Wie hoch ist das richtige Budget für Studiomonitore ?

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Hi,
ich empfehle immer mindestens 50% vom Tonstudiobudget in die Abhöre und die Raumakustik zu investieren. Wie haltet ihr das?
Ich habe gerade für MusoTalk die Neumann Mid-Field Monitore KH 310 getestet:

VIDEO: http://www.musotalk.de/video/neumann-kh-310-aktive-mid-field-studiomonitore/

Die Dinger kosten fast 2000 € das Stück! Wo ist eure Schmerzgrenze?

Grüße aus Berlin:D
 
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Das Problem ist ja, wenn der Raum in dem die Abhöre steht nich passt, dann wird das Endprodukt großteils nur bei sich selbst gut klingen.
Deswegen sollte der Raum ausgemessen sein bevor man seine Abhöre hineinstellt.
Der Vorteil bei der Akustischen bearbeitung des Raumes ist, dass man sich die Baumaterialien sehr günstig beschaffen kann um sie bei vorhandenem Handwerklichem geschick selber zu verarbeiten.
Hierbei sollte man keine großen Vorstellungen von einem Budget haben. Hier entscheidet man selber, ob man fertige produkte nimmt oder sie selber bearbeitet.

Wenn dies gegeben ist, dann kann man sich ein paar Lautsprecher anhören.

50% vom gesamtem Budget ist relativ. Dazu sind mehr faktoren verantwortlich, wie persönliche Absichten, Raumgröße oder Zukunftsaussichten....

Ich zum Beispiel habe derzeit für die Raumakustik insgesammt ca. 2000 Euro ausgegeben.

Meine Abhöre ist die A77X

Und der rest kommt ca. auf 2000 Euro ohne Computer plus Software..

1.denke ich, dass hier ein großer Subjektiver faktor dahinter steckt. Vor allem da in diesem Forum nicht so viele profis sind die Tonmeister gelernt haben.
2. Ich bin ja seler zurzeit kein Profi. Möchte aber Tontechnik zu meinem Beruf machen.

lg Daniel
 
na das ist doch schon mal ein 50/50 Budget! Viel Erfolg mit deinem Studio!
 
Ich kenne von Profis die Regel 30% Boxen, 70% Akustik - da ist dann wohl auch eine professionelle Raumplanung incl. Module etc. gemeint.

Wenn man DIY macht, sind ja ganz andere Akustik-Preise möglich und teilweise geben die Homestudioräume gar nicht das her, was ein komplettes Akustikpaket leisten könnte.

Von daher ist alles eine Frage der Ansprüche - wenn man nur ein gewissen Budget hat, muss man möglichst sinnvolle Kompromisse finden.

btw.:
Was macht eigentlich Dein Latenzkompensation-Teil 2 Video, dass Du uns vor zwei Monaten "demnächst" versprochen hast ;)

Clemens
 
Hallo,

aus meiner Erfahrung: Mein Raum ist akustisch nicht optimal, eigentlich müßte er mal ordentlich bearbeitet werden. Da ich mich aber über all die Jahre offenbar recht gut daran gewöhnt habe, komme ich gut zurecht.
Für mich hat sich meine persönliche Abhörsituation um Klassen verbessert, seit ich von den gewiß nicht schlechten Syrincs M3-220 auf ein Pärchen Neumann KH-120A "aufgestiegen" bin.

Viele Grüße
Klaus
 
Hi Vill,
stimmt und kommt auch noch. Wir hatten nur viele aktuelle Themen die wir vorher "raushauen" wollten. Zur Zeit ist die Sendung für den 18. geplant! Keine DAW hat den input latenz test fehlerfrei bestanden...
 
Eine prozentuale Faustregel kann man da wirklich nicht ausgeben. Wenn der Schwerpunkt eines Studios eben das großräumige Aufnehmen ist, dann ist die Ausstattung mit einer Vielzahl von Mikros und der Akustikausbau eines relativ großen Aufnahmeraumes, sowie ein Mischpult oder System mit ausreichend vielen Kanälen auf jeden Fall der Löwenanteil der Kosten. Bei 32 Kanälen und einer Tiefe des Raumes von sagen wir mal 20-25 Meter werden selbst die Kabel zu einem nicht unerheblichen Kostenfaktor. Da kann es durchaus sein, dass eine selbst recht feine Abhöre trotzdem nur 5% ausmacht. Sitzt man hingegen in seinem Kellerhomestudio und bastelt rein mit Software und einem 2 Kanal Interface dicke HipHop Beats, dann kann man für seine Abhöre vielleicht sogar deutlich mehr als 50% ausgeben. Also mit solchen Aussagen wäre ich ganz vorsichtig, das ist einfach viel zu individuell zu bewerten.
 
