Wie gestaltet ihr den Abend?

von JaNeKlar, 03.11.09.

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  1. JaNeKlar

    JaNeKlar Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.11.09   #1
    Moin,

    mich würde interessieren wie ihr den Abend einer Veranstaltung gestaltet.
    Ich für einen Teil begrüße die Leute mit ein, zwei Sätzen und dann gleich nen bisschen was Live gesungen. Den Rest des Abends immer im Tausch mit Disco und Livestücken. Wobei Disco für mich nicht heißt irgend nen Hit-Mix reinschieben und an die Bar setzen.

    Wie macht ihr das? Ein paar Stücke spielen und dann einfach Pause? Den ganzen Abend durchspielen?

    Gruß, Chris
     
  2. reservoir dog

    reservoir dog Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.11.09   #2
    Kommt drauf an. Hatte noch kenen Auftritt mit mir und meinem Istrument. Aber es kommt darauf an was man für Musik macht und wieviel Leute da sind. Ich mach Singer/Songwriter Musik mit melancholischem aber auch mit recht enspannten "sonnigen" Touch.
    Da würde ich, wenn es zu Auftritten kommt, wohl Abwechseln zwischen Song und Ansage die ruhig lustig sein kann. Nix ist wohl bsser als sein Publikum entweder zum Lachen oder aber auch zum Nachdenken zu bringen.
    Ich finde beides sollte ein Künstler in seiner Show schaffen.
    Dann kommt es ausserdem drauf an was für eine Art Veranstaltung es ist. Ist es en Konzert wo man selbst der Headliner ist? dann muss man sein Publikum mehr in den Bann ziehen um es auch in Zukunft wieder bei Auftritten zu sehen.
    Ist es ein Festival? Man ist "nur" Teil von vielen Bands/Acts? Naja dann haben entweder andere das Publikum schon so angeheizt das es bei einem selbst nur noch so abgeht oder man muss halt sehen ob man überhaupt Zuschauer hat wenn man am Anfang spielt.
    Und im Bierzelt wo ich mit meiner Musik wohl überhaupt nicht hingehöre und auch nicht hinwill ist es sowiso egal wenn der Alk fliest ist nur wichtig das die auditive Beschalung nicht aufhört und Pausen richtig früh angekündigt werden.
     
  3. RF-Musiker

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    Erstellt: 04.11.09   #3
    Mir ist es einmal passiert, dass der Veranstalter Tanzrunden wollte, sprich, 15 Minuten spielen, 10 Minuten Pause.
    Sonst spiele ich so 45 bis 60 Minuten am Stück, kaum Unterbrechungen. Sowohl solistisch, als auch mit meinem Duo und meiner Coverband.
     
  4. Shakespeare

    Shakespeare Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.07.10   #4
    Bis vor noch nicht allzu langer Zeit wurde auf Festen wie Hochzeiten oder Geburtstagen noch richtig getanzt. Heute ist es jedoch so dass eigentlich keiner mehr der jünger ist als 50 Jahre richtig tanzen kann oder will. Der offizielle Rahmen auch solcher Feste ist gar keiner mehr. Es soll alles zwanglos belanglos ablaufen. Die Musik soll als Dauerbeschallung ständig tönen. Jeder geht auf die Tanzfläche wann er Lust hat, meist ist es nur ein Häuflein Versprengter, ganz selten Paare die sich auf der Tanzfläche tummeln.
    Das sind meine Beobachtungen als wirklich langjähriger Musiker in letzter Zeit.

    Für uns altgediente Musiker stellt das zunehmend ein Problem dar. Man war gewohnt sich eine Tanzrunde mit 5 und meinetwegen noch 3 Reservetiteln zurechtzulegen und diese dann zu spielen. Die Tanzfläche wurde voll, es kam Stimmung auf und nach dem Ansagen der Tanzpause bekam man Applaus.
    Heute legt man sich eine Tanzrunde zurecht doch keiner kommt auf die Tanzfläche. Man spielt die Runde dennoch und beim letzten Stück kommen dann ein paar Leute auf die Tanzfläche und wollen nun anfangen abzutanzen. Doch meine Runde ist nun zu Ende. Was tun? Dieses Häuflein Tänzer will nun natürlich 'was Fetziges' hören oder 'was Schnelles'. Aber das hatte ich doch gerade eben gespielt und keiner war auf der Tanzfläche.

    Leider ereilt mich immer öfter genau dieses Problem.

    Was kann man da als Musiker tun?
    Das Repertoire an fetzigen Stücken ist ja auch nicht unendlich und auch das beste Pulver irgendwann verschossen.

    Bin mal auf eure Meinungen gespannt.
     
  5. RF-Musiker

    RF-Musiker Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 11.07.10   #5
    Dann muss die Runde halt so vorbereitet sein, dass sie lang genug ist und Du, wenn die Tänzer eben früher auf die Tanzfläche kommen sie dann jenach Bedarf kürzt.
     
