraubt). Wenn ich mal dazu komme, stelle ich mehr Beispiele des selben Instruments mit unterschiedlichen Amps online ... das dauert aber noch'n bisschen.

Grüsse vom HammondToby
 
@hammondtoby: Super Musik, verdammt gute Sounds!
 
@hammondtoby: Super Musik, verdammt gute Sounds!

Dankeschön. Da kann ich nur zu sagen: alles echt. Also Rhodes MK II, Hammond C3. Der Nord Wave ist der einzige 'Schummler' weil er nur virtuell-analog ist ... aber: scheiß drauf (man verzeihe mir bitte den Ausdruck ;) ).

Grüsse vom HammondToby
 
Aha? Also beim Rhodes war mir das gleich klar - aber die Hammond hätte ich jetzt also Nord Stage oder C1/2 identifiziert. So kann man sich täuschen mit den roten Biestern... ;)
 
Ich habe vergangene Woche auch glück gehabt und zum Spottpreis (250€) ein Rhodes MKII im (meiner Meinung super Zustand) ergattern können :):):) Kenne mich sonst nicht sonderlich damit aus.

Habe im Proberaum dann mal den Gibson-Amp von unserem Gitarristen angeschlossen (60W Leistung), aber selbst ganz aufgedreht was es noch relativ leise. Mit nem billigen 120W Behringer Bass Amp hatte ich zumindest mal anständig Druck.

Allerdings will ich nicht noch mehr Signale im Raum haben die mikrofoniert werden müssen und würde eher nen guten Preamp bevorzugen. Kann man da auch was empfehlen? Oder kann man evtl. ein gutes Gitarren multieffektpedal nutzen? Also das ToneLab klang echt mies dadran! Da war selbst der Behringer Bass Amp deutlich besser!
 
Preamp für Fender Rhodes kann ich folgende Empfehlen:

H&K Crunchmaster
H&K Tubeman (der erste... der blaue)
TRamp von Jens Lüpke (www.tasteundtechnik.de)

ART Tube MP Studio V3

letzter hat eine sehr viel weniger klangfärbende Eigenschaft, wie die andren drei.

Ich benutze den Crunchmaster und bin suuuper zufrieden. Der hängt bei mir zwischen Rhodes und Endstufe. Aber auch fürs Recording ist dat Dingen echt gold wert.

Laut Andi85 soll aber auch ein Line6 Pod seinen Dienst tun.

Achja, und Glückwunsch zum scheiß günstigen Rhodes :) Solche Leute will ich auch treffen.
 
Ich benutz wie Andi den Fender Hotrod Deluxe. Der klingt insgesamt sehr ordentlich und hat für ein Vollröhrengerät ein super Preis-Leistungsverhältnis, gerät aber in meiner Truppe (Fusion und zeitgenössischer Jazz) schon oft an seine Leistungsgrenzen. Twin und Pro Reverb haben da noch eine Spur mehr cleanen Headroom und klingen meiner Theorie nach auch noch mal eine Ecke fetter.
 
Ja, selbst der alte POD 2.0 tut einen guten Dienst. Für aktuell 139€ ist der ein guter Kauf. Sonst könnte man auch noch den Pocket Pod für €89 anschauen, allerdings sind die Einstellmöglichkeiten am Gerät deutlich geringer und die Anschlüsse sind weniger bühnentauglich. Wenns mehr kosten darf, sind die aktuellen Modelle sicher nicht schlecht - ich wollte eben nicht so viel ausgeben.
Eines haben sie aber alle gemeinsam: Im Gegensatz zu Fendern aller Art gehen sie auch morgens um halb 4 mit Kopfhörern :p

P.S.: Stimmt, der HRD geht sehr früh in die Zerre. Aber das hat ja auch seine lustige Seite.
 
Zuletzt bearbeitet:
Twin und Pro Reverb haben da noch eine Spur mehr cleanen Headroom und klingen meiner Theorie nach auch noch mal eine Ecke fetter.

Gerade der Twin hat nicht nur "eine Spur" mehr Headroom. Der hat eine 4 spurige Autobahn mehr Headroom :) Als ich den damals im Einsatz hatte (Silverface) hab ich ihn nicht zum Zerren bekommen. Der ist clean ohne Ende. Klingt aber richtig (!!) fett. Wiegt dafür auch gut :)

Übrigens: Nochmal kurz was zum Crunchmaster. Der hat eine 1Watt Endstufe drin. Das heißt, wenn du zu Hause üben willst, kannst du dort eine 10"er oder 12"er Box anschließen und ohne Probleme spielen. Aber pass auf, dass du den Nachbarn nicht auf die Nerven gehst. Denn 1 Röhrenwatt sind ziemlich laut! :)
 
Hm, das ToneLab hatte ich auch schon dran und soooo schlimm ist es nicht. Immerhin kann man davon ausgehen, dass man daran eine Menge schrauben muss, bis was ordentliches rauskommt, weil es ja eigentlich für Gitarre gebaut wurde und nicht mit allen Aspekten des Rhodes gut klar kommt. Also: trau dich ran und verstelle es komplett ... natürlich nur in Absprache mit dem Besitzer.