Hi Stony,
ja generelle Aussagen sind immer problematisch, können trotzdem einen sinnvollen Ausgangspunkt liefern. Oft geben doch Homerecorder im Verhältniss zu wenig für Boxen und Akustik aus, selbst ich habe diesen Fehler schon gemacht:)
 
Im Grunde muss man seine Abhöre ja auch kennenlernen. Selbst wenn man in einem Super schalltoten raum sitzt mit Impulstreusten und Frequenzlinearsten Boxen - wenn man nicht erst viel Musik hört wirds schwer.

Mich würde mal interessieren ob man lieber stufenweise upgradet. also zuerst 5" nahfeld und später irgendwann vl. mal midfield - oder auf einen Schlag einen großen Monitor kaufen sollte - wenn man tiefe Frequenzen braucht.

Oder reichen 5" für Standard Radio songs auch aus? sind die vl. sogar besser als größere 8-10"?
 
Im Grunde muss man seine Abhöre ja auch kennenlernen.

(...)

Oder reichen 5" für Standard Radio songs auch aus? sind die vl. sogar besser als größere 8-10"?

Jede Abhöre reicht für jede Art von Musik, wie du es ja eigentlich schon selbst geschrieben hattest. Wenn man seine Abhöre sehr gut kennt und weiß, wie auf ihr die Musik klingen muss, damit sie überall gut klingt, kann die Abhöre für sich genommen auch "Schrott" sein. Wie gesagt, wenn man gute Ohren hat und weiß, was Sache ist.

Was genau meinst du mit "Standard Radio Songs"?
 
Hi Till,
"Mich würde mal interessieren ob man lieber stufenweise upgradet. also zuerst 5" nahfeld und später irgendwann vl. mal midfield - oder auf einen Schlag einen großen Monitor kaufen sollte - wenn man tiefe Frequenzen braucht."

Das ist eine interessante Frage, die werde ich morgen im Live Stream 12 UHR im PraxisTalk mit Jochen Sachse beantworten.

http://www.musotalk.de/seiten/newsansicht/video/don-1411-um-12-uhr-praxstalk-mixing-teil-5/
 
Servus,
vor einiger Zeit stand ich als Hobbyist vor dem gleichen Problem.
Eigentlich schoss ich mich auf ein Paar 5-Zöller ein (KRK, ADAM, od. ä.) die man später durch ein Sub noch ergänzen könnte, wenn man wieder flüssig ist...
Aber das Probehören diverser Monitore und das Wissen über die Problematik von Subs in kleinen Räumen haben mich für die ADAM F7 entscheiden lassen, m.E. der optimale Kompromiss.:great:

Ein stufenweises Abgraden würde ich nicht wollen, weil das Arbeiten mit wissentlich suboptimalen Material einfach keinen Spass macht, bzw. auch suboptimale Ergibnisse bringt.
Lieber gleich für seine Bedürfnisse eine vernünftige Lösung wählen, auch wenn's kurzfristig schmerzt...es ist nur kurzfristig!;)

klaus:)
 
Ich habe zum Beispiel Adam A5X weil viel größere Abhöre in meinen Räumlichkeiten gar keinen Sinn machen. Der Wert meines restlichen Equipment übersteigt locker die 50% im Gegensatz zu Abhören und DIY Absorbern.
 
Ich finde irgendwelche Prozentzahlen auch zu pauschal und nicht zielführend. Was das absolute Budget angeht, so kommt es erstens darauf an, was man sich überhaupt leisten kann. Kann man sich KH 310 leisten - warum sollte man sie nicht nehmen? Ich finde es auf der anderen Seite aber auch etwas abwegig, sich z.B. über die Wandlerqualität oder allgemein über Klangeigenschaften bestimmter Instrumente zu unterhalten, und dann irgendwelche billigen Boxen nehmen, weil man Monitore halt einfach braucht. Gut, akustische Instrumente klingen auch ohne Boxen. Aber alles Elektrische / Elektronische wird über Boxen / Kopfhörer abgehört, und egal wie gut der Klang der Instrumente oder der Wandler ist, wenn man keine besonders guten Boxen / Kopfhörer verwendet, dann hat man im Endeffekt doch sowieso nichts von diesem Klang. Höchstens dann jemand anders, der die Aufnahmen hört, sofern daraus trotz schlechter Abhöre was geworden ist. :twisted:

Ansonsten: MusoTalk finde ich toll und bin froh, dass es ihn gibt. Auf jeden Fall besser als traditionelles Fernsehen - von Inhalten her! :)
 
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ich sage immer die hälfte dessen was man in die die raumakustik steckt
 
Im Jahr 2000 wurde u.a. das Tonstudio im Theater Eisenach vollig neu gestältet und vergrößert.

