Welches Akkordeon spielt Ihr?

  • Ersteller Don_Tommi
  • Erstellt am
Leider enden die einschlägigen Basstabellen bei 48 Bässen.
Aber unter https://de.wikipedia.org/wiki/Stradella-Bass bin ich fündig geworden:
  • 12-Bass: 6x2 Knöpfe, Grundbass von B bis A nur mit Dur-Akkorden.
  • 24-Bass: 8x3 Knöpfe von Es bis E, es gibt Grundbass, Dur- und Moll-Akkorde.
  • 32-Bass: 8x4 Knöpfe von Es bis E, es gibt Grundbass, Dur-, Moll- und Septimenakkorde.
  • 40-Bass: 8x5 Knöpfe von Es bis E, es gibt Grundbass, Terzbass, Dur-, Moll- und Septimenakkorde.
Also: Da ich auf die Terzbässe nicht verzichten möchte, geht bei mir unter 40 Bässen gar nichts.

Oder kennt jemand Sonderausführungen bei 32 Bässen mit Terzbässen aber ohne Septimakkorde?
 
Oder kennt jemand Sonderausführungen bei 32 Bässen mit Terzbässen aber ohne Septimakkorde?

Bei der Student wohl leider nein.
Das kann man sogar auf Fotos erkennen, denn bei den 32er-Versionen der Student verrät die C-Markierung in der innersten Reihe (Balgnähe), dass es ohne Terzbässe direkt bei den Grundbässen "losgeht".

Der Grund mag wohl in Kostenersparnis liegen, denn bereits bei den 8 Grundbässen von Es bis E sind in den Dur- und Moll-Akkorden bereits alle Töne enthalten, die man für die Septimen noch braucht.
Für Terzbässe statt der Septakkorde müsste man jedoch zusätzlicher Bass-Stimmzungen für C#, F#, G# und H einbauen.
 
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My one and only - oder - die berühmte eierlegende Wollmilchsau - ist eine:
Pigini Master 58 B/de Luxe
C-Griff, mit Convertor
58 Töne im Diskant und 55 im Bass.
 
Hohner Atlantik III N

...haben die "Atlantiks" nicht 120 Bassknöpfe...?...:gruebel:...

...meine "Hohner Lucia IV P" hat zwar nur 96 - dafür aber 7(!) Register für die Tastenseite und ist mittlerweile über 50 Jahre alt, aber im Klang so gut wie neu (OK, den Blasebalg musste ich schon einmal reparieren lassen)...

P.:evil:
 
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meine "Hohner Lucia IV P" hat zwar nur 96 - dafür aber 7(!) Register für die Tastenseite und ist mittlerweile über 50 Jahre alt, aber im Klang so gut wie neu

...ich muss mich entschuldigen... - ...es sind sogar 9 Register für die Tastenseite... - ...mea culpa...

...und "tho" sieht sie aus...

Akkordeon-2.jpg


P.:evil:
 
Dann stelle ich hier ebenfalls mal meine Kisten rein:

Bisher habe ich auf einer "geerbten" Hohner Atlantic IV N d. L. gespielt, die in sehr gutem Zustand war. Den relativ großen Tastenhub habe ich als sehr angenehm empfunden, die sehr kräftige Lautstärke fand ich nicht unbedingt störend.
Da mir aber ein Instrument in Musettestimmung fehlte, habe ich mir dann zusätzlich eine ca. 25 Jahre alte Brandoni 130 gekauft, mit 96 Bässen. Der deutlich geringere Tastenhub braucht Gewöhnung, aber nach meinem Gefühl geht das schnelle Musette-Spiel damit viel flotter von der Hand. Weiterer Unterschied: die Abstände der Bassknöpfe sind ganz geringfügig kleiner, aber machen sich doch positiv durch einen etwas leichteren und schnelleren Aktionsradius auf der Bassseite bemerkbar.
Natürlich klingt die Brandoni auch feiner, wärmer, leiser, dynamischer. Neben Musette spiele ich darauf sehr gern Tango, denn der Bandoneonklang zusammen mit dem sehr schönen Softbass ist eine Wonne. Auch Balkan-und Nahostmusik sind damit super spielbar. Nur Seemannslieder und Alpenländisches würde ich damit jetzt nicht so gern spielen.
Nach 4 Wochen Brandoni habe ich dann mal wieder die Atlantic gespielt und mich über den Klang- und Lautstärkeunterschied doch ziemlich erschreckt.
Deshalb werde ich mich wohl von der Atlantic trennen.
Nebenbei spiele ich seit 30 Jahren viel zu selten, nämlich immer nur auf Chorwochenenden, Reisen usw., meine liebe kleine Hohner Concerto I. So ein feines Teil, es macht mir immer wieder Freude!
 
