Wie viele Keys?

  • Ersteller Full Moon
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Ich finde zwei Keys auch aus einem ganz praktischen Grund unerlässlich: Ich habe nicht die greingste Lust, Orgel auf einer Tastatur mit Hammermechanik zu spielen. Das geht nunmal am besten auf einer 61er Waterfall bzw ich gebe mich auch völlig mit einer ungewichteten 61er Tastatur für Orgel zufireden. Aber ich bin des Öfteren gezwungen, bei Bandproben Orgel auf einem RD770SX zu spielen und es ist echt grauenhaft.
 
vor allem schmerzhaft :eek:

ich krieg ja schon von synthi-tasten immer an der selben stelle am rechten ringfinger einen kleinen schwarzen fleck :)
 
Ich finde das kommt ganz auf den Synth an. Die Yamaha-Tastaturen finde ich zum Orgeln (also vor allem Glissandos) ziemlich angenehm.
Klar, mit einer ungewichteten Tastatur vom Casio PSR-200nochwas will ich auch nciht Orgel spielen, da ist ja beim Glissando die Tastatur so laut, dass ich den Monitor nicht mehr höre und es tut auch weh.
 
ich hab mal ne zeit lang auf einem Roland E-300 glissandi spielen müssen...
und hab mir damit regelmäßig die finger gepellt... war nicht so schön...

bei meinem psr640 is mir das nie passiert, genauso wie später bei meinem nord electro, und ich bin mir relativ sicher dass sich meine technik nicht verändert hat...
 
Wie sich doch die Zeiten ändern. Ich komme noch aus einer anderen Generation.
Als ich angefangen habe, spielten die meisten Keyboarder Hammond, Wurlitzer oder Rhodes, Minimoog oder Odyssey, vielleicht noch Solina Strings oder Clavinet. Und - wie hier schon bemerkt wurde - konnte man nach den ersten Takten sofort hören, wer das spielt. Heute klingen alle gleich.
30 Jahre später könnte ich nicht ohne meine Minimalausrüstung links Hohner E7 und Roland JD800, rechts P150 und XK3, wo noch Platz ist der Mini und hinter mir das 760er auf die Bühne, wenn ich dazu Lust habe stelle ich noch das Rhodes Mark1 dazu oder lasse das P150 weg.
Früher wars noch härter, da hatte ich anstelle des P150 mein Yamaha CP70 und meine alte Farfisa Compact Deluxe immer dabei.
Es sind nicht alleine die Sounds, es sind auch die unterschiedlichen Tastaturen - und es ist einfach geil mit den alten Teilen.

Grüsse von POPE
 
Unten Promega2 und oben Electro 61. Links eine Rackkiste mit 8 HE, dadrin unter anderem noch einen Fantom XR und ein MIDI-Patcher UM-880 (sowie mein komplettes weiteres Equipment, wie Mixer, Inear-Monitoring, DIs und noch nen Virtualizer Pro).
Betrachte das nach langem Werdegang als ideales Equipment, da

1. klanglich alles abgedeckt
2. Redundanz bei Ausfall eines Keys, da über den MIDI-Patcher schnell Notszenarien realisiert werden können.

Ist natürlich auch 'ne Preisfrage... ;-)
 
Hey Pope, du hast einen JD800? Der ist auch ein heißer Anschaffungskandidat für mich. Ist das Teil geil? :)
 
lucjesuistonpere schrieb:
Hey Pope, du hast einen JD800? Der ist auch ein heißer Anschaffungskandidat für mich. Ist das Teil geil? :)

Hallo Lucjesuistonpere,

wenn der JD800 nicht geil wäre, würde ich ihn nicht spielen. Hat "eigene" Sounds, gute Flächensounds, gute Solosounds, aftertouch, lässt sich gut spielen und sieht gut aus. Ein Instrument mit Charakter.

