Naja, Jackson's Mutmaßungen über die Motivationen von Leo dem Großen... Hätte man sich konsequent am Kontrabaß orientiert, so hätte man natürlich auch sagen können, 4 Saiten in Quartstimmung und bundlose Griffbretter haben sich nicht umsonst (erst) zu Anfang des 20. Jh. durchgesetzt... Es sind aber auch 5- und mehr-Saiter nicht so einfach zu bauen, und manche der mittlerweile durchaus klassisch zu nennenden E-Baßsounds (vor allem Preci, aber oft auch Jazzbass) funktionieren bis heute nicht so ganz überzeugend. Dafür geht anderes, oft auch gehaltvolleres, durchaus sehr gut (bis besser als auf Fender).
Daß der Vierer das Hauptinstrument zu sein & bleiben habe kann man heutzutage sicherlich nicht mehr stur behaupten. Genauso sehe ich keinen Grund, Anfängern von irgendetwas abzuraten. Im Prinzip nichtmal von Fretless, aber dann müßte man die Didaktik doch nach Streicher-Vorbild modifizieren, man nimmt ja auch keine bundierte Geigen für Anfänger!!
Ich persönlich benutze derzeit 4- und 6-Saiter, was aber nicht heißt, daß ich mir in Zukunft nicht auch 5- oder 7-Saiter zulegen würde, wenn sie mir in den Kram passen, daß muß sich nach dem individuellen Instrument entscheiden. Mit dem primären Vorsatz, ich will einen 5- oder 6-Saiter wie vor 10 Jahren würde ich jedenfalls nicht mehr einen Laden betreten bzw. erstmal nach möglichen Kandidaten recherchieren.