Als ich dem Architekten sagte, wir müssen noch etwas für die Raumakustik im Studio machen, sah der mich verdutzt an und fragte:"wieso?"

Da haben wir dann ein paar einfache Schaumstoffmatten an die Wand geklebt, immer schön mit 10 cm Abstand um elektrische Schalter und Steckdosen wegen der Brandgefahr.

So einfach und billig geht das, wenn man mit Leuten arbeiten muß, die keine Ahnung von der Materie haben und auch zu verbockt sind, etwas dazuzulernen :(
 
Ich habe gerade für MusoTalk die Neumann Mid-Field Monitore KH 310 getestet:
...
Die Dinger kosten fast 2000 € das Stück! Wo ist eure Schmerzgrenze?

Ich habe mir vor rund einem Jahr die Vorgänger (KH o300) gebraucht gekauft und bin äußerst zufrieden. Vorher hatte ich ein Paar HS80, die für den Preis auch gut waren, der Unterschied ist natürlich trotzdem mehr als hörbar. Vor kurzem habe ich mir noch ein Paar KS Digital C5 Tiny geholt, um eine andere Meinung zu haben und vor Allem ein Paar Boxen zu bekommen, die in den Bässen etwas beschnitten sind (gehen nicht wirklich unter 70 oder 80 Hertz). Dadurch kann man wunderbar einschätzen, ob die wichtigen Anteile der Bassfrequenzen auch auf normalen Consumeranlagen noch zu hören sind. Auch sonst gute Boxen, die allerdings ein bisschen "ge-shaped" klingen.
 
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Budget hin und her, Raumakustik und tralala, plus millionen von Fragen, über die richtigen Monitore für einen.

Warum kommt eigendlich kaum jemand auf die Idee, einfach erst einmal anzufangen und dann zu schauen, wo denn dann noch Nachholebedarf besteht? Irgendwie wollen erst einmal viele, ohne vorher die Dinge einfach mal zu probieren, Geld in die Hand nehmen weil sie meinen, das hilft dann erst einmal weiter. Genau hier ist es nicht immer die Schmerzgrenze. Wer professionell in die Materie einsteigen will, wird sicher nicht gleich in die Tasche schauen müssen, da man sich eine gewisse Summe angespart hat. War zumindest bei mir so und ich war eher froh mir die Monitore zu kaufen, die ich auch wollte ohne große Kompromisse dabei einzugehen.
 
Irgendwie verstehe ich nicht ganz den Kern der Aussagen.
Budget hin und her, Raumakustik und tralala, plus millionen von Fragen, über die richtigen Monitore für einen.
...also Geld spielt keine Rolle, Raumakustik wird überbewertet und Vorabinformationen sind für die Katz'?


Warum kommt eigendlich kaum jemand auf die Idee, einfach erst einmal anzufangen und dann zu schauen, wo denn dann noch Nachholebedarf besteht?
...erst Geld ausgeben, sich dann erst informieren und bei Badarf nachbessern, austauschen, od. ä.?


Irgendwie wollen erst einmal viele, ohne vorher die Dinge einfach mal zu probieren, Geld in die Hand nehmen weil sie meinen, das hilft dann erst einmal weiter. Genau hier ist es nicht immer die Schmerzgrenze.
...also irgendwie irgendetwas probieren ohne Geld auszugeben? ...und dann?


Wer professionell in die Materie einsteigen will, wird sicher nicht gleich in die Tasche schauen müssen, da man sich eine gewisse Summe angespart hat. War zumindest bei mir so und ich war eher froh mir die Monitore zu kaufen, die ich auch wollte ohne große Kompromisse dabei einzugehen.
...also erstmal nichts kaufen, sondern sparen, um später kompromisslos kaufen zu können, zumindest im professionellen Bereich?

V.G.:)
Klaus
 
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