Zum Twin hab ich ja oben schon mein Statement gegeben. Am besten nur aufreissen, wenn er in nem Extra Raum (Backstage oder Studio) ist, sonst: Gehörschaden!

Ich hab, um mit dem Rhodes direkt ins Pult zu gehen, häufiger mal einen Reußenzehn Max Röhrig verwendet. Geht auch, weil er das Signal sehr stark anhebt, und danach dann den Pult-EQ eingesetzt. Jetzt hängt noch eine BBE DI-100x dazwischen (danke Andi ;) ), das tut auch schon ordentlich. Mach ich zu Hause, weil der TRamp im Studio- bzw. Liverack wohnt und mein Zweitrhodes eben zu Hause steht.

Grüsse vom HammondToby
 
Ich habe ab heute abend mein Rhodes wieder im trauten Heim, weil ich ein Tine austauschen muss (das letzte Solo war zu viel fürs Schlüssel-C). Wenn gewünscht, kann ich gerne mal Rhodes --> Crunchmaster Aufnahmen machen.
 
Danke Toby! Reußenzehn ist eine gute Idee. Unser Gitarrist hat einen. Den werde ich auf jeden Fall mal antesten. Hab gesehen, dass es sogar einen für E-Pianos gibt. Den müsste man irgendwo mal richtig hören.

Das ToneLab mochte ich absolut nicht. Vielleicht hatte ich nur nicht die richtige Einstellung gefunden, wobei wir schon sämtliche Modelle durchgetestet hatten. Es klang einfach matschig und stumpf.

@PhantomXR Demos? Immer gerne :) ich glaube es gibt hier keinen der nicht gerne neue Demosounds hören möchte
 
Hab gesehen, dass es sogar einen für E-Pianos gibt. Den müsste man irgendwo mal richtig hören.

Hab ich, ist nett, aber nicht so beeindruckend. Ich fand das Rhodes dadurch etwas 'bedeckt' und 'mumpfig' ... kein Vergleich zum TRamp vom Jenzz. Wichtig ist ja nicht nur die Vorverstärkung (der Max Röhrig hebt das Signal nur an, der Einfluss auf den Sound ist sehr gering), sondern auch die EQ-Einstellung danach. Das alles in Verbindung mit der Justierung innerhalb des Rhodes macht eine riesige Bandbreite an Sounds möglich, man muss nur wissen, wie ... und natürlich die Zeit dazu haben.

Es geht beim ToneLab ja nicht nur um die Modelle, sondern auch die EQs z.B. ... ein bisschen Verzerrung (gaaaanz wenig, zum anschmutzen des Sounds), vielleicht noch ein Tremolo oder Panning dazu. Ich hätte mit den Modells Amp: 'Tweed 4x10' und 'Black 2x12' und den entsprechenden Cabs 'Tweed 4x10' und 'Black 2x12' experimentiert, Höhen rauf, Bässe runter und dann mal schauen, was passiert.

Grüsse vom HammondToby
 
Werd es am Wochenende auf jeden fall nochmals testen. Also Reußenzehn, ToneLab und ich hab auch noch nen alten billigen Fender Nachbau bei mir rumstehen. Fenix mit 80 Watt und ohne Röhren. Ich bezweifel zwar, dass das dingen gut klingen wird, aber testen kann man es. Auf jeden fall ist das dingen mind. genau so Vintage wie das Rhodes :D
 
Naja, Röhre ist alles andere als "Pflicht." Probiers einfach mal aus :)
 
Der Meinung bin ich ab und zu auch. Röhre gut und schön, aber lieber nen anständigen Transistor-Amp als 'nen Harley Benton mit Röhre :D
Wobei ich Fenix jetzt auch nicht zu den guten Geräten zählen würde.
Aber wie gesagt. Einfach testen. Ab und zu können auch mal günstige Alternativen gut klingen.
 

Ähnliche Themen


Unser weiteres Online-Angebot:
Bassic.de · Deejayforum.de · Sequencer.de · Clavio.de · Guitarworld.de · Recording.de

Musiker-Board Logo
Zurück
Oben