Wenn Notenköpfe in beide Richtungen zeigen…?

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Hallo zusammen, mein Schulwissen reicht hier leider nicht mehr aus… was bedeutet es, wenn die Notenköpfe bei gleicher Tonhöhe nach links und rechts zeigen?
Hintergrund, ich möchte die Begleitung zum Stück in mein Keyboard programmieren, kann mit der Symbolik aber gerade nicht viel anfangen.
Würde mich über eine kleine Erklärung freuen, was es hiermit auf sich hat. Danke.

IMG_2245.webp

Quelle: Ultimate Guitar, „Official“ Version.
 
Grund: Quelle und kleineres Bild
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Das ergäbe Sinn, wenn man 2 Stimmen notieren wollte: dann zeigt aber ein Stamm nach unten, der andere nach oben ... und oft unterscheiden sie sich im Melodieverlauf.

So wie im Screenshot erscheint mir das sinnleer. Wollte man die Doppelkopfnoten etwa betonen, gäbe es dafür andere Zeichen.

Magst Du die Quelle näher benennen?
 
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Bei der Quelle tippe ich auf auf Muserscore, eine mehrstimmige Notation geht hier für meine Begriffe nicht auf.
Auf mich wirkt das wie "automatische " Erstellung eines Sequencer-Elaborats.

Noch ein Hinweis: bei Abbildungen, für die man keine eigenen Rechte hat, ist die Quellangabe Pflicht und das am besten mit Link.
Die Grafik darf dann auch nur soviel zeigen wie für die Diskussion notwendig ist, hier z.B. maximal ein bis zwei Takte.

Gruß Claus
 
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Wollte man die Doppelkopfnoten etwa betonen, gäbe es dafür andere Zeichen.
So kenne ich es aus meiner Guitar-Pro-Zeit. Doppelte Noten wurden da oft von Laien als Betonungszeichen verwendet.

PS: Bei mir ging es um Schlagzeugnoten. Vielleicht sollte das auch heißen, dass man mit beiden Sticks schlagen soll. ;)
 
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  • #5
Hätte ich beischreiben sollen, Ultimate Guitar, bzw. Tabs & Chords, wie es sich jetzt nennt.

Ich habe sowas wie Betonung vermutet, denn wie schon von @MS-SPO bestätigt, sind zwei Stimmen mit entgegensetzen Hälsen/Stämmen. Daher auch erst die Frage, denn den Fall kenne ich.

@Claus habe es angepasst.
 
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Aber lustig schaut es aus :ROFLMAO:
 
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  • #8
Und bei Klammern schlägt man mit dem Kopf auf die Snare??
IMG_2247.webp

Quelle: Ultimate Guitar

Wenn man es bei 0,1x Geschwindigkeit spielt, fällt es auf was das soll. Doppelte Noten betonen, Klammern verbergen bzw. sind leise.
 
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Nachdem die Saitenstimmung, no Capo und die Tonart angegegeben werden, gehe ich schon von Gitarre aus, aber als Freistil-Notation.
Sieht man eingeloggt denn gar keine Erläuterung zur Notation, vielleicht an zentraler Stelle statt direkt bei den Noten?

Gruß Claus
 
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  • #10
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  • #11
Ah, Danke für die Erklärung, wobei ich das mit dem Kopf und der Snare schon irgendwie interessant fänd'. :LOL:

@Claus. Die Noten gelten für alle Spuren. Die offiziellen Versionen der „Tabs“ bieten komplett alle Spuren inklusive Notation. Das ist dann für mich zum Programmieren meiner Keyboad-Begleitungen sehr praktisch. Muss zwar wegen Transpositionen aufpassen, aber darin habe ich inzwischen Übung.

Eine Erklärung habe ich in der Tat nicht gefunden.

Die Drum Notation schaut so aus, wobei ich das untere X jetzt nicht genau weiß. Geschlossene Hi-Hat meine ich?
IMG_2248.webp

Quelle: Ultimate Quitar
 
  • #12
Die Drum Notation schaut so aus, wobei ich das untere X jetzt nicht genau weiß. Geschlossene Hi-Hat meine ich?
Ja könnte sein. Drum-Noten sind relativ wenig standardisiert - jede/r notiert's ein bischen anders, d.h. man muss den Kontext des Noteurs kennen -, folgen aber in etwa dieser Tendenz, in etwa nach Tonhöhe sortiert, unter Vereinfachung von ggf. anderen Trommelstimmungen:
  • Mitte (~F-C) für Snare und (3) Toms
  • Oben (ab ~D) alles Helle, wie Becken, Crashes, Cowbells
  • Unten (unter ~F) alle "Bodenaktionen", wie BD und Pedale aller Art
Am Ende ist eine übersichtliche, leicht erkennbare Notation (wo ist denn nun die **** Snare?) die bessere Wahl als eine tongetreue Notation ...

Übrigens ... auch die verwendeten Symbole sind wenig standardisiert. Mit 2 Becken am Set braucht man den ganzen Noten-Zoo nicht, es sei denn, man ist mit Becken geflutet ... und dann wird auch wenig bis gar nicht vom Blatt gespielt ... (siehe ein zahmes Beispiel unten)

Links meine Spontaninterpretation, rechts eine von vielen Notationen. Ich interpretierte die x-e als Bass-Drum, denn eine geschlossene HH auf 2 und 4 zu spielen wäre eher etwas für einen ruhigen Part und klänge nicht direkt logisch in meiner Vorstellung. Typischer wären mindestens Viertel, oft Achtel oder Sechszehntel auf der HH, notiert als "Closed HH" im Bild (hohes F).

