wie improvisiere ich da drüber? giorgia on my mind

von Cotton Fever, 13.10.05.

  1. Cotton Fever

    Cotton Fever Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.10.05   #1
    hallo erstmal. also wir machen grad in der schule giorgia on my mind mit der schulband und ich soll da ein solo improvisieren. wir spielen das lied in c-dur. die akkorde sind C, E7, Am7, Dm7, Fm6, C, A7, Dm7, D7, G7, C, A7, Dm7, G7#5. hab schon ein bisschen rumexperimentiert und hab schon nen weg gefunden, ein (jedoch eher langweiliges) solo drüber zu spielen. könnt ihr mir irgendwelche tipps geben, wie ne halbwegs interessante improvisation über dieses lied aussehen könnte?
     
  2. Cotton Fever

    Cotton Fever Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.10.05   #2
    ähm wollte das eigentlich ins tabs und spieltechniken posten, aber irgendwie passts eh hier auch rein. wenn die mods es verschieben wollen, hab ich aber dennoch nichts dagegen :).
     
  3. Hans_3

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    Erstellt: 14.10.05   #3
    Da gibt es aus der Theorie heraus viele Möglichkeiten, was wiederum sehr fundierte Kenntnisse und Übung voraussetzt..

    Deshalb erstmal was Praktisches: Versuch einfach, die Gesangsmelodie zu kopieren, bzw. einzelne Phrasen davon in Dein Solo einzubauen. Da findest Du ganz automatisch Töne und Folgen, die Du in Deiner Impro vielleicht bislang vermisst hast. Mit der Zeit lässt Du dann beides zusammenwachsen.
     
  4. Cudo

    Cudo Mitgliedschaft beendet

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    Erstellt: 14.10.05   #4
    Hallo Cotton fever,

    wer eine Improvisation über ein Stück spielen will ist klar im Vorteil wenn er Theorie Kenntnisse hat.
    Dazu gehören vor allen Dingen Analyse der harmonischen Zusammenhänge, bestimmen der einzelnen Tonleitern und der sich daraus ableitende Akkordaufbau.

    Dazu habe ich Dir eine Grafik angefertigt der Du diese einzelnen Sachen entnehmen kannst.
    Im unteren Notensystem der Grafik sind die jeweiligen Tonleitern aufgeführt. Die Noten mit „X“ Köpfen sind die so genannten avoid notes. Mit denen solltest Du beim Improvisieren zunächst vorsichtig umgehen oder am Besten sie gar nicht benutzen.
    Die Pfeile unter den Noten markieren die jeweiligen Akkordtöne eines jeden Akkordes, und zwar vom Grundton bis zur Septime. Es würde sich zunächst einmal empfehlen jeden einzelnen Akkord als Arpeggio in verschiedenen Umkehrungen zu spielen. Danach kannst Du die Arpeggien der einzelnen Akkorde mit einander verbinden, d.h. sie nach einander spielen. Wenn Du von einem Arpegio in das nächste wechselst versuche den Übergang immer mit einem Sekundschritt zu bewältigen. Das klingt flüssiger.

    Wenn Du Hans_3 Anregung folgen tust, dann suche Dir, um das Thema zu umspielen, immer die nächstliegenden tonleitereigenen Töne der entsprechenden Tonleiter dafür aus.
    Dazu ein Beispiel in der zweiten Hälfte von Takt 5:
    Der Akkord heißt dort Ebo7, Tonleiter ist GT-HT. Melodieton ist A. Die unmittelbar um das „A“ liegenden tonleitereigenen Töne wären Gb,Ab, B(B=H) und C. Mit diesen kannst Du nun den Ton „A“ umspielen.


    Dies alles ist zunächst einmal nur dafür gedacht die richtige Tonauswahl zu treffen. Die eigentliche Bildung von Melodien, deren Rhythmik und Form wäre dann ein nächste Schritt über das man sich Gedanken machen sollte.

    Du siehst, das Ganze wird schon ziemlich komplex, wenn man es richtig machen will.

    CIAO
    CUDO

    P.S.: Achtung! Alte Grafik hatte 3 Fehler und wurde deshalb ausgetauscht.
     

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  5. Hans_3

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    Erstellt: 17.10.05   #5
    @Cudo: Schönes Sheet. Alles drin, was sich komplex in Theorie und Praxis eines Chorus darstellen lässt: Harmonie; Modibezeichnungen; plus jeweiliges Gesamttonmaterial von jedem Modus; getroffene Melodieauswahl.
     
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