Wie Hochglanz mancher Polyurethan-Coatings reduzieren?

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Gast174516
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Gibt es eine Methode, den „PRS“-Gloss mancher Polyurethan-Coatings etwas „runterzubrechen“? Ich meine damit nicht wirklich mattieren, nur die Glanzstufe vielleicht um 25% zu minimieren? 3M Pads kenne ich, hinterlassen aber i.d.R. feinste Kratzer. Gibt es vielleicht eine mattierende Politur?
 
Eigenschaft
 
Grundsätzlich sind alle Poliermittel auch Schleifmittel, nur eben zum Teil besonders feine.

Gerade 3m hat da für den Automobilbereich eine sehr breite Palette. Die solltest Du Dir mal ansehen.

Technisch gesehen bleibt immer das Problem dass man diese Poliermittel auftragen muss und letztlich ist das immer ein mehr oder weniger gerichteter Schleifvorgang der entsprechende Spuren erzeugt.

Wenn ich Dich richtig verstehe würde ich in Deiner Situation den Glanz mit feinster Stahlwolle entfernen und danach eventuell mit einer Lackpolitur etwas nacharbeiten.

Achtung: Die Stahlwolle sollte auch gerichtet angewendet werden und zwar so als bestünde sie aus unendlich vielen Ziehklingen, was tatsächlich der Fall ist. Diese sind immer rechtwinklig zur Bewegungsrichtung zu halten, da sie sonst Schnitte bzw. Kratzer erzeugen.

Ein Handwerk mit Worten zu erklären ist gar nicht so einfach...

Ein Mittel dass das alles von alleine macht gibt es jedenfalls nicht.
 
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Ich habe das bei einer Squier gemacht. Mit AAAA Stahlwolle getestetet und festgestellt, dass dies zu lange dauert. Also erst mit AAA Stahlwolle ohne viel Druck und dann mit AAAA Stahlwolle noch einen Feinschliff nachgelegt. Das ging schneller.
Die Oberfläche ist seidenmatt und etwas schmutzempfindlicher!
 
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Stahlwolle geht gut...macht aber auch gut Sauerei.
Ich mache alle möglichen Parts die nicht mehr so glänzen sollen mit der Rubbelseite eines Topfschwamms (Scotch-Brite) etwas matter...geht auch gut mit Potiknöpfen.
Der Effekt ist subtiler - der oben liegende Glanz wird weggenommen und die Teile sehen sofort etwas "broke in" aus.

Ganz 100%ig gleichmäßig wird das nie...aber wenn man aufpasst ergibt genau diese leichte Ungleichmäßigkeit einen sehr natürlich wirkenden "very light aging" Effekt...eine gleichmäßig matte Gitarre sieht (meiner Meinung nach) auch wieder langweilig steril aus...
 
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Danke für eure Anregungen, mal schauen!
 
Ja, mit feinster Stahlwolle habe ich da auch schon gute Erfahrung gemacht. Erst mit Stärke 000, dann mit 0000. Ruhig und mit Gefühl arbeiten. Lästig ist der feine Schleifstaub, wird auch von Magneten angezogen, unbedingt alles großzügig abkleben und danach gründlich entfernen!
 
Irgendwann wird sie allerdings durch das Spielen wieder glänzen. Zumindest an den Stellen die durch Ärmel, Klamotten usw. "bei der Arbeit poliert" werden.
Meine zweite Selbstgebaute wurde 1994 von mir farblos mit einem PU-Seidenmatt 2k-Lack lackiert und war danach schön seidenmatt.
Mittlerweile glänzt sie mehr, als das sie matt ist.
Ich finde das aber auch nicht schlimm, denn Dinge die beim Spielen passieren dürfen eine Gitarre durchaus prägen.
 
Ich finde das aber auch nicht schlimm, denn Dinge die beim Spielen passieren dürfen eine Gitarre durchaus prägen.
Seh ich auch so.

Mattiert (nicht ganz matt) habe ich bisher nur gelegentlich, weil ich Hochglanzlackierungen eigentlich von Haus aus nicht besonders mag, vor allem wenn der Lack auch noch relativ dick ist. Wenn es bei dickem Lack dann doch zu matt wird, poliere ich wieder ganz leichten Seidenglanz auf.

Wenns vom Spielen dann an manchen Stellen wieder etwas mehr glänzt, gefällt mir das sogar - ich finde, man darf/soll einer Gitarre ansehen dass sie gern gespielt wird :).
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich hab mir gerade eine wirklich schöne Guild M-75 Goldtop geholt, hab ich jahrelang nach gegiert, gab‘s nur 25 Stück von in Europa
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Die ist sehr dünn Polyurethane „lackiert“, glücklicherweise. (Werde ich demnächst hier mal vorstellen). Für meinen Geschmack könnte sie lediglich etwas weniger glänzen, wobei sie nicht diesen typischen „dipped in plastic“ Look hat. Ist eigentlich auch völlig okay, aber man hat ja immer irgendwas im Kopf :)
Meine Thinline hat exakt diesen etwas stumpfen Glanzgrad, der trotz immensen Spielens nicht glänzender geworden ist. Aber okay, die ist auch von Uwe Schölch (Tonfuchs) nitrolackiert ;-)
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(und ich verstehe immer noch nicht warum manche Bilder verdreht hochgeladen werden)
 
Ich hatte das mit dem Glanz bei meiner Gibson SG Std. mit 3000er, oder :gruebel: 4000er Nassschleifpapier in den Griff bekommen. Kreiselnde Schleifbewegungen machen, damit keine Riefen entstehen können und immer wieder nen Tropfen Wasser dabei. Die Stelle beim Schleifen immer schön "klein" halten, nicht zu "großflächig" vorgehen. Sollte es ZU matt werden, eben wieder nachpolieren. ABER wenn man dann spielt wird der Lack nach einiger Zeit "Speckig" an den Stellen. Mir gefällt es 10000mal besser, als dieser ätzende Hochglanz..
 
Stahlwolle geht gut. Aber baue vorher die PUs aus bzw. Kleb sie ab. Die Spulen mögen keine Stahlwollenfussel :D
 
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