Dem möcht' ich mich uneingeschränkt anschließen.
Ich möchte sogar noch etwas weitergehen:
Es fängt schon viel früher an. Nach den Fingern des Gitarristen sind es vor allem die benutzten Pickups in der Gitarre. ich habe die Erfahrung gemacht, daß man mit Alnico 2 die "airy", durchsichtigen, aber auch powervollen Sonds am besten hinkriegt.
Und dann: die Endstufe (!) macht den Sound! Ehrlich! (hört mal AC/DC...: da ist gar nicht sooooviel Verzerrung drin...). Egal, wieviel Verzerrung in der Vorstufe erzeugt wird, wenn man die Endstufe nicht zum "atmen" bringt, kling alles durch die Speaker irgendwie ein wenig kraftlos.
Und egal ob Vor- oder Endstufe: die alten, mit dicken Drähten intern verlöteten Geräte, haben nicht umsonst den Ruf, am besten zu klingen. Klar, dort wo der Sond gemacht wird, nutzt es nix, wenn sich die Sondsignale durch dünne und schmale Leiterbahenn quälen, in den dichen Lötdrähten kann doch wesentlich mehr Saft fließen. Ist doch logisch, woll?
Fazit: Eierlegende Wollmilchsäue gibt's so gesehen heute m.E. immer noch. Klar, die Technik hat sich enorm entwickelt (ich hab in den siebzigern angefangen...), und für's Homerecording sind geeignete Sonds auch per modeling mittlerweile in verblüffender Qualität realisierbar, aber on stage, der Druck, der Dir von hinten in's Kreuz haut und Dich und Dein Instrument zum beben bringt, da braucht's doch gewisse unumstößliche Grundlagen.
Keep on rockin'
