wie viel verzerrt ihr?

von underground, 08.06.06.

  1. underground

    underground Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.06.06   #1
    hallo zusammen,

    beim recording einer e-gitarre. verzehrt ihr bei aufnahmen mehr als bei "einer normalen probe", oder verzerrt ihr weniger? oder gleich viel?

    wenn weniger, verzerrt ihr dann auf softwarebasis mehr?

    mfg

    underground
     
  2. Dave64

    Dave64 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.06.06   #2
    Hallo

    was für einen AMP spielst du ?


    Dave
     
  3. Deltafox

    Deltafox Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 08.06.06   #3
    willst du etwa das schon verzerrte Signal per Software nochmal verzerren??

    In erster Linie sollte man nicht so viel Distortion benutzen, wenn man vor hat, die Gitarren zu doppeln, da sich der "Breite"-Effekt durch weitere Spuren sozusagen addiert und dann bei zu hoher Zerre sehr leicht matscht
     
  4. underground

    underground Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.06.06   #4
    merci für die antworten,

    ich (bin eigentlich gar nicht ich *g*) spiele ein line 6 flextone hd!
    normalerweise haben wir die guit nicht gedoppelt. bringt das eigentlich sehr viel?

    abgenommen wird es durch ein sm 57 sowie eine grossmembran!
     
  5. Exciter

    Exciter Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.06.06   #5
    Aber hallo! Der Großteil aller kommerziellen Rock/Punk/Metal-Produktionen besitzt gedoppelte Gitarren.

    Folgender Thread ist sehr gut zur Demonstration der Wirkung geeignet: https://www.musiker-board.de/vb/showthread.php?t=70923

    Hör mal rein ;)
     
  6. x-Riff

    x-Riff Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 08.06.06   #6
    Auf diese Frage gibt es imho zwei Antworten:

    1. Nach dem Geschmack der Band verzerre ich immer zu viel.

    2. Nach meinem Geschmack verzerre ich immer zu wenig.

    x-Riff
     
  7. Deltafox

    Deltafox Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 09.06.06   #7
    meist wird sogar mehrfach gedoppelt (also 4 Gitarren oder gleich 8 Gitarrenspuren - allerdings dann auch sauber spielen, bitte! ;) - schön im Panorama verteilt)

    das Problem mit dem Verzerren haben wir auch .. im Prinzip spielen wir "Hi-Gain"-Musik .. aber ich versuche immer, unseren Gitarristen zu sagen, sie sollen doch weniger zerren .. andererseits klingt's dann eben auch nicht mehr, wie's soll ... das ist alles so 'ne Sache, vielleicht bin ich auch schon ZU empfindlich ^^
     
  8. Hans_3

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    Erstellt: 09.06.06   #8
    Der genaue Verzerrgrad ist als Kriterium ein völlig falscher Ansatz.

    Es geht nicht danach, wieviel Zerre mein Ego will, sondern

    # Was verlangt der Song von mir?

    # Klingt alles noch klar definiert oder breie ich alles zu?

    # Bin ich dem Irrtum aufgesessen, dass Druck durch massige Zerre entsteht, wo doch zu allererst mal exaktes und grooviges Spiel gefragt ist?

    Schönes Beispiel für Druck ist immer wieder AC/DC. Es drückt, obwohl -oder gerade weil - es nur wenig verzerrt, pfurztrocken und sauber auf den Punkt gespielt ist. Muss man klanglich nicht nachmachen, sagt aber alles darüber, dass massive Verzerrung niemals der Ausgangspunkt für Druck ist. :D sondern immer am Ende einer Kette steht.
     
  9. underground

    underground Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.06.06   #9
    huihui, ihr schreibt hier shcon in der nacht? *g* schläft ihr nie? hehe

    aso ich versuche immer ein mittel zwischen möglichst verzerrt und matschen zu finden. manchmal schaffe ich es.manchmal überhaupt nicht *g*. darum wollte ich einmal wissen, wie ihr das so macht.