Gruß Pope
 
Ich habe gerade wieder auf zwei Tastaturen upgegradet. Ich hatte versucht mit einer Tastatur auszukommen, eine ganze Zeit lang hatte ich den Kurzweil PC2 als einziges Gerät am Start.
Ich dachte, die leicht gewichtete Tastatur wäre ein gangbarer Kompromiss. Der Kompromiss war aber letzendlich in beide Richtungen unbefriedigend: für Klaviersachen zu leicht, für Synthiesachen zu schwer.
Jetzt habe ich wieder meinen alten Korg 01/W Pro-X im Einsatz, darüber ein Virus KB und ich bin wieder glücklich (vor allem seit ich mir einen K&M Spider Pro zugelegt habe, auf dem auch der Korg mit seinen 147,5*51,4*13,6 cm und seinen 35,2 Kilo stabil steht und den ich auch im Stehen in vernünftiger Höhe spielen kann).
 
Um mal noch ein Wort zum Kaskogedanken zu verlieren: Ich benötige nur eine Tastatur (Hammermechanik), und habe deshalb auch immer nur ein Instrument dabei. Natürlich kann es (theoretisch) vorkommen, dass das Gerät kaputtgeht, aber wie oft passiert das wirklich? Und lohnt es sich deswegen, im Amateurbereich(!) immer ein Zusatzinstrument mitzuschleifen? Ich meine nein.

Wenn das Instrument das Zeitliche segnet, ist das meiner Meinung nach ein wesentlich größeres Problem, als einen Gig nicht mitzuspielen, bei dem vielleicht pro Kopf 20 Euro und zwei kühle Bier als Ergebnis hängenbleiben. Wobei beim Jazz die "Restcombo" natürlich in der Lage ist, den Gig trotzdem zu spielen. ;) Aber genauso kann das Bassdrumfell reißen, der Gitarrenverstärker ausfallen, oder aber der Bandbus liegen bleiben (na dann erst ...). Von daher würde ich diesen Ersatzinstrumentengedanken arg von der wirtschaftlichen Größe des Bandunternehmens abhängig machen ...

my2c,
Jay
 
Jay schrieb:
Um mal noch ein Wort zum Kaskogedanken zu verlieren: Ich benötige nur eine Tastatur (Hammermechanik), und habe deshalb auch immer nur ein Instrument dabei. Natürlich kann es (theoretisch) vorkommen, dass das Gerät kaputtgeht, aber wie oft passiert das wirklich? Und lohnt es sich deswegen, im Amateurbereich(!) immer ein Zusatzinstrument mitzuschleifen? Ich meine nein.

Jay

Hallo Jay !
Sicherlich hast du irgendwo Recht. Wenn ich so meine Auftritt/Ausfälle der letzten 3 Jahre miteinander vergleiche, komme ich etwa auf 50 Auftritte + irgendwie 200 Proben zu 3 Live-"Ausfällen" wobei wichtigster ja eigentlich gar kein "Ausfall" im Sinne von "Gerätedefekt" war, aber egal. In den Jahren vorher war die Quote natürlich viel geringer.
Evtl. ist es in deinem Metier relativ egal ob du mal nicht mitspielst - bei meinen Chaoten-Sänger-Jungs würde ohne das ein oder Andere Keyboard-Vorspiel der Auftritt platzen...
Also wie gesagt nie mit einem alleine.

Micha
 
Bis jetzt tuts bei mir noch ein einziges Key.
Mal schaun, schätze mal mit der Zeit werd ich wohl merken ob eins reicht oder nicht ;)

mfg,
~br0cksel
 
Jay schrieb:
Um mal noch ein Wort zum Kaskogedanken zu verlieren: Ich benötige nur eine Tastatur (Hammermechanik), und habe deshalb auch immer nur ein Instrument dabei. Natürlich kann es (theoretisch) vorkommen, dass das Gerät kaputtgeht, aber wie oft passiert das wirklich? Und lohnt es sich deswegen, im Amateurbereich(!) immer ein Zusatzinstrument mitzuschleifen? Ich meine nein.
Dann mach mal die Erfahrung die ich machte -- Amateur-Jazzcombo, Piano einziges Harmonieinstrument. Sommerfest bei der IHK - und 15 Minuten vor dem Auftritt verreckt ein Netzteil. Die Band wäre nicht spielfähig gewesen ohne mich (so blöd das klingt). Und da gibt es einen Vertrag....
Also: Stefan ins Auto und mit mezzo-erlaubter Geschwindigkeit ab in den nächsten Baumarkt um ein Netzteil zu holen..... seitdem habe ich immer zumindest ein Netzteil zuviel dabei und ein Ersatzkeyboard im Auto....
ciao,
Stefan
 