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Hallo Leute,
Hohner Verdi III bj 1955 in Steingrau
Zustand 95%ok
Manchmal nicht die beste Ansprache und mache fünfchörigen Bässe stimmen nicht 1000%tig geht aber,

Crucianelli B2 von 1950?
37 Tasten 3 chörig 96 Bass
Rot
Zustand Top wie neu

Hohner Tango 2M
Weiß
Zustand nicht der beste
Etwas verstimmt 😅

Dem nächst kommt eine Excelsior
41/4/120 dazu
Zustand top überholt 😍

@Prof-A.
Die Atlantic 3 hat nur 3Chöre und 96 Bassknöpfe.
Nur die Atlantic 4 hat 120 Bass :rock:

Übrigens super Forum hier.
Liebe an alle Menschen hier und da draußen 🥰
 
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Stimmt, Asche über mein Haupt.
Was unterseiden eigentlich die Atlantic 3 von der Verdi 3 So großartig?
Hab noch nie auf einer gespielt.
Hat die Atlantic 3 auch Alugehäuse und diese Tastenkonstruktion?
 
Was unterseiden eigentlich die Atlantic 3 von der Verdi 3 So großartig?
Es muss unterschiedliche Fraktionen bei der Firma Hohner gegeben haben, von denen eine Instrumente in traditioneller Bauweise entwickelt und gebaut hat (Concerto, Verdi, Tango, Morino) und die andere vergleichbare Instrumente auf möglichst moderne Bauweise (Lucia, Pirola, Atlantic, Imperator), d.h. Metallgehäuse, Schaumstoff statt Filz, Balgverschlüsse ohne Nägel, einteilige Bassmechanik und ähnliche Wartungserleichterungen.
Heutzutage dürfte, neben dem Baujahr, der Erhaltungszustand darüber entscheiden, welches das bessere Modell ist.
Hat die Atlantic 3 auch Alugehäuse und diese Tastenkonstruktion?
Ja.
Die Atlantic III unterscheidet sich nicht wesentlich von der IV und hat alle Neuerungen mitgemacht.
 
Unter den Aspekten ( Traditionell und Modern ) hatte ich das noch nie betrachtet.
Ja das stimmt natürlich.
Zur Atlantic 3, ich hatte gestern erst eine gesehen, die hatte einen 16 Fuß, einen 8 Fuß und einen 4 Fuß Chor.
Sehr interessant.
 
Ich bin folgendermaßen unterwegs:
Mein Haus- und Hofinstrument ist meine Bugari Gold Plus, die ich vor ungefähr 10 Jahren durch meinen HZIMM zufällig erstanden habe, denn ich konnte auswählen zwischen einer 4-chörigen Morino, einer Beltuna Leader und einer 96er Bugari, die es nicht sein sollte, dafür die Gold Plus, die ich aber nicht ausprobierten konnte.
Vom Klang her überzeugte mich die Bugari. Die Leader irgendwie gar nicht und die Morino hatte den Klang meiner bisherigen Morino. Fand ich damals langweilig.
Nach meinem Oberarmtrümmerbruch suchte ich zu der schweren 5-chörigen Morino eine leichtere Alternative.
Die Bugari Gold Plus sollte bis zur Fertigstellung ein halbes Jahr dauern, doch hatte ich tatsächlich das Glück, dieses Instrument nach 3 Monaten zu erhalten, denn sie war auf Lager und konnte gleich ausgeliefert werden.
Und genau das war ein riesiges Glück, denn sie hat alles, was ich wollte, inklusive 3 Kinnregistern.
Damals kostete sie noch einiges unter 10.000€.
Zudem spiele ich auf Seniorennachmittagen die Beltuna Spirit Fly 108, die ebenfalls richtig gut klingt, für Orchester aber nicht geeignet ist und nicht besonders gut verarbeitet ist. War richtig teuer, für den Preis würde ich sie nicht mehr kaufen.
Nun habe ich eine Dino Baffetti Studio 2a Musette in Zahlung gegeben, um dafür eine Bugari Essenzia zu erstehen.
Eine Sonderanfertigung mit 120 Bässen, aber einem Tonumfang mit 37 Tasten.
Klingt auch gut, aber mit der Gold Plus nicht zu vergleichen.
Sie ist sehr leicht, sieht gut aus, letztenendlich nicht fürs Orchester geeignet. Für dieses Instrument ist der Preis ebenfalls viel zu hoch.
Dagegen sind die Dinos echt gut, robust und unverwüstlich.
Leider habe ich jetzt nur noch eine Garmoschka von Dino Baffetti.
Die ich viel zu wenig nutze :-( und jedes Mal neu anfangen muss, Melodien zu erlernen.
 