1778428979126.webp


1778429800475.webp

(Der Schlagflächenreiche spielt/e bestimmt nicht vom Blatt :) )

Hier ein Beispiel, das netterweise die Bedeutungen mitnennt:

1778430053773.webp
 
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  • #13
Eine Erklärung habe ich in der Tat nicht gefunden.
Beim Stichwort "Spuren" kann ich mir bei den Doppelköpfen nur eine Überlagerung der Zeichen durch automatische oder allzu bemühte Übersetzung von Tab/MIDI vorstellen.
Solche Notationen denke ich mir mehr als eine Unterstützung für's Gedächtnis beim Üben, wenn man das Stück mit der Aufnahme erarbeitet. Dann hört man auch, ob The Edge bei den eingeklammerten Notenköpfen die eingezeichneten "ghost notes" spielt.


View: https://www.youtube.com/watch?v=ujNeHIo7oTE

Gruß Claus
 
  • #14
Solche Doppelnoten habe ich auch schon mal gesehen, wenn die Quantisierung ungünstig für die tatsächliche Notenfolge eingestellt ist. In dem obigen Beispiel sieht man die 1/16, es könnten aber 1/32 hier zusammengefasst worden sein. Falls du also die Quantisierung von 1/16 mal auf 1/64 umstellen kannst, löst sich die Darstellung vielleicht auf.
 
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  • #15
@Hum Auch eine interessante Sache. Habe in den Einstellungen geschaut und man kann die Quantisierung nicht ändern, aber man kann zusätzlich TABs einblenden und das löst das Rätsel auf.
Es macht zwar wenig Sinn andere Instrumente als Gitarren quasi wie Gitarren zu notieren, aber offenbar ist damit gemeint beide Saiten anzuschlagen. Eben als Betonung.
IMG_2249.webp

Quelle: Ultimate Guitar
 
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  • #16
Ah, wie im Film „Zweistockschlagzeuger“ … :D
Das verstehe ich nicht. So einen Film finde ich nicht und auch keinen, der ähnlich heißt. Es war offensichtlich ein Spaß, aber aus Interesse, kannst du das erklären?
Es macht zwar wenig Sinn andere Instrumente als Gitarren quasi wie Gitarren zu notieren, aber offenbar ist damit gemeint beide Saiten anzuschlagen.
Da lag ich ja noch nichtmal ganz falsch.
Alternativ kann man beim Schlagzeug auch zwei Sticks in eine Hand nehmen. Damit werden die Sticks schwerer und lauter.:whistle:

Die Bass-Drum kenne ich auch als volle Note auf oder unter der Grundlinie.
 
  • #17
Das verstehe ich nicht. So einen Film finde ich nicht und auch keinen, der ähnlich heißt. Es war offensichtlich ein Spaß, aber aus Interesse, kannst du das erklären?
Ok, war wohl eine zu versteckte Analogie:
  • Zwei-Ohr-Küken
  • Zwei-Stock-Schlagzeuger
Einer dieser Titel ist fiktiv und überzeichnet, den anderen Film mag ich nicht :cool:
 
  • #18
Ok, war wohl eine zu versteckte Analogie:
Anscheinend. Ich habe nach Einstockschlagzeuger gesucht (Indiefilm über einen armamputierten Schlagzeuger?), aber auch dazu nichts gefunden. So weit wie du habe ich dann nicht gedacht.
 
Grund: "ammamputiert" zu "armamputiert"
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  • #19
Die Drum Notation schaut so aus, wobei ich das untere X jetzt nicht genau weiß. Geschlossene Hi-Hat meine ich?
Das ist "With or without you", nicht wahr?
Das "untere X" ist eine getretene Hi-Hat - man tritt fest auf das Pedal, und das obere Hi-Hat "knallt" auf das untere. Das passt sehr zwanglos zum Rock-Rhythmus, es passiert nämlich auf der 2 und 4.
Bass-Drum wird meist nicht als "X", sondern als Notenkopf im unteren Bereich notiert.
Bei "With or without you" ist glaube ich ein Schellenkranz an der Hi-Hat-Stange montiert. Beim Treten der Hi-Hat kommt dann zusätzlich noch so eine Art "Tambourin"-Sound hinzu...

Die doppelköpfigen Noten könnten Double-Stopps auf der Gitarre sein, wobei hier zwei Saiten dieselbe Note spielen. Auf der Gitarre macht das den Sound u.U. etwas "chöriger", etwas voller, als wenn man die Note nur auf einer Saite spielt.
Ich denke, es geht weniger darum, diese Double-Stopps (doppelköpfige Noten) von selben Noten lediglich lauter zu betonen, sondern sie in klitzeklein wenig gegeneinander verstimmt (etwa ein klein wenig wie beim Akkordeon schwebende Register) zu spielen (passiert vermutlich bei Gitarre "automatisch"), als auch evtl. sie ein klein wenig verzerrter als die einköpfigen Noten zu spielen.
Wenn die Gitarre in leicht verzerrten Verstärker spielt, klingen einzelne Saiten nur wenig verzerrt, aber 2 Saiten gleichzeitig gespielt schon etwas verzerrter.

Grüße
 
  • #20
Ich denke, es geht weniger darum, diese Double-Stopps (doppelköpfige Noten) von selben Noten lediglich lauter zu betonen, sondern sie in klitzeklein wenig gegeneinander verstimmt (etwa ein klein wenig wie beim Akkordeon schwebende Register) zu spielen
so sehe ich es auch. Ich kenne diese Notation aus der Violinstimme von Alfred Schnittkes "Polka":
1781069679919.webp
 
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