Wie erkennt man, ob das Flametop einer Gitarre echt oder Furnier ist?

von ibanezplayer, 27.04.08.

  1. ibanezplayer

    ibanezplayer Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.04.08   #1
    hallo,
    hoffe ich bin hier richtig. Ich habe eine Ibanez RG 2620 QM-WB Prestige und wollte wissen, ob die Decke massiv ist, oder ob es sich hier um ein Furnier handelt.
    Wie erkennt man das? Bei Natur Bindings isses ja einfach, weil man da im Binding die Maßerung sehen kann aber meine Gitarre hat ein weißes Kunststoffbinding:confused:
    Ist hier jemand, der sich etwas auskennt und mir weiterhelfen kann?:)

    Mit den besten Grüßen,
    Ibanezplayer
     
  2. MAI

    MAI HCA Gitarren/Amps HCA

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    Erstellt: 27.04.08   #2
    Schau mal in der Pickup-Ausfräsung nach.
     
  3. h4x0r

    h4x0r Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.04.08   #3
    Ist zwar ne dumme Frage, aber was genau ist der Unterschied zwischen Furnier und "echtem" Top ? Ist das Furnier jetzt keine echte Holzdecke, oder ist die einfach nur ganz dünn, sodass sie nur der Optik dient ?
    Gruß Jan
     
  4. der dominator

    der dominator Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.04.08   #4
    ich weiß nicht, wie dick so ein furnier ist, und ob daher der trick zieht:

    geh mit der gitarre nach draußen (ins sonnenlicht) und "schwenk" die Gitarre ein bisschen hin und her - bei einer decke ändern sich die dunklen streifen in einen helleren ton, bzw. verschwinden in der richtigen stellung komplett.

    aber wie gesagt, ich kann nicht sagen, ob das jetzt nur gilt um foto decken zu entlarven oder auch für furniere funktioniert
     
  5. Jiko

    Jiko Ex-Mod Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 28.04.08   #5
    Furniere sind Echtholz, rund 1-3mm dick. Aber ob man eine "normale" Ahorndecke mit Riegelahornfurnier hat oder eine massive Riegelahorndecke, das macht sowohl klanglich als auch optisch keinen Unterschied. Bei vielen Gitarren wird ein Furnier aus optischen Gründen draufgeklebt - die Masse ist so gering, dass ein Furnier den Klang nicht beeinflusst. Bei dünnen Gitarren ist ein Furnier wahrscheinlicher, bei "fetten" (Les Paul z.B.) sind es eher massive Decken, Ausnahmen bestätigen die Regel.
     
  6. ibanezplayer

    ibanezplayer Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.04.08   #6
    @ dominator,
    dein trick hat sich bestätigt. auch schon ohne sonnenlicht, die maßerung verschwindet komplett in einer bestimmten stellung.
    Also von einer Fotodecke hab ich noch nie was gehört. Is dann ja aber echt total billig, was wohl nur bei einer 100 euro china klampfe der fall sein dürfte.
     
  7. MAI

    MAI HCA Gitarren/Amps HCA

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    Erstellt: 28.04.08   #7
    Foto-Flame Decken gibt es auch bei diversen Epiphone-Gitarren.

    Die Joe Perry Signature sieht mir verdächtig danach aus.

    Das ist dann quasi ein hochauflösendes Bild einer Riegelahorndecke ( im Gegensatz zum Furnier, wo es sich um Holz handelt ), das dann praktisch aufs Holz aufgebügelt wird.

    Zu Anfangszeiten waren diese Fotodecken richtig peinlich. Man sah bei genauerer Betrachtung sogar die Bildpunkte. Heute sind sie da schon etwas weiter. Ibanez und Yamaha Gitarren hatten teilweise Fotodecken. Teilweise sogar bis in die untere Mittelklasse.

    Furniere sind, wie Jiko schon gesagt hat, echtes Holz, das hauchdünn geschabt wurde. Die 3 mm dürften hierbei eher das obere Extrem sein. Gehe da lieber mal von 1,5 - 2 mm aus.

    Furniere unterscheiden sich sehr wohl optisch von echten Riegelahorndecken, wohl aber nur, wenn man schon dutzende echte gesehen hat. Eine echte Riegelahorndecke hat eine andere Tiefenwirkung, wenn man die Gitarre im Licht dreht.

    100 %-ig trau ich mir aber die Unterscheidung nicht zu, meistens lieg ich aber richtig.

    Der beste Hinweis ist immer noch der Preis einer Gitarre in Relation zur Marke / Herstellungsort.

    Bei einer Marke wie Epiphone wirst Du praktisch jenseits der Elite / Elitist-Serie, die ja gut über die 1000 € geht, keine echte Riegelahorndecke finden.
     
  8. Lightmanager

    Lightmanager Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.04.08   #8
    Grundsätzlich stimme ich zu, dass man es sehr leicht am "3D-Effekt" erkennen kann, meine Gibson Slash variiert je nach Lichteinfall von fast Plaintop bis hin zum Killertop, ähnlich ist es bei meiner PRS.

    Allerdings gibt es auch Gitarren die, trotz Furnier, eine fast schon unheimliche Tiefe haben - meine Tokai Anniversary ist so ein Fall, die hat eine massive Ahorndecke und dann noch ein furniertes Quilttop, die Decke variiert im Licht, dass es einem die Schuhe auszieht.
     
  9. _xxx_

    _xxx_ Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.04.08   #9
    Am 3-D Effekt kann man gar nichts erkennen, denn dieser kann auch bei Furnier sehr ausgeprägt sein. Beispiel die Meanstreet in meiner Sig (normale Ahorndecke mit Flammenfurnier drauf), die sah besser aus als viele mit dicken Tops. Der einzige zuverlässige Weg ist es, Pickups rausschrauben und nachschauen.
     
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