    thx an exciter für den link! heeeee, das ist ja redemy und anderes von seether *g*

    greetz
     
  10. Navar

    Navar Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.06.06   #10
    Also ich hab im Studio für mich persönlich gelernt das harte Gitarren in einem Song nicht unbedingt vom Zerrgrad abhängen.
    Bei den letzten Aufnahmen die wir gemacht haben, haben wir viel über die Endstufensättigung gemacht. Also Gain sehr weit runter, dafür die Endstufe richtig krachen lassen.
    Ein gutes Beispiel dafür sind meiner Ansicht nach "system of a down" die auch mit relativ wenig Zerre arbeiten.
    Gerade wenn es an präzises Riffing geht ist viel Zerre gerade bei Aufnahmen oft kontraproduktiv weil es dann auch schwieriger wird sauber zu doppeln.
    Ich hab früher auch mit viel zu viel Zerre gespielt, weil ich dachte, dass dadurch der Sound besser wird. Man sollte aber nicht vergessen, das man auch nicht alleine in der Band spielt. Gerade an dieser Stelle kommt oft auch der Bass ins Spiel. Sounds die alleine für einen vielleicht irgendwie dünn klingen kriegern durch den Bass nochmal richtig Bauch. Die Gitarre hat eigentlich nichts in den Bassfrequenzen verloren meiner Ansicht nach und darauf sollte man auch gerade bei Aufnahmen achten.
    Hans_3 hat auch eigentlich schon das Paradebeispiel genannt. Aber auch zum Beispiel beim letzten Metallica Album kann man das sehr schön hören wie hart trockene Sounds klingen können.
    Ich hatte für mich den Extremfall, dass ich bei mir Gain von 7 auf 3 runtergeregelt hab und auf einmal die Riffs extrem fett und geil klangen. Dann hab ich noch meinen Anschlag verändert, härtere Pleks genommen und festgestellt, dass ich noch nie so gut geklungen hab.
    Dopplungen bringen sehr viel, wenn sie präzise gespielt werden, da sie einfach das Soundvolumen erhöhen. Schlecht gespielte Dopplungen matschen natürlich und klingen dann nach gewollt und nicht gekonnt.
    Softwareseitig machen wir nichts mehr an der Zerre. Der Sound kommt komplett aus dem Amp. Wobei man natürlich nachträglich mit Kompressoren, EQs und ähnlichem noch eine Menge an dem Charakter schrauben kann.
     
  11. kizm

    kizm Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.06.06   #11
    Der Grad der Verzerrung ist wie oben schon mehrfach gesagt wurde gar nicht proportional zur Härte.

    Lieber weniger Verzerrung, ein härteres Plektrum, ein kräftigerer Anschlag und allem voran ein sehr präzises Spielen. Mit Effekten wie Kompressoren oder Limiter kann man noch einiges herausholen, aber grob würde ich sagen:

    Je mehr distorsion, desto mehr Brei.

    System of a down und AC/DC sind in der Tat wunderbare Beispiele dafür, dass man mit wenig Verzerrung sehr hart klingen kann.

    Generell gibt es eine Präferenz für Amplifier, dennoch gibt es in der Zwischenzeit eine große Auswahl von Software, die super Gitarrensounds hervorbringen kann. Um einige zu nennen: Waves GTR, Native Instruments Guitar Rig oder von Universal Audio der Nigel, ein Plugin für die UAD-1 (benutze ich selbst sehr gerne wegen des warmen sounds).

    Wenn man nicht das Geld für einen großen Amp besitzt, aber gerne gute Sounds haben möchte kann sich ja auch mal bei Line6 den POD ansehen oder den V-Amp von Behringer. Beides Spitzenprodukte, die von vielen bekannten Bands genutzt werden. Auch im Studio.
     
  12. Buchi

    Buchi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.06.06   #12
    man beachte dabei auch, dass wenn du wenn du deine gitarren doppelst sich die impfindung der zerre automatisch erhöht...

    als beispiel die einstellungen der nevermore recording session von dead heart in a dead world...
    Tubescreamer->mesa dual rectifier->4x12" marshall T75 cabinets

    For the tubescreamer:
    Drive: 9 O'Clock
    Tone: 10 O'Clock
    Level: 12 O'Clock

    Mesa:
    Silicon Diode Setting
    Bold Setting
    Red (Modern) Channel

    Treble: 11.30
    Mids: 10 O'Clock
    Bass: 11.30
    Gain: 12:30
    Presence: 12.30
    Master: 10 O'Clock


    sprich der gain von dem mesa war da gerade mal bissel mehr wie halb offen und ich find die platte hat genügend gain am start ;)
     
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