holtman schrieb:
was darf man sich denn unter 'abschmieren' vorstellen? nippelt da das (betriebs-)system ab oder iss das eher 'n hardware-defekt?
Beides. Bedingt durch das Geschüttle beim Transport kann das Instrument etwas abkriegen. Beim Einschalten tut sich dann nix. Oder es kommen seltsame Geräusche raus. Gut, wenns davor passiert, da kann man mit dem Schraubenzieher nachhelfen.
Ekliger sind thermische Probleme. Dann streikt dir die Kiste mitten im Spiel. Bei mir kürzlich ein D9e, plötzlich kein Ton mehr da. Gut , das war zuhause und die Problemquelle ist bekannt.
 
stefan64 schrieb:
Dann mach mal die Erfahrung die ich machte -- Amateur-Jazzcombo, Piano einziges Harmonieinstrument. Sommerfest bei der IHK - und 15 Minuten vor dem Auftritt verreckt ein Netzteil. Die Band wäre nicht spielfähig gewesen ohne mich (so blöd das klingt). Und da gibt es einen Vertrag....
Also: Stefan ins Auto und mit mezzo-erlaubter Geschwindigkeit ab in den nächsten Baumarkt um ein Netzteil zu holen..... seitdem habe ich immer zumindest ein Netzteil zuviel dabei und ein Ersatzkeyboard im Auto....
Ich glaub dir das schon. ;) Und IHK-Sommerfest klingt schon fast nach finanzieller Großunternehmung. Aber ein guter Saxer spielt auch nur mit Bass und Schlagzeug. :p Es ist halt nur so: Ganz billig sind die Instrumente ja nicht, und solange ich nicht die letzte Plastikschleuder habe, erwarte ich bühnentaugliche Zuverlässigkeit, und ich sehe nicht ein, warum ich deswegen mehrere Instrumente besitzen und mitschleifen muss.

Vertrag ist Vertrag, da hast du schon recht, aber wenn wirklich mal das Instrument kaputtgeht, wirds für das Problem schon eine Lösung geben (Beispieleventualitäten spar ich mir mal). Gehts halt 'ne Stunde später los. Damit muss dann auch der Veranstalter leben, auch auf die Gefahr hin, dass wir da nicht mehr spielen. Aber wie gesagt, ich rede hier von Gigs in einem Rahmen, wo die Gage und ein mitgebrachtes Zweitinstrument einfach in keinem Verhältnis stehen. Sollte Weihnachten und Ostern mal auf einen Tag fallen und ich spiele in einer Band, die vierstellig bezahlt wird, hab ich natürlich auch ein Zweitinstrument dabei. ;)
 
Bevorzugt rauchen wohl Netzteile ab, Gruß an die Bauerndrehstromfraktion! Daher IMMER IMMER IMMER als Keyboarder mindestens ein Universal-Ersatz-Netzteil dabei haben, kann dir einen sehr peinlichen Moment ersparen. :D
Für die Bühne würde bei mir nie ein Keyboard mit externem Netzteil in Frage kommen. Viel zu viele Fehlerquellen. Bei meinem Döpfer hatte ich damals die Originalbuchse gegen eine vernünftige XLR-Verbindung ausgetauscht, aber es war trotzdem noch ein Steckernetzteil. Solche Teile würde ich höchstens im Rack nutzen, mit Bügel in der Steckdosenleiste gesichert und am Gerät mit Zugentlastung. Ich bevorzuge generell Geräte mit internem Netzteil.
 

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