  6. nighthelper

    nighthelper Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.07.10   #6
    Warum legt man sich als Alleinunterhalter Tanzrunden zurecht? :confused:

    Gerade der Aspekt der Flexibilität unterscheidet doch den Alleinunterhalter von der Band. Man muß sich mit niemandem verständigen, was man als nächstes spielen will, sondern kann ganz alleine entscheiden und somit extrem flexibel auf das Publikum eingehen.
    Ich bin zwar Band-Musiker, aber selbst da haben wir (damals) viele typische Tanz-Veranstaltungen einfach auf Zuruf gespielt (der Sänger sagte spontan an, und zwar noch in dem Stück davor, so daß keine Pausen enstanden).
    Der Abend begann dann mit Pflicht bzw. Wunsch des Gastgebers erfüllen (sowas wie "bitte zunächst erstmal nur 3er-Runden"), und dann je nach Stimmung weiter ...

    Na da liegt die Lösung aber direkt auf der Hand: Repertoire aufstocken :)
     
  7. Shakespeare

    Shakespeare Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.07.10   #7
    Jetzt habe ich noch eine Frage an euch. Wenn ihr 45 min am Stück spielt, habt ihr dann kleine Unterbrechnungen (zum Umregistrieren, Text bereit legen) zwischen den Titeln oder geht das bei euch Non Stop durch wie bei einem DJ?
     
  8. RF-Musiker

    RF-Musiker Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 16.07.10   #8
    Sowohl, als auch. Wenn ich einen vorher zusammengestellten Block unverändert spiele, dauert es maximal 3 Sekunden, die Registration umzuschalten und die Seite umzublättern.
    Wenn ich dagegen von der vorbereiteten Reihenfolge abweiche und es nicht gerade Stücke sind, die ich auswendig kann, dauert es länger.
    Da ich 99 % mit Styles spiele, nützen mir die Funktionen der Notendarstellung eines MIDI-Files nichts, andere Funktionen, die mit dem Aufrufen der Registration die Noten anzeigen, bringen mir wenig, da das Keyboarddisplay mir die wenigsten Songs komplett als Note mit Melodie und Akkorden darstellen kann.
    Bliebe nur noch ein Laptop oder Mini PC mit großem Monitor, aber da ist immer die Frage, wie schnell die Suchfunktion ist und ob es wirklich entspannter ist, als wenn ich im Notenordner alle Songs durchnummeriert habe und im Registrationsnamen diese Nummer vermerkt ist bzw. ich eine alphabetische Liste habe.
     
  9. Gast159625

    Gast159625 Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 19.09.10   #9
    Heute laufen die Feiern in der Tat anders ab wie noch vor 10 oder 20 Jahren, meine Erfahrungen decken sich mit denen meiner Vorredner. Die Musik hat heute eher eine begleitende Funktion, wenn überhaupt kommt es am Abend 2-3 mal dazu das für 15 min die Tanzfläche brennt. Diese kurzen Zeiten muss man ausnutzen, danach ist meist wieder tote Hose und man erntet böse Blicke wenn man "zu laut" ist. Ich mache Live aber auch Disco, am Anfang wenn der Eröffnungstanz ist hat man für kurze Zeit das Interesse auf sich gezogen, das ist aber meist schon bei der 2. Runde vorbei. Nach der 2. Liverunde fange ich meist an mit Disco, und lass es dezent laufen, je nach Gesellschaft kommen einige auf die Tanzfläche oder auch nicht. Ist Resonanz da gebe ich wieder etwas Stoff, wenn nicht bleibt es dezent. Die Zeit geht auch so rum ;). Animationsgeschichten wie Polonaise, Marschwalzer etc. geht heutzutage voll nach hinten los, das will keiner mehr. Es ist immer ein wenig unterschiedlich von Gesellschaft zu Gesellschaft, von Anlass zu Anlass, auch die Örtlichkeit spielt eine große Rolle. Ich geh da locker ran und reagier auf das was passiert oder auch nicht und komme so gut durch die Abende.
     
  10. musiker01

    musiker01 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.11.10   #10
    Dann machst Du aber was falsch, wenn das bei Dir i.d.R. so läuft.

    Gerade in Deiner Kombination MIT Disco sollte die Tanzfläche i.d.R. VOLL sein :gruebel:

    Viele Grüße
     
  11. Gast159625

    Gast159625 Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 13.11.10   #11
    Ja sicher, ich hab ja nicht gesagt das sie immer leer ist. Das würde mir in der Tat zu denken geben. Aber ich mache gern Musik bei der Generation 50 + und mehr. Obwohl ich da noch nicht zugehöre finde ich diese Gesellschaftsform angenehm und da soll auch nicht immer die Post abgehen sondern eher hin und wieder mal getanzt werden.
     
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