Wieso kein Lippenglissando?

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Hyperion

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Mir ist gestern Abend mal wieder die Frage in den Kopf gekommen, wieso die Töne auf einem Blechblasinstrument eigentlich bei zunehmender Lippenspannung nicht fließend höher werden, sondern in Schritten passieren.
Ich hoffe, ihr wisst alle, was ich meine.
Also wieso ist das so? Bzw nicht so?
 
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Ragna_Rökr

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Eigentlich ist das gar nicht so. Natürlich gibt es die Naturtöne, aber wers halbwegs drauf hat kann auch nurm it den Lippen ein Glissando erzeugen. Die Tonhöhe stufenlos regulieren tust du ja shcon wenn du mit den Lippen den Intonationsausgleich betreibst.
 
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Hyperion

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Also aufm Mundstück ist es kein Problem, aber mit Hörnchen dran hört man zwischendrin immer noch die Übergänge. Mal abgesehen davon, dass das scheinbar zu beseitigen ist, wieso ist es überhaupt so?
 
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Ragna_Rökr

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Also aufm Mundstück ist es kein Problem, aber mit Hörnchen dran hört man zwischendrin immer noch die Übergänge. Mal abgesehen davon, dass das scheinbar zu beseitigen ist, wieso ist es überhaupt so?

Da kommt darauf an auf welchem Wege man die Töne erzeugt. Wenn man sie einfach nur buzzt existieren diese Stufen gar nicht mehr. Dann gibts auch keine Übergänge. Warum das aber bei andren Techniken so ist, kann ich nicht sagen.
 
oggimatt

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Tach auch,

vielleicht rasten die Töne in den höheren Lagen auch besser ein, weil sie näher beieinanderliegen und dazu neigen, ins tonale Zentrum zu strebe.
In den tiefen Lagen ist das alles lockerer. Man kann dort die Töne per Bending besser hinbiegen.
Trotzdem wird man einen Unterschied feststellen, ob man richtig gezogen hat und den Ton im Zentrum anspielt, oder ob man den Ton per Lippenspannung auf die richtige Schwingung korrigiert.
Der Ton mag dann formal richtig sein, klingt aber nicht so, als wenn er im Zentrum gespielt wurde, weil die entsprechenden Obertöne evtl fehlen.
Ich hoffe, ihr könnt erahnen, was ich meine.
Bis denne

Matt
 
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Hyperion

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Könnt ihr also tatsächlich so spielen, dass ein Lippenglissando so klingt, wie mit dem Zug?
Bei mir klingt immer etwas wie "hochgetrillert" aber scheinbar bin ich einfach nur zu schlecht^^
 
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Ragna_Rökr

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Könnt ihr also tatsächlich so spielen, dass ein Lippenglissando so klingt, wie mit dem Zug?
Bei mir klingt immer etwas wie "hochgetrillert" aber scheinbar bin ich einfach nur zu schlecht^^

Naja also um bei ner kleinen Terz oder sowas kann das schonma klappen bei mir. Aber wirklich drauf hab ich das au net. Hab aber schon Satzdozenten gehabt die des über Quarten und mehr konnten. Da konnte man echt nich sagen ob die ziehen oder des mit den Lippen machen wenn man ncih hingeguckt hat.
 
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cyril

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Rein technisch ist der stehende Ton eines jeden tonalen Instruments eine Resonanz. Die Saite schwingt bei einem gedrückten Bund so, weil sie hier, bei diesem Ton, auf der niedrigsten Energieebene schwingt. Wollte man bei diesem gedrückten Bund oder Ton einen anderen erzeugen, müßte man die Saite mit sehr hoher Energie von außen (gegen ihren Willen, Augenzwinker) irgendwie von Außen zum Schwingen bringen. Auch in eine Posaune kann man nicht resonierende Töne einführen, vielleicht mit einer Druckluft-betriebenen externen Membran. Aber der natürliche Ton und seine Obertonreihe ist immer der, der mit der Länge des Rohres in Resonanz steht. Dieser Ton verbraucht extrem wenig Energie und ist daher spielbar. Will man einen Ton nach außerhalb dieses Resonanzbereiches drücken, wird es mit steigendem Abstand zur Resonanz immer schwerer.
Deswegen geht ein klein bißchen immer.
 
oggimatt

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Könnt ihr also tatsächlich so spielen, dass ein Lippenglissando so klingt, wie mit dem Zug?

Tach auch,

um ehrlich zu sein, vom B zum F und dann chromatisch abwärts gehts schon, klingt aber etwas muffig und zu im Gegensatz zum gezogenen Ton.
Und so ein C nur mit Bending ohne Quartventil klingt nicht wirklich gut.;)
In der Höhe finde ich es schwierig, weil die Partiale dichter zusammen liegen. Da kippe ich schneller ab (oder hoch:D).
Am Lippentriller muß ich noch was arbeiten, bin aber momentan mit dem Erlernen der Bassposaune beschäftigt, weil pausenlos der eigentliche Bassposaunist in der Bigband ausfällt.
Und in der Literatur der Bassposaune sind Lippentriller mein geringstes Problem.;)
Bis denne

Matt
 
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dirk

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Im Blechblasinstrument entsteht der Ton als "stehende Welle". Die Wellenlänge wird also durch die Rohrlänge bestimmt.
Wenn du die Rohrlänge nicht durch den Posaunenzug oder das Zuschalten weiterer Rohrabschnitte mittels Ventil verlängerst, bleibt dieser "Grundton" gleich. Du erhöhst den Ton durch "Überblasen", d.h. durch mehr Energie entsteht ein zusätzlicher Schwingungsknoten, der dann die Wellenlänge verkürzt (-> Physik/Wellenlehre). Das geschieht immer in Teilschritten: 1:2, 2:3, 3:4 usw., wie z.b. die Flageolet-Töne auf den Saiteninstrumenten. Das ergibt dann die Oberton- oder Naturtonreihe.
Habe ich das klar ausgedrückt? Ansonsten mal im Musiklexikon nachschlagen...
 

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