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Ich war am Freitag bei meinem Handzuginstrumentenmachermeister, der inzwischen eine Gesellin und einen Azubi beschäftigt.
Ich fragte nach der Erprobung der Goletta, ob er noch Garmoschkas habe.
Diese ließ er seinerzeit von der Firma Dino Baffetti herstellen, die quasi reißenden Absatz bei ihm fanden.
Letztes Jahr gab es wohl einen großen Brandschaden bei Dino Baffetti, so dass die Firma , die inzwischen wieder Instrumente herstellt, einen großen Lieferstau hat.
So nimmt er gerne meine Garmoschka, mit der ich mich eigentlich nie richtig beschäftigt habe, zurück :)
 
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Bei mir sind die untenstehenden Instrumente im Einsatz
 

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Ich habe zwei Akkordeons:

Zero Sette Arte Lignea auf Basis einer B.29 Superleggera (2021)

Hohner Arietta IM (ca. 1953/54)

Beide Akkordeons sind völlig unterschiedlich:

Die Zero Sette ist ein italienisches High-End-Akkordeon (Cassotto, a-mano-Stimmplatten, vierchörig und 13 Register im Diskant/41 Tasten, fünfchörig mit sieben Registern im Bass/120 Knöpfe), toller Klang, Diskant und Bass harmonisch aufeinander abgestimmt, Ausführung und Verarbeitung ohne Makel, auch rein äußerlich eine Schönheit, etwas Besonderes. Für mich bleibt da kein Wunsch offen.

Die Arietta hingegen ist minimalistisch: 72 Bässe und 34 Tasten im Diskant (g -e´´´); zweichörig (8-8) im Diskant und zwei Register mit drei Schaltern; vierchörig im Bass, keine Registerschaltung. Die Beschränkung auf das Minimum führt zu einem Gewicht von nur 6,2 kg und macht sie zu dem möglicherweise leichtesten "erwachsenen" Akkordeon: Im Bass sind alle Töne/Akkorde mindestens einmal vorhanden und mit 34 Tasten im Diskant kann man geschätzte 80% der Akkordeonliteratur spielen, wenn nicht sogar mehr.

Das alles ohne Abstriche in der Ausführung: Anfang der 1950er Jahre baute Hohner noch sehr robust am Stammsitz in Trossingen. Die Tasten im Diskant haben einen sichtbaren Holzkern - damals die übliche Ausführung. Außerdem ist dieses Akkordeon hervorragend erhalten: keine Kratzer, kein Gilb, keine Spielspuren, keine seltsamen Gerüche, offenkundig nur selten gespielt und sorgsam behandelt - also unbedingt erhaltenswert und aufgrund des geringen Gewichts ideal, um sie überall hin mitzunehmen.

Die Arietta ist ein Massenprodukt ihrer Zeit. Das Gehäuse im erfrischend-frechen Rot, mit dem hohnertypisch durchsetzungsfähigen Klang - Kritiker können das auch "schrill" nennen: spitzes Tremolo, hervorragend geeignet für Seemannslieder, volkstümliche Musik, Walzer, auch Musette etc.

Die Zero Sette und die Arietta bedienen ganz unterschiedliche Bedürfnisse. Deshalb mag ich sie, gerade in dieser Kombination. Ich möchte mich von keiner trennen.
 

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